Ein Land wächst zusammen - SZ.de

Deutsche Wiedervereinigung

Ein Land wächst zusammen

Am 3. Oktober 1990 endete die deutsche Teilung mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. SZ-Texte und Fotos zum andauernden Einigungprozess.

Deutsche Einheit 1990
:Zelebrierte Zeitenwende

Am 3. Oktober 1990 berauscht sich Deutschland an seiner neuen Einheit. Die Fotografin Regina Schmeken hat die Monate bis zu diesem Tag in bewegenden Bildern festgehalten.

Weitere Artikel

SZ PlusMeinungPrantls Blick
:Die DDR verschwand spurlos. Wirklich?

Ja, es war so. Aber die Spuren des Verschwindens sind heute AfD-blau. Und die deutsche Einheit ist noch lange nicht „vollendet“.

Von Heribert Prantl

SZ PlusZum Tod des Dokumentarfilmers Thomas Heise
:Tiefenbohrung in der Wirklichkeit

Der Berliner Dokumentarist Thomas Heise ist tot. Seine Filme sind wichtige Zeugnisse der DDR-Endzeit und der Nachwendejahre. Ein Nachruf.

Von Peter Laudenbach

SZ PlusInternational Booker Prize für Erpenbeck
:Wir müssen reden

And the winner is: Jenny Erpenbeck. Die Deutsche und ihr Übersetzer Michael Hofmann gewinnen in London den International Booker Prize. Und schon ist ihr Wende-Roman "Kairos" auch daheim ein Thema.

Von Marie Schmidt

SZ PlusMeinungGrundgesetz
:Ein Anschluss unter dieser Nummer

Nachruf auf einen Grundgesetzartikel: Warum man zum 75. Verfassungsjubiläum an den alten Artikel 23 erinnern muss.

Von Heribert Prantl

75 Jahre Grundgesetz
:Dreimal probiert, dreimal fast nix passiert

Warum wurde das Grundgesetz nach der Wiedervereinigung nicht durch eine gesamtdeutsche Verfassung ersetzt? Ein Sammelband sucht Antworten auf fast vergessene Initiativen der frühen 1990er-Jahre.

Rezension von René Schlott

SZ PlusOstdeutschland
:Dieses Buch ist eine Warnung

In David Blums Debütroman "Kollektorgang" erzählt ein Toter von den Nazis der Nachwendezeit.

Von Christine Knödler

SZ PlusKrebsleiden
:Ein Verlust für die deutsche Politik

Wolfgang Schäuble hat die Bundesrepublik jahrzehntelang geprägt, Bundespräsident Steinmeier würdigt ihn als "Glücksfall für die deutsche Geschichte". Sein Tod könnte auch Folgen für die Union haben.

Von Georg Ismar und Nicolas Richter

SZ PlusNationalfeiertag
:Einigkeit und Recht und weiter

Zum Tag der Deutschen Einheit feiert Hamburg ein routiniertes Fest. Nur eines fehlt im Programm: Ostdeutsche.

Von Ulrike Nimz

SZ PlusMeinungBundesrepublik
:Deutsche Lehren

Zum Jahrestag der Wiedervereinigung ergehen Appelle an die Bürger, Gemeinsinn und Zusammenhalt zu pflegen. Das ist richtig, reicht aber nicht: Es braucht einen leistungsfähigen Staat und eine wehrhafte Demokratie.

Kommentar von Paul-Anton Krüger

Tag der Deutschen Einheit
:"Viele Ostdeutsche haben das Gefühl, dass sie nicht gehört und nicht gesehen werden"

Zwischen Ost und West bestünde noch ein deutliches Ungleichgewicht, sagt der Bundespräsident in einem Interview. Die Aufnahme von Flüchtlingen will Steinmeier begrenzen.

Das Politische Buch
:Demokratiehunger und Eigensinn

Die Historikerin Christina Morina erzählt fulminant eine Ost- und Westdeutschland vergleichende Demokratiegeschichte seit den 1980er-Jahren. Im Fokus stehen die Bürger und ihr Staatsverständnis - und das erklärt viele ostdeutsche Besonderheiten bis hin zur Anfälligkeit für AfD-Verlockungen.

