Dominique Strauss-Kahn - Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-IWF-Chef - SZ.de

Dominique Strauss-Kahn

Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-IWF-Chef

Er war der aussichtsreichste Kandidat für die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2012, jetzt dürfte die Polit-Karriere von Dominique Strauss-Kahn zerstört sein. Der ehemalige IWF-Chef steht in New York unter Hausarrest. Er soll ein Zimmermädchen sexuell attackiert haben. Aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Analysen zum Fall Strauss-Kahn.

"Zimmer 2806: Die Anschuldigung" auf Netflix
:Die erschütterte Macht

Die Doku "Zimmer 2806" über Dominique Strauss-Kahn zeigt auf, was geschehen musste, damit die Welt endlich begriff, wie unantastbar inakzeptables Verhalten lange war.

Von Nadia Pantel

Dominique Strauss-Kahn
:Unter der Gürtellinie

Dominique Strauss-Kahn wird vom Vorwurf der Zuhälterei freigesprochen. Der Schaden für die anderen Prozessbeteiligten aber ist immens.

Von Leo Klimm

Prozess um Sexpartys mit Prostituierten
:Richter sprechen Dominique Strauss-Kahn frei

Es ging um illegale Sex-Partys, die der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn organisiert haben soll. Ein französisches Gericht hat ihn jetzt von sämtlichen Anklagepunkten freigesprochen. Doch sein Image ist irreparabel beschädigt.

Ex-IWF-Chef
:Staatsanwaltschaft fordert Freispruch für Strauss-Kahn

Der Vorwurf der schweren Zuhälterei könne dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden: Im Prozess um illegale Sexpartys plädiert die Staatsanwaltschaft auf Freispruch für Dominique Strauss-Kahn.

Prozess wegen Zuhälterei
:Strauss-Kahn gibt den Ahnungslosen

Prostituierte? Tränen? Dominique Strauss-Kahn sagt im Prozess, in dem er wegen Zuhälterei angeklagt ist, erstmals aus - und gibt sich bemerkenswert unwissend. Helfen könnte ihm eine Verschwörungstheorie.

Von Leo Klimm

Strauss-Kahn vor Gericht
:"Weder ein Vergehen noch ein Verbrechen"

Dominique Strauss-Kahn muss sich wegen organisierter Zuhälterei bei Sex-Partys vor Gericht verantworten. Nun wird der ehemalige IWF-Chef vernommen - und beteuert seine Unschuld. Vor dem Gebäude protestieren Femen-Aktivistinnen.

Prozess gegen Strauss-Kahn
:Nichts für zarte Seelen

Zuhälterei? Gewaltorgien? Dominique Strauss-Kahn schweigt am ersten Prozesstag. Zwei Ex-Prostituierte sind drauf und dran, ihm einen Gefallen zu tun. Und ein Sex-Unternehmer fürchtet um seinen Ruf.

Von Leo Klimm

Prozess gegen Strauss-Kahn
:Die Freiheit, die sie meinen

Dominique Strauss-Kahn steht von Montag an wegen Zuhälterei vor Gericht. Seine Anwälte und Teile der Gesellschaft stilisieren den Prozess zu einem Kampf um französische Werte.

Von Leo Klimm

Finanzskandal um Ex-IWF-Chef
:Immer Ärger mit Strauss-Kahn

Drei Jahre nach seinem Sexskandal hat Dominique Strauss-Kahn neue Sorgen: Er steht in Luxemburg im Mittelpunkt eines Finanzkrimis. Dabei geht es um viel Geld reicher Araber und Russen.

Von Leo Klimm

Skandalfilm "Welcome to New York"
:Monster in uns

In Frankreich ist Dominique Strauss-Kahn nach dem Vergewaltigungsvorwurf vor drei Jahren inzwischen nahezu rehabilitiert. Trotzdem will das Filmfestival in Cannes Abel Ferraras Film über den Fall nicht zeigen. Dabei spielt Gérard Depardieu den früheren IWF-Direktor so lachhaft, dass das wie ein heimliches Friedensangebot wirkt.

Von Tobias Kniebe

"Welcome to New York"
:Strauss-Kahn will gegen Skandalfilm klagen

Champagner-Duschen, Sex-Orgien und ein rücksichtsloser Macho: Ein gerade herausgekommener Film zeichnet die Affäre um Dominique Strauss-Kahn nach. Der IWF-Chef will das nicht hinnehmen - und wehrt sich juristisch.

