Die Reaktion der EU auf Donald Trumps Zolldrohungen beschränkt sich auf scharfe Rhetorik. Noch glaubt man an eine diplomatische Lösung – in den Schweizer Bergen.
Hochsee-Schutzabkommen
:Ein Meilenstein fürs Meer
Die Hochsee beherbergt die größten Schätze der Natur, doch schützen ließen sie sich bisher nicht. Jetzt tritt ein internationales Abkommen in Kraft. Auch Deutschland will endlich Schutzgebiete ausweisen.
MeinungUmwelt
:Und hier mal eine gute Nachricht: Die Meere werden besser geschützt
Es tritt nun ein Abkommen in Kraft, das unter anderem den Artenreichtum der Ozeane bewahren soll. Ein Lichtblick fürwahr, nicht nur für die Hohe See.
ExklusivInternationale Beziehungen
:Starkes China, ängstliches Europa
Das Ansehen der USA schwindet, der Einfluss Chinas wächst: Eine neue Studie zeigt, wie sich die globalen Macht- und Vertrauensverhältnisse unter Trump verschieben. Europa steht dazwischen – als verstörter und verzagter Akteur.
Merz in Indien
:Kann der Freund meines Feindes wirklich mein Freund sein?
Friedrich Merz besucht Indien noch vor China. Premier Modi weiß das zu schätzen. Heikle Themen werden umschifft – stattdessen winkt ein Milliardengeschäft für die mitgereisten deutschen Unternehmer.
Internationale Organisationen
:Was der Ausstieg der USA aus wichtigen Abkommen bedeutet
Per Dekret ordnet US-Präsident Trump den Ausstieg aus 66 internationalen Abkommen an. Mit gravierenden Folgen: Der Abschied betrifft auch Weltklimarat und Klima-Konvention.
Digitalminister Karsten Wildberger
:Ist das freie Internet noch zu retten?
Digitalminister Karsten Wildberger ist nach New York gereist, um für globale Zusammenarbeit zu kämpfen – und für die Freiheit im Netz. Die Frage ist nur, ob der Rest der Welt bereit ist, dafür einzustehen.
Glosse
:Das Streiflicht
Friedensverhandlungen können nur erfolreich sein, wenn sie an einem opulenten Frühstückstisch stattfinden.
China und die EU
:Lehren aus dem Fall Nexperia
Wochenlang bringt der Exportstopp für Chips des chinesischen Herstellers Lieferketten an den Rand des Zusammenbruchs. Das trifft besonders die Automobilindustrie. Was Europa nach der Krise anders machen muss.
Vereinte Nationen
:UN fehlen Milliarden Dollar
Die Vereinten Nationen und ihre Partner haben einen weltweiten Hilfsappell zur Rettung von Millionen Menschenleben veröffentlicht. Geber sollten 2026 insgesamt 33 Milliarden US-Dollar (rund 28 Milliarden Euro) bereitstellen, um 135 Millionen ...
Kanzleraussage über Belém
:Merz will sich nicht entschuldigen
Bundeskanzler Friedrich Merz will sich für seine viel kritisierte Äußerung über die brasilianische Stadt Belém nicht entschuldigen und sieht dadurch auch keinen Schaden für die Beziehungen zu dem Land. Das sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius ...
Unesco
:Umstrittener Ägypter wird neuer Kulturerbe-Chef
Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hat den Ägypter Khaled El Enany zu ihrem neuen Generaldirektor gewählt. Der frühere ägyptische Minister für Tourismus und Altertümer erhielt 172 von ...
Für den Ausbau der Beziehungen
:Markus Söder reist nach Südafrika
Auf dem Reiseplan stehen politische und Wissenschafts-Termine, auch ein Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa. Es ist seine dritte Afrika-Reise als bayerischer Ministerpräsident.
Globale Ernährung
:Die Welt versagt im Kampf gegen den Hunger
Unterernährte Kinder haben kaum Aussicht, ihrem Martyrium schnell zu entkommen. Berechnungen der Welthungerhilfe zeigen, wie nötig ein neuer Anlauf wäre, Not zu lindern. Stattdessen kürzen reiche Länder ihre Hilfsgelder.
Right Livelihood Award
:Alternativer Nobelpreis für Aktivisten aus Asien und Afrika
Der Preis wird seit 1980 an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise für Klima- und Umweltschutz, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.
MeinungVereinte Nationen
:Dieses Mal wird es spannend, ob es Deutschland in den Sicherheitsrat schafft
Die Bundesrepublik ist einer der großen Beitragszahler – ist damit die Wahl ins wichtigste UN-Gremium nur Formsache? Nicht ganz, und der Grund dafür liegt im Nahen Osten.
MeinungGeneralversammlung
:Die UN sind in diesem Krisenjahr so wichtig wie lange nicht
Die Vereinten Nationen mögen ein fehlerhaftes Gebilde sein, aber sie sind keinesfalls irrelevant. Sogar Donald Trump sieht das offenbar so, wie sein Auftritt zeigte.
