Satire

Journalismus
:Das Prinzip Sarkasmus – schon mal gehört?

Beim Podcasten über die AfD-Jugend zitiert der Kolumnist Jan Fleischhauer ironisch-höhnisch eine Naziparole. Missverstehen kann man das eigentlich nicht. Doch die bayerische Justiz ermittelt trotzdem.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Klassik
:Eine Oper als schrille Fuck-Trump-Party

Was einem Angst macht, das muss man verhöhnen: Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth haben für Hamburg „Monster’s Paradise“ geschrieben – es sind Schmähgesänge auf ein Monster im Weißen Haus.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Satire
:Ein öffentlich-rechtlicher Witz

Der deutsche „Extra 3“-Satiriker Maximilian Schafroth wollte in Grönland eine US-Flagge hissen. Das Lustigste daran: Niemand außer dem NDR fand es lustig. Eine handwerkliche Kritik.

SZ PlusVon Thore Rausch

Film
:Wird sie ihn aufessen?

Das Mauerblümchen des Büros strandet mit dem Boss auf einer einsamen Insel – klingt romantisch. Aber „Send Help“ mit Rachel McAdams ist eine wilde Splatterkomödie über den Sexismus der Arbeitswelt.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Satire
:Und immer wieder Hitler

Obdachlose, Juden, trans Frauen, Migranten und Rollstuhlfahrer: Das neue Programm der Kabarettistin Lisa Eckhart ist rührend inklusiv. Nur den Humor hat sie vergessen.

SZ PlusVon Thore Rausch

Empörung über „Charlie Hebdo“-Zeichnung
:Die letzte Verarschung

Die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ bringt mit einem geschmacklosen Cartoon über die Opfer von Crans-Montana die Schweiz gegen sich auf. Ein Versehen ist das nicht.

Von Nils Minkmar

Trump und Macron
:„Nononono, ju kännot du sät“

Donald Trump hat sich öffentlich über Emmanuel Macrons Akzent lustig gemacht. Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident jemanden imitiert. Über die Unsitte des Nachäffens.

Von Martin Zips

„Titanic“-Anwältin im Interview
:„Wenn du den Witz erklären musst, hast du schon verloren“

„Titanic“-Anwältin Gabriele Rittig über irre Schriftsätze im Dienst der Satire, den berühmten Fleck auf der Papst-Soutane und ihre Theorie darüber, welche Politiker am schnellsten klagen.

SZ PlusInterview von Ronen Steinke

Fernsehen
:Knaller in Superzeitlupe

Die dritte Staffel von „Nicht nachmachen!“ rummst zu Silvester auf ZDF Neo standesgemäß. Aber außer den Effekten leuchtet so gut wie nichts. Auch nicht der Geist der eigentlich gewitzten Moderatoren.

SZ PlusVon Harald Hordych

Trumpismus
:Ein großes Jahr für die Autokraten-Show

Satiriker wie Jimmy Kimmel und Stephen Colbert erleben ihre fruchtbarste und furchtbarste Zeit: Der US-Präsident liefert unzählige Vorlagen – schlägt aber auch vor, einen von ihnen „einzuschläfern“. Betrachtet Trump die TV-Stars als seine größten Konkurrenten?

SZ PlusVon Hilmar Klute

AfD
:Der Mann mit dem Hitler-Sound will offenbar reden – gegen Geld

Mit rollendem R trat Alexander Eichwald bei der AfD-Jugend auf. Das Rätsel um seine Person und Absicht scheint er jetzt selbst lösen zu wollen, wenn der Preis stimmt.

Von Philipp Bovermann

Humor
:Fans und Kritiker werden diesen Film hassen

„Stromberg – Wieder alles wie immer“ ist alles Mögliche, aber keine Komödie. Diese Fortsetzung bricht so radikal mit der Publikumserwartung, dass sie auch von Lars von Trier sein könnte.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Generation Deutschland
:Der Hitler-Sound missfällt nicht jedem

Beim Gründungstreffen der AfD-Jugendorganisation tritt ein Mann auf, der mit rollendem R von Rassen spricht. Ist das Satire?  12,28 Prozent der Stimmen bekommt er trotzdem.

