Opposition in Russland

Rede zu den „Tagen des Exils“
:Als würden sie zum Mars fliegen

Die wichtige Rolle, die Dissidenten für ihre Heimat spielen, endet nicht an der Landesgrenze: Das war unter Stalin so, das ist heute wieder so, da Putin unabhängige Köpfe umbringt oder ins Exil treibt.

SZ PlusGastbeitrag von Irina Scherbakowa

Russland
:Der Oppositionschef wollte Putin auf legalem Weg entgegentreten. Genutzt hat das nichts

Nikolai Rybakow und seine Partei setzten sich für „ein Leben ohne Angst“ und gegen den Ukraine-Feldzug ein. Im Moskau von heute genügt das, um von der Wahl ausgeschlossen zu werden.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Aktuelles Lexikon
:Wofür steht Jabloko?

Partei, die auf Deutsch Apfel heißt und dem Kreml lange als demokratisches Feigenblatt diente. Jetzt aber bekam er Angst davor.

SZ PlusVon Julian Hans

Podcast: „Auf den Punkt“
:Putin wendet sich gegen die letzte Oppositionspartei

Vor den Parlamentswahlen entscheidet ein Gericht: Die liberale Partei Jabloko darf nicht antreten. Wieso tut Putin das?

Podcast von Silke Bigalke und Leopold Zaak

MeinungRussland
:Und wieder schützt Putin sich vor seinem Volk

Die kleine, harmlose Partei Jabloko darf bei der Parlamentswahl im September nicht antreten. Jeder Funke Opposition ist dem Kreml nun zu viel.

SZ PlusKommentar von Silke Bigalke

Russland
:Gericht schließt liberale Oppositionspartei Jabloko von Parlamentswahl aus

Die Partei fordert ein Ende des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Sie will das Urteil anfechten. Nawalnys Witwe bezeichnet den Ausschluss als ein Zeichen von Angst im Kreml vor Kriegsgegnern.

Debatte
:Die Ferien auf der Krim sind abgesagt

Die Ukraine attackiert mit Drohnen tief in Russland, an Tankstellen gibt es vieles, nur kein Benzin mehr. Wer mag nur schuld sein, dass die Einschläge im Leben vieler Russen immer näher kommen – Putin etwa?

SZ PlusGastbeitrag von Irina Rastorgueva

Polen
:Festnahme nach Mord an Kreml-Kritiker

Der unter dem Pseudonym Semjon Skrepezki bekannte russische Künstler und Putin-Gegner wird in Polen erschossen. Ministerpräsident Tusk spricht von einem politischen Mord.

Sachbuch
:Putin braucht die Ukraine nur, um sein eigenes Land zu erobern

Eine düstere Zeit liegt vor Russland – prognostiziert Mikhail Zygar in seinem neuen Buch „Die Zukunft, die nie kam“.

SZ PlusVon Cathrin Kahlweit

Russland
:„Vor dem Krieg wollte ich unbedingt ein Kind“

Sogar der Kreml ist beunruhigt: Der Krieg gegen die Ukraine wirkt sich immer stärker auf die Stimmung der Menschen in Russland aus. Was denken sie über ihren Alltag und die Politik Putins? Die SZ hat sich umgehört.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Marija Aljochina von „Pussy Riot“
:„Der Westen ist kein friedliches Paradies. Sorry, wenn ich das so sagen muss“

Die russische Aktivistin Marija Aljochina floh auf spektakuläre Weise aus ihrer Heimat. Ein Gespräch über Wladimir Putin, Sahra Wagenknecht und die Naivität der Deutschen.

SZ PlusInterview von Mareen Linnartz und Frank Nienhuysen

Russland
:Obduktionsbericht Nawalnys veröffentlicht

Das Team des im Straflager vor gut zwei Jahren zu Tode gekommenen Kremlgegners Alexej Nawalny hat die Ergebnisse des umstrittenen offiziellen Obduktionsberichts russischer Behörden veröffentlicht. Nawalnys Mitarbeiterin Maria Pewtschich teilte bei X ...

Podcast: „Auf den Punkt“
:Friedensnobelpreisträgerin Scherbakowa: „Putin baut eine Vergangenheit, die es nie gab“

Irina Scherbakowa von der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ im Gespräch über Putins Krieg - und „die größte politische Emigration nach der Oktoberrevolution“.