MeinungPazifismus
:Was von Mahatma Gandhi bleibt
Am 2. Oktober 1869 wurde er geboren. Der 2. Oktober ist heute der „Internationale Tag der Gewaltlosigkeit“. Sein Rat, keine Gewalt auszuüben, ist keine Aufforderung dazu, passiv zu sein.
Glosse
:Das Streiflicht
Es gibt Wutreden, für die man ein Requisit benötigt, und solche, die sprachlich so eigentümlich sind, dass sie unvergessen bleiben. Und dann gibt es natürlich noch die Wutreden von Donald Trump.
Internationale Justiz
:Viel Schweigen in Den Haag
Mitten in den Gaza- und Putin-Ermittlungen ist der Internationale Strafgerichtshof gelähmt, weil Chefankläger Karim Khan wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe sein Amt ruhen lassen muss. Jetzt hat sich ein zweites mutmaßliches Opfer gemeldet.
Offizieller Amtsantritt in New York
:Annalena Baerbock, wie man sie kennt
Die ehemalige Außenministerin tritt offiziell ihren neuen Job in New York an. Sie wolle eine unparteiische Präsidentin aller Mitglieder der UN-Generalversammlung sein, sagt sie in ihrer ersten Rede. Wenn das so einfach wäre.
MeinungSüdamerika
:Dieses Abkommen ist für Europas Eigenständigkeit unverzichtbar
Die Handelsübereinkunft mit den Mercosur-Staaten bietet der EU die großartige Chance, sich als geopolitisch verlässlicher Akteur zu positionieren.
Glosse
:Gefährliche Anzüge in Washington
Beim Gespräch in Washington ging es auch um den Waffenstillstand bei der Diskussion, welche Kleider ein Staatsgast anziehen sollte. Das Streiflicht.
Kartografie
:Afrikas wahre Größe
Es ist der zweitgrößte Kontinent, auf Weltkarten aber fällt das nicht auf. Die afrikanischen Staaten fordern ein Ende dieser Verzerrung. Ihnen geht es dabei auch um historische Gerechtigkeit.
Wie leben wir 2035?
:„Ich sehe drei große Szenarien“
Die Großmächte USA, Russland und China ignorieren internationale Regeln oder wollen sie ändern. Was also wird aus der Idee des Völkerrechts? Ein Gespräch mit der Juristin Heike Krieger.
Wie leben wir 2035?
:„Die Anarchie der Staatenwelt kehrt zurück“
Amerika, China und der Rest: Politikwissenschaftler Ulrich Menzel hat sich ein Leben lang mit dem Wandel der Weltordnung beschäftigt. Wie blickt er in dieser unsicheren Zeit in die Zukunft?
Aktuelles Lexikon
:Was ist ein Tsunami-Warnsystem?
Internationales Netzwerk, das mit Sensoren die Folgen von Erdbeben in den Weltmeeren beobachtet. Im Pazifik seit mehr als 60 Jahren aktiv.
Internationaler Gerichtshof
:Die Staaten müssen den Klimawandel aufhalten
Es ist ein Erfolg des Inselstaats Vanuatu: In einem Gutachten macht der Internationale Gerichtshof in Den Haag deutlich, dass der Klimaschutz für die Länder eine rechtliche Pflicht ist. Das dürfte den Weg ebnen für Schadenersatzklagen von Staaten gegen Staaten.
Humanitäre Hilfe
:„Wenn Gaza die Zukunft des Krieges ist, dann habe ich Angst um die Zukunft der Menschheit“
Wo gekämpft und gestorben wird, sind die Helfer vom Internationalen Roten Kreuz nicht fern. Doch nun fühlen sich die Helfer in der Klemme: Die Krisen nehmen weltweit zu, das Geld aber wird überall gestrichen. Und es droht ein Dammbruch.
MeinungDeutschland und Großbritannien
:In diesem Freundschaftsvertrag steckt viel mehr als ein symbolischer Akt
Was gegen den zunehmenden Nationalismus hilft? Eine Zusammenarbeit von Regierungen bei Themen etwa, die direkten Einfluss auf das Leben junger Menschen haben.
Aktuelles Lexikon
:Was ist ein Freundschaftsvertrag?
Bilaterales Abkommen, das Länder schließen, wenn Beziehungsarbeit notwendig ist, so wie nun Großbritannien und Deutschland.
Weniger Entwicklungshilfe
:„Das ist ein Flächenbrand. Und Deutschland macht mit“
Weltweite Notlagen nehmen zu – und die Hilfsgelder ab. Auch im geplanten Bundeshaushalt drohen hier die schärfsten Kürzungen. Die Leidtragenden sind die Ärmsten, warnen Hilfsorganisationen.
Brics-Gipfel
:Das Bündnis gegen den Westen wird stärker
Die Staatenorganisation Brics will ein Gegengewicht sein zur bisherigen Dominanz der USA und Europas. Lange wurde das Bündnis belächelt, nun gewinnt es an Mitgliedern und Gewicht – auch wegen Trump.
