Genderdebatte

Hausbesuch in Köln
:„Es ist das Design, bei dem es wumm macht!“

Uta Brandes war Deutschlands erste Genderforscherin im Bereich Design. In ihrer Kölner Penthouse-Wohnung lebt sie mit postmodernen Möbelstücken zusammen wie mit alten Bekannten.

SZ PlusVon Laura Weißmüller (Text) und Jann Höfer (Fotos)

MeinungEqual Pay Day
:Das Problem ist größer als die Gehaltsabrechnung

Wie normal es immer noch ist, dass Frauen beim Thema Geld benachteiligt werden, zeigt: Das Zeitalter der ökonomischen Unterdrückung ist noch nicht überwunden. Dabei kann finanzielle Abhängigkeit sogar lebensgefährlich werden.

Kommentar von Valentin Dornis

Psychologie
:Die meisten Jungs sind ganz in Ordnung

Der Begriff „toxische Männlichkeit“ ist wissenschaftlich sehr unscharf. Nun haben Forscher Tausende Persönlichkeitsprofile von Männern untersucht: Demnach kann man nur eine kleine Minderheit als toxisch einstufen. Und die anderen?

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Geschlechterrollen
:Die Erfindung der Hausfrau

„Tradwives“ berufen sich in den sozialen Medien gerne auf die gute alte Zeit, dabei ist die Hausfrau ein relativ neues Phänomen. Was der Trend über unsere Gegenwart verrät.

SZ PlusVon Isabell Erb

Leistungssport
:Wo Frauen die Männer abhängen – und wo nicht

Immer wieder gelingt es Frauen in manchen Disziplinen, selbst die besten Männer zu übertreffen. Ist der weibliche Körper doch nicht rettungslos unterlegen? Experten meinen: Da geht noch mehr.

SZ PlusVon Nina Himmer

Technologie
:Wenn die KI Ostdeutsche für dümmer hält

Bayern sind schlauer als Sachsen-Anhalter und ein Arzt ist ein weißer Mann mit Kittel und Stethoskop: Sprachmodelle wie Chat-GPT lernen aus dem Internet und fluten es zugleich mit Klischees und falschen Informationen. Was hilft?

SZ PlusVon Katharina Haase

Rat vom Familientrio
:Mein Sohn sagt, dass er Mädchen blöd findet. Was soll ich tun?

Der Fünfjährige will nicht mehr mit seiner kleinen Schwester spielen, obwohl das früher kein Problem war. Er findet Mädchen jetzt blöd. Sollen die Eltern eingreifen? Das Familientrio weiß Rat.

SZ PlusVon Nora Imlau, Jacinta Nandi und Herbert Renz-Polster

Geschlechtergerechte Sprache
:Sind wirklich alle mitgemeint?

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer untersagt seinen Mitarbeitenden das Gendern mit Sternchen und Binnen-I. Sollten weitere Behörden dem Vorbild folgen? Die SZ-Redaktion ist in der Frage gespalten, die Leserschaft ist es ebenfalls.

Selbstbestimmungsgesetz
:Mit Walrossbart ins Frauengefängnis?

Als Marla Svenja Liebich noch einen männlichen Vornamen trug, wurde die queerfeindliche Rechtsextremistin unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt. Nun wurde sie zum Haftantritt in ein Frauengefängnis geladen, doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

SZ PlusVon Wolfgang Janisch

MeinungPro und Contra
:Ist es richtig, dass offizielle Stellen das Gendern verbieten?

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer untersagt in seiner Behörde Binnen-I und Gendersternchen. Für die einen ist dies ein Dienst an der Sprache, für andere schlicht Diskriminierung.

SZ PlusKommentare von Detlef Esslinger und Jonas Junack

Jazz und Politik
:„Man versucht, uns loszuwerden“

Die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington und die Pianistin Christie Dashiell über den Überlebenskampf von Migranten, ihre Angst vor Segregation unter Trump. Und die Frage, was noch Hoffnung gibt.

SZ PlusInterview von Andrian Kreye

Großbritannien
:Supreme Court nimmt Transfrauen die Frauenrechte

Der Oberste Gerichtshof in London hat entschieden, dass vor dem Gleichstellungsgesetz nur das biologische Geschlecht zählt. Unter anderem die Autorin J. K. Rowling jubelt.

