Skandal um den Schweizer Nationalbanker Philipp Hildebrand: Seine Frau hat durch ein Dollar-Franken-Geschäft viel Gewinn gemacht - ihr Mann hat in der gleichen Zeit den Franken-Kurs verändert. Profitierte sie von Insiderwissen?
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Bastian Brinkmann
Er ließ seine Frau gewähren - und bekommt nun die Quittung: Der wegen umstrittener Devisengeschäfte unter Beschuss geratene Chef der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, muss gehen. Aber er gibt sein Ehrenwort, dass er über das Geschäft seiner Frau nicht informiert gewesen sei.
"Dafür stehe ich vor Ihnen mit meinem Ehrenwort": Der Chef der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, nutzt seinen Abgang, um seine Unschuld zu beteuern. Trotzdem könnte die Affäre die Schweizer Psyche abermals nachhaltig erschüttern.
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Thomas Kirchner
Den Verdacht gab es immer, wer in Wahrheit hinter der "Basler Zeitung" steckt. Investor Moritz Suter wirft nun im Streit hin und verkauft an seine stillen Darlehensgeber: die Familie des Rechtspopulisten Christoph Blocher. Basels Regierungspräsident spricht angesichts der Affäre von einer "Berlusconisierung".
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Wolfgang Koydl, Hans Leyendecker und Claudia Tieschky
Die Geschichte, die sich derzeit um die "Basler Zeitung" entspinnt, könnte aus einem Krimi stammen: Es gibt Strohmänner, Politiker, einen Multimilliardär, Bürgerprotest und großes Aufbegehren. Die Liste der Aktionäre und Verantwortlichen um den Käufer Tito Tettamanti liest sich wie ein Gegenentwurf zum linksliberalen Bürgertum am Rhein. Mittendrin: der Schweizer Rechtspopulist Christoph Blocher.
Von
Hans Leyendecker und Claudia Tieschky
Der stärksten Partei der Schweiz wird der zweite Bundesratssitz verweigert. Die Schweizer Bundesversammlung bestätigt die bisherige Zusammensetzung des Bundesrats und lässt damit die rechtspopulistische SVP abblitzen. Die droht jetzt mit dem Gang in die Opposition.
Basler Bürger protestieren gegen den weiterhin großen Einfluss Blochers auf die "Basler Zeitung" - sie fürchten eine "Berlusconisierung" der Schweiz.
Von
Wolfgang Koydl
Tages- und ein Wochenblatt in einem: In Basel geht im Oktober eine Zeitung mit einem neuen Konzept an den Start. Die "Tageswoche" erscheint täglich online und einmal in der Woche als Druckausgabe. Die Macher des neuen Blattes betrachten das Meinungsspektrum in Basel als gefährdet und wollen es wieder verbreitern.
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Wolfgang Koydl
Die Schweizerische Volkspartei verfehlt deutlich ihr Wahlziel: Zwar bleiben die Rechtspopulisten die stärkste Kraft im Parlament, die bürgerliche Mitte gewinnt aber deutlich hinzu. SVP-Übervater Blocher muss in die Stichwahl.
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Wolfgang Koydl, Zürich
Ende Oktober bekommt die Stadt Basel eine neue Zeitung - eine Zeitung ohne Geheimnisse. Die Entstehungsgeschichte der "Tages-Woche" ist so ungewöhnlich wie die Publikation selbst. Ein Besuch auf der Redaktions-Baustelle.
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Wolfgang Koydl
Sie heißen Le Pen, Bossi oder Wilders, ihre Forderungen sind unerfüllbar, und doch haben sie immer mehr Zulauf: Europas rechte Populisten sind auf dem Vormarsch. Das belegt auch das Wahlergebnis in Schweden.
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Thomas Kirchner
Der Aufstieg des Islamfeindes Geert Wilders ist beispiellos. Die Methoden des Niederländers sind berüchtigt: Wie Wilders Wähler mobilisiert - und warum seine Macht bald schon wachsen könnte.
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Oliver Das Gupta
Ein Jahr nach dem Erfolg beim Minarett-Verbot hat SVP-Chef Blocher einen Plan von noch größerer Tragweite: die "Volksinitiative zur Ausschaffung krimineller Ausländer". Worum es beim Referendum geht und welche Folgen es hat.
Ein Überblick von
Wolfgang Jaschensky
Vom Pfarrersohn mit zehn Geschwistern zum Milliardär und Justizminister: Christoph Blocher hat für einen Rechtsruck in der Schweizer Politik gesorgt - und er sieht sich noch lange nicht am Ziel.
Von
Judith Raupp
Das Schweizer Parlament hat eine neue Regierung gewählt - ohne den umstrittenen SVP-Politiker Christoph Blocher. Die Mitglieder der neuen Regierung in Bildern.
Still und unbemerkt etabliert sich die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei in der Eidgenossenschaft. Österreichs Haider war aufregender - doch die Partei von Christoph Blocher ist nicht weniger gefährlich.
Von
Oliver Geden
Die Schweiz steckt in einer Regierungskrise - auch wenn sie das Wort in Bezug auf das eigene Land nicht kennt. Wegen einer Affäre seines Ex-Armeechefs steht der Verteidigungsminister kurz vor dem Rücktritt.
Von
Gerd Zitzelsberger
Verteidiger des Schweizer Bankgeheimnisses zürnen Außenministerin Calmy-Rey - weil sie Verständnis für Steuereintreiber Schäuble zeigt.
Von
Oliver Das Gupta
Niederlage für Rechtspopulist Christoph Blocher: Die Schweizer haben bei einer Volksabstimmung die Verschärfung des Ausländerrechts abgelehnt.
Von
Gerd Zitzelsberger
Ein japanischer Mafioso verschob 60 Millionen Franken in die Schweiz. Nun fließt die Hälfte zurück nach Asien - doch niemand weiß so richtig, wohin damit.
Von
Christoph Neidhart
Broder, Sarrazin und Co. schimpfen über die politische Korrektheit der Mainstream-Medien - die gar nicht existiert. Die angebliche Revolution gegen Denkverbote ist nichts anderes als Zeitverschwendung.
Von
Th. Kirchner
Der Handel mit geklauten Daten bringt die Schweiz der Erkenntnis näher: Es war schön mit dem Bankgeheimnis - nun hat die Zeit danach begonnen.
Von
Thomas Kirchner, Zürich