Diskriminierung

Diskriminierung von Geflüchteten
:Würdelos behandelt, weil sie als Roma gesehen werden

2022 fliehen auch Roma vor dem Krieg aus der Ukraine nach München. Doch statt Hilfsbereitschaft wie die meisten Geflüchteten erfahren sie Ablehnung. Eine neue Studie wirft unangenehme Fragen auf.

Von Thomas Radlmaier

Zivilcourage
:Die Frau, die „Schule ohne Rassismus“ groß gemacht hat

Sanem Kleff wollte vor 25 Jahren nur kurz einen kleinen Verein an Schulen beraten. Daraus wurde ihr Lebenswerk, für das sie jetzt das Bundesverdienstkreuz erhält. Was wünscht sie sich noch? Eine Leitkultur.

SZ PlusVon Vinzent-Vitus Leitgeb

Technologie
:Wenn die KI Ostdeutsche für dümmer hält

Bayern sind schlauer als Sachsen-Anhalter und ein Arzt ist ein weißer Mann mit Kittel und Stethoskop: Sprachmodelle wie Chat-GPT lernen aus dem Internet und fluten es zugleich mit Klischees und falschen Informationen. Was hilft?

SZ PlusVon Katharina Haase

Berliner Schaubühne
:Berufsrisiko: 40 werden

Falk Richters neues Stück „Hannah Zabrisky tritt nicht auf“ an der Berliner Schaubühne ist eine Komödie über eine alternde Schauspielerin. Lustig, aber leider auch nah an der Realität.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Zehn Jahre Beratungsstelle Before
:„Wer rechten Terror nicht sieht, sieht auch die Opfer nicht“

Hunderte Münchnerinnen und Münchner sind Jahr für Jahr betroffen von rassistischer Diskriminierung und rechter Gewalt. Tendenz steigend. Doch die Fallzahlen der vor zehn Jahren gegründeten Beratungsstelle Before sind nur die Spitze des Eisbergs.

Von Martin Bernstein

MeinungGender-Pay-Gap
:In Deutschland ist es ein wirtschaftlicher Nachteil, eine Frau zu sein

Manchmal, nur manchmal erreichen die Nervigen Großes: Wieso das Urteil des Bundesarbeitsgerichts über die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen so wichtig ist.

SZ PlusKommentar von Angelika Slavik

Frauen in Vorständen
:„Beschränken Sie sich beim nächsten Mal bitte auf Ihre dekorative Rolle“

Was Frauen an der Firmenspitze erleben, das hat die Managerin Christina Sontheim-Leven zusammengetragen. Die Geschichten erzählen von subtilen Herabwürdigungen und offenem Sexismus.

SZ PlusInterview von Kerstin Bund und Oliver Klasen

Antisemitismus
:Wie geht es Jüdinnen und Juden nach dem 7. Oktober?

Freundeskreise sind kleiner geworden, enge Bezugspersonen haben sich distanziert. Die Folgen des Massakers der Hamas in Israel greifen tief in das Privatleben von Jüdinnen und Juden in Deutschland ein, wie eine Studie nun zeigt.

SZ PlusVon Katharina Erschov

Grönland-Krise
:„Ich entschuldige mich bei den Mädchen und Frauen“

Die dänische Regierung ließ Tausenden Grönländerinnen von 1960 an Spiralen einsetzen, viele von ihnen konnten später nie Kinder bekommen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bittet dafür nun um Verzeihung.

Von Alex Rühle

MeinungAusbildungsmarkt
:Immer nur Lisa statt Habiba? Das kann sich Deutschland nicht leisten

Menschen mit nicht deutschen Namen werden bei der Suche nach Ausbildungsplätzen benachteiligt. Das muss sich dringend ändern.

SZ PlusKommentar von Simon Groß

ExklusivArbeitsmarkt
:Ivan kommt besser an als Habiba

Wer einen nicht deutsch klingenden Namen hat, wird bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz benachteiligt. Doch es gibt Unterschiede bei der vermuteten Herkunft – und ein Stadt-Land-Gefälle.

SZ PlusVon Simon Groß

Diskriminierung
:Kleinwüchsige bei Yamal-Party: Mein Körper, meine Wahl?

Fußballprofi Lamine Yamal wird vorgeworfen, seine Partygäste mit Kleinwüchsigen unterhalten zu haben. War doch alles freiwillig, sagt ein Betroffener selbst. Zur Debatte steht nun, was überwiegt: das Recht auf Selbstbestimmung oder der Schutz der Menschenwürde.

