Richard Wagner

Premiere bei den Tiroler Festspielen Erl
:Wagners „Holländer“ als ganz großes Kino

In Josef E. Köpplingers „Holländer“-Inszenierung für die Festspiele in Erl sitzt das Publikum quasi mit den Sängern im selben Boot und erlebt einen herausragenden Christopher Maltman in der Titelpartie.

SZ PlusKritik von Michael Stallknecht

Debatte
:Wir werden uns noch wundern

Der miserable Umgang der Münchner Politik mit der Kammerspiel-Intendantin Barbara Mundel passt in eine Zeit hohler Worte und Bekenntnisse. Wenn es ernst wird, sind Menschen und Institutionen nichts mehr wert in diesem Land.

SZ PlusEssay von Alexander Gorkow

Kultur in München
:Eine Fünf-Stunden-Oper, die Tausende in ihren Bann zieht

Die Bayerische Staatsoper inszeniert Richard Wagners „Walküre“ als kostenlose Open-Air-Aufführung. Das Werk gilt als besonders anspruchsvoll, doch das Publikum nutzt die Pausen nicht zur Flucht – sondern nur zu kollektiven Dehnübungen.

SZ PlusVon Paul Schäufele

30 Jahre Oper für alle in München
:Thomas Gottschalk: Moderator für alle

Nina Eichinger, Nina Ruge oder aktuell Steven Gätjen haben „Oper für alle“ schon moderiert. Warum man trotzdem einen wie Thomas Gottschalk vermisst.

Von Jutta Czeguhn

30 Jahre Oper für alle
:Die Walküren sind los in München

Wagners „Walküre“ wurde nicht nur in München uraufgeführt, in Tobias Kratzers Neuinszenierung bekommt das Werk nun auch einen ganz besonderen München-Touch. Ein wahres Geschenk zum Jubiläum 30 Jahre „Oper für alle“.

Von Jutta Czeguhn

Bayreuther Festspiele
:„Dass Hitler Wagner liebte, das bestreitet hier niemand“

Wie konnte der fatale Eindruck entstehen, die Bayreuther Festspiele wollten sich mit dem Publizisten Michel Friedman ihrer antisemitischen Geschichte stellen – und dann doch wieder nicht? Die Intendantin und Komponisten-Urenkelin Katharina Wagner erklärt sich.

SZ PlusInterview von Moritz Baumstieger und Kathleen Hildebrand

NSDAP-Mitgliederkartei
:Am braunen Hügel von Bayreuth

„Unser seliger Adolf“ ging Winifred Wagner, Festspielleiterin in der NS-Zeit, noch 1975 über die Lippen. Für die Nazis war Bayreuth ein Sonderfall.

SZ PlusVon Olaf Przybilla

Münchner Opernfestspiele
:Menschenjagd im Hofgarten

Männer sind machtgeile Egoisten und die Welt kann nur von Frauen gerettet werden: Tobias Kratzer inszeniert Richard Wagners Oper „Die Walküre“ bei den Münchner Opernfestspielen neu.

Von Reinhard J. Brembeck

Eröffnung der Opernfestspiele
:Mit echtem münchnerischen Wagner-Moment

Zum Auftakt der Opernfestspiele im heißen München sind nicht nur luftige Kleider und bunte Fächer zu sehen, sondern auch kämpferische Frauen auf ihrem Ritt durchs Siegestor und bis ins Nationaltheater.

Von Evelyn Vogel

Walküre-Premiere an der Bayerischen Staatsoper
:Hojotohoh! Heiaha! Wagners Girls sind kampfbereit

Der Monaco Franze musste einst ihre Namen üben: Helmwige, Gerhilde, Ortlinde, Waltraute, Siegrune, Roßweiße, Grimgerde, Schwertleite. Ein Treffen mit Wagners Walküren in der Bayerischen Staatsoper.

Von Michael Stallknecht

Oper
:Hier gibt es keine Erlösung

Eine konsequent kluge Regie und zudem ein spannendes Rollendebüt: Wagners „Tannhäuser“ am Opernhaus Zürich gerät zu einer unendlichen Lebensflucht des Titelhelden.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Debatte
:Ja, was hat er denn jetzt wieder?!

Die Bayreuther Aus- und dann wieder Einladung des Publizisten Michel Friedman ist ein deutsches Drama. Gezeigt wird in allen Facetten, auch den medialen: die neurotische Sehnsucht der Deutschen, von der eigenen Geschichte verschont zu werden.