Von Martin Wittmann

Wissenschaft und Technik
:Das ist nichts für Mädchen? Sagen die, die es nie ausprobiert haben

Deutschland mangelt es an Ideen und Erfindergeist. Mehr Mädchen für Wissenschaft und Technik zu begeistern, könnte da eine Lösung sein. Doch so einfach ist das nicht – und das liegt nicht an ihnen.

SZ PlusVon Kerstin Bund

Leben und Gesellschaft
:Ein Jahr Genderverbot – nichts als Symbolpolitik?

Am 1. April 2024 trat das umstrittene Genderverbot in Bayern in Kraft. Und was hat es bewirkt? Oder war es viel Lärm um nichts?

Psychologie
:Wen mögt ihr lieber?

Laut einer großen Analyse sind Einstellungen gegenüber Frauen im Schnitt positiver als jene, die Männer betreffen. Erst im Alter ab 55 werden Angehörige beider Geschlechter vergleichbar wohlwollend betrachtet.

Von Sebastian Herrmann

Gentlemen’s Clubs in London
:Bastion für das Y-Chromosom

Die meisten britischen Herrenvereine nehmen inzwischen auch Frauen auf. Doch der Savile Club in London hat beschlossen: Wir bleiben unter uns. Über einen Ort, an dem Männer noch ungestört Männer von gestern sein dürfen.

SZ PlusVon Alexander Menden

Gendergerechte Medizin
:Weil es im Notfall auf jede Minute ankommt

Bei der Behandlung wird es immer wichtiger, das Geschlecht, die kulturelle Herkunft oder Sprachbarrieren zu berücksichtigen –gerade in der Notaufnahme. Inzwischen wird das Fachpersonal entsprechend geschult.

SZ PlusVon Nicole Graner

Psychologie
:Aktivismus: Die dunkle Seite der guten Sache

Je mehr Aufmerksamkeit aktivistische Bewegungen erfahren, desto attraktiver wirken sie auf Menschen mit finsteren Persönlichkeitsmerkmalen. Wenn solche Personen ein Thema kapern, kann das den Anliegen schwer schaden.

Von Sebastian Herrmann

AfD in den Parlamenten
:Zermürben mit Infosmog

Anträge gegen „Genderwahn“, Anfragen zu Gender Studies. Wie die AfD den Diskurs in den Parlamenten nach rechts zu rücken versucht, will Daniela Rüther am Beispiel der „Sexbesessenheit“ rechter Extremisten ergründen.

Rezension von Robert Probst

Hochschulpolitik im Zeichen der Zeit
:Die Gender-Spezialistin im Gender-Verbotsland

Susanne Rode-Breymann hat jüngst eine Spitzenprofessur in Nürnberg angetreten. Die Musikwissenschaftlerin gilt als Koryphäe auf einem Gebiet, das viel Sprengstoff birgt – gerade in Bayern.

SZ PlusVon Paul Schäufele

Psychologie
:Mitgefühl gilt Frauen zuerst

Wenn Männer Schmerz oder Leid erfahren, lässt das die Leute eher kalt. Woran das liegen könnte.

Von Sebastian Herrmann

Genderdebatte
:Boxerin verzichtet auf Wettkampf

Box-Olympiasiegerin Lin Yu-ting hat sich im Zuge der Genderdebatte von der Teilnahme an einem internationalen Turnier zurückgezogen. Die Kämpferin aus Taiwan verzichtet darauf, bei den World Boxing Cup Finals in Sheffield antreten. Als Grund führt ...

Sprachlabor
:Wortkörperschonung

Und: Bringt uns die „Gästin“ gendersprachlich weiter?

Von Hermann Unterstöger

Politische Psychologie
:„Frauen haben einen Bonus“

Hat Kamala Harris als schwarze Frau einen Nachteil gegen den weißen Mann Donald Trump? Wäre naheliegend – aber Experimente lassen etwas anderes vermuten. Ein Gespräch mit der Politikwissenschaftlerin Sanne van Oosten.

