Deutsche Wiedervereinigung

Ein Land wächst zusammen

Am 3. Oktober 1990 endete die deutsche Teilung mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. SZ-Texte und Fotos zum andauernden Einigungprozess.

Deutsche Einheit 1990
:Zelebrierte Zeitenwende

Am 3. Oktober 1990 berauscht sich Deutschland an seiner neuen Einheit. Die Fotografin Regina Schmeken hat die Monate bis zu diesem Tag in bewegenden Bildern festgehalten.

Weitere Artikel

ExklusivNach der Wiedervereinigung
:Wie tschechische Grenzgänger den Arbeitsmarkt in Ostbayern beeinflusst haben

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs kamen 1990 Tausende Menschen zum Arbeiten. Hat das die Einheimischen den Job gekostet? Nein, sagt eine neue Studie – für einige wurden die Zeiten trotzdem schwieriger.

Von Maximilian Gerl

Bonn
:Jetzt mit mehr Gegenwart

Stalin-Statue, VW-Käfer, Klimakleber: Im gelungen umgestalteten Bonner Haus der Geschichte findet nun auch neueste deutsche Vergangenheit ihren Platz. Ein Besuch vor der Wiedereröffnung.

SZ PlusVon Alexander Menden

Berlin
:Selbst für die Rostschutzbehandlung fehlt das Geld

Vor 14 Jahren bekam eine Agentur den Zuschlag für ihr Einheitsdenkmal – doch die „Waage“ steht noch immer nicht. Es ist nicht einmal klar, ob sie jemals fertig werden wird.

SZ PlusVon Roman Deininger und Roland Muschel

Sachbuch
:Ohne Netz

Wie geht es Deutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung? August Modersohn reist in alle Teile des Landes − und vergisst ausgerechnet, wo die Welt am meisten verändert wurde.

SZ PlusVon Sophia Coper

MeinungFestakt in Saarbrücken
:Statt einer Einheitsrede hält Merz eine Leistungsrede

Der Bundeskanzler spricht weniger über West und Ost als über eine gemeinsame Kraftanstrengung. Aber seine wirtschaftsliberalen Rezepte sind schon in seiner Koalition umstritten.

SZ PlusKommentar von Nicolas Richter

SZ JetztIdentität
:„Im Westen wäre es mir als Migrantin leichter gefallen“

Nawal ist in Schwerin geboren und aufgewachsen – und trotzdem nie angekommen. Im Westen ist sie aber auch nicht zuhause. Wo dann?

SZ PlusText und Fotos: Hannah Ludmann

Deutsch-deutsche Geschichte
:Fast der Hälfte der Bayern ist die Wiedervereinigung wurscht

„Nun wächst zusammen, was zusammen gehört“ – so die oft zitierte Sprechblase zur Wiedervereinigung. 35 Jahre später löst das vereinte Deutschland laut einer Umfrage gemischte Gefühle aus.

SZ JetztOstdeutsche Identität
:„Alles ist hier unfertiger, und das gibt Freiheit“

Viele junge Leute ziehen von Ost- nach Westdeutschland – und wieder zurück? Vier junge Menschen erzählen, warum sie sich bewusst für eine Heimkehr entschieden haben.

SZ PlusProtokolle: Elisabeth Marx und Christin Lesker, Illustration: Daniela Rudolf-Lübke

Bundesrepublik
:Entfremdung zwischen Ost und West

35 Jahre nach der Wiedervereinigung schwindet das Verbundenheitsgefühl: Nur noch ein Drittel der Menschen sieht Ost und West zusammengewachsen.

MeinungPrantls Blick
:Reichtum verpflichtet – zur Überwindung der Spaltung zwischen Arm und Reich

Ein Beitrag auch zum Tag der Deutschen Einheit: für die Erhöhung der Erbschaftsteuer und für die Wiedereinführung der Vermögensteuer aus gutem Grund.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Psychische Gesundheit
:Studie: „Wendekinder“ sind auf Jahrzehnte psychisch belastet

Für junge Menschen im Osten war das Ende der DDR ein erheblicher Einschnitt. Die psychischen Folgen aber wurden kaum erforscht. Nun zeigt eine Studie, wie groß diese offenbar sind – und wie lange sie anhalten.

SZ PlusVon Christina Berndt

Wiedervereinigung
:Ein Coup mit viel Vorarbeit

Helmut Kohls Schritte auf dem Weg zur deutschen Einheit waren keineswegs einsame Kanzler-Entscheidungen, schreibt der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel, CSU.