Internationale Zusammenarbeit
:Aiwanger sollte hier mal strampeln
Im Wahlkampf agitierten die Freien Wähler und die AfD gegen deutsche Entwicklungshilfe für Radwege in Peru. Die sind nun fertig – und wirken heute wie ein Souvenir aus einer guten, alten Zeit.
MeinungWeltordnung
:Die UN wirken aus der Zeit gefallen. Aber genau deshalb braucht die Welt sie so sehr
Vor 80 Jahren wurden die Vereinten Nationen gegründet. Sie haben viel erreicht. Und oft versagt. Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme – und eine Liebeserklärung.
Glosse
:Das Streiflicht
Das Begleitprogramm bei Gipfeltreffen ist für die Partner der Staatsmänner vorgesehen. Es sollte umgekehrt sein.
Gipfeltreffen in Kanada
:G 7 minus eins
Bundeskanzler Friedrich Merz war beim zweitägigen Gipfel in Kanada darauf eingestellt, dass man bei Donald Trump mit allem rechnen muss. Genau so kam es dann auch.
Vereinte Nationen
:„Das hier ist das Weltparlament“
Annalena Baerbock ist neue Präsidentin der UN-Generalversammlung. In stürmischen Zeiten brauche es Leidenschaft für diese Institution, sagt die ehemalige deutsche Außenministerin.
Militärausgaben
:Deutschlands Botschaft an Trump
Nun hat sich auch Friedrich Merz hinter den Plan gestellt, den US-Präsidenten mit höheren Verteidigungsausgaben von der Zukunft der Nato zu überzeugen. Ob das reicht?
MeinungKrieg in der Ukraine
:Vorsicht, Trump greift wieder zum Hörer
Der US-Präsident will an diesem Montag mit Wladimir Putin telefonisch über einen Friedensschluss sprechen. In Kiew ist deshalb die Furcht groß.
MeinungInternationale Politik
:Reden ist notwendig, gerade in Zeiten der Feindschaft
Frieden ohne Worte kann es nicht geben. Kontakt zu den Gegnern ist daher zu begrüßen, egal, wie verfahren die Situation ist.
Sicherheitspolitik
:So missbrauchen die USA und Russland die OSZE als Bühne
Die Trump-Regierung nutzt die OSZE für Kulturkämpfe und verbale Angriffe auf die EU. Dabei könnte die Organisation eine mögliche Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine überwachen – beide Länder sind Mitglied.
Internationale Organisationen
:„Der Schaden ist schon angerichtet“
Die USA kürzen den Vereinten Nationen und anderen Organisationen die Beiträge. Tausende Mitarbeiter werden ihre Jobs verlieren, es drohen humanitäre Katastrophen auf der ganzen Welt. Ein Besuch in Genf, wo es stiller geworden ist.
MeinungKoalitionsgespräche
:Deutschland muss sein Ministerium für Entwicklungspolitik unbedingt behalten
Die Union möchte das Ressort dem Außenamt eingliedern. Das klingt plausibel und nach weniger Bürokratie. Tatsächlich aber wäre es ein großer strategischer Fehler, gerade in dieser Zeit.
US-Politik
:Realismus, im Ernst?
Gilt nun wieder das Recht des Stärkeren – bei Zöllen wie in der Geopolitik? Trump-Versteher der „realistischen“ Schule haben derzeit Konjunktur. Doch ihr ideologischer Begriff von Machtpolitik greift zu kurz.
Antipersonenminen
:„Wie im Ersten Weltkrieg“
Tod, Verstümmelung, zigtausendfaches Leid: Landminen wurden 1997 im Ottawa-Vertrag geächtet – doch russische Nachbarländer wie Finnland wollen das Abkommen jetzt verlassen. Was hält der Experte Henrique Garbino davon?
Aktuelles Lexikon
:Ottawa-Konvention
Den Unterzeichnern verbietet das Abkommen den Einsatz, die Herstellung, Lagerung und Weitergabe von Antipersonenminen.
MeinungSicherheit
:Die USA zerstören die Welt, die sie selbst geschaffen haben
Donald Trump ist ein Revolutionär, der nicht nur die USA entwurzelt, sondern die Weltordnung zerstört. Was seit fast einem Jahrhundert gilt, ist nun nichts mehr wert. Riesige Erschütterungen könnten folgen.
Internationale Beziehungen
:Italien hofft auf Wirtschaftskanzler Merz
In Italien blickte man zuletzt skeptisch auf die deutsche Wirtschaft – auch wegen des schwierigen politischen Verhältnisses. Nun hofft man, dass sich mit der neuen Regierung die Beziehungen wieder verbessern.
Vereinte Nationen
:Auf der Suche nach neuen Geldgebern
Den Vereinten Nationen fehlen nach dem Teilrückzug der USA viel Geld. Private Organisationen könnten in die Bresche springen – und Einfluss nehmen. Was hält der Präsident des UN-Menschenrechtsrats davon?