Von Philipp Bovermann

Kino
:Fühlt sich an wie Brain Fog

„Eddington“ mit Joaquin Phoenix, Emma Stone und Pedro Pascal hätte eine tolle Western-Satire auf die USA während der Corona-Pandemie werden können. Aber für den Film von Ari Aster müsste man den Humor schon selbst mitbringen.

SZ PlusVon Susan Vahabazdeh

Satire-Zeitung
:Lügen, bis sich die Druckpressen biegen

Deutschlands bekannteste Satireplattform „Der Postillon“ gibt es jetzt als Printzeitung. Was für ein Blödsinn − im besten Sinne.

Von Marie Gundlach

Nach satirischem Kommentar
:Staatsanwaltschaft akzeptiert Freispruch für El Hotzo nicht

Ein Kommentar des Satirikers El Hotzo zum Attentat auf Donald Trump im US-Wahlkampf 2024 beschäftigt die Berliner Justiz. Das bleibt auch noch etwas so.

Baby-Cover
:Lindner und Lehfeldt klagen gegen „Titanic“

Das Satiremagazin hob Anfang Januar das „Baby-Glück“ von Franca Lehfeldt und Christian Lindner auf das Cover. Inzwischen sind die beiden Eltern – und haben Klage eingereicht.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Kolumne: Washington, D. C.
:Stirb doch, Papa

Der amerikanische Fernseh-Humor ist besser und härter als der deutsche, das beweist jede Late-Night-Show im Kampf gegen Donald Trump. Aber färbt das auch schon auf Vierjährige ab?

SZ PlusVon Hilmar Klute

Gegenwartsliteratur
:Wir schaffen das!?

In Gaea Schoeters Roman „Das Geschenk“ bringen 20 000 Elefanten die deutsche Gesellschaft an den Rand des Zusammenbruchs. Völlig absurd erscheint das nur, wenn man das Buch noch nicht gelesen hat.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Urteil gegen Satiriker El Hotzo
:Kommt ein Clown vors Gericht

Kann man den Wortkünstler Sebastian Hotz vor Gericht verurteilen, weil sein Satire-Alter-Ego „El Hotzo“ Trump auf Twitter den Tod wünschte? Ein Treffen rund um den Prozess in Berlin, wo das Vorhaben scheiterte.

SZ PlusVon Thore Rausch

Stalking
:Wie Kabarettistin Christine Eixenberger sich gegen übergriffige Fans wehrt

Der Psychoterror wird der Kabarettistin zu viel, sie bearbeitet das in ihrem Bühnenprogramm „Volle Kontrolle“. Und sie lernt boxen.

SZ PlusVon Thomas Becker

Kino
:Masturbierende Moorleichen

In Guy Maddins Satire über ein G-7-Treffen, das in die Apokalypse mündet, spielt Cate Blanchett die deutsche Kanzlerin. Das ist längst nicht das einzig Bemerkenswerte an „Tanz der Titanen“.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Phänomen der Vollsuff-Kunstlieder
:Ballermann-Hits fürs Klassik-Publikum

Auf Youtube sind sie unfassbar beliebt: die Mallorca-Vollsuff-Kunstlieder von Simon Mack. Das Repertoire reicht von „Geh mal Bier hol’n“ bis „Ich schwanke noch“. Nun gelingt dem Münchner damit sogar der Sprung auf die Bühne eines Staatstheaters.

SZ PlusVon Michael Stallknecht

„Monty Python’s Life of Brian“ im Filmmuseum München
:Unfreiwilliger Erlöser

Pünktlich zum Auferstehungsfest Christi zeigt das Filmmuseum die Jesus-Satire „Monty Python’s Life of Brian“.

Von Josef Grübl

„Titanic“
:Unfreiwilliger Werbepartner

Der Medienanwalt Christian Schertz geht gegen das Satiremagazin „Titanic“ vor – weil es mit seinem Gesicht für ein Abo werbe.

SZ PlusVon Aurelie von Blazekovic

David Cross im Interview
:„Übertreibungen sind jetzt Realität“

Es ist eine große Aufgabe, in diesen Zeiten noch lustig zu sein. Komiker David Cross, bekannt aus „Arrested Development“, erklärt die Krise der politischen Satire in den USA.

