Amerikas Vizepräsident reist durchs Land, als wäre schon Wahlkampf. Doch zwischen Beleidigungen, Iran-Krieg und miserablen Umfragewerten muss J. D. Vance vor allem eines fürchten: Donald Trumps Eifersucht.
Israel
:Neuer Bericht: Netanjahu soll vor Hamas-Angriff gewarnt worden sein
Recherchen der „New York Times“ bestätigen einen Bericht der Zeitung „Haaretz“. Die Aufarbeitung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 spielt eine wichtige Rolle im israelischen Wahlkampf.
USA
:Die härteste Gegenspielerin des Präsidenten
Vor 175 Jahren erschien die erste Ausgabe der „New York Times“. Von Anfang an berichtete sie aus der ganzen Welt. Wie kann sie in politisch stürmischen Zeiten ihre Unabhängigkeit im digitalen Wettbewerb bewahren?
Schauspieler
:Nein, ich spiele nur die Anwältin
Reese Witherspoon, die für eine Juristin wie in „Natürlich blond“ gehalten wird. TV-Ärzte, die keine Erste Hilfe leisten können. Wenn Leute im echten Leben auf Schauspieler treffen, wird es oft kurios.
Leute
:Das Arschloch am Set sein? Für Frauen keine Option
Anya Taylor-Joy hält Method Acting für ein Männerding. Morgan Freeman drückt auch mal beide Augen zu, wenn die Gage stimmt. Und Klaas Heufer-Umlauf gibt an, ein Angeber zu sein.
Soziologie
:Ein Hirntumor, ein Schweinekopf und eine irre Geschichte
Analphabet bis 18, beinahe Fußballprofi, Fälschungsverdacht: Jason Arday, jüngster schwarzer Professor der Universität Cambridge, steht im Zentrum massiver Vorwürfe. Sind seine Arbeiten und die abenteuerliche Biografie erfunden?
Psychologie
:Die lügen doch alle
Viele Menschen halten Falschnachrichten für allgegenwärtig – was einfach nicht stimmt: Auch übertriebenes Misstrauen führt in die Irre. Wer dafür besonders anfällig ist.
US-Justizministerium
:Vorladung von NYT-Journalisten zurückgezogen
Das US-Justizministerium zieht im Streit über die Offenlegung von Informanten Vorladungen gegen Journalisten der New York Times zurück. Dies erklärte ein Staatsanwalt am Donnerstag bei einer Gerichtsanhörung. Die Anordnungen waren von ...
MeinungNew York Times
:Mit dieser Vorladung von Journalisten überschreitet Donald Trump eine Grenze
Die US-Justiz lässt sich vom Präsidenten benutzen, um an Quellen von Reportern heranzukommen. Damit gefährdet sie einen Grundpfeiler der Freiheit, die Trump so gerne preist.
US-Präsident
:Trump rühmt sich mit fehlerfreiem Kognitionstest
Donald Trump ist der bei Amtsantritt älteste US-Präsident in der Geschichte; über seine Gesundheit wird ausgiebig spekuliert. Er selbst betont immer wieder, bei Kognitionstests sehr gut abzuschneiden.
Donald Trumps 80. Geburtstag
:Das vielleicht größte Talent von allen
Womöglich wäre der Welt ein Präsident Trump erspart geblieben, wenn der junge Donald einfach das hätte werden dürfen, was er wollte: Filmproduzent. Dem begabten Entertainer, Reality-TV-Darsteller und miesen Politiker zum 80.
USA
:Zwei Besudelte
Die Klage von Elon Musk gegen Sam Altman und den KI-Konzern Open AI wird abgewiesen – wegen Verjährung. Ein typisches Ende für einen Promi-Prozess in den USA: Nach der Schlammschlacht stehen alle schlechter da.
Journalismus
:Für die Pressefreiheit, gegen Trump
Eine Journalistin der „Washington Post“ erhielt im Januar Besuch vom FBI. Nun wird die Zeitung für eine Recherche, an der sie beteiligt war, mit einem Pulitzer-Preis geehrt.
Ukraine
:Donnyland ist abgebrannt
Ukrainische Unterhändler schlagen vor, einen Teil des Donbass umzubenennen – in der Hoffnung, Trumps Eitelkeit damit für sich zu nutzen. Gibt es noch Grenzen zwischen Politik und Satire?
Dating
:Es hat sich ausgewischt
Dating-Plattformen wie Tinder haben ein Problem: Die Nutzer wischen nicht mehr so gerne, junge Menschen treffen sich wieder lieber im echten Leben. Und nun?
Dating
:Schlag mich, und wir verlieben uns
Zu oberflächlich, zu langweilig, zu zeitraubend: Die Generation Z ist so frustriert vom Online-Dating, dass sie zum Flirten wieder die Offline-Welt betritt. Neuester Pilgerort für New Yorker Singles: ein Wrestling-Turnier.
Journalismus
:Der zweifache Pulitzer-Preisträger John F. Burns ist gestorben
In seiner 40-jährigen Karriere berichtete er aus Krisengebieten auf der ganzen Welt und vermittelte auf eindringliche Weise das Chaos des Krieges.
