Besessen hetzte Richard Wagner gegen Juden. Mit einem frühen Pamphlet avancierte der Komponist, der heute vor 200 Jahren zur Welt kam, zum Vorreiter des modernen Antisemitismus. Privat pflegte Wagner Freundschaften zu Juden - in einer für ihn typischen konsequenten Inkonsequenz.
Von Oliver Das Guptamehr...
Vor einem Jahr erklärten Kölner Richter die rituelle Beschneidung von Jungen zur Straftat, im Dezember erließ der Bundestag ein Gesetz, das den Eingriff legalisiert. Doch ein Papier europäischer Kinderärzte und neue Anzeigen gegen einen jüdischen Beschneider heizen die Debatte wieder an.
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
Der Jüdische Weltkongress tagt erstmals in einem osteuropäischen Land. Der Besuch in Ungarn ist "Zeichen der Solidarität" mit den dortigen Juden. Premier Viktor Orbán steht in der Kritik, er unternehme zu wenig gegen den grassierenden Antisemitismus im Land.
Von Cathrin Kahlweit, Wienmehr...
In der Zeit von 1945 bis 1951 lebten mehr als 500 geflüchtete Juden in Erding und Umgebung. Hans Niedermayer erzählt in seinem Vortrag von Leben und Leiden der neuen Mitbewohner.
Von Alisa Schmitzmehr...
In Israel gibt es neue Geldscheine. Um Streit zu vermeiden, hatten die Zentralbanker diesmal keine Politiker auf die Noten gedruckt, sondern vermeintlich unverfängliche Dichter - und reißen einen alten innerjüdischen Graben auf.
Von Peter Münchmehr...
Hohe Vertreter französischer Muslime und Juden sind sich einig: Die Schandtat eines Einzelnen dürfe die Beziehung zwischen den Religionen nicht belasten. Ohnehin lehnt die Mehrzahl der Muslime in Frankreich den gewalttätigen Fundamentalismus ab. Nur Träumer können allerdings ignorieren, welche Probleme in den Vorstädten mit den afrikanischen Einwanderern herrschen.
Von Rudolph Chimellimehr...
Meinung
"Wollt ihr uns Juden noch?". Die Frage von Charlotte Knobloch ist erschreckend. Die Antwort des Staates ist eindeutig: An der Ernsthaftigkeit, dem jüdischen Glauben volle Entfaltung zu geben, gibt es keinerlei Zweifel.
Ein Gastbeitrag von Norbert Lammertmehr...
Am Obersalzberg, dem symbolträchtigen Schauplatz der Nazi-Diktatur, konvertieren Männer und Frauen zum Judentum. Wen will der US-Rabbi provozieren?
Von Heiner Effernmehr...
Diese Berliner Ausstellung bringt ihre Besucher zum Reden, weil sie vom Pfad der Belehrung abweicht. In "Die ganze Wahrheit - Was Sie schon immer über Juden wissen wollten" antworten jüdische Mitbürger auch auf Fragen zur Vorhaut oder zu erlaubten Holocaust-Witzen. Ist das zu frech?
Von Thorsten Schmitz, Berlinmehr...
Die Lukaskirche lädt Imam Idriz zu einer Kanzelpredigt ein und wird deswegen bedroht. Islamfeindliche Gruppierungen und Rechtsradikale protestieren gegen das Rederecht des Penzberger Imams.
Von Christian Krügel und Susi Wimmermehr...
Ihre Geschichte ist auch die einer höchst gelungenen Integration: Alina Treiger ist die erste Frau, die nach dem Holocaust in Deutschland zur Rabbinerin ausgebildet wurde und nun hier ihre Ordination erhält.
Ein Porträt von Renate Meinhofmehr...
Zwei Entwürfe zur religiösen Beschneidung minderjähriger Jungen standen heute zur Entscheidung im Bundestag. Das Thema polarisiert: Kritikern wird unterstellt, sie seien islamophobe Antisemiten, Befürworter fühlen sich in ihrer Religionsausübung beschränkt. Ein Fakten-Check zu den wichtigsten Fragen in der Debatte.
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
Konzerte, Ausstellungen, Filmfest: Seitdem es das Zentrum am Sankt-Jakobs-Platz gibt, blüht das Leben der Israelitischen Kultusgemeinde in München wieder auf. Die liberalen Juden von "Beth Shalom" hoffen auf eine ähnliche Renaissance mit einer eigenen Synagoge im Lehel.
Von Jakob Wetzelmehr...