SZ PlusInterview von Alexander Menden

„Trotteln“ von Robert Seethaler und Rattelschneck
:Vom Glück, ein Trottel zu sein

Bestseller-Autor Robert Seethaler und „Rattelschneck“-Zeichner Marcus Weimer haben mit „Trotteln“ ein herrliches Nonsens-Buch geschaffen. Das ist so trostreich wie sonst gerade wenig.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Starkbierfeste und Fastenpredigten
:Wo Starkbier fließt und die Leviten gelesen werden

Beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg schenkt Maxi Schafroth der Politprominenz ordentlich ein. Aber auch an anderen Orten in und um München werden die Zustände satirisch kommentiert und Starkbierfeste gefeiert. Ein Überblick.

Von Oliver Hochkeppel, David Scheidler und Michael Zirnstein

Karnevalist Jacques Tilly
:Ein Narr, der seine Rolle wechselt

Eine Ausstellung in Düsseldorf würdigt Jacques Tilly und seine bitterbösen Karnevalswagen. Der Satiriker greift nicht nur an – inzwischen ist er auch Verteidiger.

Von Christian Wernicke

Bundestagswahl 2025
:Hallo Wähler, wir sind auch noch da

Satiriker, Separatisten, Kommunisten – neben den etablierten Parteien sind zur Bundestagswahl in Bayern auch neun Kleinparteien zugelassen. Manche gehören fast zum politischen Inventar, andere sind neu dabei. Ein Überblick.

Von Thomas Balbierer und Johann Osel

Comedy und Politik
:War nicht so gemeint

Das einfachste Mittel gegen Kritik scheint vielen heute Ironie zu sein. Das ist anstrengend und im Fall der Mächtigen gefährlich. Über das neue Zeitalter der Selbstparodie.

SZ PlusGastbeitrag von Mike Gillis

Nachruf auf Otto Schenk
:Der große Schmäh

Er war ein Publikumsliebling, der noch selbst ans Telefon ging, wenn die Zeitung anrief: Zum Tod des Wiener Schauspielers, Regisseurs und Humoristen Otto Schenk.

SZ PlusVon Wolfgang Kralicek

Satire
:Den Wahnsinn nacherzählen

Wie funktioniert Satire, wenn Politiker sich selbst wie Comedians aufführen? Warum es mittlerweile fast unmöglich ist, der Realität etwas Subversiv-Aufklärerisches entgegenzusetzen – und Humor trotzdem überlebenswichtig ist.

SZ PlusGastbeitrag von Ralph Glander

Feminismus-Farce „Die geschützten Männer“ im Kino
:Wird alles besser, wenn endlich Frauen an der Macht sind?

Irene von Albertis überdrehte feministische Satire legt nahe: eher nicht. Aber es gäbe ja Alternativen.

SZ PlusVon Martina Knoben

Wieder im Kino: „Der große Diktator“
:Lachen über das Grauen

Chaplins „Der große Diktator“ läuft als Wiederaufführung in den Kinos – und ist aktueller denn je.

Von Josef Grübl

Helge Schneider
:„Das, was ich mache, ist für eine KI unerschaffbar“

Helge Schneider wird nächstes Jahr 70 – und kündigt direkt eine neue Tour an. Ein Besuch in Mülheim an der Ruhr, beim freiesten Künstler der Gegenwart.

SZ PlusVon Alexander Menden

Nachruf
:Der Tapfere

Simon Fieschi überlebte schwer verletzt den Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 – nun ist er im Alter von 40 Jahren gestorben.

SZ PlusVon Oliver Meiler

Favoriten der Woche
:Wie eine Injektion

Der legendäre Hip-Hop-Song „Rapper’s Delight“, ein betörendes Cello-Konzert für die Ukraine und Witze, für die man in die Hölle kommt: die Kulturempfehlungen der Woche aus dem SZ-Feuilleton.

