Feminismus

Kino
:Huch, hoppla, die Liebe

„Virginia Woolf’s Night & Day“ strickt aus Woolfs Romanvorlage die Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau. Das ist mal leichtfüßig, dann wieder tapsig.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Der neue Verlag Dimidium mundi
:Mit Büchern die halbe Welt fördern: die Frauen

Was verbindet Frauen weltweit? Unter anderem, dass sie gute Bücher schreiben. Zarifa Mamedova will mit ihrem Verlag Dimidium mundi die Lücken in der Literaturgeschichte füllen und den Kanon erweitern.

SZ PlusVon Antje Weber

Netflix
:Ohne sie wäre der große Sherlock erledigt

Wohl dem, der eine Schwester hat: Millie Bobby Brown ermittelt wieder in „Enola Holmes 3“. Diesmal soll sie heiraten, und damit tut sie sich als Proto-Feministin gar nicht so leicht.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Gewalt gegen Frauen
:„Wir kennen die Männer, die denken, sie können machen, was sie wollen“

Zehn Forderungen an die Politik haben die Aktivistinnen Düzen Tekkal und Kristina Lunz gestellt. Gegen männliche Gewalt. Im Interview erzählen sie, was sie selbst erlebt haben, was sich nach Collien Fernandes ändern muss und warum sie noch Hoffnung in Männer setzen.

SZ PlusInterview von Joshua Beer

Was läuft bei den Vorträgen
:Warum die Visionen des Silicon Valley nicht zum Menschen passen

Neuzeitlicher Imperialismus, Vorkämpferinnen aus dem Kaiserreich und die Kulturgeschichte des Bayerischen Waldes: die spannendsten Vorträge im Juni und Juli.

Von Barbara Hordych

Frauenbild in „Euphoria“
:Und er sah, dass sie nackt war

Die aufsehenerregende Serie „Euphoria“ ist zu Ende. Zeit, sich noch mal genauer mit der Frage nach dem „Male Gaze“ zu beschäftigen – und seinen biblischen Ursprüngen.

SZ PlusVon Sara Peschke

Literatur
:Zu frei und zu klug für ihre Zeit

Ingeborg Bachmann war die Vorgängerin der Heterofatalistinnen von heute. Zu ihrem 100. Geburtstag kann man wieder viel über ihre Leiden lesen. Oder man fängt mit ihren unsterblichen Werken von vorne an.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Filmtipp
:Sophie Passmann – jetzt auch im Kino

Sophie Passmann ist eine der meist gehassliebten Feministinnen Deutschlands. Nun bringt sie ihr Buch „Pick me Girls“ von der Theaterbühne auf die Kinoleinwand.

Von Lena Mittermayr

Meinung„Choice Feminism“
:Wenn alles feministisch ist, ist nichts mehr feministisch

Botox, Babybäuche, der Rückzug ins Private – alles feministisch, finden viele junge Frauen. Ist schließlich ihre eigene Entscheidung. Eine Wutrede gegen „Choice Feminism“.

SZ PlusEssay von Josephine Allotey

Gleichberechtigung
:Künstlerinnen sind immer noch benachteiligt

Seit 100 Jahren setzt sich die Gedok für die Sichtbarkeit von Künstlerinnen ein. Die Zahl der Akademieabsolventinnen ist gestiegen. Doch der Gendergap auf dem Kunstmarkt bleibt.

SZ PlusVon Sabine Reithmaier

Literatur
:Rache ist weiblich

Gewalt gegen Frauen wird diskutiert wie nie – und in der Fiktion boomen Geschichten, in denen Opfer zurückschlagen. Ist Gegengewalt in Ordnung? Eine Literaturrecherche zur „Female Rage“.

SZ PlusVon Maja Goertz

Literatur
:Grundsätzlich wütend

Das Paradebeispiel für mörderische Rechthaberei in der Weltliteratur ist „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist. Wie klänge die Geschichte mit einer weiblichen Heldin? Heike Geißler startet den Versuch.

SZ PlusVon Sigrid Löffler

Debatte
:Wann ist eine Frau eine Frau?

Und wann ist sie noch ein Mädchen? Etliche gesellschaftliche Diskussionen zeigen gerade, dass die Grenzen der Einordnung fließend sind - je nachdem, wie es wem gerade passt.

