bedeckt München 11°
vgwortpixel

Alle Gemeinden, alle Kandidaten:Countdown zur Kommunalwahl im Landkreis Freising

Bundestagswahlkreise und ihre Kandidaten in Sachsen-Anhalt

Am 15. März ist Kommunalwahl. Die Freisinger SZ erfasst und analysiert in einer Serie die Situation in den einzelnen Kommunen.

(Foto: dpa)

Freising - Noch ist über die Zulässigkeit der für die Kommunalwahl 2020 eingereichten Wahlvorschläge nicht endgültig entschieden. Trotzdem dürfte bereits weitgehend feststehen, wer am 15. März in den 24 Städten und Gemeinden im Landkreis Freising zur Wahl steht. Die Freisinger SZ erfasst und analysiert in einer Serie die Situation in den einzelnen Kommunen. Eine Zusammenfassung mit jeweils weiterführenden Links findet sich hier. Sie wird in den kommenden Tagen ergänzt und fortgeschrieben, so dass am Ende - rechtzeitig vor dem Urnengang - jede Wählerin und jeder Wähler im Landkreis die Informationen über den eigenen Wohnort hier finden kann.

In insgesamt vier kleineren Gemeinden ist bereits klar, wer der nächste Bürgermeister beziehungsweise die Bürgermeisterin sein wird, denn in Kirchdorf, Mauern und Fahrenzhausen gibt es jeweils nur einen Bewerber um dieses Amt. In Wolfersdorf ist es eine einzige Bewerberin: Mit Anita Wölfe möchte erstmals eine Frau in Zukunft die Geschicke der kleinen Gemeinde lenken. Sie wurde von der Wählergemeinschaft Wolfersdorf nominiert.

Die meisten, nämlich jeweils acht Kandidaten bewerben sich jeweils in Freising und in Moosburg um den Posten des Stadtoberhaupts, in Moosburg gehört Bürgermeisterin Anita Meinelt zu den insgesamt elf Amtsinhabern, die am 15. März nicht noch einmal zur Wahl antreten werden.

Moosburg

In der Stadt Moosburg hat die CSU Georg Hadersdorfer nominiert, die Freien Wähler schicken den bisherigen Zweiten Bürgermeister Josef Dollinger ins Rennen, für die Grünen kandidiert Michael Stanglmaier. Mit ihnen buhlen Gunnar Marcus (SPD), Jörg Kästl (ÖDP), Stefan John (Linke) und Philipp Fincke (FDP) um die Gunst der Wähler. Erstmals tritt mit Gerhard-Michael Welter auch ein Kandidat der AfD zur Bürgermeisterwahl an. Alle Kandidaten haben auch eine Stadtratsliste im Hintergrund, eine neunte ist mit der jungen Liste "Fresh" noch dazugekommen. Seit kurzem ist klar, dass deren Protagonisten die nötige Zahl an Unterschriften zusammenbekommen haben.

Moosburg an der Isar, 2018

Tritt bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr an: Die Moosburger Bürgermeisterin Anita Meinelt (CSU).

(Foto: Sebastian Gabriel)

Freising

In der großen Kreisstadt Freising nimmt Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher für die Wählervereinigung Freisinger Mitte (FSM) Anlauf für seine erste Wiederwahl. Seine Konkurrentinnen und Konkurrenten sind Susanne Günther (Grüne), Peter Warlimont (SPD), Jürgen Mieskes (CSU), Jens Barschdorf (FDP), Ulrich Vogl (ÖDP) und mit Richard Paukner ebenfalls erstmals ein AfD-Mann. Sophie Hess darf für die Satirepartei "Die Partei" nicht in den Ring steigen, sie hat nicht die nötige Zahl von Unterstützer-Unterschriften zusammengebracht. Auch in Freising gibt es zu jedem Kandidaten eine entsprechende Liste, hinzu kommen dann noch die Freien Wähler, die auf einen eigenen Bewerber verzichtet haben.

