Als Vordenker der europäischen Einigung ist Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden. Europa könne stolz sein auf die Leistungen Europas, sagte der Preisträger in seiner Dankesrede.
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Der Aufstieg in die Welt der Hochfinanz war Jean-Claude Juncker nicht in die Wiege gelegt. Bis heute fühlt sich der Sohn eines Stahlarbeiters den Malochern daheim näher als den vielen Bankern in seinem Großherzogtum Luxemburg. Dennoch genießt der Sprecher der zwölf Euro-Staaten in Finanzkreisen Respekt.
Von cwemehr...
Seit Jahren blockiert die Regierung in Wien eine EU-Reform zur Zinsbesteuerung. Nach den jüngsten Medienberichten über massenhafte Steuervermeidung wackelt der zweite verbliebene Blockierer Luxemburg - Österreich steht unter Druck, sein Bankgeheimnis zu lockern.
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Die EU-Finanzminister machen ernst mit ihrem Kampf gegen Steueroasen. Deutschland und die anderen "Großen" schmieden auf dem Ministertreffen in Dublin eine Allianz. Sie wollen endlich alle Einkünfte aus den betroffenen Ländern besteuern. Die nächsten Staaten im Fokus heißen: Schweiz, Monaco, Andorra, San Marino.
Von Cerstin Gammelin, Dublinmehr...
Nur noch ehrliches Geld soll willkommen sein: Luxemburg wird künftig Informationen über ausländische Kunden automatisch an die Finanzämter in deren Heimatländern weitergeben. Im SZ-Interview zollt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dem kleinen Nachbarn dafür Respekt. Für Luxemburg ist es ein Tabubruch - der ein anderes EU-Land in Bedrängnis bringt.
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Luxemburg lockert sein Bankgeheimnis, und Österreich könnte bald folgen. Doch das Einlenken der bekannten Anlegerparadiese geschieht nicht aus Einsicht, sondern aus Furcht um das eigene Geschäftsmodell. Das Bankgeheimnis in Europa ist in Wahrheit längst tot.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Exklusiv
Finanzminister Schäuble will Steuerhinterziehung stärker bekämpfen - und sieht bereits erste Erfolge. Ein SZ-Gespräch über die dunklen Wege, Milliarden Euro vor dem Fiskus zu verstecken und die Mittel, Steuerflüchtlinge zu fassen.
Von Bastian Brinkmann und Claus Hulverscheidt, Berlinmehr...
Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker sieht auffällige Parallelen zum Jahr 1913. Auch am Vorabend des Ersten Weltkrieges hätten viele Menschen gedacht, es werde nie wieder Krieg geben. Erste Anzeichen sehe er in den Wahlkämpfen in Griechenland und Italien.
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Meinung
Das Bild vom hässlichen Deutschen, der dem übrigen Europa sein Wirtschaftsmodell aufzwingt: In vielen Nachbarländern droht die Wut der Straße zur offiziellen Politik mit antideutschen Zügen zu werden. Die ständig geschürten Vorurteile gefährden das Fundament der EU.
Ein Kommentar von Martin Winter, Brüsselmehr...
Ein Flugzeug voller Cash: Die Zentralbank in Nikosia hat mehrere Milliarden Euro Bargeld bekommen, kurz bevor die Banken öffneten. Das Geld kam offenbar aus Deutschland.
Die Entwicklungen im Newsblog von Bastian Brinkmann und Oliver Klasenmehr...
Jean-Claude Juncker gibt das Amt des Euro-Gruppen-Chefs auf. Der luxemburgische Regierungschef kündigte beim Finanzministertreffen in Brüssel an, seinen Posten zu räumen.
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Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem ist von den Euro-Finanzministern zum Chef der Euro-Gruppe gewählt worden. Der Nachfolger von Jean-Claude Juncker hat gleich sein Arbeitsprogramm vorgestellt und will um Vertrauen werben.