SZ PlusEssay von Susan Vahabzadeh

Podcast „Ist das gerecht?“
:„Problematische Vorstellung von Sexualität“

Wie gut ist das deutsche Sexualstrafrecht – und was würde es besser machen? Die Jura-Professorin Leonie Steinl erklärt, warum sie schärfere Gesetze nicht immer für den besten Weg hält.

SZ PlusPodcast von Ronen Steinke

Literatur
:Immer schön lächeln

„Yesteryear“ ist der Bestseller der US-Amerikanerin Caro Claire Burke und eine scharfe Abrechnung mit dem, was die Tradwives online verkaufen.

SZ PlusVon Anna Maria Mayr

SZ MagazinLiedermacherin Bettina Wegner im Interview
:»Ich hatte Angst. Aber es ging nicht anders. Ich musste meine Lieder singen«

Der Protest gegen das Regime der DDR und die gleich­zeitige Verbundenheit mit dem Land prägen das Leben der Liedermacherin Bettina Wegner bis heute. Ein Gespräch über die Freiheit, die Liebe und die Einsamkeit.

SZ PlusInterview von Gabriela Herpell

Pop
:Bitte seid hässlich

Die junge amerikanische Popmusikerin Sofia Isella will nicht hübsch sein und nicht brav klingen. In dunklen melancholischen Songs zerlegt sie alles, was artig ist.

Von Johanna Adorján

Hollywood
:Einfach unwiderstehlich

Sie war die strahlendste Erscheinung des 20. Jahrhunderts und eine mutige Frau, die gegen ihr eigenes Image rebellierte. Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe.

SZ PlusVon Anne Goebel und Christian Mayer

Leute
:Eine Schönheits-OP, so teuer wie ein Auto

Facelifting-Gegnerin Rosie O'Donnell hat sich faceliften lassen. Iris Berben hadert mit dem Altern. Und Barry Gibb erfährt als Lebender von seinem eigenen Tod.

Nachruf
:Grapsch doch

Valie Export hat die Kunst für Frauen radikal vorangebracht. Mit Humor, Schusswaffen und ihrem eigenen Körper. Jetzt ist sie im Alter von 85 Jahren gestorben.

SZ PlusVon Till Briegleb

Dokumentarfilm „Barbara Forever“
:Der weibliche Körper als Kunst: Die Feministin Barbara Hammer

„Barbara Forever“ ist das Porträt der Experimentalfilmerin Barbara Hammer. Die US-amerikanische Avantgardistin inszenierte sich gerne selbst, zeigte ihren Körper als lebendigen Ort von Lust, Alterung, Krankheit und queerer Sexualität.

SZ PlusKritik von Sophie-Louise Gartmann

Österreich
:Feministische Kunstpionierin Valie Export mit 85 gestorben

Sie war eine Vorreiterin des feministischen Aktionismus. Jetzt ist die Österreicherin mit 85 Jahren gestorben.

Familie und Beruf
:„Den Deutschen wurde eingeredet, dass Kinder Schaden nehmen, wenn Mütter arbeiten gehen“

Tradwife oder Rabenmutter – warum wird in Deutschland darüber so emotional debattiert? Ein Historiker spricht von einer „massiven Kampagne“, die bis heute Politik und Gesellschaft prägt.

SZ PlusInterview von Karin Janker

MeinungCare-Arbeit
:Warum Mütter politisch unsichtbar sind

Mütter sind eine erschöpfte Spezies: Sie leisten jeden Tag unbezahlte Arbeit und halten so die Gesellschaft am Laufen. Doch von der Politik werden ihre Belange oft übersehen. Liegt das nur an den Männern?

SZ PlusEssay von Karin Janker

SZ MagazinKinderlose Frauen
:»Nein, ich vermisse nichts«

Hier berichten sieben Frauen über ihr glückliches kinderloses Leben – und wie es ihnen gelang, die Erwartungen der Gesellschaft abzuschütteln.

