Schuldenkontinent Europa: Die Staaten rutschen immer tiefer in die Miesen. Besonders die Krisenländer haben viel mehr Schulden aufgenommen als bisher gedacht. Nur Deutschland musste 2012 keine neuen Kredite aufnehmen.
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Kein Satellitenfernsehen und kein Urlaub mehr: Irland will verschuldeten Hausbesitzern beibringen, wie sie "angemessen" leben. Dann könnten ihnen hohe Immobilienkredite erlassen werden.
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Er mag die 90-Prozent-Warnung: Olli Rehn verteidigt den Sparkurs der EU in der Schuldenkrise - obwohl Ökonomen Rechenfehler in der 90-Prozent-Studie gefunden haben, die Rehn so oft zitiert hat. Ein bisschen bewegt sich der Kommissar nun doch.
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Meinung
Der Druck auf die Abgeordneten, heute der Zypern-Rettung zuzustimmen, ist groß. Doch die offizielle Begründung dafür reicht nicht aus: Der ESM-Vertrag fordert eine "Gefährdung des gesamten Währungsgebiets". Da dies nicht gegeben ist, sollte sich der Bundestag diese Provokation der Regierung nicht gefallen lassen und mit "Nein" stimmen.
Ein Gastbeitrag des Staatsrechtlers Dietrich Murswiekmehr...
Meinung
Bei der Euro-Rettung entwickelt sich ein hochgefährliches Prinzip: Je mehr Geld im Spiel ist, umso weniger gelten rechtliche Regeln. Am Donnerstag stimmt nun der Bundestag über die Zypern-Hilfe ab. Weil die Folgen eines Neins unabsehbar wären, können die Parlamentarier das Rettungspaket nur noch abnicken. Das ist nicht recht.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Eine Initiative hat vor dem Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag eingereicht, um das Zypern-Hilfspaket zu stoppen. Doch die Richter lehnten ab. Jetzt ist der Weg frei für die Abstimmung im Bundestag - auch wenn es Gegenstimmen geben dürfte.
Von Susanne Höll, Berlin und Wolfgang Janisch, Karlsruhemehr...
Meinung
In der Euro-Krise kaufen so wenig Deutsche wie seit 20 Jahren einen neuen Wagen. Auch prestigeträchtige Autos sind gefährdet. Die Hersteller sind ratlos.
Ein Kommentar von Thomas Frommmehr...
Steckt der Staat mit mehr als 90 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in den Miesen, wird's gefährlich: So lautete bislang das Mantra der Ökonomen. Politiker in ganz Europa drücken deshalb schmerzhafte Einsparungen durch. Doch nun zweifeln Volkswirte die 90-Prozent Grenze an - auch wegen eines peinlichen Excel-Fehlers.
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Die Deutschen lassen immer öfter das Auto stehen - und zwar beim Händler. Auch in den anderen europäischen Ländern schrumpft der Markt rapide. Das liegt nicht nur an der Krise auf dem Kontinent. Das Auto als Statussymbol hat ausgedient.
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Die Europäische Zentralbank muss ein größeres Risiko eingehen, mahnt der Internationale Währungsfonds. Denn der Ausblick für die Euro-Zone ist düster: Italien, Spanien und sogar Frankreich werden dem IWF zufolge in der Rezession steckenbleiben.
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Exklusiv
Der ESM und die Steuerzahler sollen in Zukunft die "allerletzte Rückfallposition" sein. EU-Kommissar Barnier plant von 2015 an, zunächst Aktionäre, Investoren und Anleger mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro zur Rettung von Banken heranzuziehen.
Von Cerstin Gammelin und Claus Hulverscheidtmehr...
Die Krise hat die beiden Länder im Griff - nun bekommen Irland und Portugal deutlich mehr Zeit, um die Notkredite an die Euro-Partner zurückzuzahlen. Das soll die Reformen für die Menschen erträglicher machen. Über den nächsten Kandidaten für Hilfen wollen die Geldgeber lieber nicht reden.
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Meinung
Die Zahlen regen auf, sind aber nicht fair: Die Zyprer haben pro Haushalt viel mehr Vermögen als die Deutschen, heißt es in einer Studie der EZB. Doch zu viele Faktoren fließen kaum in die Berechnung ein - in der sich deshalb nur wenig Wahrheit verbirgt.