Hollywood
:„Es ist die Hölle“
Harvey Weinstein gibt ein großes Interview aus dem Gefängnis heraus. Einsehen, Reue, gar eine Bitte um Vergebung nach den Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs sucht man darin beinahe vergeblich.
Medien
:Investor Buffett steigt bei der „New York Times“ ein
Die Entscheidungen des legendären US-Finanziers gelten vielen als wegweisend. Jetzt setzt er auf das Zeitungs- und Mediengeschäft. Andere Techaktien verkauft er überraschend.
Trump-Interview
:Vier Reporter und ein Präsident
Die „New York Times“ will Donald Trump nach allen Regeln ihrer Kunst auf den Zahn fühlen. Und apportiert doch nur seinen Mythos. Kann man Populisten wirklich nicht interviewen, ohne ihnen zu helfen?
Weltpolitik
:Im Rausch der Macht
Wie autoritäre Führer wie Wladimir Putin und Donald Trump voneinander lernen. Und wo das alles für jene endet, die mit ihnen gemeinsame Sache machen.
Ausgerechnet Donald Trump, der Amerikas „endlose Kriege“ beenden wollte, beginnt nun neue. Er droht Feinden und Freunden, er sieht als Grenze seiner Macht nur „meine eigene Moral“. Für den Westen bedeutet das wenig Gutes.
Der Trip des Jahres
:„Wow, the Festspielhouse“ oder: auf nach Beireid!
Vier Kardinalfehler, die Sie auf gar keinen Fall machen sollten – wenn Sie einer Empfehlung der „New York Times“ folgen und nach Bayreuth aufbrechen.
Journalismus
:Der Feind der Mächtigen
Henry Kissingers Berater hätten ihn am liebsten eingesperrt: Der Netflix-Doku „Cover-Up“ gelingt das Kunststück, den legendären US-Reporter Seymour Hersh zu feiern – ohne ihm zu huldigen.
MeinungDebatte
:Deutsche, lernt von Amerika
Eine Abordnung Berliner Progressiver schwadronierte neulich in Zürich von Cancel-Culture in der BRD. Lernen könnten sie von den Intellektuellen in den USA: Hier wird nicht gejammert in Wutbehaglichkeit, hier geht es ums Überleben.
Washington D.C.
:Das Weiße Haus als Lernort
Donald Trump macht im Handumdrehen aus Freunden Feinde und umgekehrt. Der Rest der Welt schaut zu – wie ein aufgeregter Hühnerhaufen.
Doku
:Mama fotografiert den Krieg
Lynsey Addario war als Kriegsfotografin in Afghanistan, in Libyen, in der Ukraine. Die Doku „Love + War – zwischen Krieg und Familie“ zeigt sie auch privat – ein berührendes Porträt.
SZ-Podcast „Deutsch-Amerikanische Freundschaft“
:„Die Demokraten haben ihr Momentum selbst zerstört“
Erst feiern, dann einknicken: Hätten die Demokraten nach ihren erstaunlichen Wahlsiegen selbstbewusster mit Trump verhandeln müssen? Und was heißt jetzt noch mal BSW? Die neue Folge des Podcasts zwischen Berlin und New York.
Kriegsfotografin Lynsey Addario
:„Ich habe das Gefühl, für meine Kinder am Leben bleiben zu müssen“
Seit 25 Jahren arbeitet Lynsey Addario als Kriegsfotografin. Zweimal wurde die Pulitzerpreisträgerin gekidnappt, mehrmals war sie dem Tod nahe. Inzwischen ist sie zweifache Mutter und fragt sich: Wie viel Risiko bin ich noch bereit einzugehen?
Verhaftete NBA-Größen Rozier und Billups
:Wie „Ocean’s Eleven“ und „Goodfellas“
Ein doppelter Skandal erschüttert die US-Basketballliga NBA. Es geht um Insiderinformationen an Wettbetrüger, vielleicht sogar verschobene Spiele. Aber auch um illegale Pokerabende, bei denen ein Cheftrainer der Mafia beim Betrug geholfen haben soll.
MeinungSüddeutsche Zeitung
:Ein Glück, seit 80 Jahren
Dieser Zeitung ist es stets um Aufklärung, Freiheit und Demokratie gegangen. Diese Errungenschaften werden nun bedroht – ausgerechnet aus dem Land, das den Deutschen einst die freie Presse brachte. Da muss man mit Ernst gegenhalten. Aber nicht nur damit.
MeinungUSA
:Es wird dunkler für die Demokratie – umso mehr braucht es eine furchtlose Presse
Der amerikanische Präsident und seine Vasallen greifen die klassischen Medien massiv an, teils mit Erfolg. Wie Journalisten und Verleger reagieren sollten.
MeinungDemokratie
:Was derzeit in den USA geschieht, wirkt wie aus der Gebrauchsanweisung für Autokraten
Nein, es ist nicht entschuldbar, wenn Menschen im Netz die Ermordung von Charlie Kirk feiern. Aber die Regierung nimmt es zum Vorwand für sehr gefährliche Vorhaben.