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Exklusiv
"Keine Zeit mehr zu verlieren": Der Vorsitzende der Euro-Gruppe sieht einen entscheidenden Punkt der Schuldenkrise gekommen. Jean-Claude Juncker unterstützt Pläne von EZB-Chef Draghi zum Ankauf von Staatsanleihen - und gibt Deutschland eine Mitschuld an der Krise. Berlin behandle die Euro-Zone "wie eine Filiale". Auch "Geschwätz über den Austritt Griechenlands" sei nicht hilfreich.
Von Cerstin Gammelin und Stefan Korneliusmehr...
Wenn 28 Länder um eine Billion Euro ringen: In Brüssel hat der EU-Haushaltsgipfel begonnen, der die Finanzen der Gemeinschaft für die nächsten sieben Jahre regeln soll. Alle Staats- und Regierungschefs reisen mit eigenen Vorstellungen an, die Fronten sind verhärtet: Süd- gegen Nordeuropa, Frankreich gegen Deutschland - und Großbritannen gegen alle.
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Der EU-Haushalt für sieben Jahre steht auf der Kippe: Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Hollande erwarten, dass der Brüsseler Gipfel platzt. Europas Staats- und Regierungschefs wollen sich mittags noch einmal treffen, doch Hoffnung gibt es kaum. Diplomaten sprechen von "tiefsten Spaltungen".
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Gegen den Willen des Europaparlaments haben die EU-Länder Luxemburgs Notenbankchef Yves Mersch ins Direktorium der Europäischen Zentralbank berufen. Die Personalie hatte lange für Streit gesorgt, weil das Europaparlament eine Frau für das Spitzengremium der EZB gefordert hatte.
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Eine Situation wie aus dem Drehbuch eines Agentenfilms: Hartnäckig hält sich das Gerücht, Luxemburgs Großherzog unterhalte heimliche Verbindungen ins Ausland. Der Geheimdienst ist dem Vorwurf ausgesetzt, illegale Abhöraktionen gestartet zu haben. Jean-Claude Juncker ist oberster Chef des Dienstes - und steckt nicht nur deshalb mittendrin in der Affäre.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Die Kanzlerin lobt den "konstruktiven Geist der Beratungen" und verweist optimistisch auf die im Januar geplante Fortsetzung der Gespräche. Doch es lässt sich nicht leugnen: Der EU-Gipfel ist gescheitert, vor allem an der unnachgiebigen Haltung des britischen Premiers Cameron. Der verteidigt seine Blockade-Haltung - und greift EU-Ratspräsident Van Rompuy an.
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Von Athen bis Dublin, von Den Haag bis Madrid kämpfen die Regierungen gegen die Auswirkungen der Krise: Ein Mix aus europäischem Vertrauensverlust und wachsenden nationalen Interessen drängt die Angelegenheiten der Union in den Hintergrund. Der Union fehlt eine klare Linie.
Ein Kommentar von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Radikaler Sparkurs und Stellenabbau - das sind die Bedingungen der Euro-Gruppe für die Auszahlung von Hilfsgeldern zur Rettung spanischer Banken. Auch Zypern kann auf finanzielle Unterstützung hoffen.
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Euro-Gruppen-Chef Juncker tritt ab - doch wer folgt? Wird es etwa Bundesfinanzminister Schäuble? Oder sein französischer Kollege? Vielleicht ein Italiener? Die Krisenmanager sind frei in ihrer Wahl, noch aber völlig uneins.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Meinung
Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker tritt als Chef der Euro-Gruppe zurück. Er ist der Einzige, der seit Gründung der Währungsunion dabeisitzt und kennt ihre Mängel wie kaum ein anderer. Doch wenn die Euro-Gruppe bald kopflos dasteht, dann ist das nicht ihm vorzuwerfen.
Ein Kommentar von Cerstin Gammelinmehr...
Wer durch Strukturreformen seinen Job verliert, soll zeitlich befristet Hilfe erhalten: Ein EU-Plan sieht eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung für alle Euro-Länder vor. Die Finanzierung ist allerdings noch vage - und der Vorschlag birgt Probleme, zumindest aus deutscher Sicht.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
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