SZ PlusVon Katharina Erschov

Pride in Ungarn
:Eine Parade als Demo gegen Viktor Orbán

Eine EU-Kommissarin und mehrere Dutzend Europaabgeordnete wollen bei der Pride in Budapest mitfeiern. Die große Frage lautet: Ärgert das Regierungschef Orbán – oder freut er sich heimlich?

Von Josef Kelnberger und Verena Mayer

Israels Beduinen
:Rakete im Anflug? Ab in die Röhre

Israels Schutzschirm hat Löcher, Bunker gibt es nicht für alle. Ein Besuch bei denen, die sich selbst als Bürger „der allerletzten Klasse“ behandelt fühlen: die Beduinen der Negevwüste.

SZ PlusVon Tomas Avenarius

„Strukturell überfordert“
:Grüne räumen Fehler im Fall Gelbhaar ein

Ein halbes Jahr nach den Vorwürfen mehrerer Frauen gegen den Ex-Abgeordneten Stefan Gelbhaar legt die Partei dar, was die interne Kommission herausgefunden hat – und was man daraus lernen will.

SZ PlusVon Lena Kampf und Vivien Timmler

Arzttermine
:Bekommen Privatpatienten wirklich immer den früheren Termin?

Wer privat versichert ist, hat bei der Terminvergabe Vorteile gegenüber gesetzlich Versicherten. So lautet die gängige Meinung. Doch wie groß sind die Unterschiede tatsächlich? Eine Datenanalyse.

SZ PlusVon Joscha F. Westerkamp

Rassismus an Schulen
:„Es wäre eine Katastrophe, wenn Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen normal würden“

Grundschulkinder, die rassistisch beleidigt werden, rechtsextreme Bilder im Klassenchat – das ist Teil des Schullebens, auch in München. Das zeigt ein Bericht, in dem die bekannten Vorfälle dokumentiert werden. Wie die Stadt dem entgegenwirken will.

SZ PlusVon Kathrin Aldenhoff

Jahresbericht 2024
:Diskriminierung nimmt weiter zu

Die Zahl der Beratungsanfragen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat einen neuen Höchstwert erreicht. In den meisten Fällen geht es um Rassismus oder die Benachteiligung von Frauen.

Großbritannien
:Wann ein Seufzen des Chefs Schikane ist

Der Angestellte einer englischen Firma empfindet das frustrierte Ausatmen seines Teamleiters als diskriminierend. Ein Gericht gibt ihm recht.

SZ PlusVon Alexander Menden

Zahlen der Antidiskriminierungsstelle
:Rassistische Vorfälle in München auf Höchststand

Die Münchner Beratungsstelle Before schlägt Alarm. Fast 700 Menschen suchten dort im vergangenen Jahr Hilfe nach rechten Attacken oder rassistischen Diskriminierungen. Die Einrichtung stößt dabei an ihre Grenzen.

Von Martin Bernstein

Südafrikas Präsident
:Trumps Lieblingsfeind kommt zu Besuch

Sogar Völkermord an den Weißen wirft US-Präsident Donald Trump Südafrika vor. Nun reist Präsident Cyril Ramaphosa nach Washington. Und hofft trotz allem auf einen Deal.

Von Paul Munzinger

SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Reflexe auf der Rolltreppe

Bisweilen lässt man ihn spüren, dass er eine dunklere Hautfarbe hat, stellt unser Autor fest. Allerdings: Rassismus ist ihm auch in seinem früheren Heimatland begegnet.

SZ PlusKolumne von Imaan Huseen Dinnle

Denkfehler statt Vorurteil
:Psychologische Verzerrung beeinflusst Wahrnehmung von Minderheiten

In Befragungen wird oft stark überschätzt, wie hoch der Anteil von Minderheiten an einer Gesamtbevölkerung ist. Meist wird das als Beleg für Ängste und Vorurteile gewertet. Doch offenbar steckt dahinter nur eine urmenschliche Schätz-Schwäche.

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Finanzindustrie
:Me Too-Vorwürfe erschüttern erneut die Deutsche Bank

Eine Mitarbeiterin klagt auf Schadenersatz – es geht um möglichen Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung. Die Bank reagiert mit einer internen Untersuchung, doch der Fall wirft grundsätzliche Fragen über den Umgang mit solchen Anschuldigungen auf.

SZ PlusVon Meike Schreiber

Psychische Erkrankungen
:„Stigma ist keine Bagatelle, Stigma ist soziales Unrecht“

Immer häufiger sprechen Menschen offen an, wenn sie psychisch erkrankt sind. Trotzdem sagt Psychiater Nicolas Rüsch: Die Vorbehalte haben teils sogar noch zugenommen. Wie schädlich das ist und was Betroffene tun können.