Neufahrn

In Neufahrn, der zweitgrößten Kommune des Landkreises Freising, wird die endgültige Zahl der Anwärter auf den Sessel des Bürgermeisters erst am Montag feststehen. Der parteilose Bewerber Marc Bosch wirbt noch um die nötigen Unterstützerunterschriften. Antreten wird er dann gegen den Amtsinhaber Franz Heilmeier (Grüne), Felix Bergauer (ÖDP), Maximilian Heumann (SPD), Norbert Manhart (FW) und Ozan Iyibas, der für die CSU als erster Bewerber muslimischen Glaubens zum Bürgermeisterkandidaten gewählt worden ist. Listen stellen in Neufahrn zusätzlich noch die "Bürger für Neufahrn", die FDP, die Linke und die AfD.

Eching

Der Bürgermeisterkandidat, der von den meisten Parteien und Gruppierungen unterstützt wird, stellt sich mit Sebastian Thaler in Eching zur Wahl. Er wurde von SPD, Grünen, ÖDP, der Gruppierung "Bürger für Eching" und der "Echinger Mitte" gemeinsam nominiert. Dass der Bürgermeister in Eching überhaupt wieder gemeinsam mit dem Gemeinderat gewählt wird, ist ebenfalls Thaler zu verdanken. Er hatte freiwillig seine Amtszeit verkürzt, um das zu ermöglichen. Seine Gegenkandidaten sind Nora Kusch (CSU) und Thomas Stüwe (FW), alle genannten Gruppierungen haben für die Gemeinderatswahl auch eigene Listen aufgestellt.

Sebastian Thaler, 2019

Eine besondere Situation gab es in Eching: Der Bürgermeister wird nur deshalb wieder gemeinsam mit dem Gemeinderat gewählt, weil Sebastian Thaler seine Amtszeit freiwillig vekürzt hatte.

(Foto: Marco Einfeldt)

Hallbergmoos

In Hallbergmoos muss Amtsinhaber Harald Reents (CSU) nicht nur gegen seinen guten Freund Thomas Henning von den Freien Wählern antreten, mit Sabina Brosch von den Grünen hat in der Flughafengemeinde auch eine der wenigen Frauen im Landkreis als Bürgermeisterkandidatin ihren Hut in den Ring geworfen. Alle drei werden von entsprechenden Listen unterstützt, die SPD und die Wählergemeinschaft Einigkeit Goldach-Hallbergmoos treten zwar mit Listen, aber ohne eigene Bürgermeisterkandidaten zur Wahl an.

Allershausen

Einen neuen Bürgermeister wird es auf jeden Fall in Allershausen geben, nachdem Rupert Popp (FW) sich nicht mehr zur Wahl stellt. Parteifreie Wähler, CSU und SPD ziehen nicht nur mit Listen, sondern auch jeweils mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten in den Wahlkampf, namentlich Martin Vaas, Marcus Klose und Thorsten Klenke.

Politik in Bayern Welche Bürgermeister nicht mehr antreten
Kommunalwahl 2020

Welche Bürgermeister nicht mehr antreten

Viele Bürgermeister treten bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr nicht mehr an, um ihr Amt zu verteidigen. Sie gehen in den Ruhestand. Spannend wird deshalb im März in den folgenden Gemeinden, wer als Chef ins Rathaus einzieht.   Von Nadja Tausche und Alexandra Vettori

Attenkirchen

In Attenkirchen will es Bürgermeister Martin Bormann mit seiner Bürgernahen Gruppe noch einmal wissen. Konkurrenz bekommt er von Mathias Kern, der mit der neuen Wählergruppierung "Wir" antritt, und von Walter Schlott, der von der ebenfalls neue Grünen offenen Liste (GoL) nominiert wurde. Ohne Bürgermeisterkandidaten zieht dagegen die Unabhängige Wählergemeinschaft UWG in den Attenkirchener Kommunalwahlkampf.