SZ PlusProtokolle von Merle Hubert

Digitale Kultur
:„Im Patriarchat geht es immer um die Nutzbarmachung anderer“

Vom Größenwahn der Tech-Milliardäre bis in die Misogynie des Online-Alltags: Die feministische Medientheoretikerin Sarah Sharma erklärt, wie die Bro-Kultur von Silicon Valley unsere Gegenwart prägt.

SZ PlusInterview von Michael Moorstedt

SZ MagazinFrauen über Herabwürdigungen
:Das Ende der Scham

Von abwertenden Körper-Kommentaren bis zu sexualisierter Gewalt: Wir haben mehr als 50 Frauen zwischen 19 und 91 Jahren gefragt, wofür sie sich in ihrem Leben schon geschämt haben. Die Resonanz war überwältigend – und erschütternd.

SZ PlusVon Daniela Gassmann, Lisa McMinn, Nina Himmer, Dorothea Wagner, Annabel Dillig

Schwerpunkt "Bei Nacht"
:Ich fühle mich ja sicher, aber...

München ist die sicherste Großstadt Deutschlands. Viele Frauen haben trotzdem Strategien entwickelt, um nachts gut nach Hause zu kommen. Eine Fotostrecke.

SZ PlusVon Paul Dittmann und Theresa Eingartner

Feminismus
:Taugt die Hexe als Symbol der weiblichen Emanzipation?

Die Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit waren organisierte Massenmorde. In der Popkultur der Gegenwart gilt die Hexe als Inkarnation der weiblichen Emanzipation. Passt das so gut zusammen, wie wir glauben?

SZ PlusGastbeitrag von Rebekka Endler

Kino
:Sie wollen ihr die Hose runterziehen

In Markus Schleinzers grandiosem Film „Rose“ spielt Sandra Hüller eine Frau im 17. Jahrhundert, die vorgibt, ein Mann zu sein. Eine Geschichte, wie gemacht für die Geschlechterdebatten unserer Zeit.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Debatte
:Alles krank

Das Thema Menopause hat in Popkultur und gesellschaftlicher Debatte eine steile Karriere gemacht. Auf die neue Offenheit scheint nun aber die Pathologisierung zu folgen: Altern ja, aber bitte ohne jedes Symptom.

SZ PlusEssay von Susan Vahabzadeh

Literatur
:Keine Zeile darf verloren gehen

Wer hinter dem Pseudonym Elena Ferrante steckt und schreibt, ist nach wie vor unbekannt. Ihr Essayband „An den Rändern“ verrät zumindest so viel: Sie ist eine leidenschaftliche Leserin. Vor allem von Büchern großer Frauen.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Literatur
:Ach, diese Mitte

Jenseits der vierzig fängt für Frauen eine graue Zeit im Leben an, hieß es früher: Heute zeigen besonders interessante Schriftstellerinnen, wie man in dieser Phase endlich Frieden mit sich selbst schließt – und sich überraschend neu verlieben kann.

SZ PlusVon Meredith Haaf

Was läuft im Tanz in München
:Lustvolle Schleimerei in den Kammerspielen

Doris Uhlich hinterfragt mit „Glitsch“ normierte Körperbilder,  Zufit Simon lädt in den „Fight Club“, und beim Dok-Fest  geht der Tanz in den Widerstand.

Von Jutta Czeguhn

Geburtshaus in Trier
:Zu laut gestöhnt

In Trier klagt ein Nachbar, weil ihn die Schreie aus dem Geburtshaus stören. Geht es hier um einen übersensiblen Frauenfeind – oder einen Fehler der Stadt?

SZ PlusVon Kathrin Wiesel-Lancé

Gen Z und die Liebe
:Wenn Frauen erst spät merken, dass sie queer sind

Tia, Toni und Ronia sind Mitte zwanzig – und entdecken gerade, wen sie wirklich begehren. Über ein Gefühl, das immer schon da war, nur noch keinen Namen hatte.

SZ PlusVon Sophie Gartmann

Demo gegen Gewalt gegen Frauen
:„Jetzt ist die Zeit, laut zu werden“

Gegen Frauendiskriminierung, gegen Femizide und sexuelle Gewalt gegen Frauen als Folgen des Patriarchats haben rund 300 Feministinnen in München demonstriert.