Interview von Sebastian Herrmann

Genderverbot in Bayern
:Söders Verbötchen

Die Republik hyperventilierte, als der bayerische Ministerpräsident sein Genderverbot verkündete. Und in der aktuellen Hochwasserlage wundern sich einige, ob die CSU nicht falsche Prioritäten setzt. Bleibt die Frage: Was war das?

SZ PlusVon Andreas Glas, Anna Günther und Lisa Schnell

Urgeschichte
:Was ist männlich, was ist weiblich?

Je mehr sich traditionelle Rollenbilder aufweichen, desto hitziger stellt sich diese Frage, und die Antwort wird oft in der Steinzeit vermutet. Was aber sagen archäologische Funde wirklich über Geschlechterrollen?

SZ PlusVon Jakob Wetzel

Schülerinnen über das bayerische Genderverbot
:"Den Genderzwang gibt es erst jetzt"

In Bayern gilt an Schulen, Hochschulen und Behörden seit Kurzem das Genderverbot mit Sonderzeichen. Für Schülerinnen und Schüler hat sich nichts geändert - oder doch? Zwei queere Elftklässlerinnen darüber, was ein Sternchen mit Sichtbarkeit zu tun hat.

SZ PlusVon Johanna Feckl

Schülerzeitungswettbewerb Blattmacher
:Gilt das Genderverbot auch für Schülerzeitungen?

Auch Bayerns Nachwuchsredaktionen an den Schulen diskutieren über das Genderverbot und die Frage, was sie noch dürfen oder nicht. Bei vielen herrscht ein gewisser Widerstandsgeist.

Von Anna Günther

Protestaktion am Landtag
:Lehrkräfte wehren sich gegen Söders Genderverbot an Schulen

Eine Petition mit 33 000 Unterstützern ist am Donnerstagabend bei einer Protestaktion am Landtag übergeben worden. Gewerkschaftsvertreterin Christiane Fuchs erklärt, warum der Sternchen-Bann zu Ärger und Angst führt.

SZ PlusInterview von Kathrin Aldenhoff

Reden wir über Bayern mit Hans Maier
:"Die Politik verglüht, sie hat keine Beständigkeit"

Er diente unter Strauß und wurde von ihm als "arroganter Professor" bezeichnet: der langjährige bayerische Kultusminister Hans Maier über Bombennächte in Kellern, das Gendern und die Unsterblichkeit.

SZ PlusInterview von Sebastian Beck und Hans Kratzer

Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften
:Alles "woke"? Wie sich ein Verein für kritisches Denken selbst zerlegt

In der Skeptiker-Gruppe GWUP tobt ein heftiger Richtungsstreit darüber, ob man von bestimmten Themen besser die Finger lässt - weil sie zu politisch sind.

SZ PlusVon Markus C. Schulte von Drach

Genderverbot in Bayern
:"Ich möchte keine Sprachpolizei"

Vom 1. April an sind in Bayerns Behörden, Schulen und Hochschulen Gendersternchen verboten. Gab es jemals ein solches Sprachverbot? Und bringt es überhaupt etwas? Sprachhistorikerin Christine Ganslmayer klärt auf.

SZ PlusInterview von Anna Günther

Markus Söders Spin-Doktoren
:Strategie am Limit

Neues aus der Staatskanzlei: Klare Kante und ein paar menschliche Züge sollen es richten.

Glosse von Franz Kotteder

MeinungGleichberechtigung
:Danke, Markus Söder

Das Gendern hat er einkassiert, vielleicht können Feministinnen jetzt die echten Probleme anpacken. Über eine Bewegung, bei der in Deutschland außer Statistikreferaten und Stehempfängen gerade nicht mehr viel los ist.

SZ PlusKolumne von Jagoda Marinić

MeinungGender-Debatte
:Man muss halt nur Deutsch können

Die Debatte ums bayerische Verbot von Gendersternchen verläuft bisher typisch: Alle sehen sich auf der guten Seite; böse sind die anderen. Wie wäre es, das Thema einfach mal pragmatisch anzugehen?

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

Kundgebung auf dem Gärtnerplatz
:Gegen das Genderverbot

650 Menschen demonstrieren auf dem Gärtnerplatz gegen die von der Staatsregierung beschlossene Regelung in Bayern. Die queere Szene fühlt sich diskriminiert.