Rezension von Norbert F. Pötzl

SZ PlusMeinung33 Jahre Wiedervereinigung
:Der Wossi

Nach dem Mauerfall hat der Westen erst mal die Deutungshoheit übernommen. Das hat sich schon etwas gebessert - aber da bleibt noch viel zu tun.

Gastkommentar von Jörg Siegmund

SZ PlusLeipziger Einheitsdenkmal
:Wir-Gefühl höherer Ordnung

Das Leipziger Einheitsdenkmal gibt es zwar immer noch nicht, trotzdem eröffnet jetzt eine Ausstellung darüber. Was uns die Künstler und Bauherren damit sagen wollen.

Von Cornelius Pollmer

SZ PlusMikroelektronik in der DDR
:Chip, Chip, Hurra

Das Unternehmen TSMC aus Taiwan will eine große Chip-Fabrik in Dresden bauen. Warum die Idee des Silicon Saxony naheliegt.

Von Peter Richter

SZ PlusPolitik
:Der Osten, die grüne Problemzone

Vor 30 Jahren fusionierten Bündnis 90 und Grüne zur gesamtdeutschen Partei. Die aber tut sich vor allem in den neuen Ländern noch immer schwer. Warum die gefährliche Ostschwäche den Traum vom Kanzleramt kosten kann.

Von Markus Balser

Symbol der deutsch-deutschen Teilung
:Das Grenzmuseum in "Little Berlin" vergrößert sich

Gedenkstätte von Mödlareuth an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Thüringen und Bayern bekommt einen Erweiterungsbau. Die Erneuerung und Erweiterung kosten insgesamt 22 Millionen Euro.

SZ PlusJugendbuch "Halber Löwe"
:Was tun wir hier eigentlich?

Johannes Herwigs dritter Roman spielt in der Leipziger Südstadt, kurz nach der Wende. In "Halber Löwe" löst sich ein Junge aus der Enge seiner rauen Jugendclique.

Von Siggi Seuß

SZ PlusErweiterung des Kanzleramts
:Versailles an der Spree

Das Kanzleramt in Berlin soll doppelt so groß werden, für fast eine Milliarde Euro? Danke, vielleicht gerade lieber nicht!

Von Peter Richter

SZ PlusMeinungZukunftszentrum Deutsche Einheit
:Wortgeklingel und viel Geld alleine helfen niemandem

In Halle (Saale) soll ein Zukunftszentrum entstehen, dessen Kernmotiv in der Vergangenheit liegt. Keine gute Idee zur Feier der deutschen Einheit.

Kolumne von Norbert Frei

Deutsche Einheit
:Halle soll Standort für Zukunftszentrum werden

Die Stadt setzt sich gegen vier andere Bewerbungen durch - und sichert sich eine Millionen-Investition. Das Zentrum soll sich mit dem Geist der Einheit beschäftigen.

SZ PlusHans Modrow ist tot
:Systemtreuer Hoffnungsträger

Er stand im Zentrum des Geschehens, als die DDR zusammenbrach: Die einen schätzten den letzten sozialistischen Regierungschef als reformbereiten Mittler, Kritiker sahen in ihm den Repräsentanten eines Unrechtsstaats. Wer war Hans Modrow?

Nachruf von Jens Schneider

SZ PlusNachruf
:Der Widerspruchsgeist

Er war mitreißend und hartnäckig - und ist nun am 9. November im Schloss Bellevue gestorben: Zum Tod des DDR-Oppositionellen und Grünen-Politikers Werner Schulz.

Von Constanze von Bullion

SZ PlusFrankreich und Deutschland
:Das kleine Wunder in Europa

Die deutsch-französische Freundschaft hat nach 1945 entscheidend dazu beigetragen, den Frieden in Europa zu erhalten. Über die Bedeutung der Beziehung damals und heute - und warum sie mit Liebe gepflegt werden muss.

Von Thomas Kirchner

Tag der Deutschen Einheit
:Ostdeutsche Ministerpräsidenten: Erfolge von Aufbau Ost in Gefahr

Während in Erfurt die Feier zum Tag der Deutschen Einheit läuft, sehen einige Politiker den Wohlstand bedroht, den sich die Wendegeneration in den vergangenen dreißig Jahren aufgebaut hat.

