Die Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Union und Europäischer Zentralbank will Griechenland zum Handeln zwingen. Sie verlangt von der Regierung verbindliche Zusagen für Reformen. Andernfalls könnten das zweite Hilfspaket der Euro-Länder und der Schuldenerlass kippen. Auch wenn sich die Parteichefs in der Nacht auf wichtige Punkte geeinigt haben - ein konkreter Beschluss steht noch aus.
Von
Cerstin Gammelin und Christiane Schlötzer
Wäre er doch nur kein echter Unternehmer: Warum auf Facebook-Gründer Zuckerberg mit etwa 1,5 MIlliarden Dollar die größte Steuerforderung der US-Geschichte zukommt - und seine Firma nichts zahlen muss.
Von
Nikolaus Piper
Der europaweite Frost lässt den Bedarf an Gas sprunghaft steigen und stellt den Energiekonzern Gazprom vor ernste Probleme. Ende vergangener Woche kam in Deutschland ein Drittel weniger Gas aus Russland an als gewöhnlich. Die Engpässe spüren die Deutschen nicht - noch nicht.
Von
Silvia Liebrich und Hans-Willy Bein
Radikaler Sparkurs bei RWE: Um 1,5 Milliarden Euro will der Energiekonzern seine Kosten in den kommenden Jahren senken. Jetzt wird bekannt: Der künftige Konzernchef Peter Terium will noch eine weitere Milliarde einsparen. Welche Folgen das für die Arbeitsplätze hat, ist noch unklar.
Europas Politiker und Vertreter der Banken ringen mit der griechischen Regierung um einen Schuldenschnitt und neue Finanzhilfen. Bis zum Abend will das Krisenland Ergebnisse vorweisen können. Denn die Geldgeber verlieren die Geduld. Ihre Kritik an schleppenden Reformen in Griechenland wird immer schärfer, die Rettungs-Vorschläge immer kreativer.
Der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, arbeitet nun als freier Berater für die Deutsche Bank. Er soll globe Sicherheitsrisiken abschätzen.
Düstere Aussichten für Griechenland: Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, fordert weitere Anstrengungen von Athen und droht damit, die EU-Hilfen einzustellen. Auch eine Insolvenz des Euro-Landes schließt er nicht mehr aus. Sie könnte schon im März eintreten.
Die chinesische Unternehmerin Wu Ying hat Kunden und Geschäftspartner um Millionen betrogen, das gibt sie selbst zu. Sie war kooperativ und hat die Namen anderer Schurken genannt - trotzdem wurde sie nun zum Tode verurteilt. Kritiker sagen: Wu muss sterben, damit Mittäter in der Partei geschützt werden.
Von
Marcel Grzanna
Es war 1968 in Japan: Jemand erbeutete 300 Millionen Yen und wurde nie gefasst. Bis heute rätselt das Land über den Raub. Der japanische Staat investierte Millionenin die Aufklärung - vergebens. 1988 verjährte die Tat, vergessen ist sie nicht: Verfilmungen, Mangas und ein Theaterstück erinnern an den legendären Raub.
Von
Christoph Neidhart, Tokio
Die Werbepausen des amerikanischen Football-Finales sind die begehrtesten Werbeplätze des Jahres. Ein 30-Sekunden-Spot kostet 3,5 Millionen Dollar, viele werden Kult. Die Filmchen sind eigens aufwändig produziert - und Ausschnitte platzieren die Unternehmen schon vorher auf Youtube.
Eine Vorschau von
Christoph Giesen
Exklusiv
Italiens Premier Monti will mit einer Arbeitsmarktreform das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen und sieht im SZ-Gespräch dem kommenden Finanzmarkt-Test "relativ gelassen" entgegen. Ganz anders sieht die Lage in Griechenland aus: Regierungschef Papadimos droht in Athen indirekt mit seinem Rücktritt, um die nötigen Sparmaßnahmen durchzusetzen.
Von
Andrea Bachstein, Stefan Kornelius und Christiane Schlötzer
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft droht ihrem bayerischen Amtskollegen Seehofer mit dem Ende aller Länderausgleichsvereinbarungen. "Solidarität ist keine Einbahnstraße", sagt die SPD-Politikerin in Richtung München.
Das kommt überraschend: Die Arbeitslosenquote in den USA rutscht im Januar auf den tiefsten Stand seit drei Jahren und die Hoffnung auf einen Aufschwung wächst. Der Dax macht einen gewaltigen Satz nach oben - und es stellt sich die Frage: Ändert die US-Notenbank doch eher als gedacht ihren Kurs?
Unternehmen und Staaten zittern vor den Ratingagenturen und ihren Urteilen. Thierry Philipponnat von der Lobbygruppe Finance Watch sagt: Das ganze System hat Angst vor seiner eigenen Inkompetenz. Er plant eine Revolution. Ein Gespräch über das Ende der Buchstaben-Bewertungen und warum wir mehr Langeweile brauchen.
Interview:
Jannis Brühl
Eigentlich hatte der japanische Elektronikkonzern Gewinne erwartet - und nun das: Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Panasonic ein Minus von fast acht Milliarden Euro. Schuld sind das kriselnde TV-Geschäft und teure Umstrukturierungen im Konzern.
Na, welchen Blond-Faktor haben Sie? Mit einer Talkshow, in der es um diese Frage ging, gelang Barbara Schöneberger der Durchbruch. Heute moderiert, singt und schauspielert sie. Ein Gespräch über peinliche Momente in einer einsamen Jugend, getrennte Bankkonten in der Ehe und einen Ausrutscher, der ihr 9000 Euro an einem Abend brachte.
Somaly Mam und Sina waren Sexsklavinnen. Heute kämpfen die Frauen gegen Zwangsprostitution und retten Tausende Mädchen. Doch ihre eigenen Erinnerungen quälen sie weiterhin: Aus dem Kinderbordell floh Somaly erst, als ihre Freundin erschossen wurde.
Henry Hübchen zählte schon in der DDR zu den bekanntesten Schauspielern und reüssierte auch nach der Wende. Er findet, dass man über Geld, Krankheiten und Kommunismus nicht redet - tut es aber doch. Ein Gespräch über Lebensziele, seine Entscheidungsschwäche und die Frage, ob er ein Playboy ist.
Der Wiener Kabarettist Alfred Dorfer nimmt gerne Männer in der Midlife-Crisis aufs Korn. Dabei steckte er selbst lange in einer: Er trank, zog zeitweise nach Rom und schrieb eine Doktorarbeit. Ein Gespräch über seine Kindheit in einer Sozialsiedlung, versoffene Fußballtrainer und die abendliche Gage.
Der Dramatiker Franz Xaver Kroetz war schon früh sehr erfolgreich - und sehr links. Erst trat er in die DKP ein, dann fuhr er mit seinem Mercedes zu den Parteitagen. Er spielte Baby Schimmerlos in Kir Royal und wurde noch populärer. Ein Gespräch über Geld, Aufmerksamkeit und Porno-Drehbücher.