Von Lars Langenau

Kremlkritiker
:Russland weist Vorwürfe zu Nawalnys Tod zurück

Zwei Jahre nach dem Tod des Kremlkritikers besuchen zahlreiche Menschen sein Grab in Moskau. Nur der russische Staat habe die Möglichkeit gehabt, Nawalny zu vergiften, hatte Bundesaußenminister Wadephul gesagt.

MeinungMord an Nawalny
:Ein Regime zeigt sein wahres Gesicht

Jetzt ist es wohl bestätigt: Putins Diktatur hat ihren bekanntesten Kritiker in der Haft mit einem tückischen Gift ermordet. Doch diese Erkenntnis wird in Russland wohl wenig ändern.

SZ PlusKommentar von Frank Nienhuysen

Opposition in Russland
:Lieder wider das Schweigen

Wie das Schicksal einer inhaftierten Petersburger Straßenmusikerin eine Welle der Solidarität bei jungen Leuten in ganz Russland ausgelöst hat.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina
:„Es gibt einen Unterschied zwischen Cancel-Culture und einer zehnjährigen Gefängnisstrafe“

Maria Aljochina saß Jahre in einer russischen Strafkolonie, dann konnte sie aus Russland fliehen. Ist sie seitdem vorsichtiger geworden? Kein bisschen.

SZ PlusVon Alexander Menden

Russischer Oppositioneller
:Nawalnys Witwe: Mein Mann wurde vergiftet

Biologisches Material ihres Mannes sei aus Russland geschmuggelt  und in zwei ausländischen Laboren untersucht worden. Beide Labore seien zu demselben Ergebnis gekommen.

MeinungRussland und Belarus
:Deutschland lässt die Verletzlichsten im Stich

Nun schließt die Bundesregierung auch für Oppositionelle der Machthaber Putin und Lukaschenko einen Notausgang, indem sie Aufnahmeprogramme ausgesetzt hat. Das ist verwerflich.

SZ PlusKommentar von Daniel Brössler

Deutschland
:Aufnahmestopp für Regimegegner aus Russland und Belarus

Die Bundesregierung setzt Aufnahmeprogramme nach Deutschland aus – für politisch Verfolgte nicht nur aus Afghanistan schließt sich ein „Notausgang“. Menschenrechtler reagieren empört.

SZ PlusVon Daniel Brössler

Russland
:18 Jahre Haft für Nawalny-Verbündeten

Ein russisches Gericht hat einen engen Vertrauten des verstorbenen Oppositionsführers Alexej Nawalny zu 18 Jahren Haft verurteilt. Die Strafe gegen Leonid Wolkow wurde am Mittwoch in Abwesenheit verhängt. Das Militärgericht sprach Wolkow in ...

Russland
:Ins Straflager, weil sie nicht schweigen will

Eine 19-Jährige klebt ein ukrainisches Gedicht an eine Statue in Sankt Petersburg. Dafür muss sie fast drei Jahre hinter Gitter. Darja Kosyrewa ist ein Beispiel von vielen dafür, wie die russische Justiz mit Meinungen umgeht, die dem Regime nicht passen.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Leipziger Buchmesse
:„Presseschau des Wahnsinns“

Wie funktioniert Putins Propaganda? Mit ihrem Buch dazu hat Irina Rastorgueva den Leipziger Buchpreis gewonnen. Ein Gespräch über Manipulationstechniken, die längst ihren Weg in den Westen gefunden haben.

SZ PlusInterview von Jens-Christian Rabe

Russland feierte ihn, heute lebt er im Münchner Exil: Vladimir Tarnopolski
:Komponieren, um zu überleben

Der bedeutende Moskauer Komponist Vladimir Tarnopolski lebt im Exil in München. Nach Monaten in Ungewissheit hofft er auf  eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Denn er hat Großes vor: eine Oper über Europa zu schreiben.

SZ PlusVon Paul Schäufele

„Tage des Exils“
:„Kann ich zulassen, dass Putin obsiegt?“

Weltweit fliehen Menschen, um das Letzte zu retten, was sie besitzen: ihr Leben und ihre Freiheit. So auch Alexej Nawalnys Witwe, die weiter gegen die Diktatur kämpfen will – einen anderen Ausweg sieht sie nicht.