Deutsch-deutsche Geschichte
:Als die Stasi den Reporter Eberhard Schellenberger bespitzelte

Auf Hunderten Seiten dokumentierten die DDR-Agenten, wie Schellenberger seine Tage und Nächte verbracht und welchen Charakter er angeblich haben haben soll. Nun hat der Journalist ein Buch darüber geschrieben.

Von Olaf Przybilla

Grenzübergang
:"Öffnen Sie die Motorhaube"

Marienborn war bis 1989 der größte innerdeutsche Grenzübergang. Eine Gedenkstätte erinnert an die Zeit, in der quälend lange Pkw-Kontrollen und ein schroffer Ton der Grenzer den Ort prägten.

Von Joachim Göres

SZ PlusMontagsdemos
:Tag der deutschen Dreistigkeit

Wer zu DDR-Zeiten bei den Montagsdemos mitmarschierte, riskierte alles, wer heute mitmarschiert, nichts. Aber sie reden auch jetzt wieder von Diktatur. Was für ein Hohn, vor allem für die, die damals wirklich dabei waren.

Von Ulrike Nimz

Jahrestag von Rostock-Lichtenhagen
:Scholz fordert Einsatz gegen Hetze

Im August 1992 griffen rechte Gewalttäter in Rostock vier Tage lang Ausländerunterkünfte an. Bis heute verbindet sich Entsetzen mit der Tat. Der Bundeskanzler und andere Politiker richten Mahnungen an das Land.

05:34

Prantls Politik
:Ein Schicksalstag der deutschen Geschichte

Heute vor 50 Jahren musste sich Willy Brandt einem Misstrauensvotum stellen. Wäre die Abstimmung anders ausgegangen, hätte die Wiedervereinigung womöglich nicht stattgefunden.

Videokolumne von Heribert Prantl

SZ PlusMeinungZeitgeschichte
:Was wäre, wenn...?

Am 27. April 1972 scheiterte das Misstrauensvotum gegen die Entspannungspolitik. Willy Brandt blieb Bundeskanzler. Ein paar Fragen, für den Fall, dass es damals anders ausgegangen wäre.

Kolumne von Heribert Prantl

Wiedervereinigung
:Brüsseler Beifang

Der Historiker Kiran Klaus Patel und der Schriftsteller Ingo Schulze machen sich Gedanken, was 1990 alles schieflief - und schauen auf die Europäische Gemeinschaft.

Von Robert Probst

SZ PlusDeutsche Einheit
:Ein wuchtiges Vermächtnis

54 Zeitzeugen bieten Einblicke, wie die deutsche Einigung in den Jahren 1989/90 tatsächlich ermöglicht wurde. Ein voluminöser Band macht Geschichte lebendig.

Von Alexandra Föderl-Schmid

SZ PlusMeinungDie Wunden der Einheit
:Moral-Monopoly

Vor dreißig Jahren nahm sich der PDS-Abgeordnete Gerhard Riege das Leben - aus Angst vor dem Hass gegen ihn. Über einen nachdenklichen Mann und westdeutsche Überheblichkeit.

Kolumne von Heribert Prantl

SZ PlusMeinungProtest und Fackelzüge
:Sachsen, deine Seele

Wie gefährlich ist der sonderbare Freistaat im Osten? Und was, zur gefrierenden Hölle, ist los in den Herzen und Köpfen dieser Sachsen? Ein Erfahrungs- und Lebensbericht.

Von Cornelius Pollmer

SZ PlusLiteratur
:Wort halten

Volker Braun war immer ein sperriger und auf seine Art unbestechlicher Schriftsteller. Kein Mann der Kompromisse, nicht in der DDR, nicht heute. Eine Geschichte über Sprache, die einem so zufliegt.

Von Hilmar Klute

SZ PlusKurt Biedenkopf
:Abschied von "König Kurt"

"Das schaffen nur die Sachsen" war einer seiner Lieblingssätze. Die Sachsen dankten es ihrem Ministerpräsidenten mit Wahlergebnissen, von denen Politiker heute nur träumen können. Nun ist Kurt Biedenkopf gestorben.

Von Jens Schneider

SZ PlusFlucht aus der DDR
:Der Mann, der durch die Ostsee schwamm

Peter Döbler hatte genug von der DDR, also stieg er 1971 ins Wasser und schwamm und schwamm - fast 50 Kilometer in den Westen. Über einen, der auch heute noch weiß: Wer frei sein will, muss alles riskieren.