DDR-Roman
:Können Zitronenfalter Zitronen falten?

In seinem großen Roman „Das Narrenschiff“ beschreibt Christoph Hein die Geschichte der DDR aus Sicht ihrer Führungselite. Wie Menschen den Mut verlieren, ihrem Gewissen zu folgen, ist ein Thema ganz für unsere Gegenwart.

SZ PlusVon Renate Meinhof

Egon Krenz als Buchautor
:Das Ampelmännchen des Politbüros

Wenn Egon Krenz vom Stolz auf die DDR spricht, applaudieren dem früheren Staatsratsvorsitzenden Hunderte. So wie jetzt wieder bei der Präsentation seiner Memoiren über die „Wende“ in Berlin.

Von Jan Heidtmann

MeinungPrantls Blick
:Mehr Feiertage, bitte!

Warum die Diskussion über die Abschaffung arbeitsfreier Tage falsch und schädlich ist: Die Republik braucht mehr, sie braucht neue bundesweite Gedenktage – wenigstens einen solchen Tag.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Literatur
:Gibt es ein ostdeutsches Leben im falschen?

Von der Schande des Glücks: Der Soziologe Wolfgang Engler hat seine Autobiografie geschrieben. Sie liest sich wie ein gelungener Wende-Roman.

SZ PlusVon Peter Richter

„Mit der Faust in die Welt schlagen“ im Kino
:Kinder, die SS-Runen in die Tapete kratzen

Wann biegt ein Leben, wann ein Land falsch ab? Das Filmdrama „Mit der Faust in die Welt schlagen“ erzählt sensibel von einer Jugend nach der Wende im deutschen Osten.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Nachruf
:Bernhard Vogel, ostwestdeutscher CDU-Ministerpräsident, stirbt mit 92 Jahren

Insgesamt 23 Jahre lang war der Christdemokrat Ministerpräsident, erst in Rheinland-Pfalz, dann in Thüringen – und prägte mit seinem verbindlichen Stil die Geschichte der Bundesrepublik vor und nach der Wende in der DDR.

SZ PlusVon Jens Schneider

Italienisches Stahlwerk in Sachsen
:„Wir können doch nicht alle immer nur weniger arbeiten“

Vor 30 Jahren zog der Italiener Giuseppe Pasini im sächsischen Riesa ein Stahlwerk hoch. Heute vermisst er den Elan dieser Zeit. Ein Gespräch über die richtige Wochenarbeitszeit und seine Erwartungen an die neue Bundesregierung.

SZ PlusInterview von Thomas Fromm

Horst Teltschiks Tagebuch
:Deutsche Einheit der Eitelkeiten

Wie wurde 1989/90 in Bonn Politik gemacht? Wenn man Helmut Kohls Berater Horst Teltschik glaubt, dann vor allem mit Blick auf innerparteiliche und andere Konkurrenten sowie Umfragewerte.  Überraschende und unterhaltsame Einsichten in den Maschinenraum der Macht.

SZ PlusRezension von Norbert F. Pötzl

35 Jahre Mauerfall
:Das deutsch-deutsche Dorf

Mödlareuth war "Little Berlin", es war durch eine Mauer geteilt. Dort wurde Weltgeschichte geschrieben. Heute leben 48 Menschen in dem Ort - vereint trotz Landesgrenze. Ein Besuch.

SZ PlusVon Olaf Przybilla

Autorin Daniela Krien
:„Der Verlust lehrt uns immer mehr als der Gewinn“

Die Menschen in Ostdeutschland vermissen Respekt und Wertschätzung – welche Folgen das hat, kann Bestsellerautorin Daniela Krien genau erklären. Ein Gespräch über biografische Brüche, über Sinn und Selbstoptimierung und mittelbegabte Kinder.

SZ PlusInterview von Judith Wittwer

Hörspiel „Zwischenzeiten“
:Wir gehören jetzt dazu

Tom Peukert setzt seine Hörspielserie über die Nachwendejahre fort.

SZ PlusVon Stefan Fischer

Populismus, Migration und Arbeitsmarkt
:Deutschland braucht ein neues Denken

Es wächst nicht zusammen, was zusammengehört: 34 Jahre nach der Einheit trennen Ost und West noch immer Welten. Was könnte helfen? Ein soziologischer Erklärungsversuch.

