Der Gynäkologe Horst Theissen musste sich in Memmingen wegen unerlaubter Schwangerschaftsabbrüche in 156 Fällen verantworten.
Abtreibung

Der letzte Hexenprozess

Vor 25 Jahren wurde der Memminger Arzt Horst Theissen wegen illegaler Schwangerschaftsabbrüche und Steuerhinterziehung verurteilt. Den Beteiligten hängt der Prozess bis heute nach.

Von Christian Rost

00:54

Schnee, Schnee, Schnee - kräftiger Wintereinbruch in Bayern

Die Weihnachtsferien gehen winterlich zu Ende: Am Wochenende dürfte im Freistaat dichter Verkehr mit ebenso dichtem Schneetreiben einhergehen.

Abtreibung

Die Frauen werden alleingelassen

Den Kompromiss, den die große Koalition zum Werbeverbot für Abtreibungen erzielt hat, halten Leserinnen für einen ganz faulen. Eine Leserin wundert, dass dabei auch Frauen mitmachen.

Prozess gegen Ärztin
Kompromiss zum §219a

"Die SPD-Frauen können dem niemals zustimmen"

Maria Noichl spricht für die Frauen in der SPD, den Kompromiss zum Paragraphen 219a lehnt sie ab und empfiehlt das auch ihrer Partei. Der Kompromiss transportiere rechtspopulistisches Denken.

Interview von Lars Langenau

Beginn Berufungsprozess gegen Gießener Ärztin
Leserdiskussion

Paragraf 219a: Ist der Kompromiss der großen Koalition befriedigend?

Das Werbeverbot für Abtreibungen soll prinzipiell bestehen bleiben, jedoch ergänzt werden, um Ärzten Rechtssicherheit zu garantieren. Darauf hat sich die große Koalition in Berlin geeinigt. Kritiker halten den Vorschlag für unausgegoren.

Theresa May
SZ Espresso

Der Morgen kompakt - die Übersicht für Eilige

Was wichtig ist und wird.

Von Philipp Saul

Streit um Paragraf 219a

Ärztinnen lehnen Kompromiss zu Werbeverbot ab

Die große Koalition will das umstrittene Werbeverbot für Abtreibungen beibehalten, den Gesetzestext aber ergänzen. Kristina Hänel und weitere Ärztinnen bezeichnen den Vorschlag als "Nullnummer".

Gesundheitspolitik

Werbung für Abtreibung soll verboten bleiben - § 219a wird ergänzt

Die zuständigen Minister der großen Koalition einigen sich auf eine Novelle des umstrittenen Paragrafen. Ärzte sollen ein Recht zur Information erhalten. Näheres wird im Januar geregelt.

Von Kristiana Ludwig, Berlin

Auf den Punkt Teaserbild
SZ-Podcast "Auf den Punkt"

§219a: Die festgefahrene Debatte

Die Koalition steht wegen des Verbots der "Werbung" für Schwangerschaftsabbrüche auf dem Spiel. Dabei könnte der Streit unter Fachpolitikern geregelt werden, ganz ohne großes Tamtam.

Prozess gegen Ärztin
Streit um Paragraf 219a

Eine Frage des Gewissens

Soll das umstrittene Informationsverbot für Abtreibungen bleiben? Manche Abgeordnete der SPD fordern eine Abstimmung ohne Koalitionsdisziplin. Das aber könnte das Bündnis mit der Union sprengen.

Von Kristiana Ludwig und Mike Szymanski, Berlin

Papaya Abtreibung
jetzt
Schwangerschaftsabbrüche

Junge Ärzte üben Abtreibungen an Papayas

Im Medizinstudium kommen Schwangerschaftsabbrüche häufig so gut wie gar nicht vor - ein Problem mit gefährlichen Folgen. Deshalb bieten Gynäkologinnen an der Charité freiwillige Kurse an.

Von Johanna Roth

Prozess gegen Ärztin
Aufhebung des Fraktionszwangs bei § 219a

Die Gewissensentscheidung darf nicht zur Exit-Strategie werden

Die Frage nach der Reform des Paragrafen 219a ist rein analytisch einfach zu beantworten. Ein merkelhaftes Unwohlsein darf hier keine Kategorie sein.

Ein Contra von Lara Fritzsche

Prozess gegen Ärztin
Pro: Aufhebung des Fraktionszwangs bei § 219a

Das Gewissen ist nicht generalisierbar

Alle Fragen zum Schutz des menschlichen Lebens sind Gewissensentscheidungen. Der Fraktionszwang zur Reform des Paragrafen 219a gehört aufgehoben.