Trumps Kampagne gegen US-Medien
:Und jetzt gegen die „New York Times“
Trump verklagt die „New York Times“ auf 15 Milliarden Dollar Schadenersatz. Es ist Teil einer Kampagne, mit der der US-Präsident Sender und Verlage einzuschüchtern versucht. Erste Erfolge hat er bereits erzielt.
Psychologie
:„Es ist wie mit Junkfood: lecker, aber schlecht für uns“
Die Menschen ertrinken regelrecht in der Flut von Informationen. Das gefährdet die Demokratie, warnt der Psychologe Stephan Lewandowsky. Er empfiehlt, bestimmte Inhalte bewusst zu ignorieren. Aber welche?
Sachbuch
:Wohlstand für alle
Gutes Leben könnte so einfach sein, schreibt Ezra Klein, der momentan prominenteste linksliberale Journalist der USA, in seinem aktuellen Buch „Der neue Wohlstand“. Darin entwirft er eine Utopie, die seiner Meinung nach gar keine ist.
Künstliche Intelligenz
:Mein Grok gehorcht mir
Elon Musk greift persönlich in die Antworten ein, die sein KI-Chatbot Grok auf politische Fragen gibt. Es ist ein weiterer Beweis, wie leicht man die Werte einer künstlichen Intelligenz manipulieren kann.
MeinungUSA
:Das liberale Amerika hat Trump den Weg geebnet
Wenn Journalisten und das demokratische Establishment ihren Job gemacht hätten, wäre Donald Trump womöglich nicht noch einmal Präsident geworden.
Fall Jeffrey Epstein
:Trump soll in Epstein-Akten vorkommen
Der US-Präsident wurde offenbar im Mai von Justizministerin Pam Bondi informiert, dass sein Name in den Ermittlungsakten gegen den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auftaucht. Es handle sich dabei um unbestätigte Zeugenaussagen, die auf Hörensagen beruhen.
MeinungKrieg in der Ukraine
:Putin sind auch die Leiden seines eigenen Volkes völlig egal
Einer US-Studie zufolge sind in Russlands Angriffskrieg bereits 1 400 000 Menschen getötet oder verletzt worden. Das Gros dieser Verluste erlitten die Angreifer selbst. Diese erschütternden Zahlen verraten viel über die Strategie des Kreml.
„New York Times“
:Team Fritz
Die „New York Times“ stellt sich ganz offiziell hinter den neuen deutschen Kanzler Friedrich Merz. Wieso das denn?
USA
:„Allmählich lassen sich die Proteste nicht mehr verschweigen“
Über die Aktionen gegen Trump wird nicht nur in den US-Medien zu wenig berichtet. Ein Gespräch mit der New Yorker Aktivistin Alice Hu über den Kampf um Aufmerksamkeit - und die blinden Flecken der Elitemedien.
Pulitzer-Preise 2025
:Feierstunde in Krisenzeiten
Mit den Auszeichnungen wird vor allem der liberale Teil von Journalismus und Literatur in den USA gewürdigt, während die Branche immer mehr unter Druck gerät. Die „New York Times“ fügt ihrer Sammlung vier Titel hinzu, der „New Yorker“ drei.
Journalismus
:Pulitzer-Preise für „Washington Post“ und „New York Times“
Die renommierten Journalismus-Auszeichnungen werden unter anderem für Arbeiten zum Attentat auf Trump und über die tödlichen Folgen der Droge Fentanyl vergeben.
Medien
:Harry Potter und die Lügenpresse
Die meistverkaufte Buchreihe der Welt wird bei HBO neu verfilmt. Da ist es gut, sich zu erinnern, dass „Harry Potter“ auch J. K. Rowlings Zorn auf die Medien spiegelt.
Nachruf
:In Gera werden sie seiner hoffentlich gedenken
Er floh aus Deutschland vor dem Holocaust, wurde „New York Times“-Chefredakteur und gewann den Pulitzer-Preis. Zum Tod des amerikanischen Journalisten Max Frankel.
US-Wahl
:Es geht los
Trumps Unterstützer hatten vier Jahre Zeit, sich auf diesen Tag vorzubereiten. Nun kann man in rechten Online-Netzwerken live beim Angriff auf das Getriebe der amerikanischen Demokratie zusehen.
Netflix-Doku „Das fantastische Leben des Ibelin“
:Zwei Leben
Als der schwer kranke Norweger Mats Steen mit 25 Jahren stirbt, erfährt seine Familie von seinem Leben im Videospiel „World of Warcraft“. Ein berührender und hoffnungsvoller Film.
Medien und KI
:Angriff auf den Abgriff
Die „New York Times“ droht der KI-Suchmaschine Perplexity wegen Urheberrechtsverletzungen mit rechtlichen Schritten. Das ist nicht nur ein Kampf um Geschäftsmodelle, sondern um die Zukunft der Medien.
Sachbuch „Lucky Loser“
:Die Erfindung des Milliardärs Donald Trump
„Dann schien er sich alles zuzutrauen“: Zwei „New York Times“-Reporter haben den Finanzen des Ex-Präsidenten nachgespürt. Ein Gespräch über Pleiten, Bluffs und die Macht des Reality-TV.