Von Tom Soyer

Feminismus
:Einfach keine Menschen verachten

Die selbsternannte Fotzenrapperin Ikkimel preist auf Instagram Herbert Grönemeyer als Pionier kritischer Männlichkeit und feiert das Revival eines alten Hits. Und so sieht einer mit 70 Jahren plötzlich wieder superjung aus.

SZ PlusVon Meredith Haaf

Sexualisierte Gewalt im Alltag
:Was Männer tun können, damit Frauen sich sicherer fühlen

Ein langer Blick in der U-Bahn, eine Begegnung im Dunkeln. Fast alle Frauen kennen Ängste im Alltag, die von Männern ausgelöst werden. Denen ist das oft gar nicht bewusst. Sieben Punkte, auf die Männer achten können.

SZ PlusVon Sophia von Schwanewede

Feminismus-Influencer
:„Beim Schweigen geht die Mittäterschaft los“

95 000 Menschen folgen Luca Lauris Leverenz auf Instagram. Der Schauspielschüler postet dort feministische Inhalte. Und erhält dafür sogar Morddrohungen.

SZ PlusVon Sophia Coper

Kabarettpremiere
:„Ich will Tannine!“

Warum Christl Sittenauer in ihrem zweiten Solo-Programm „Komplizin“ zum weiblichen Ungehorsam aufruft.

SZ PlusVon Thomas Becker

Literatur
:So weit, so hot

Ihre Autobiografie „I’m Glad My Mom Died“ wurde ein Welterfolg, jetzt erscheint Jennette McCurdys Romandebüt. „Half His Age“ erzählt von Sex, Machtmissbrauch und Einsamkeit.

SZ PlusVon Mareen Linnartz

Theater
:Die Gewalt in den einsamen Herzen

Was, wenn Frauen in einer patriarchalen Welt auch noch gegeneinander kämpfen? Schlechte Idee, befindet Rieke Süßkow in ihrer Inszenierung von „Bernarda Albas Haus“ am Münchner Residenztheater.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Debatte
:Was hat das mit mir zu tun?

Der Fall Fernandes zeigt, dass es zwischen den Geschlechtern noch immer ein strukturelles Problem gibt – ganz egal, wie feministisch sich manche Männer auch geben. Wie kann aus bloßen Bekenntnissen echte Veränderung erwachsen?

SZ PlusEssay von Jens-Christian Rabe

Sexuelle Gewalt gegen Frauen
:„Lasst uns die Mauer des Schweigens einreißen“

17 000 Menschen demonstrieren in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt. Dann tritt die Frau auf, die sagt: Ich bin nur eine von vielen.

Von Ulrike Nimz und Paulina Würminghausen

Literatur
:Nur Frauen unter den Überlebenden

Ein Buch, das auf Tiktok gehypt wird, muss noch lang nicht gut sein. Aber die Wiederentdeckung des Romans „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman ist jede Begeisterung wert. Die feministische Dystopie passt perfekt in unsere wirre Zeit.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Debatte
:Was machste denn für’n Gesicht?

Die Frauen grazil und freundlich, die Männer hart und konzentriert: In einigen Sportarten sind traditionelle Geschlechterrollen quasi Pflicht. Was das über eine gesellschaftliche Schieflage erzählt.

SZ PlusEssay von Marie Gundlach

Sachbuch
:Es braucht eine Revolution in den Köpfen der Männer

„Die Frau und Sex“ ist eines der berühmtesten Bücher des arabischen Feminismus. Jetzt erscheint es erstmals auf Deutsch – und liest sich auch für Westler an vielen Stellen erschreckend aktuell.

SZ PlusVon Caroline O. Jebens

Streaming
:Kann man mit Männern leben?

In der Arte-Mediathek ist mit „Die Aussprache“ gerade ein Film zu sehen, der zum Fall Fernandes/Ulmen passt wie kaum ein anderer.

Von Kathleen Hildebrand

Digitale Gewalt
:Diesen Männern gefällt das

Der Fall Collien Fernandes darf niemanden überraschen. Die sogenannte Manosphere – ihr berühmtester Vertreter ist Andrew Tate – infiltriert seit Jahren die Köpfe junger Männer und attackiert so Gesellschaft, Bildung und Demokratie.

SZ PlusEssay von Thore Rausch

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