SZ PlusVon Marc Hoch, Egbert Tholl, Martin Wittmann

Simplicissimus
:Bitterer Humor

Vor 80 Jahren erschien die vorerst letzte Nummer der zuletzt propagandistischen Münchner Wochenschrift „Simplicissimus“. Über den Verrat an der hohen Kunst der Satire.

Von Martin Zips

Aufregung um Ausstellung von Rudi Hurzlmeier
:Ungewollte Bilder

Das EU-Parlament in Straßburg hat eine Ausstellung des Münchner Malers Rudi Hurzlmeier „verboten“. Zu sehen ist sie trotzdem – in Berlin.

SZ PlusKolumne von Jürgen Moises

Favoriten der Woche
:Denn es muss weitergehen

"Shogun", die beste Serie des Jahres, wird fortgesetzt. Ein Westernroman von 1959 wurde endlich übersetzt, und John Oliver betrachtet die AfD - die Empfehlungen der Woche aus dem SZ-Feuilleton.

SZ PlusVon Fritz Göttler, Kathleen Hildebrand und Cornelius Pollmer

Österreich
:Der Ungustl

David Scheid alias "Influencer Dave" ist das Gegenteil von Schickimicki: Mit seinem schlechten Benehmen mischt er in Österreich die Schönen, Reichen und vermeintlich Wichtigen auf. Doch so langsam wächst ihm die Figur über den Kopf.

SZ PlusVon Martin Zips

SZ MagazinKunst
:»Humor ist ein Filter, der es einem ermöglicht, in dieser grausamen Welt zu leben«

Vor fast zehn Jahren entging die Zeichnerin Catherine Meurisse knapp dem Terroranschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo – weil sie vor Liebeskummer verschlafen hatte. Wie macht man weiter, wenn man nur aus Zufall noch lebt?

SZ PlusInterview: Gabriela Herpell

Late-Night-Show im Volkstheater
:Kein ernstes Wort, nirgends

Moritz Hürtgen, ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic", lädt sich für seine Late-Night-Show im Münchner Volkstheater wechselnde Gäste ein. Über einen, der leise daherkommt, aber andere zum Brüllen bringt.

SZ PlusVon Thomas Becker

"The Regime" bei Sky
:Der Traum von der Zuckerrübe

In "The Regime" herrscht Kate Winslet als Autokratin über ein namenloses Land im Herzen von Europa. Die Serie will irgendetwas sagen über Macht und Diktatur - aber was nur?

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Ausstellung über "Pardon"
:Das Magazin, gegen das Franz Josef Strauß 18 Mal klagte

Teufel, Nackerte und Gräber für US-Präsidenten: Lange vor "Titanic" gab es "Pardon" aus Regensburg, ein Stachel im Fleisch der jungen Bundesrepublik. Eine exzellente Ausstellung beleuchtet die Geschichte des Satireblatts.

SZ PlusVon Hans Kratzer

Literarischer Brief an Friedrich Merz
:"Öffnen Sie den Brief erst, wenn's passiert ist"

Timur Vermes hat schon vor Jahren mit seiner Satire "Er ist wieder da" die Anfälligkeit der deutschen Gesellschaft für den Faschismus angeprangert. Jetzt verfasste er einen literarischen Brief, der eine düstere Zukunft zeichnet. Er appelliert darin an Friedrich Merz.

SZ Plus

Kaya Yanar analysiert den Nahostkonflikt
:Jetzt aber mal "die Wahrheit"

Der Komiker Kaya Yanar widmet ein Video dem Nahostkonflikt und wechselt darin munter die Rollen. Wer will uns da was sagen?

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Streit um Bestseller der Kabarettistin Monika Gruber
:Wirre Maschen und starrer Sinn

Der Piper-Verlag ändert den aktuellen Bestseller der Kabarettistin Monika Gruber nur minimal. Echte Ruhe dürfte deshalb eher nicht einkehren.

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Angriff auf ein ZDF-Team
:"Sie haben mich wie einen Fußball getreten"

Drei Studierende und ein Sozialarbeiter werden zu Bewährungsstrafen verurteilt, weil sie Journalisten bei einer Demonstration attackierten. Ihr Motiv bleibt unklar.

SZ PlusVon Verena Mayer

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