Ein Kommentar von Marc Beisemehr...
Rechtsradikale Abgeordnete in Griechenland finden in einem Fernsehsender ein Forum: Dort hetzt der Moderator gegen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble - und bittet als zusätzliche Provokation sogar ein ARD-Team zu sich, das einen Beitrag für die "Tagesschau" drehen wollte.
Von Christiane Schlötzer, Athenmehr...
Gerade erst sind Zypern umfangreiche Hilfen aus dem Rettungsfonds der EU zugesichert worden. Eine neue Studie der Europäischen Zentralbank zeigt jetzt aber auch, dass viele Bürger auf Zypern sehr vermögend sind - und zwar in einem Maße, das neue Debatten über allzu hohe Bürden für Deutschlands Steuerzahler erwarten lässt.
Von Markus Zydra, Frankfurtmehr...
Er trieb eine 200 Jahre alte Bank in die Pleite, und zwar ganz allein: Inzwischen, 18 Jahre später, ist der Spekulant Nick Leeson ein gefragter Mann. Jeder möchte wissen, wie so eine Bankpleite geht. Jetzt hat Leeson ein neues Geschäftsmodell.
Von Katharina Wetzelmehr...
Meinung
Déjà-vu für Frankreich: Das Land fühlt sich in der Euro-Krise in die Dreißigerjahre zurückversetzt. Wieder schaukeln sich Krisen der Wirtschaft, Finanzen, Politik und Moral gegenseitig hoch. Die jüngsten Skandale haben die Atmosphäre noch mehr vergiftet. Hollande braucht Hilfe - von Deutschland und Europa.
Ein Kommentar von Stefan Ulrich, Parismehr...
Meinung
Portugal gilt als Musterfall unter Europas Krisenstaaten, trotzdem versinkt das Land in der Depression. Dass der Präsident die Sparpolitik nicht mehr weiterverfolgen will, wiegt deshalb schwer.
Ein Kommentar von Sebastian Schoeppmehr...
Mahnung aus Brüssel: Nach dem Veto des Verfassungsgerichts in Lissabon gegen den Sparhaushalt sorgt sich die EU-Kommission um die Einhaltung der vereinbarten Beschlüsse. Die portugiesische Regierung hat allerdings bereits neue Einsparungen angekündigt - vor allem im Sozialbereich.
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Exklusiv
Europa muss aufwachen: Der britische Premierminister David Cameron bekennt sich im SZ-Interview klar zu Großbritanniens Platz in der EU. Gleichzeitig mahnt er aber weitreichende Reformen in der Union an - und dringt auf eine Fortsetzung der Sparpolitik.
Von Stefan Kornelius, Witneymehr...
Der Staat braucht eigentlich jeden Cent. Doch zahlreiche Unternehmer und Politiker in Griechenland haben ihr Geld lieber in Offshore-Firmen versteckt. Die sind jetzt zwar aufgeflogen - doch die Aufklärung wird schwierig.
Von Harry Karanikas und Christiane Schlötzer, Athenmehr...
Kriselt es auf dem Finanzmarkt, profitieren konservative Privatbanken. Hohe Renditen sind dort ausgeschlossen. Riskanten Turbo- und Hebelprodukte sind für sie Fremdworte. Doch die Krise könnte ihnen gefährlich werden.
Von Günter Heismann, Frankfurtmehr...
Ohne Sparprogramm keine Milliardenhilfen - so waren die Vorgaben von IWF und Euro-Gruppe für Portugal. Doch nun hat das Verfassungsgericht Teile des aktuellen Haushalts für nichtig erklärt. Das Kabinett trifft sich zu einer Krisensitzung.
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"Zypern ist keine Blaupause", sagt Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank - und versucht damit, die nervösen Märkte zu beruhigen. Konkrete Aussagen zu künftigen Zinssenkungen vermeidet der Italiener, doch wer zwischen den Zeilen lesen will, findet Anzeichen für einen zarten Wandel in der Geldpolitik.
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Banken auflösen, Budgets kürzen, Staatseigentum verkaufen: Die Regierung in Nikosia verhandelt, was sie machen muss, um zehn Milliarden Euro Notkredite zu bekommen. Der IWF zeigt sich bereits zufrieden. Der türkische Präsident sieht in der Krise gar eine Chance.
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