SZ PlusGastbeitrag von Heinz Bude

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wie vereint ist Deutschland? – Gespräch mit dem Ostbeauftragten Schneider

34 Jahre lang ist Deutschland in diesem Jahr wiedervereint. Aber ist es auch zusammengewachsen? Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland Carsten Schneider über den Stand der Einheit.

Von Johannes Korsche

Leipziger Einheitsdenkmal
:Zwischen Aristoteles und Fairy Ultra

Der Siegerentwurf für das Einheitsdenkmal in Leipzig könnte in einer bizarren jährlichen Putzaktion enden. Immerhin wäre man dann immer noch schneller als Berlin.

SZ PlusVon Gerhard Matzig

SZ MagazinDeutsche Einheit
:Das Denkmalsdebakel

25 Jahre Planungs- und Bauzeit, mehrere Abstimmungen im Bundestag, Kosten in Millionenhöhe – und noch immer steht kein Einheitsdenkmal auf dem Schlossplatz in Berlin. Die Gründe dafür haben wir – obwohl es sehr viele sind – in einem einzigen Satz zusammengefasst.

SZ PlusVon Johannes Waechter

MeinungDeutsche Einheit
:„Die Anderen“ sind die, die’s endlich kapieren sollen

Eine Haltung, welche die eigene Identität über andere Identitäten stellt, ist auch in diesem Land ein Grundproblem. Die Bereitschaft wächst, diese Identität deshalb als Maßstab für alle zu verstehen und durchsetzen zu wollen.

SZ PlusKommentar von Kurt Kister

Alfred Herrhausen
:Stillstand ist der Tod

Ein Deutsche-Bank-Chef als Cowboy der Weltgeschichte, der mal eben so die Wiedervereinigung eintütet? So porträtiert ein ARD-Mehrteiler den 1989 ermordeten Alfred Herrhausen – unbedingt sehenswert.

SZ PlusVon Lisa Nienhaus

Art Week Berlin
:Diese Lücke, diese herrliche Lücke

Eine Stadtgemeinschaft, in der es nicht primär ums Geld geht: Um diese Utopie kreisen die besten Ausstellungen der „Art Week“ in Berlin.

SZ PlusVon Till Briegleb

16 Jahre Kanzlerin
:Wegschauen, aufschieben, anpassen

Bevor die langjährige Kanzlerin im November ihre Memoiren veröffentlicht, zieht der Journalist Eckart Lohse eine kritische Bilanz ihres Erbes. Hat Angela Merkel das Land „getäuscht“?

SZ PlusRezension von Johan Schloemann

Nachruf
:„Wir lassen uns nicht mehr bevormunden“

Durch seinen Glauben und die Kraft seiner Worte wurde Friedrich Schorlemmer zu einem führenden Kopf der revolutionären DDR-Opposition. Und eine moralische Autorität im wiedervereinigten Deutschland.

Von Johan Schloemann

MeinungOstdeutschland
:In Thüringen und Sachsen wird gewählt – doch etliche Bundespolitiker klagen, streiten und resignieren lieber, statt zu kämpfen

In den Landtagswahlen im Osten geht es jetzt ums Erbe der deutschen Einheit. Das bundespolitische Spitzenpersonal in Berlin aber kreiselt vor allem um sich selbst. Das ist verantwortungslos und destruktiv.

SZ PlusKommentar von Constanze von Bullion

ExklusivDeutschland
:„Das erinnert schon teilweise an die Erfolge der NSDAP"

Bei der Europawahl war der Osten blau und der Westen schwarz. Historikerin Christina Morina kritisiert diese Darstellung und spricht über die Gründe für die Erfolge der AfD, das Selbstbild der Ostdeutschen und darüber, was AfD-Wähler von anderen unterscheidet.

SZ PlusInterview von Elisabeth Dostert und Mirjam Hauck

MeinungPrantls Blick
:Die DDR verschwand spurlos. Wirklich?

Ja, es war so. Aber die Spuren des Verschwindens sind heute AfD-blau. Und die deutsche Einheit ist noch lange nicht „vollendet“.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Zum Tod des Dokumentarfilmers Thomas Heise
:Tiefenbohrung in der Wirklichkeit

Der Berliner Dokumentarist Thomas Heise ist tot. Seine Filme sind wichtige Zeugnisse der DDR-Endzeit und der Nachwendejahre. Ein Nachruf.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

International Booker Prize für Erpenbeck
:Wir müssen reden

And the winner is: Jenny Erpenbeck. Die Deutsche und ihr Übersetzer Michael Hofmann gewinnen in London den International Booker Prize. Und schon ist ihr Wende-Roman "Kairos" auch daheim ein Thema.