Lästereien eines Modezars
:Lagerfeld: "Diese Kriegsministerin finde ich sehr niedlich"

Er besitzt keine Uhr, lehnt Computer und Telefone ab. Eine eigene Meinung hat er jedoch. Karl Lagerfeld gehört zu den gefürchtetsten Lästermäulern überhaupt. Neustes Opfer des Modezars: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Eine Galerie seiner Bonmots.

Neuer Job für Strauss-Kahn
:"Ich habe keinen Zauberstab"

Der frühere französische Fast-Präsidentschaftskandidat Dominique Strauss-Kahn hat einen neuen Job. Nach dem Sexskandal wegen einer angeblichen Vergewaltigung und Zuhälterei soll er künftig als Schuldenberater Serbien aus der wirtschaftlichen Misere helfen - und das wird nicht leicht.

Von Florian Hassel, Belgrad

Früherer Chef des IWF
:Strauss-Kahn erklärt politische Karriere für beendet

In Frankreich erwartet Dominique Strauss-Kahn ein Strafprozess wegen Zuhälterei. Seinem beruflichen Marktwert im Ausland scheint das nicht zu schaden. Der Politik aber kehrt der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds den Rücken.

Sex-Vorwürfe gegen ehemaligen IWF-Chef
:Strauss-Kahn droht Prozess wegen Zuhälterei

Die Teilnahme an Sex-Partys gibt Dominique Strauss-Kahn zu, aber von Prostituierten will der frühere IWF-Chef nichts gewusst haben. In der Affäre um einen Callgirl-Ring soll ihm nun der Prozess gemacht werden - wegen "schwerer gemeinschaftlicher Zuhälterei".

Cartoon-Journalismus aus Taiwan
:Diktator im Damenkleid

Wie es war, oder auch nicht. 500 Chinesen animieren in Taipeh Nachrichten. Vom untreuen Golfprofi Tiger Woods über den fummelnden Dominique Strauss-Kahn bis hin zum furzenden Kim Jong Un ist alles dabei. Aber ist das wirklich Journalismus?

Von Kai Strittmatter, Taipeh

Buch über Dominique Strauss-Kahn
:Von den Hörnern des Stiers

"Egofiction" oder Experiment? Marcela Iacub hat über ihre Affäre mit Dominique Strauss-Kahn das Buch "Belle et Bête" geschrieben. Ihr Werk wurde bereits mit den Reportagen von Günter Wallraff verglichen, die erotische Intrige damit zum Mittel der Recherche erhoben. Strauss-Kahn freilich sieht das anders.

Von Joseph Hanimann

Klage gegen Skandalbuch
:Ex-Geliebte muss Strauss-Kahn Schadenersatz zahlen

Sie beschreibt ihn als Mischung aus Mensch und Schwein: Für ein Buch über ihre Affäre mit Dominique Strauss-Kahn müssen Autorin Marcela Iacub und ihr Verlag dem ehemaligen IWF-Chef 50.000 Euro Schadenersatz zahlen. Ein Verbot konnte der in mehrere Sex-Affären verstrickte 63-Jährige dagegen nicht erwirken.

Dominique Strauss-Kahn
:Gericht bestätigt Anklage wegen Zuhälterei

Die Vergewaltigungsvorwürfe des New Yorker Zimmermädchens konnten seine Anwälte abschmettern. Doch in anderer Sache droht Dominque Strauss-Kahn weiterhin juristischer Ärger: Wie ein französisches Gericht nun entschieden hat, bleiben die Vorwürfe der bandenmäßigen Zuhälterei bestehen.

Zivilklage wegen mutmaßlicher Vergewaltigung
:Strauss-Kahn einigt sich mit Zimmermädchen

Juristischer Abschluss einer mutmaßlichen Sex-Affäre: Der ehemalige IWF-Chef Strauss-Kahn hat sich im Zivilprozess mit dem Zimmermädchen geeinigt, das ihn der Vergewaltigung beschuldigt hatte. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Medien spekulieren jedoch über eine Millionenzahlung.

Außergerichtliche Einigung
:Anwälte von Strauss-Kahn dementieren Millionenzahlung an Zimmermädchen

Die Vorwürfe von Nafissatou Diallo bedeuteten das Ende seiner politischen Karriere. Jetzt hat sich der ehemalige IWF-Chef Strauss-Kahn außergerichtlich mit dem New Yorker Zimmermädchen geeinigt, das ihm Vergewaltigung vorgeworfen hatte. Von einer Millionenzahlung an die Hotelangestellte wollen die Anwälte des 63-Jährigen aber nichts wissen.