SZ PlusInterview von Christina Berndt

SZ JetztGerechtigkeit
:Die Schönheit entscheidet

Wer attraktiv ist, wird in vielen Lebensbereichen bevorzugt. Lässt sich das mit Body Positivity überwinden? Oder mit Operationen für alle?

SZ PlusText: Kolja Haaf, Fotos: Sandra Gramm

Tutzing
:Jetzt gleich? Vielleicht später

Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Atamann will wissen, welche Benachteiligungen Menschen im Landkreis Starnberg erleben – und kündigt mögliche Verbesserungen an.

Von Carolin Fries

Diskriminierung beim WEF
:Davos und die Frauen

Eine Diskriminierungsklage gegen den mächtigen WEF-Gründer Klaus Schwab und das Weltwirtschaftsforum wirft Fragen zur Glaubwürdigkeit der Organisation auf. Auch die Frauenquote beim Treffen in Davos steht unter Beobachtung.

SZ PlusVon Jorgos Brouzos, Edith Hollenstein und Kathrin Werner

Diskriminierung
:Trans Frau legt sich mit McDonald’s an

Weil eine trans Frau in der Frauen-Mitarbeiterumkleide unerwünscht ist, verklagt sie McDonald’s vor dem Berliner Arbeitsgericht. Der Konzern weist alle Vorwürfe zurück – zahlt am Ende aber doch recht eilig.

Von Constanze von Bullion

Sprache
:„Biodeutsch“ zum „Unwort des Jahres“ gekürt

Der Begriff werde gebraucht, um Menschen „vor dem Hintergrund vermeintlich biologischer Abstammungskriterien“ zu diskriminieren, so das Urteil der sechsköpfigen Jury.

SZ JetztRassismus
:„Der Nachname meines Mannes klang nach Erlösung“

Bei ihrer Hochzeit tauschte unsere Autorin ihren iranischen Nachnamen gegen den holländischen ihres Mannes. Das erleichtert ihr zwar das Leben – dennoch bereut sie es manchmal.

SZ PlusText: Desireé Oostland, Illustration: Federico Delfrati

Rassismus
:„Dann ist die Frau mir auf den Rücken gesprungen, hat mir das Gesicht zerkratzt“

Seit dem tödlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt mehren sich in Magdeburg rassistische Angriffe. Viele Migranten trauen sich nicht mehr auf die Straße. Manche berichten, sie wurden krankenhausreif geprügelt.

SZ PlusVon Veronika Wulf

Leben und Gesellschaft
:Oberbürgermeister fordern bayernweite Stelle gegen Diskriminierung

Wer sich diskriminiert fühlt, kann sich in sechs bayerischen Städten an Beratungsstellen wenden. Andernorts fehlt es im Freistaat an solchen Angeboten. Vier Großstädte fordern die Staatsregierung zum Handeln auf.

SZ MagazinHörbehinderung
:Nein, ein Hörgerät ist keine Brille für die Ohren

Nach einem medizinischen Eingriff ist unsere Autorin hörbehindert. Sie vernimmt kein Grillenzirpen mehr, Gesprochenes nur noch lückenhaft – trotz Hörgerät. Hier erzählt sie vom schmerzvollen Verlust, der Scham des Nicht-Verstehens und ungeduldigen Mitmenschen.

SZ PlusVon Verena Friederike Hasel

Diversität
:Einmal im Jahr Pride Month reicht nicht

Unternehmen werben gern mit Regenbogenfahnen und Diversitätskonzepten, aber Diskriminierung gehört für queere Menschen immer noch zum Arbeitsalltag. Was sie fordern.

SZ PlusVon Simon Schoo

Diskriminierung orthodoxer Juden
:Wenn die Lufthansa ihre Passagiere nicht auseinanderhalten kann

128 Menschen durften nicht nach Budapest weiterreisen. Was sie gemeinsam hatten: Sie sahen aus wie orthodoxe Juden. Die USA verhängen nun eine Millionenstrafe gegen die Fluglinie.

SZ PlusVon Kathrin Werner

Vorwurf der Diskriminierung
:USA verhängen Rekordstrafe gegen Lufthansa

Jüdischen Passagieren wird 2022 in Frankfurt die Weiterreise nach Budapest verweigert. Die Fluggesellschaft bedauert den Vorfall, weist den Diskriminierungsvorwurf aber zurück. Nun muss sie vier Millionen Dollar zahlen.