Ein Pro von Heribert Prantl

Armut

Landkreis Starnberg zahlt Sozialhilfeempfängern die Verhütung

Bedürftige Frauen können sich die Pille bislang oft nicht leisten. Die Kassen übernehmen die Kosten nicht, die für Abtreibungen dagegen schon.

Von David Costanzo und Christian Deussing

Aufbruch in die Freiheit; ZDF Film Aufbruch in die Freiheit Abtreibung Stern
Fernsehfilm

Der Paragraf, der auf die Straße treibt

Der legendäre "Wir haben abgetrieben"-Titel des "Stern" vom Juni 1971 hat einen ZDF-Film inspiriert. Die Heldin Erika wird - wie viele Frauen damals - von der angepassten Ehefrau zur Aktivistin.

Von Silke Burmester

Abtreibungen

In der Grauzone

Die Bundesregierung muss dringend einen Kompromiss beim Paragrafen 219a finden, der das Werbeverbot regelt. Andernfalls gibt es bald keine Abtreibungsärzte mehr in Deutschland - und viele Frauen, die ungewollt schwanger sind, werden wieder ins Ausland fahren.

Von Michaela Schwinn

Die Ärztin Kristina Hänel in Gießen
Berufungsprozess in Gießen

Ärztin darf weiter nicht über Abtreibung informieren

Das Landgericht hat in einem zweiten Urteil die Geldstrafe für die Ärztin Kristina Hänel wegen Werbung für Abtreibung bestätigt. Ihr Anwalt hatte gefordert, eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts einzuholen.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD)
Berufungsprozess in Gießen

Justizministerin Barley will Paragraf 219a neu regeln

Weil sie auf ihrer Praxis-Homepage über Schwangerschaftsabbrüche informierte, steht die Ärztin Kristina Hänel heute in Gießen zum zweiten Mal vor Gericht. Indirekte Unterstützung erhält sie vorab von der Bundesjustizministerin.

Katholische Kirche

Papst Franziskus verhöhnt sich selbst

Sein Auftragsmord-Vergleich beim Thema Schwangerschaftsabbruch passt nicht zum Appell des Papstes für mehr Barmherzigkeit. Mit solchen unbedachten Äußerungen macht er sich angreifbar und unglaubwürdig.

Kommentar von Matthias Drobinski

Papst Franziskus 2018 im Vatikan
Katholische Kirche

Papst vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord

"Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen", sagte Papst Franziskus bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz.

Legalisierung von Abtreibungen

Argentiniens Senat stoppt die grüne Welle

Schwangerschaftsabbrüche bleiben in Argentinien Straftaten - für Ärzte und Frauen. Das Land ist gespalten.

Von Boris Herrmann, Rio de Janeiro

Abtreibung Polen
jetzt
Schwangerschaftsabbruch

Eine Organisation hilft Polinnen, in Berlin abzutreiben

In Polen gilt eines der strengsten Abtreibungsgesetzte der europäischen Union. Die Organisation "Ciocia Basia" sucht für Betroffene einen Ausweg.

Interview von Katja Neitemeier

jetzt dilek
jetzt
Paragraf 219a

"Frauen und Ärzte haben Angst vor einer Kriminalisierung"

Die Berliner Senatorin Dilek Kolat will den umstrittenen Paragrafen 219a abschaffen - und veröffentlichte mit ihrer Behörde jetzt selbst eine Liste aller Ärzte, die in der Stadt Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

Interview von Quentin Lichtblau

Pro-choice Activist Group ROSA Distribute Illegal Abortion Pills From Touring Bus
Abtreibungsrecht

Jetzt protestiert Nordirland

Nach dem Referendum in Irland fordern nun auch Bürger im Norden der Insel eine Änderung des Abtreibungsrechts. Von der selbsterklärten Feministin Theresa May dürfen sie derzeit jedoch keine Hilfe erwarten.

Von Cathrin Kahlweit, London

South Korean President Moon Jae-in bids fairwell to North Korean leader Kim Jong Un as he leaves after their summit at the truce village of Panmunjom
SZ Espresso

Nachrichten kompakt - die Übersicht für Eilige

Was dieses Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat: Verwirrspiel um Nordkorea-Gipfel, Irland kippt Abtreibungsverbot, AfD-Demo in Berlin.

Von Jana Anzlinger