Dominique Strauss-Kahn
:Ermittlungen wegen Vergewaltigung eingestellt

Wieder wird ein Ermittlungsverfahren gegen Dominique Strauss-Kahn eingestellt: Ein belgisches Callgirl hat den früheren IWF-Chef entlastet und frühere Anschuldigungen gemeinschaftlicher Vergewaltigung widerrufen. Dennoch sieht es nicht gut aus für den Franzosen.

Anne Sinclair verlässt Strauss-Kahn
:In schlechten Zeiten

21 Jahre ignorierte Anne Sinclair die Untreue ihres Ehemannes Dominique Strauss-Kahn. Jetzt ist die französische Journalistin ihr Märtyrer-Dasein leid und hat ihn verlassen. Viele fragen sich, warum sie so lange damit gewartet hat - nötig hatte sie es nie.

Jana Stegemann und Violetta Simon

Neue Vorwürfe gegen Ex-IWF-Chef
:Justiz ermittelt gegen Strauss-Kahn wegen Gruppenvergewaltigung

Die französische Justiz hat Vorermittlungen gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn aufgenommen. Der Verdacht: Beteiligung an einer Gruppenvergewaltigung. Der 63-Jährige reagiert wie schon bei vorherigen Vorwürfen sexueller Gewalt.

Vergewaltigungsprozess
:Strauss-Kahn verklagt Zimmermädchen auf eine Million Dollar

Der ehemalige Währungsfondschef holt zum Gegenschlag aus: Im Rechtsstreit um die mutmaßliche Vergewaltigung eines Zimmermädchens verklagt Strauss-Kahn die Frau nun wegen Verleumdung. Er fordert eine Million Dollar Schadensersatz - immerhin galt er vor dem Skandal als aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat.

Zivilprozess in den USA
:Gericht spricht Strauss-Kahn Immunität ab

Er beruft sich auf seine diplomatische Immunität, doch das lassen die Richter in New York nicht gelten: Dominique Strauss-Kahn muss sich in den USA wohl einem Zivilprozess wegen Vergewaltigung stellen. Ein Richter hat die Klage gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds zugelassen.

Anhörung im Fall Strauss-Kahn in New York
:"Wir wollen ein Urteil"

Es geht ihr um Gerechtigkeit: Die Anwälte von Nafissatou Diallo haben bei einer Anhörung in New York im Falle eines Zivilprozesses gegen Dominique Strauss-Kahn einen Deal ausgeschlossen. Das Zimmermädchen bezichtigt den Ex-IWF-Chef der Vergewaltigung. Dessen Anwälte wollen das Verfahren verhindern - und führen die Immunität ihres Mandanten ins Feld.

"Organisierte Zuhälterei"
:Ermittlungsverfahren gegen Strauss-Kahn eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsfahren gegen Dominique Strauss-Kahn eingeleitet. Der ehemalige IWF-Chef steht im Verdacht, bei gesponserten Sex-Partys an bandenmäßiger Zuhälterei beteiligt gewesen zu sein. Nach stundenlager Befragung wurde er gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt - jedoch unter Auflagen.

Proteste bei Auftritt in Cambridge
:Studenten gehen gegen Strauss-Kahn auf die Barrikaden

Dominique Strauss-Kahn wollte an der Elite-Universität Cambridge über die Weltwirtschaft debattieren, doch viele Studenten wollten lieber über Dominique Strauss-Kahn reden. Sie protestierten lautstark vor der Uni gegen den früheren IWF-Chef, der wegen Vergewaltigungsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten war, und lieferten sich Rangeleien mit der Polizei.

Strauss-Kahn wird zur Callgirl-Affäre verhört
:Getriebener des eigenen Triebs

Ja, sagt Dominique Strauss-Kahn, ich war auf diesen Feiern. Und nein, behauptet er, ich habe nicht gewusst, dass die anwesenden Damen Prostituierte waren. Die französischen Ermittler zweifeln an seiner Version - und haben den ehemaligen IWF-Chef nun zur Vernehmung nach Lille geladen. Strauss-Kahn droht eine Anklage wegen Beihilfe zur Zuhälterei.