Von Peter Burghardt

Opernuraufführung
:Hoffentlich gibt es kein Jenseits

Wie war das in Berlin vor der Wende? Der Komponist Gerd Kühr erinnert sich wehmütig in seiner neuen, in Leipzig uraufgeführten Oper "Paradiese" an ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte.

Von Julia Spinola

Zukunftszentrum für Deutsche Einheit
:Mission Versöhnung zwischen Ost und West

Viele Ostdeutsche fühlen sich bis heute im vereinigten Deutschland nicht angekommen. Die Bundesregierung will nun ihre Erfahrungen würdigen - und plant dafür eine Art kreatives Museum, Begegnungsstätte und wissenschaftlichen Knotenpunkt.

Von Constanze von Bullion

Deutsche Einheit
:Wie lässt sich der Prozess der Wiedervereinigung weiter vorantreiben?

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke sieht die ostdeutschen Länder auf einem guten Weg. Äußerungen des Ostbeauftragten Wanderwitz über Demokratieverdrossenheit der Region weist Merkel zurück.

Von Juri Auel

Grafinger Posse
:Die Mauer wird abgerissen

Grafings Stadtrat einigt sich auf die Entfernung der umstrittenen Einheits-Stele der CSU. Nur einer stimmt dagegen.

Von Barbara Mooser

Grafing
:Immer mehr Stimmen gegen das Mauer-Denkmal

Die Mehrheit eines Mauer-Arbeitskreises will die Stele zurückbauen. Der CSU-Abgeordnete Andreas Lenz unterstützt das Umdenken.

Von Thorsten Rienth

Deutsche Einheit
:Mit weniger Macht

Ostdeutsche schaffen es in Deutschland deutlich seltener in Spitzenpositionen. In ihrem Armuts- und Reichtumsbericht warnt die Bundesregierung sogar vor der Gefahr der Ausgrenzung.

Von Thomas Öchsner

Russland
:Der Mann mit dem freien Blick

Michail Gorbatschow, der heute 90 wird, hat als Präsident der Sowjetunion reale und geistige Mauern eingerissen. Seine Politik der Annäherung von Ost und West hat die Welt verändert, doch nun erlebt er eine Ära der Rückschritte.

Von Frank Nienhuysen

Grafing
:Bürgermeister will Beratung über Mauer-Antrag verhindern

Christian Bauer von der CSU will dem Anliegen des Mehrheits-Bündnisses nicht stattgeben. Im neuen Grafinger Stadtrat bahnt sich der erste große Streit an.

Von Thorsten Rienth

Grafing
:Die Mauer soll abgerissen werden

Im Grafinger Stadtrat steht eine Mehrheit für die Entfernung des umstrittenen Denkmals. Für die Entscheidung gibt es womöglich bereits einen Termin.

Von Thorsten Rienth

MeinungUmstrittene Grafinger Mauer
:Auf der Mau, auf der Lau, sitzt ne kleine Wan

Unser Leser parodiert ein Kinderlied und drückt damit seine Gemütslage zum umstrittenen Grafinger Mauer-Denkmal aus.

Gastbeitrag von Paul Bross

SZ PlusSZ MagazinLeben und Gesellschaft
:»Wir waren mehr als ein Archiv«

Im kommenden Jahr endet die ­Geschichte der Stasi-Unterlagen-Behörde. Mit ihr ­verbindet man die ­Namen ihrer Leiter: Gauck, Birthler, Jahn. Aber niemand war so lange dabei wie Regina Schild, die ­Hüterin über die Leipziger Akten.

Interview: Patrick Bauer

Posse
:"Die Partei" will Grafinger Mauerdenkmal verlängern

So könne "eine gemeinsame kommunalpolitische Linie entstehen. Öffentliche Plätze in Grafing zuzubetonieren hat ja Tradition."

Von Thorsten Rienth

Deutsche Einheit
:Das Leben der jeweils anderen

Eine Regierungskommission sollte die Feiern zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung vorbereiten. Dann kam Corona. Statt eines Fests gibt es nun 50 Ideen, wie sich das emotionale Zusammenwachsen von Ost und West befördern ließe.

Von Cerstin Gammelin

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