Eine Woche will sich Müller-Brot noch Zeit lassen, dann sollen die Backöfen wieder angeheizt werden - zumindest wenn es nach dem Unternehmen geht. Derweil stellen die Behörden klar: Zwar habe man auch in Zutaten Ungeziefer gefunden, eine Gefahr für die Verbraucher habe aber nicht bestanden.
Siemens hat sich vorgenommen, nachhaltiger zu wirtschaften - nicht nur als Unternehmen. Auch die Mitarbeiter sollen mitmachen: Einmal im Monat gibt es am "Terra-Tag" nur noch vegetarische Gerichte in den Betriebs-Kantinen. Ein Großteil unterstützt die Aktion, einige Hartgesottene wollen auch am "Terror-Tag" nicht auf Fleisch verzichten.
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Harald Freiberger
Dem Autobauer Opel geht es schlecht. Fast eine halbe Milliarde Euro hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres verbrannt. Dem Mutterkonzern General Motors scheint nun die Geduld auszugehen: Einem Zeitungsbericht zufolge droht er damit, das Werk in Bochum zu schließen. Der Opel-Gesamtbetriebsrat dementiert.
Opel hat einen neuen Betriebsratschef: Wolfgang Schäfer-Klug beerbt Klaus Franz. Der Neue ist ein Akademiker mit weniger Stall- und noch weniger Fabrik-Geruch. Mit dem Mutterkonzern GM will er nicht auf Konfrontationskurs gehen - noch.
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Thomas Fromm; Rüsselsheim
Ein Konflikt, den es nur in einer reichen Gegend geben kann: Die Mitarbeiter von Golfplätzen in München und Umgebung klagen über schlechte Arbeitsbedingungen und begehren auf. Die Gewerkschaft verlangt einen Tarifvertrag - und die meist übertariflich bezahlte Kundschaft muss auf dem Golfplatz künftig wohl mit Arbeitskämpfen rechnen.
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Michael Tibudd
Die Angestellten wollen gegen den massiven Stellenabbau bei Nokia Siemens Networks auf die Straße gehen. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Zeil kritisiert das Unternehmen scharf: Schwere Managementfehler seien der Grund für den Arbeitsplatzabbau.
Die Gewerkschaften konnten sich durchsetzen: Der Energiekonzern Eon besiegelt zwar den Abbau von 11.000 Jobs weltweit. Auf betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland will das Unternehmen jedoch verzichten. Allerdings ist die Schließung einzelner deutscher Standorte wie München noch nicht vom Tisch.
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Markus Balser
Müller-Milch will die Joghurtproduktion nach Aretsried verlegen und in Freising 89 Stellen streichen - ein Schock für die Mitarbeiter.
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Birgit Goormann-Prugger
Die Opelaner gehen in die Offensive: Nach den Spekulationen um den Verkauf der Bochumer Traditionsmarke fordert der Betriebsrat ein Dementi "ohne Wenn und Aber" aus den USA. FDP-Fraktionschef Brüderle warnt General Motors vor einer erneuten "Hängepartie".
2012 ist ein Glücksfall für Arbeitnehmer. Die Brückentage liegen so günstig wie lange nicht mehr. Wer 22 Urlaubstage schlau einsetzt, kann sie zu 63 freien Tagen machen. Minimaler Einsatz, maximaler Gewinn. Allerdings: Der Chef kann dem Treiben seiner Mitarbeiter Einhalt gebieten.
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Alina Fichter
Deutschlands einst größte Drogeriekette Schlecker steckt in den roten Zahlen und ist zahlungsunfähig - zumindest "kurzfristig". Offenbar ist ein geplanter Zwischenkredit nicht zustande gekommen. Ziel ist es nun, Teile des Filialnetzes zu erhalten und das Unternehmen zu sanieren. Konkurrent Rossmann nannte die Entwicklung absehbar.
Als in den 1970er Jahren die Preisbindung für Drogerieartikel fiel, witterte Anton Schlecker seine Chance. Heute ist er Milliardär und das Unternehmen hat Tausende Filialen. Doch der Firmengründer musste auch Schickssalsschläge verkraften. Ein Rückblick.
Tausende Überstunden, Hausverbot, kein Gehalt: Der Betriebsrat wirft den Basic-Chefs vor, Mitglieder ihres Gremiums und Mitarbeiter einzuschüchtern.
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Bernd Kastner
Noch mehr Ärger bei Siemens: Der Betriebsrat fühlt sich vom Sparprogramm des Konzernchefs völlig überrumpelt - ein handfester Streit zeichnet sich ab.
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Markus Balser
Eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes belegt: Firmen mit Betriebsräten haben zufriedenere Mitarbeiter. Das wirkt sich auch aufs Gehalt aus.
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Sibylle Haas
In einigen Fragen sind sich Betriebsrat und Konzernvorstand schon weitgehend einig, andere Knackpunkte sind weiter heftig umstritten.
Sieben Sparforderungen liegen auf dem Tisch.
Offener Brief der Mitarbeiter: Der hoch verschuldete Schaeffler-Konzern kann seine finanzielle Notlage nur mit staatlicher Hilfe bewältigen, glaubt der Betriebsrat.
Nach dem Scheitern des Transrapid-Projekts in München wächst im Betriebsrat von ThyssenKrupp die Sorge vor einem Verkauf der Technologie ins Ausland. Denn diese hat nach Ansicht von Wirtschaftsminister Glos noch weltweit Chancen.