Krieg der Sternchen
:Wie München Söders Genderverbot umgehen will

Verwirrung auf den Schulhöfen, Unverständnis an den Universitäten, Häme aus dem Rathaus: Das Genderverbot der Staatsregierung regt in der Landeshauptstadt viele auf. Nur eine Gruppe bleibt erstaunlich gelassen.

SZ PlusVon Kathrin Aldenhoff, Heiner Effern, Nicolas Friese, René Hofmann und Leon Lindenberger

Streit um Sprache
:Welche Folgen Söders Genderverbot an Bayerns Schulen hat

Wer darf jetzt noch gendern? Schülerinnen, Schüler und Studierende haben trotz der neuen Vorschrift kaum was zu befürchten. Auch in den Behörden ändert sich wenig.

SZ PlusVon Anna Günther

MeinungGenderverbot
:Sinnvoll oder populistisch? Markus Söders Genderverbot

Der Ministerpräsident untersagt seinen Behörden künftig das Binnen-I und Sternchen. Ein Pro und Contra.

SZ PlusEin Pro und Contra von Sebastian Beck und Katharina Riehl

Regeländerung
:Bayern beschließt Verbot von Gendersprache

In Schulen, Hochschulen und Behörden soll auf Sonderzeichen wie das Gendersternchen verzichtet werden. Was das zum Beispiel für den Unterricht bedeutet.

Theater
:Kims Kosmos

Aus "Blutbuch" wird "Blutstück": Leonie Böhm bringt am Schauspielhaus Zürich Kim de L'Horizons literarische Sensation auf die Bühne.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Soziologie
:Der große Graben? So unterscheiden sich die politischen Einstellungen zwischen den Geschlechtern

Im Durchschnitt stehen Frauen etwas weiter links, Männer etwas weiter rechts. Aber verschärft sich dieses Phänomen gerade wirklich zu einer tiefen Kluft, wie einige Berichte nahelegen?

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Psychologie
:Gleich, aber anders

In modernen Gesellschaften unterscheiden sich Frauen und Männer besonders voneinander. Was treibt dieses seltsame, scheinbar paradoxe Phänomen an?

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Offener Brief
:Hochschulen kritisieren Söders Gender-Verbot

Die Initiatoren sammeln bereits mehr als 7000 Unterschriften, Unterstützung kommt von Gewerkschaften, Professoren und Kunstschaffenden.

Von Lina Krauß

Kratzers Wortschatz
:Hupfhaxerte Zufußgehende

In amtlichen Texten wird das Wort Fußgänger durch den ausdrucksschwachen Begriff Zufußgehende ersetzt. Das bringt die Gefahr mit sich, dass die meisterliche Genauigkeit, mit der die Alltagssprache die Nuancen des Gehens beschreibt, nun verloren geht.

Von Hans Kratzer

Söders Genderverbot
:Intoleranz, wie sie der AfD gefällt

Das angekündigte Verbot geschlechtergerechter Sprache an Schulen und in Behörden stößt auf Kritik.

Söders Genderverbot
:Sternchen-Krieg in Bayerns Amtsstuben

Manche halten das Gendern für eine Überfrachtung der Sprache, viele sehen darin aber Normalität und Gerechtigkeit - und wundern sich über die CSU auf Verbotskurs.

"Was ihr wollt" im Münchner Volkstheater
:Kifferparadies unter Palmen

Christian Stückl inszeniert im Münchner Volkstheater Shakespeares Komödie "Was ihr wollt" als liebesberauschte Beachclub-Tollerei. Haben hier alle einen Sonnenstich?

SZ PlusVon Christine Dössel

ExklusivDebatte über Brandmauer
:Gender-Verbot entzweit die CDU

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Karin Prien warnt die Thüringer Christdemokraten eindringlich davor, erneut mit Stimmen der AfD ein Gesetz durchzubringen.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Robert Roßmann

MeinungBrandmauer-Debatte
:Auf in den Kulturkampf

Die CDU in Thüringen plant ein neues Gesetz, dem die AfD sicher gerne zustimmen würde: ein Gender-Verbot für Schulen und Behörden. Wenn Friedrich Merz seine Brandmauer noch etwas wert ist, muss er das verhindern.

SZ PlusKommentar von Boris Herrmann

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