Au

Vor einer Zäsur steht mit der Wahl 2020 die Gemeinde Au, deren Geschicke 24 Jahre lang von Bürgermeister Karl Ecker (FWG) gelenkt worden waren. Er steht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, drei Kandidaten stehen bereit, die Nachfolge Eckers anzutreten: Barbara Prügl von der Grünen offenen Liste (GoL), der amtierende Zweite Bürgermeister Hans Sailer von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) und Michael Hillebrand (CSU/PfW), der in den vergangenen Jahren politisch nicht in Erscheinung getreten ist. Sie alle werden von entsprechenden Listen unterstützt.

In Fahrenzhausen ist quasi schon jetzt klar, wer der nächste Bürgermeister wird: Heinrich Stadlbauer ist der einzige Kandidat.

(Foto: Marco Einfeldt)

Fahrenzhausen

In Fahrenzhausen steht einzig Bürgermeister Heinrich Stadlbauer als Bürgermeisterkandidat zur Wahl, für den Gemeinderat kandidieren mit CSU, FWE und FDP außerdem drei Listen.

Gammelsdorf

In Gammelsdorf nimmt Bürgermeister Paul Bauer nach 24 Jahren den Hut - aus Altersgründen, wie der 67-Jährige sagt. Ihn wollen Raimunda Menzel für die Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜWG) und Uwe Penner für die Bürgernahe Gruppe Gammelsdorf (BGG) mit ihren jeweiligen Listen beerben. Immerhin ein Drittel der bisherigen Gemeinderäte kandidiert am 15. März nicht mehr.

Haag

Der Haager Bürgermeister Anton Geier der mitsamt seiner Liste "Unabhängige Bürger" ebenfalls wieder gewählt werden möchte, bekommt im März erstmals einen Gegenkandidaten. Hatte die Liste "Pro Haag" in den vergangenen Jahren stets mit Geier an einem Strang gezogen, wurde sie nun von einer offenen Liste der CSU abgelöst, die mit Benedikt Flexeder auch einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.

Hörgertshausen

Eine spannendere Konstellation finden dagegen die Wähler in Hörgertshausen vor. Hier kandidiert der Amtsinhaber Michael Hobmaier für die Freien Wähler gegen seinen bisherigen Stellvertreter Gregor Wild, der bei der Nominierung der Freien Wähler zwar Hobmaier unterlegen war, das Amt nun aber für die CSU erobern möchte.

Hohenkammer

Drei Bewerber wollen in Hohenkammer die Arbeit des scheidenden Bürgermeisters Johann Stegmair fortsetzen. Außer Franz Josef Müller (CSU) treten hier mit Marina Brandstetter (Bürgervereinigung Hohenkammer) und Susanne Hartmann (FDP) sogar gleich zwei Frauen zur Wahl an. Neben den Listen der drei Kandidaten will auch die SPD über eine Liste wieder in den Gemeinderat gewählt werden.

Kirchdorf

In Kirchdorf ist die Wiederwahl von Uwe Gerlsbeck quasi gesichert. Er wurde nominiert von einer offenen CSU-Liste, die sich "CSU-Freie Wähler" nennt, jedoch mit der landkreisweiten politischen Gruppierung der "Freien Wähler" nichts zu tun hat. Um die Sitze im Gemeinderat bewerben sich außerdem die "Freie Wählergemeinschaft Kirchdorf" (FWG) und fünf Kandidaten auf einer Liste der Grünen.

Kranzberg

Einen Gegenkandidaten hat der amtierende Bürgermeister von Kranzberg, Hermann Hammerl (FWG) bei dieser Wahl. Für die SPD will ihm Anton Hierhager sein Amt streitig machen. Um den Einzug in den Gemeinderat bewerben sich außerdem Kandidaten der CSU und der Kranzberger Gemeindeliste (KGL).