SZ PlusGastbeitrag von Carsten Brosda

Oper mal anders
:Wagner ist ganz schön – solange sie nicht singen

Vom Zauber der Opernbar Rheingold: Sie bietet eine lebensnahe Lösung für alle, die nach dem ersten Akt „Parsifal“ genug gesehen haben.

SZ PlusGlosse von Joachim Käppner

Debatte
:Deutsche Frechheit

Der Umgang der einst vom Judenhass verseuchten Wagner-Festspiele mit dem Juden Michel Friedman lässt tief blicken in die Seele dieses Landes: Und hier, auf dem Grünen Hügel, wollen sich Stars und Politiker dann bald im Kreis drehen, als wär’ nix?

SZ PlusEin Essay von Nils Minkmar

Wagner-Festspiele
:„Der Boden in Bayreuth ist kontaminiert“

Michel Friedman sollte zum Auftakt der 150. Bayreuther Festspiele über Antisemitismus, Richard Wagner und Aufarbeitung sprechen. Die Veranstaltung wurde wegen „Sicherheitsbedenken“ abgesagt. Was hätte er zu sagen gehabt – und was sagt er nun?

SZ PlusInterview von Moritz Baumstieger und Alexander Gorkow

Sicherheitsbedenken in Bayreuth
:„Wer soll diese Begründung bitte glauben?“

Die Bayreuther Festspiele planten zu ihrem 150. Geburtstag eine Gedenkveranstaltung samt Rede von Michel Friedman zum Thema Wagner und Antisemitismus. Nun wurde der Termin abgesagt – und man fragt sich: Was ist da passiert?

SZ PlusVon Moritz Baumstieger

Deutscher Alltag
:In Wagners Raumschiff

Die „Meistersinger“ in der nicht ganz so schönen Stadt Ulm: Wie man lernen kann, ein menschenfreundlicher Hans Sachs zu sein.

SZ PlusKolumne von Kurt Kister

Bayreuth
:Leere Kassen: Festspiel-Jubiläum ohne Festmeile

Mehr als 150 Veranstaltungen wollte die Kommune unterstützen, drei große Events selbst organisieren. Doch es kommt anders. Denn um die Stadtfinanzen steht es offenbar nicht gut.

Der Stadtrat hat entschieden
:Kein NS-Dokuzentrum in Bayreuth

Die Debatte um die Erinnerungskultur schwelt in der Stadt schon seit vielen Jahren. Immer stärker wurde dabei das Argument der knappen Finanzen. Jetzt will man vermehrt auf digitale Angebote setzen.

Bayreuth muss sparen
:Geplantes NS-Dokuzentrum wird wohl kleiner als gedacht

Die Stadt war zu Festspielzeiten Besuchsziel Adolf Hitlers und jahrelang Heimat von Houston Stewart Chamberlain, Vordenker der Nationalsozialisten. Kritiker fordern bei der Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit mehr Tempo.

Von Max Weinhold Hernandez

Highlights der Spielzeit 2026/27 an der Bayerischen Staatsoper
:Die Jagd auf Karten für Wagners „Ring“ und „Tannhäuser“ mit Jonas Kaufmann hat begonnen

16 Stunden Wagners „Ring“ in einer einzigen Woche,   Jonas Kaufmanns Hausdebüt als „Tannhäuser“ und  dann noch das München-Comeback von Anna Netrebko: Warum es sich lohnt, den Bestellzettel für die nächste Saison an der Bayerischen Staatsoper bald auszufüllen.

Von Jutta Czeguhn

Osterfestspiele Salzburg
:Klangrausch gegen den Untergang

Besser geht’s nicht: Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker bescheren in Salzburg mit dem „Rheingold“ reines Wagner-Glück.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Mein lieber Schwan
:„Schmeckt sensationell!“

Gerichte wie Schwanenbrust stehen bis heute auf der Speisekarte mancher Gasthöfe. Zur Rückkehr der Tiere nach dem Winter haben wir noch mehr Fakten über den edlen Vogel gesammelt.

SZ PlusVon Johanna Pfund

Klassik
:Frag nicht, wer dein Erlöser ist

Die Osterfestspiele in Baden-Baden mussten sich nach dem Abgang der Berliner Philharmoniker neu erfinden. Ist das gelungen? Ein Ortstermin vor der „Lohengrin“-Premiere, bei Stardirigentin Joana Mallwitz und ihrem Team.

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Live-Übertragung von „Siegfried“ im Kino
:Stimmgewaltiger Schwertträger

Am 31. März wird die Londoner Inszenierung von Richard Wagners Oper „Siegfried“ weltweit live in viele Kinos übertragen. Auch in München und im Umland ist sie zu sehen.