SZ PlusVon Marie Schmidt

MeinungGrundgesetz
:Ein Anschluss unter dieser Nummer

Nachruf auf einen Grundgesetzartikel: Warum man zum 75. Verfassungsjubiläum an den alten Artikel 23 erinnern muss.

SZ PlusVon Heribert Prantl

75 Jahre Grundgesetz
:Dreimal probiert, dreimal fast nix passiert

Warum wurde das Grundgesetz nach der Wiedervereinigung nicht durch eine gesamtdeutsche Verfassung ersetzt? Ein Sammelband sucht Antworten auf fast vergessene Initiativen der frühen 1990er-Jahre.

Rezension von René Schlott

Ostdeutschland
:Dieses Buch ist eine Warnung

In David Blums Debütroman "Kollektorgang" erzählt ein Toter von den Nazis der Nachwendezeit.

SZ PlusVon Christine Knödler

Krebsleiden
:Ein Verlust für die deutsche Politik

Wolfgang Schäuble hat die Bundesrepublik jahrzehntelang geprägt, Bundespräsident Steinmeier würdigt ihn als "Glücksfall für die deutsche Geschichte". Sein Tod könnte auch Folgen für die Union haben.

SZ PlusVon Georg Ismar und Nicolas Richter

Nationalfeiertag
:Einigkeit und Recht und weiter

Zum Tag der Deutschen Einheit feiert Hamburg ein routiniertes Fest. Nur eines fehlt im Programm: Ostdeutsche.

SZ PlusVon Ulrike Nimz

MeinungBundesrepublik
:Deutsche Lehren

Zum Jahrestag der Wiedervereinigung ergehen Appelle an die Bürger, Gemeinsinn und Zusammenhalt zu pflegen. Das ist richtig, reicht aber nicht: Es braucht einen leistungsfähigen Staat und eine wehrhafte Demokratie.

SZ PlusKommentar von Paul-Anton Krüger

Tag der Deutschen Einheit
:"Viele Ostdeutsche haben das Gefühl, dass sie nicht gehört und nicht gesehen werden"

Zwischen Ost und West bestünde noch ein deutliches Ungleichgewicht, sagt der Bundespräsident in einem Interview. Die Aufnahme von Flüchtlingen will Steinmeier begrenzen.

Das Politische Buch
:Demokratiehunger und Eigensinn

Die Historikerin Christina Morina erzählt fulminant eine Ost- und Westdeutschland vergleichende Demokratiegeschichte seit den 1980er-Jahren. Im Fokus stehen die Bürger und ihr Staatsverständnis - und das erklärt viele ostdeutsche Besonderheiten bis hin zur Anfälligkeit für AfD-Verlockungen.

Rezension von Norbert F. Pötzl

Meinung33 Jahre Wiedervereinigung
:Der Wossi

Nach dem Mauerfall hat der Westen erst mal die Deutungshoheit übernommen. Das hat sich schon etwas gebessert - aber da bleibt noch viel zu tun.

SZ PlusGastkommentar von Jörg Siegmund

Leipziger Einheitsdenkmal
:Wir-Gefühl höherer Ordnung

Das Leipziger Einheitsdenkmal gibt es zwar immer noch nicht, trotzdem eröffnet jetzt eine Ausstellung darüber. Was uns die Künstler und Bauherren damit sagen wollen.

SZ PlusVon Cornelius Pollmer

Mikroelektronik in der DDR
:Chip, Chip, Hurra

Das Unternehmen TSMC aus Taiwan will eine große Chip-Fabrik in Dresden bauen. Warum die Idee des Silicon Saxony naheliegt.

SZ PlusVon Peter Richter

Politik
:Der Osten, die grüne Problemzone

Vor 30 Jahren fusionierten Bündnis 90 und Grüne zur gesamtdeutschen Partei. Die aber tut sich vor allem in den neuen Ländern noch immer schwer. Warum die gefährliche Ostschwäche den Traum vom Kanzleramt kosten kann.

SZ PlusVon Markus Balser

Symbol der deutsch-deutschen Teilung
:Das Grenzmuseum in "Little Berlin" vergrößert sich

Gedenkstätte von Mödlareuth an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Thüringen und Bayern bekommt einen Erweiterungsbau. Die Erneuerung und Erweiterung kosten insgesamt 22 Millionen Euro.

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