MeinungDiskriminierung
:Geht es der FDP wirklich um eine Leistungsgesellschaft, muss sie das Gesetz stärken

Dem neuen Bericht der Bundesbeauftragten Ferda Ataman zufolge spielen Geschlecht oder Herkunft in der deutschen Wirtschaft immer noch eine große Rolle. Dagegen könnte man zumindest rechtlich etwas unternehmen.

SZ PlusKommentar von Ronen Steinke

Brandenburg
:"Ich habe Deutsch mit NPD-Plakaten gelernt"

Kaum jemandem wird in Deutschland so sehr misstraut wie muslimischen Flüchtlingen. Seit Jahren schon, und dann auch noch Solingen. Nadeem Manjouneh kennt die Ausgrenzung in all ihren Nuancen – aber er denkt gar nicht dran, Cottbus zu verlassen.

SZ PlusVon Sonja Zekri (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

Proteste in der Slowakei
:Wenn der Staat die Kultur bedroht

Die neue slowakische Kulturministerin hetzt nicht nur gegen Minderheiten und Progressive, sie greift mit gezielten Entlassungen auch massiv in die Kunstfreiheit ein. Das treibt die Menschen zu Tausenden auf die Straße.

Von Viktoria Großmann

Diskriminierungsfall in den USA
:Schule bestraft Schüler wegen zu langer Dreadlocks

Eine Schule in Texas schließt einen schwarzen Schüler vom Unterricht aus, weil er sich weigert, seinen Haarschnitt zu verändern. Und ein Gericht lehnt seine Klage wegen rassistischer Diskriminierung ab.

SZ PlusVon Jürgen Schmieder

HIV
:„Die Rate der Neuinfektionen bleibt alarmierend hoch“

Die Weltgemeinschaft will, dass sich deutlich weniger Menschen mit dem HI-Virus anstecken. Doch in mindestens 28 Ländern steigen die Zahlen wieder an. Das hat auch politische Gründe.

Von Berit Uhlmann

Jahresbilanz
:Beratungsstelle schlägt Alarm: Rechtsruck führt zu immer mehr Gewalt

Der Münchner Verein „Before“ betreute vergangenes Jahr 542 Betroffene von Diskriminierung und Gewalt – mehr als jemals zuvor. Ohne zusätzliche Mittel ist die Kapazitätsgrenze erreicht.

Von Martin Bernstein

Bezahlkarte für Geflüchtete
:Wie Asylsuchende an mehr Bargeld kommen sollen

Münchner Aktivisten wollen mit einem Tauschsystem die Begrenzung der Bezahlkarte umgehen. Was dahintersteckt und was Kritiker davon halten.

Von Ekaterina Kel

Autoversicherung
:Jessica zahlt doppelt so viel wie Petra

Menschen mit modernen Namen sind bei der Kfz-Versicherung preislich im Nachteil. Wie kann das sein?

Von Harald Freiberger

Gleichstellung
:Wenn „Ausländer-raus-Stimmung“ normal wird

Im Job zurückgesetzt, die Wohnung nicht bekommen – und das wegen Hautfarbe, Alter oder Geschlecht: Noch nie haben sich so viele Menschen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeldet wie im vergangenen Jahr.

Von Constanze von Bullion

Geldanlage
:Frauen werden in der Finanzberatung benachteiligt

In Beratungsgesprächen erhalten Frauen oft teurere Angebote. Einer Studie zufolge liegt das auch an fehlendem Finanzwissen. Noch entscheidender ist aber ein anderer Grund.

Von Sebastian Strauß

MeinungArbeitswelt
:Was Unternehmen gegen Diskriminierung tun können

Jeder Dritte hat schon rechtsextreme Einstellungen am Arbeitsplatz beobachtet. Die Europawahl zeigt den Rechtsruck in der Gesellschaft. Firmen müssen nun handeln.

SZ PlusKommentar von Laura Städtler

LGBTQI
:Hasskriminalität in München verdreifacht - Queere gehen auf die Straße

"Von Beleidigung bis zu Tätlichkeiten und gebrochenen Armen" berichtet die Community. Allein die Musikerin "Bi Män" erstattete nach einer Hatespeech-Welle 57 Anzeigen.

Von Andrea Schlaier

Rassismus und Diskriminierung
:Migrationshintergrund erhöht Armutsrisiko

Ist das Versprechen, dass Leistung und Investition in Bildung sich immer lohnen, nur ein Mythos? Eine Studie zeigt, dass Menschen mit Migrationsgeschichte stärker von Armut betroffen sind als nicht migrantische Bürger – selbst mit Bildungsabschluss.

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: