Schriftsteller Edgar Hilsenrath wird 80
Literatur

Schriftsteller Edgar Hilsenrath ist tot

Er überlebte den Holocaust und schrieb mit der Satire "Der Nazi und der Friseur" einen Bestseller, den deutsche Verlage zunächst gar nicht veröffentlichen wollten. Nun ist Hilsenrath im Alter von 92 Jahren gestorben.

Bestattungen in Jerusalem

Die gigantische Nekropole unter dem "Berg der Ruhenden"

20 000 Gräber auf 25 000 Quadratmetern, Stapelgruften auf 16 Etagen und 15 Meter breite Straßen: In Jerusalem wird der modernste Untergrundfriedhof der Welt gebaut.

Von Alexandra Föderl-Schmid, Jerusalem

Vereinbarkeit von Impfungen und Religion

Masern-Welle unter orthodoxen Juden

In einigen Vierteln in Israel und New York sind mehr als tausend Masern-Fälle bekannt geworden. In manchen Fällen ist nur die Hälfte der abgeschottet lebenden Bevölkerung geimpft.

Von Alexandra Föderl-Schmid, Tel Aviv

The flag of the United States flies at half staff in mourning for 11 people who were shot to death at a synagogue in Pittsburgh, at the White House in Washington
USA

Der neue Bürgerkrieg

In Amerika entlädt sich der Hass einer polarisierten Gesellschaft in Gewalt. Präsident Trump trägt daran eine Mitschuld. Er zeigt, wie sich jedes Attentat für neue Aggressionen nutzen lässt.

Kommentar von Stefan Kornelius

Massaker in Synagoge in Pittsburgh

Die Sicherheit ist brüchig geworden für Amerikas Juden

Ein Antisemit eröffnet in einer Synagoge in Pittsburgh das Feuer. Elf Menschen sterben. Er soll die Tat auf einem Internetportal angekündigt haben, das insbesondere bei Rechten beliebt ist.

Von Johanna Bruckner, New York

Jonas Fegert
jetzt
Antisemitismus

"Was die Mehrheitsgesellschaft über Juden denkt, ist oft negativ konnotiert"

Jonas Fegert hat mit anderen jungen Juden das Buch "Warum ich hier leben will" herausgegeben. Ein Gespräch über neuen Antisemitismus, Juden in der AfD und Islamophobie.

Interview von Quentin Lichtblau

Antisemitismus

"Der Verweis auf Muslime ist Ablenkung"

Bloggerin Juna ‏Grossmann über die wachsende Zahl der Anfeindungen gegenüber Juden, einen "Hass"-Spruch von AfD-Chef Gauland und Anstand.

Interview von Oliver Das Gupta, Berlin

Teilnehmer einer Demonstration von AfD und Pegida in Chemnitz
"Desintegriert euch!" von Max Czollek

Als wäre Rassismus der Inbegriff deutscher Normalität

Max Czollek, Jahrgang 1987, polemisiert gegen das Integrationstheater aus Leitkultur und Heimatkitsch. Der Autor möchte dringend etwas sagen. Er scheint nur nicht genau zu wissen, wie. Oder was.

Von Felix Stephan

Europäische Makkabi Spiele - Eröffnungsfeier
Offene Gesellschaft

"Heute muss ich mich rechtfertigen, wenn ich die deutsche Hymne nicht mitsingen will"

Für den Autor Max Czollek benutzt die deutsche Gesellschaft die Juden im Land, um sich als geläutert zu inszenieren. Die Folge: Sie verkennt die Gefahr von rechts.

Interview von Luise Checchin

00:59
Israel

Erneut Gewaltausbruch bei Streit um Wehrpflicht

In Israel gerieten ultra-orthodoxe Juden und die Polizei aneinander.

Junge Juden

"Ich fände es einfach schade, wenn das Jüdische verloren ginge"

Die Mehrheit der in Bayern lebenden Juden ist älter als 50 Jahre. Mehr und mehr aber prägt die neue Generation das Gesicht der Gemeinden - nicht nur bei der Religion.

Von Veronika Wulf

Geschichte

Juden in Bayern haben ein Jahrtausend der Feindseligkeit hinter sich

Auch wenn die Politik neuerdings von einer christlich-jüdischen Wertegemeinschaft redet: In Bayern war davon einst wenig zu spüren. Juden wurden meist verfolgt, schikaniert oder gar ermordet.

Von Birte Mensing

Beit Schemesch Frau
Israel

Orthodoxe jagen Frauen durch die Stadt

Aufnahmen in sozialen Medien zeigen, wie Dutzende Ultraorthodoxe in Beit Schemesch nahe Jerusalem eine Frau verfolgen, die Shorts und ein T-Shirt trägt. Es ist offenbar nicht das erste Mal.

Von Alexandra Föderl-Schmid, Tel Aviv

SZ–Magazin
Madeleine Albright im Interview

"Diploma­tie ist die Sprache, die dich mit Mons­tern sprechen lässt"

Erst Tschechoslowakin, dann Amerikanerin, erst Katholikin, dann Jüdin, erst Flüchtlingskind, dann Außenministerin: Madeleine Albright führt ein Jahrhundertleben. Nun warnt sie vor der Rückkehr des Faschismus.

Interview von Mareike Nieberding, SZ-Magazin

Kippah Trial Berlin DEU Deutschland Germany Berlin 19 06 2018 Mann mit Kippa wartet mit Journal
Prozess in Berlin

"Bei uns flucht man so"

Der Syrer Knaan Al S., der im April in Berlin einen Israeli mit Kippa beschimpft und mit einem Gürtel geschlagen hat, sagt vor Gericht, er sei kein Antisemit.

Von Verena Mayer, Berlin

Charlotte Knobloch und Ludwig Spaenle
Neuer Beauftragter

Spaenle will Antisemitismus in Bayern bekämpfen

Der frühere Kultusminister ist zum ersten Antisemitismus-Beauftragten der Staatsregierung ernannt worden - eine Entschädigung für den verlorenen Ministerjob soll die Aufgabe nicht sein.

Von Veronika Wulf

Wahl in Tunesien

Wie es ihm gefällt

Simon Slama ist einer der wenigen Juden, die noch in Tunesien leben. Jetzt tritt er bei den ersten freien Lokalwahlen an - für eine islamistische Partei: "Ich will zeigen, dass Juden und Muslime in Tunesien zusammen etwas bewegen können."

Von Moritz Baumstieger

 Zentralrat der Juden

Warnung vor Tragen der Kippa

Statt einer religiösen Kopfbedeckung solle man in deutschen Großstädten lieber eine "Basecap" tragen.

Von Constanze von Bullion, Berlin

Kundgebung gegen Judenhass
Übergriffe auf Juden

Deutschland muss dem Antisemitismus widerstehen

Es ist nicht Aufgabe der Juden im Land, die Judenfeindschaft zu bekämpfen; es ist Aufgabe des gesamten Staates und seiner Bürger.

Kommentar von Matthias Drobinski

Antisemitismus

Haftbefehl gegen mutmaßlichen Schläger

Der 19-Jährige, der am Dienstag zwei kippatragende Männer in Berlin angegriffen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Er hatte sich der Polizei gestellt.

Regierungserklärung im bayerischen Landtag
SZ Espresso

Nachrichten kompakt - die Übersicht für Eilige

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Lea Kramer

israelis+jetzt
jetzt
Antisemitismus in Deutschland

"Kritik an der israelischen Politik ist nicht automatisch antisemitisch"

Übergriffe auf Juden nehmen hierzulande zu und Israel-Kritik schlägt oft in Antisemitismus um. Junge Israelis erzählen, wie sie diese Entwicklung wahrnehmen.

Protokolle von Tamara Vogel

7 Bilder
Religion

Wo Münchner ihren Glauben leben

Ob Buddha, Allah, Gott oder Jahwe - so unterschiedlich wie die Lehren sind die Orte, an denen der Glaube gelebt wird. Doch manchmal liegt die Vielfalt ziemlich versteckt.

Von SZ-Autoren

Israel verkauft Brotvorräte für zehn Tage - Hussein Dschabar
Pessach-Fest

Warum dieser Araber fast alle Lebensmittel Israels besitzt

Hussein Dschabar gehören gerade alle gesäuerten Lebensmittel in Israel. Sie werden ihm während des Pessach-Festes vermacht.

Von Alexandra Föderl-Schmid, Jerusalem

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Leserdiskussion

Wie gegen Antisemitismus vorgehen?

Viele Juden fühlen sich in Deutschland nicht sicher, antisemitische Einstellungen sind weit verbreitet. An Berliner Schulen sorgen nun mehrere Vorfälle für Aufsehen.