Von Josef Grübl

Chilly Gonzales über Mozart, Wagner und Neoklassik
:„Dann werden die Götter der Musik böse“

Wagner ist für ihn ein „Monster“, die Neoklassik „Yoga-Musik“ – Chilly Gonzales provoziert, wo es nötig ist. Das selbsterklärte Musikgenie über einen Besuch als Teenager in Bayreuth, meckernde Puristen und seine Ideen fürs Augsburger Mozartfest.

SZ PlusInterview von Michael Zirnstein

Kultur im Landkreis Ebersberg
:Tastenritt durch Wagners Ring im Alten Kino Ebersberg

Am 8. Februar ist der Pianist Konstantin Zvyagin beim Klavierzyklus des Kulturvereins Zorneding-Baldham zu hören.

München und Bayern
:Vorfreude auf 2026 – das sind die kulturellen Höhepunkte

Gerhard Polt gemeinsam mit Josef Hader und die Rückkehr des Reggae-Summer: Auf diese Ereignisse freut sich die SZ-Kulturredaktion 2026 besonders. Persönliche Tipps aus Film, Literatur, Theater, Kunst und Musik.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Künstler in der NS-Zeit
:Als Olaf Gulbransson einen Zwangsarbeiter bekam

Der norwegische Karikaturist war jahrzehntelang mit spitzer Feder im „Simplizissimus“ gegen politische Extremisten zu Felde gezogen.  Dann kam Hitler an die Macht. Olaf Gulbranssons Reaktion beschäftigt bis heute die Sachwalter seines künstlerischen Erbes.

Von Sabine Reithmaier

40 Jahre „Opern auf Bayrisch“
:Wenn aus „Don Giovanni“ der „Hallodri von Lenggrias“ wird

Was als Faschingsulk am Münchner Volkstheater in der Urbesetzung mit Gustl Bayrhammer, Ruth Kappelsberger und Karl Obermayr begann, ist heute ein Kultformat. Woran’s liegt? Gerd Anthoff hat die Antwort.

Von Michael Stallknecht

„Parsifal“ bei den Bayreuther Festspiele
:Elīna Garanča versetzt das Publikum in Ekstase

Niemand singt die Kundry derzeit besser. Wie Mezzosopranistin Elīna Garanča in Jay Scheibs „Parsifal“ alles in den Schatten stellt – auch die Augmented-Realitiy-Technik.

Kritik von Jutta Czeguhn

Mezzosopranistin Elina Garanca
:„Das Verdi-Requiem hat für mich alle Antworten“

Weltstar Elina Garanca beherrscht viele Lieder und Arien, die Ausdruck höchster Not und großer Leidenschaften sind. Wenn sie selbst verzweifelt ist, schöpft die Lettin Hoffnung in einem italienischen Werk. Und das hat einen ganz bestimmten Grund.

Von Susanne Hermanski

Mezzosopran Elina Garanca
:„Die Fähigkeit, länger durchzuhalten als die anderen“

Sie ist einer größten Stars der Opernwelt. Bei den Bayreuther Festspielen singt sie die Kundry im Parsifal. Bis heute prägen die charismatische Lettin Elina Garanca Erfahrungen aus ihrer Kindheit.

SZ PlusInterview von Susanne Hermanski

Heldentenor Klaus Florian Vogt
:„Das ist eine fürchterliche Vorstellung, meine Söhne in den Krieg ziehen zu sehen“

Klaus Florian Vogt verkörpert den Heldentenor wie kaum ein anderer Sänger dieser Zeit. Bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth wird sein Siegfried gerade wieder frenetisch gefeiert. Doch was ist das in seiner Sicht eigentlich, ein „Held“?

SZ PlusInterview von Susanne Hermanski

Der Verein Taff  und die Bayreuther Festspiele
:Warum Katharina Wagner auf diese Unterstützer zählen kann

Sie sind alle Wagnerianer und helfen unbürokratisch, wenn mal wieder schnell Geld gebraucht wird auf dem Grünen Hügel. Der Verein Taff –  die etwas anderen Freunde Bayreuths.

Von Jutta Czeguhn

„Tannhäuser“ in der Kinderoper der Bayreuther Festspiele
:In diesem Songcontest gewinnen alle

Wer wird „The Voice of Wartburg“? Und warum wachsen auf dem Planeten Venus Lakritzwälder in den Himmel? Regisseurin Nada Zimmermann erzählt Wagners „Tannhäuser“ als unwiderstehliches, intergalaktisches Abenteuer.