Albert Einstein bezeichnete sich als religiös und sprach wiederholt von Gott. War er demnach gläubig? Was er wirklich vom Glauben, von der Bibel und dem Judentum hielt, erklärte er kurz vor seinem Tod in einem wenig bekannten Brief. Der wird nun bei Ebay versteigert. Mindestgebot: drei Millionen Dollar.
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
64 Jahre existiert der Staat Israel - und genau so lange gibt es immer wieder Kämpfe zwischen Israelis, Palästinensern und den arabischen Nachbarstaaten. Chronik eines verfahrenen Konflikts.
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Meinung
Die Beschneidung von Jungen soll gesetzlich geregelt werden. Gleich zwei Entwürfe wurden dazu nun dem Bundestag vorgelegt - sie unterscheiden sich stark. Doch nur ein Gesetz ist das richtige: Das, welches nicht massiv in das Judentum eingreift.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Die 54-Jährige hat gerade eine neue Partei gegründet, nun soll sie israelische Justizministerin werden und zuständig für den Nahost-Friedensprozess sein. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Tzipi Livni wollen in der künftigen Regierung zusammenarbeiten.
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Marc Andreessen hat den ersten Browser für die Massen gebastelt und gilt als einer der cleversten Start-up-Investoren. Jetzt steckt er 15 Millionen Dollar in eine Website, deren Chef halbnackt Videos dreht. Dort versuchen Besessene, den tieferen Sinn von Gangster-Rap und "Gangnam-Style" zu ergründen. Die Nischenseite soll das ganze Netz verändern.
Von Jannis Brühlmehr...
Es wäre zutiefst beklagenswert, wenn die Beschneidung von minderjährigen Jungen in Deutschland legalisiert würde, sagt der jüdische Filmemacher Victor S. Schonfeld. Der Brite hat die Risiken des Rituals im Film "It's A Boy!" dokumentiert. Nun appelliert er an die Bundestagsabgeordneten, die Beschneidung ohne medizinische Gründe nicht zu erlauben.
Ein Gastbeitrag von Victor S. Schonfeldmehr...
Beim Benefiz-Abend der SZ Bad Tölz-Wolfratshausen begeistern Innenpolitik-Chef Heribert Prantl als religiös orientierter Autor und Max.bab als poetische Jazzer das Publikum
Von Klaus Schiedermehr...
Gut ein Jahr nach der Entdeckung des NSU sind bereits einige Bücher zu dem Thema erschienen. Sie beleuchten das geistige, soziale und gesellschaftliche Milieu, in dem der Rechtsterror entstehen konnte. Warum die Terroristen so lange unentdeckt blieben und wer ihre Hintermänner waren, bleibt rätselhaft.
Von Tanjev Schultzmehr...
Mit klarer Mehrheit stimmt Ägypten für das neue Grundgesetz, das Teile der Scharia einführt - und für die Bevölkerung einen Moralkodex aufstellt. Bis auf Justiz, Polizei und Armee sind nun die staatlichen Institutionen in der Hand der Muslimbrüder. Eins hat das Referendum allerdings gezeigt: Die Jugend, die den Aufstand von 2011 getragen hat, lehnte die Verfassung ab.
Von Tomas Avenarius, Kairomehr...
Mit Gedichten gegen die Beschneidung jüdischer Neugeborener hat ein Landtagskandidat der niedersächsischen Grünen für Empörung gesorgt. Ulf Dunkel schreibt von "Arschlöchern" und "blinden Fanatikern". Nach scharfer Kritik vom Zentralrat der Juden haben die Landeschefs Dunkel aufgefordert, seine Kandidatur zurückzuziehen - der reagiert mit einem Reim.
Von Daniel Brösslermehr...
Auf einer Liste mit den Führern der ägyptischen Muslimbrüderschaft und der iranischen Regierung um Mahmud Ahmadinedschad: Der Journalist Jakob Augstein ist vom Wiesenthal Center unter die Top Ten der weltweit gefährlichsten antisemitischen und anti-israelischen Verleumdungen gewählt worden. Doch das Ranking erntet Widerspruch.
Von Lothar Müllermehr...
Sie überlebte den Krieg versteckt bei Bauern in Franken, später kämpfte sie für eine jüdische Zukunft in Deutschland: Charlotte Knobloch hat ihr sehr persönliches Buch in München vorgestellt. Es ist eine komplizierte Geschichte, doch sie endet tröstlich.
Von Jakob Wetzelmehr...
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