Politik in Bayern Fragen und Antworten zur Kommunalwahl 2020
Gemeinderäte wachsen

Fragen und Antworten zur Kommunalwahl 2020

Bereits jetzt steht fest, dass es bei den Kommunalwahlen im März in Fahrenzhausen, Hallbergmoos, Kirchdorf, Mauern und Neufahrn in den Gremien mehr Sitze zu verteilen gibt als im Jahr 2014.   Von Laura Dahmer

Langenbach

Zwei Kandidaten stellen sich in Langenbach zur Wahl. Neben Bürgermeisterin Susanne Hoyer, die von den Freien Wählern erneut nominiert wurde, ist das Thomas Holst (CSU). Listen haben außerdem die UWL, Grüne und SPD in Langenbach aufgestellt.

Marzling

Einen Wechsel wird es an der Spitze der Gemeinde Marzling geben, weil Bürgermeister Dieter Werner nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht. Seine Nachfolge würden gerne Thomas Sellmeir (SPD), Martin Ernst (CSU +FW) sowie Siegfried Kleidorfer (Parteifreie Bürger Marzling) antreten. Sie alle können sich auch auf Gemeinderatslisten stützen, hier kommt erstmals außerdem noch Konkurrenz von den Grünen hinzu.

Mauern

Nicht besonders spannend dürfte die Wahl wiederum in Mauern verlaufen. Bürgermeister Georg Krojer ist hier der einzige Kandidat. Die Liste seiner Freien Wähler bekommt einzig von der CSU Konkurrenz.

Nandlstadt

Eine Ära geht in der Gemeinde Nandlstadt zu Ende. Der langjährige Bürgermeister Jakob Hartl zieht sich zurück, kandidiert zwar noch auf dem letzten Platz der Bürgerliste, Bürgermeister aber wollen statt seiner Franz Mayer (CSU), Jens-Uwe Klein (IGN) und Gerhard Betz (UWN) werden. Für den Nandlstädter Gemeinderat bewerben sich eine offene Liste der CSU, die Bürgerliste Nandlstadt, die Unabhängigen Wähler Nandlstadt und eine Grüne offene Liste.

Paunzhausen

In Paunzhausen bekommt der amtierende Bürgermeister Johann Daniel (FW) Konkurrenz von Philipp Stadler (CSU), neben diesen beiden Gruppierungen will auch die Bürgerliste Sitze im Gemeinderat erobern.

Rudelzhausen

An einen neuen Namen werden sich die Bürger in Rudelzhausen gewöhnen müssen, wenn sie künftig von ihrem Bürgermeister sprechen. Denn Konrad Schickaneder (CSU) tritt nicht mehr an, seine Arbeit fortsetzen wollen Robert Forster (CSU), Michael Krumbucher (FW) und Wieland Scheer (Bürgerliste), für den Gemeinderat kommt noch eine Liste der Engagierten Bürger (EB) hinzu.

Wang

In Wang hört mit Hans Eichinger einer der letzten ehrenamtlichen Bürgermeister im Landkreis Freising auf. Vier Listen schicken einen Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge: Markus Stöber (FW Wang), Herbert Mayerthaler (FW Volkmannsdorferau), Josef Schwaiger (FW Inzkofen) und Peter Költz (CSU).

Zolling

In Zolling nimmt Bürgermeister Max Riegler seinen Hut. Die Überparteiliche Wählergemeinschaft, die Unabhängige Bürger Zolling und die CSU haben nicht nur Listen für den nächsten Gemeinderat aufgestellt sondern wollen mit Georg Völkl (ÜWZ), Helmut Priller (UBZ) und Markus Staudt (CSU) auch gerne den Nachfolger stellen.

© sz.de
Politik in Bayern Kreistag und Landrat: Wie gewählt wird und wer kandidieren darf

Kommunalwahl

Kreistag und Landrat: Wie gewählt wird und wer kandidieren darf

Der Landkreis Freising hat das Maximum an 70 Kreisräten im Kreistag ausgeschöpft. In diesen kann jeder gewählt werden, den eine politische Gruppierung vorschlägt und der seit drei Monaten im Wahlkreis wohnt.   Von Nadja Tausche

Zur SZ-Startseite