Dominique Strauss-Kahn in China
:Lebenszeichen aus Fernost

Dominique Strauss-Kahn hält nach monatelanger Abstinenz in Peking eine öffentliche Rede. Als ehemaliger Direktor des Internationalen Währungsfonds gibt er nun den Wirtschaftsweisen - und greift EU-Politiker scharf an.

Stefan Ulrich

Videoaufzeichnungen im Fall Strauss-Kahn
:Szenen eine Skandals

Neue Spekulationen um die Affäre Strauss-Kahn: Bilder einer New Yorker Hotel-Überwachungskamera, die jetzt erstmals ausgestrahlt wurden, zeigen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und das Zimmermädchen, dass er vergewaltigt haben soll - und zwar unmittelbar nach der angeblichen Tat.

Biografie von Dominique Strauss-Kahn
:Wenn einer seinen Landsleuten einen Bären aufbindet

In einem Buch nimmt Dominique Strauss-Kahn Stellung zu jenem schicksalshaften Tag in einem New Yorker Luxushotel und zu seiner möglichen Verstrickung in einen Prostitutionsskandal in Lille. Die Quintessenz des Machwerks: Monsieur ist kein Sexualstraftäter, sondern ein Freund der freien Liebe.

Michael Kläsgen, Paris

Fall Dominique Strauss-Kahn
:Stoff für Verschwörungstheorien

Was geschah mit Dominique Strauss-Kahn im Sofitel? Ein Enthüllungsjournalist packt nun dubiose Indizien aus, unter anderem soll DSKs Handy von der Präsidentenpartei UMP gehackt worden sein. Waren die Vergewaltigungsvorwürfe Teil eines Komplotts? Seine Anhänger fordern umgehend Aufklärung.

Willi Winkler

Strauss-Kahn stolpert über Details der Callgirl-Affäre
:Vom Verlust der Leichtigkeit

Vom mächtigen IWF-Chef zum einsamen Mann: Die Medien weiden sich an Strauss-Kahns Fall, während immer neue Details aus den Ermittlungen im Prostitutionsskandal von Lille bekannt werden. Der Politiker wehrt sich gegen Scheidungsgerüchte - und pocht darauf, bald aussagen zu dürfen.

Prostitutionsskandal in Lille
:Strauss-Kahns verräterische SMS

Bei ihren Ermittlungen um Edelprostitution in Frankreichs politischer Elite hat die Polizei ein Mobiltelefon sichergestellt. Über dieses Handy verabredeten sich Strauss-Kahn und ein Freund - zu Sex-Partys in Europa und den USA.

Prostitutions-Skandal in Lille
:Neue Ermittlungen gegen Strauss-Kahn

Kaum sind die Ermittlungen wegen versuchter Vergewaltigung gegen ihn eingestellt, droht Dominque Strauss-Kahn neuer Ärger: Gemeinsam mit lokaler Prominenz und Polizei soll er in einen Prostitutions-Skandal in Lille verwickelt sein. Dort muss das legendäre Hotel "Carlton" vorübergehend schließen.

Michael Kläsgen, Paris

Vergewaltigungsvorwurf gegen Strauss-Kahn
:"Ich habe versucht, sie auf den Mund zu küssen"

Versuchte Vergewaltigung oder ein Kuss, der nicht gewollt war? Die Ermittlungen sind eingestellt, doch der Vorwurf bleibt: Die französische Autorin Tristane Banon erhebt schwere Anschuldigungen gegen Dominique Strauss-Kahn. Jetzt hat der frühere IWF-Chef erstmals seine Version des Vorfalls geschildert.

Nach dem Ende strafrechtlicher Ermittlungen
:Strauss-Kahn will Zivilklage abwenden

Der Vergewaltigungsvorwurf gegen Dominique Strauss-Kahn soll endgültig aus der Welt. Die Anwälte des früheren IWF-Chefs haben nun auch vor, die Zivilklage gegen Strauss-Kahn in den USA abweisen zu lassen.

Erster Fernsehauftritt nach der Sex-Affäre
:Strauss-Kahn gesteht "moralischen Fehler" ein

Was genau ist in New York zwischen dem Ex-IWF-Chef und dem Zimmermädchen passiert? Darüber liefert auch Dominique Strauss-Kahns erster TV-Auftritt nach Bekanntwerden der Vergewaltigungsvorwürfe keine neuen Erkenntnisse. Der einstige Star der französischen Sozialisten spricht aber von einem "moralischen Fehler" - und äußert sich zu Gerüchten über seine Rückkehr in die Politik.