Von Jutta Czeguhn

Bayreuther Festspiele
:Aufruhr im Karnevalsverein

Die Bayreuther Festspiele eröffnen mit „ Die Meistersinger von Nürnberg“ – betörende Stimmen, beschwingte Choreografien, Luftballonkühe. Nur leider: alles schrecklich harmlos.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth
:Zufalls-Fanfaren für den Bundeskanzler

Im vergangenen Jahr blieben die Bayreuther Wagner-Festspiele kanzlerlos - in diesem Jahr geben sich gleich zwei die Ehre. Das Wetter allerdings ist kein Freund der Prominenten. Einer muss sogar draußen bleiben.

Von Elena Zengel

Nacktheit auf der Opernbühne
:Alberich hat ja gar nichts an!

Bassbariton Martin Winkler übernimmt bei den Münchner Opernfestspielen die Partie des Alberich in Tobias Kratzers „Rheingold“. Nicht viele Sänger würden sich das zutrauen.

SZ PlusVon Jutta Czeguhn

Nibelungenfestspiele
:Männer sind keine Helden

Was aus dem Rheingold wurde? Ein Haufen Kies. Roland Schimmelpfennigs „See aus Asche“ bei den Nibelungenfestspielen in Worms.

Von Egbert Tholl

Führung in Starnberg
:Der Klang des Sees

Der Starnberger See hat schon viele berühmte Musiker und Komponisten inspiriert. Die Historikerin Claudia Wagner liefert bei einem Rundgang Anekdoten von Wagner über Schönberg bis zu Elvis, Hans Albers und Hildegard Knef – an Originalschauplätzen und mit den passenden Tönen.

SZ PlusVon Sylvia Böhm-Haimerl

Erstmals Theater in Gebärdensprache an den Münchner Kammerspielen
:Wenn der Tristan-Akkord tanzt

„Tristan (und Isolde)“ an den Kammerspielen ist kein reines Gehörlosentheater, sondern eine Feier der Vielsprachigkeit, die enorm großen Spaß macht. Eindrücke vom Premierenabend.

SZ PlusKritik von Jutta Czeguhn

Nachruf: Peter Seiffert
:Kraft und Noblesse

Er wollte nicht einfach Sänger werden, sondern Tenor.  Peter Seiffert ist tot – er konnte Wagners Lohengrin oder Tristan zwingend Gestalt verleihen.

SZ PlusVon Harald Eggebrecht

Denkmal
:Die Venusgrotte von Schloss Linderhof wird wiedereröffnet

2016 wurde König Ludwigs berühmte Venusgrotte für die Sanierung geschlossen, 2021 sollte sie wiedereröffnet werden. Vier Jahre später ist es nun endlich so weit.

„Mendele Lohengrin“ mit dem Jewish Chamber Orchestra
:Wagner und Klezmer im wundervollen Wechsel

„Mendele Lohengrin“ ist ein aberwitzig tolles Klezmer-Singspiel des Jewish Chamber Orchestra. Warum der Abend an den Münchner Kammerspielen verblüfft.

SZ PlusKritik von Egbert Tholl

Richard Wagners Antisemitismus
:Das Siegfried-Idyll zerfällt zur Groteske

Provokation für wen? Das Jewish Chamber Orchestra Munich konfrontiert Wagners Musik direkt mit seinen antisemitischen Tiraden.

SZ PlusKritik von Andreas Pernpeintner

Deutscher Alltag
:Kröte und Schniedel

Ein großartiger Abend in der Bayerischen Staatsoper und die Erkenntnis: Wagners „Rheingold“ kann sehr zeitgemäß sein. Auch als nackte Kunst.

SZ PlusKolumne von Kurt Kister

„Tristan und Isolde“ in der Isarphilharmonie
:Man nimmt das Glück, wie es kommt

Simon Rattle dirigiert den zweiten Akt von Wagners „Tristan und Isolde“ in der Isarphilharmonie, das BRSO und Lise Davidsen brillieren.

SZ PlusKritik von Egbert Tholl

Der neue Münchner „Ring“
:Leider ungeil

Regisseur Tobias Kratzers und Dirigent Vladimir Jurowskis „Rheingold“ an der Münchner Staatsoper will mehr sein als manipulatives Überwältigungstheater. Das geht nicht gut.

SZ PlusVon Helmut Mauró

Regisseur Tobias Kratzer über den neuen „Ring“ in München
:„Es geht halt doch um Götter“

Der Regisseur Tobias Kratzer inszeniert den neuen „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner an der Bayerischen Staatsoper in München.

SZ PlusInterview von Egbert Tholl

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: