Mubarak ist weg, die Wut bleibt: Auch nach dem Arabischen Frühling kommt Ägypten nicht zur Ruhe. Der im Mai 2012 gewählte Präsident Mohammed Mursi weitet seine Macht aus und lässt Befürchtungen vor einer neuen Diktatur keimen.
In der ägyptischen Hauptstadt Kairo steigt die Spannung: Vor den angekündigten Kundgebungen von Anhängern und Gegnern des islamistischen Präsidenten Mursi kommt es zu Zwischenfällen auf dem Tahrir-Platz und vor dem Präsidentenpalast.
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Vor den für heute angekündigten Massenkundgebungen von Anhängern und Gegnern des ägyptischen Präsidenten Mursi haben Maskierte mit Schrot auf oppositionelle Demonstranten gefeuert. Neun Menschen wurden dabei verletzt. Die Regierungsgegner diskutieren über einen Boykott des Verfassungsreferendums.
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Wenige Tage vor dem geplanten Verfassungsreferendum ist die Lage in Ägypten extrem angespannt. In Kairo sollen Demonstranten beschossen und mit Brandsätzen beworfen worden sein. Sowohl Gegner als auch Anhänger von Präsident Mursi haben für heute wieder zu Protesten aufgerufen.
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Der Widerstand gegen Ägyptens Präsident Mursi bröckelt. Bisher zehrte die Opposition von spontaner Empörung. Doch alle Erfahrung zeigt: Gegen die Muslimbrüder ist das zu wenig.
Ein Kommentar von Sonja Zekri, Kairomehr...
Ägyptens Präsident Mursi sichert das Referendum über den Verfassungsentwurf militärisch ab: Einem Dekret zufolge kann die Armee ab sofort auch Zivilisten festnehmen. Die Opposition hat für diesen Dienstag zu erneuten Protesten aufgerufen.
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Mit seltsamen Allianzen taumelt Ägyptens Präsident Mursi auf die neue Verfassung zu - und versucht sich aus der Krise zu bluffen. Doch die Opposition ist schon einen Schritt voraus.
Ein Kommentar von Sonja Zekri, Kairomehr...
Die ägyptische Opposition nimmt dem Präsidenten sein Entgegenkommen nicht ab: Mursi hat seine Sondervollmachten annulliert, am Termin für das Verfassungsreferendum hält er aber fest. Am Nachmittag wollen Oppositionsgruppen beraten, derweil donnerten Kampfjets im Tiefflug über Kairo.
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"Wir werden Mursi stürzen, so wie wir Mubarak gestürzt haben": Alaa al-Aswani schrieb vor ein paar Jahren den erfolgreichsten arabischen Roman, nun kämpft er in seiner Heimat für Demokratie.
Von Tim Neshitovmehr...
"Für den Moment annulliert": Ägyptens Präsident Mursi hat seine Sondervollmachten außer Kraft gesetzt und versucht damit, den blutigen Konflikt zwischen Muslimbruderschaft und Opposition zu entschärfen. Beim Referendum über eine neue Verfassung am 15. Dezember soll es aber bleiben. Die Opposition kündigte an, ihren Widerstand erheblich zu steigern.
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Angesichts der anhaltenden Proteste ruft die ägyptische Armee alle Parteien zum Dialog auf. Sonst gerate das Land in einen "dunklen Tunnel mit katastrophalen Folgen". Präsident Mursi hat offenbar vor, dem Militär mehr Macht zu geben.
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In Ägypten könnte Präsident Mohammed Mursi im Machtkampf mit der Opposition dem wachsenden Druck der Straße nachgeben. Dafür gibt es erste Anzeichen. Der Vizepräsident des Landes Mahmud Mekki deutet an, dass das Datum für das umstrittene Referendum nicht in Stein gemeißelt sei. Zuvor hatten Demonstranten am Abend die Barrikaden um den Präsidentenpalast in Kairo durchbrochen.
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In Ägypten werden erneut Ausschreitungen erwartet: Die Opposition lehnt das Gesprächsangebot Mursis ab - und demonstriert erneut vor dem Präsidentenpalast.
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Die Zeichen stehen in Ägyten wieder einmal auf Konfrontation. Islamisten und Oppositionelle stehen sich im Streit um die neue Verfassung gegenüber. Die wichtigsten Akteure im Überblick.
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Kein Ausweg, nirgends: Muslimbrüder und die Opposition stehen sich unversöhnlich gegenüber. Auf den Straßen Ägyptens herrscht Gewalt. Wie sollen sich zwei Gruppen einigen, die beide glauben, im Namen der Revolution und der Demokratie aufzutreten? Eine Eskalation ist kaum zu verhindern.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
UN-Menschenrechtskommissarin kritisiert Verfassungsentwurf +++ Tausende marschieren gegen Mursi +++ Opposition schlägt Gesprächsangebot aus +++ Westerwelle sieht ägyptische Revolution in Gefahr +++ Vergleiche mit Ex-Machthaber Mubarak häufen sich.
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In der Nacht gehen Hunderte Mursi-Gegner auf die Straße. Der Präsident hatte sich vorher in einer Rede an das Volk gewandt. Seinen Widersachern gab er die Schuld an der Gewalt. Auch am Tag danach gehen die Proteste weiter.
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Die Fernsehansprache ist für die Demonstranten ein "unseriöses" Gesprächsangebot: Ägyptens Präsident Mursi zeigte kaum Kompromissbereitschaft, gab aber seinen Widersachern die Schuld an der Gewalt. Jetzt wirkt auch US-Präsident Obama auf den islamistischen Staatschef ein.
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Mohammed Mursi zeigt sich kompromisslos: In seiner ersten Fernsehansprache seit Beginn der Krawalle lädt der ägyptische Präsident die Opposition zum Dialog ein. Gleichzeitig gibt er "bezahlten Schlägern" die Schuld an der Gewalt in Kairo. Auf die Forderungen der Opposition geht er nicht ein.
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Der Machtkampf um die Ausweitung der Befugnisse von Präsident Mursi eskaliert: Vor dem ägyptischen Präsidentenpalast stehen sich Demonstranten und Panzer gegenüber, Straßenschlachten haben schon mehrere Todesopfer gefordert. Alles wartet nun darauf, dass Mursi sich äußert.
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Panzer im Zentrum von Kairo: Die Republikanische Garde schützt Präsident Mursi vor gewalttätigen Protesten. Bei Straßenschlachten zwischen Mursi-Anhängern und -Gegnern gibt es mehrere Tote.
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Hochbrisante Lage in Kairo: Nach der blutigsten Nacht seit der Revolution sind am Morgen Panzer vor dem Heliopolis-Palast in der ägyptischen Hauptstadt aufgefahren. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern Präsident Mursis wurden mehrere Menschen getötet und Hunderte verletzt.
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Marsch auf den Präsidentenpalast: In Kairo haben Zehntausende Menschen gegen die Politik von Mohammed Mursi und seine Muslimbrüder demonstriert. Die Regierungsgegner versuchten, Straßensperren zu durchbrechen. Mursi soll auf Anraten seiner Leibwächter den Palast durch einen Hintereingang verlassen haben.
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Die Ägypter entscheiden noch im Dezember über den umstrittenen Verfassungsentwurf von Präsident Mursi. Die Vorlage, die sich auf die Prinzipien der Scharia als die "wichtigste Quelle der Gesetzgebung" stützt, hat auch heute wieder Tausende zu Massendemonstrationen auf die Straße getrieben.
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