Mutmaßliches Strauss-Kahn-Opfer
:Journalistin Banon kocht vor Wut

Sie sei ein Opfer von Dominique Strauss-Kahn, sagt Tristane Banon, und sie verstehe nicht, wie Frankreich den ehemaligen IWF-Chef als Helden feiern könne. Jetzt hat sie ihren Frust in einem Brief an die Medien artikuliert.

Dominique Strauss-Kahn
:Willkommen an der Heimatfront

Er kam, lächelte und schwieg: Dominique Strauss-Kahn ist zurück in Paris. Schweigen, immer nur Schweigen, dieser Regel ist der 62-Jährige in den vergangenen dreieinhalb Monaten in den USA gefolgt. In der Heimat wird er diese Strategie nicht lange durchhalten können, denn die Franzosen erwarten Antworten auf zwei Fragen.

Stefan Ulrich, Paris

Früherer IWF-Chef
:Strauss-Kahn kehrt nach Paris zurück

Er lächelte breit, sagte aber nichts: Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist zurück in seiner Heimat Frankreich. Er landete gemeinsam mit seiner Frau Anne Sinclair in Paris - und wurde schon am Flughafen von zahlreichen Journalisten erwartet.

Nach der Freilassung des Ex-IWF-Chefs
:Strauss-Kahn entschuldigt sich bei Mitarbeitern

Dominique Strauss-Kahn ist ein freier Mann, doch der Sex-Skandal hat ihn und alle Beteiligten schwer beschädigt. Bei einem Abschiedsbesuch bat er die Mitarbeiter des IWF nun um Entschuldigung - und erntete Applaus. Über seine Zukunftspläne schweigt er beharrlich.

Politik kompakt
:FDP-Politiker fordern Westerwelles Rücktritt

Die FDP kommt nicht aus dem Umfragetief - FDP-Veteranen daran Außenminister Westerwelle die Schuld und fordern seinen Rücktritt. Er habe die FDP "zu unsympathischen Partei gemacht" und verhalte sich in der Libyen-Frage "rechthaberisch", kritisieren sie.

im Überblick

Entscheidung in New York
:Strafverfahren gegen Strauss-Kahn eingestellt

Die letzte Anhörung im Fall Dominique Strauss-Kahn dauerte nur wenige Minuten: Ein New Yorker Richter stellte das Verfahren wegen mutmaßlicher Vergewaltigung gegen den ehemaligen Direktor des Internationalen Währungsfonds wie erwartet ein.

Ehemaliger IWF-Chef
:Anklage gegen Strauss-Kahn wird fallengelassen

Das Verfahren gegen Dominique Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung eines Zimmermädchens wird eingestellt. Staatsanwalt Cyrus Vance hat dem Richter einen entsprechenden Antrag vorgelegt: Darin schreibt er, die wiederholten Lügen der Zeugin hätten in einem Prozess eine "verheerende Wirkung" gehabt. Zu Hause wartet auf Strauss-Kahn ein zweites Ermittlungsverfahren.

Fall Strauss-Kahn
:Zimmermädchen in der Offensive

Nafissatou Diallo, die Dominique Strauss-Kahn der versuchten Vergewaltigung bezichtigt, hat nun eine Pressekonferenz gegeben - und will stark sein "für alle Frauen der Welt": Ihr Anwalt kündigt eine Zivilklage an.

Strauss-Kahn: Mutmaßliches Opfer spricht
:"Ich will ihn im Gefängnis sehen"

Es ist ihre Version der Geschichte: Nafissatou Diallo hat sich in Interviews erstmals zu dem folgenreichen Vorfall in einem New Yorker Luxushotel geäußert. Das 32-jährige Zimmermädchen beharrt auf ihrem Vorwurf, Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn habe sie zum Oralsex gezwungen - und wehrt sich gegen den Vorwurf, sie wolle aus ihrer Geschichte Geld schlagen.

Verwicklungen im Fall Strauss-Kahn
:Stelldichein im OECD-Büro

Ihre Tochter Tristane Banon hat acht Jahre lang gewartet, bevor sie Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung anzeigte. Anne Mansouret soll mitschuld an ihrem Schweigen sein - sie ist offenbar selbst Strauss-Kahns Anziehungskraft erlegen.

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