SZ PlusEine Rede von Julija Nawalnaja

Russland
:Briefe aus der Todeszone

Die Korrespondenz, die Alexej Nawalny aus russischen Lagern führte, erreichte ihre Empfänger teils erst nach dessen Ermordung vor einem Jahr. Vier Brieffreunde des Oppositionellen erzählen.

SZ PlusÜbersetzt und eingeleitet von Alexander Estis

Nach dem Tod von Alexej Nawalny
:Am Jahrestag lassen Russen die Blumen sprechen

Wer in Russland kritisch denkt, fühlt sich oft allein. Ein Jahr nach dem Tod des Oppositionsführers treffen sich nun Gleichgesinnte am Grab, ein selten möglicher Protest.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Humor in Putins Russland
:Kleine Pfeile gegen den Diktator

In der Tradition von „Radio Eriwan“ gibt es auch heute in Russland trotz Zensur und Krieg mutige politische Witze. Doch der gelungenen Sammlung fehlt die Einordnung. Und das Vorwort ist der eigentliche Witz.

Rezension von Viola Schenz

Ein Jahr nach dem Tod Alexej Nawalnys
:„Die Zeit ist auf unserer Seite“

Sie arbeitete mit dem russischen Oppositionsführer, war Politikerin in Sibirien – und kam selbst ins Gefängnis.  Xenia Fadejewa blickt auf Nawalny, die Lage in Russland und die Zukunft.

Interview: Silke Bigalke

Weltpremiere im Münchner Haus der Kunst
:Pussy Riot verdammen Putin und die AfD

Die vom russischen Staat verfolgten Künstlerinnen zelebrieren ihre neue Widerstand-Show im Haus der Kunst. Pussy Riot feiern sich nicht als Heldinnen, sondern lassen das Publikum mit Verantwortung und Magenschmerzen zurück.

SZ PlusVon Michael Zirnstein

Russland
:Nawalnys Anwälte zu langer Haft im Straflager verurteilt

Den prominenten Kremlkritiker ließ das russische Regime im Gefängnis sterben. Seine Verteidiger werden nun ebenfalls verurteilt.

Russische Künstler
:Diese Realität ist wie ein Abszess

Monetotschka singt über die öde Provinz und über Sex. Und sie sagt, was sie denkt über Putin und seinen Krieg. Aus ihrer Heimat musste sie fliehen, aber ihren Kontakt zur russischen Generation Z hat sie nie verloren.

SZ PlusVon Frank Nienhuysen

MeinungRussland
:Alle sollen schön da bleiben, wo sie hingehören

Wladimir Putin regelt immer tiefer und immer genauer, wie die Menschen in seinem Land leben sollen. Kinder tragen zu Schulfesten  Soldatenuniform. Und es gibt das Fach Familienkunde, das kein Pflichtfach, aber trotzdem ein Pflichtfach ist.

SZ PlusGastkommentar von Lena Gorelik

Russland
:Und sie lächelt trotzdem

Ein ukrainisches Gedicht, ein blinkendes Herz, in Putins Russland braucht es mittlerweile wenig, um als Regimegegnerin eingesperrt zu werden. Egal wie jung. Darja Kosyrewa und die Kraft, Haltung zu bewahren.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Russland
:Und das habt zum Zeichen

Der russischen Aktivistin Darja Kosyrewa drohen viele Jahre Straflager, weil sie ein Satzzeichen in einem Gedicht verändert hat. Ein weiteres Beispiel für die Absurdität der Putin’schen Repressalien.

SZ PlusGastbeitrag von Alexander Estis

Wirecard
:Ein Spion namens Jan

Jan Marsalek war ein russischer Spion. Was lange nur vermutet wurde, gilt dank zweier Geständnisse in einem Londoner Prozess als nahezu gesichert. Wie er zum Spion wurde – und welche Ziele er im Visier hatte.

SZ PlusVon Jörg Schmitt, Nils Heck, Martin Wittmann

Russlands Agenten
:Putins grüne Männchen

Russlands militärischer Geheimdienst GRU spielt seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle für den Kreml, trotz diverser Fehlschläge. Matthias Uhls grandiose Studie ist für das Verständnis des heutigen Russlands unerlässlich.

SZ PlusRezension von Stephan Lehnstaedt

Oper
:Völlige Zerrüttung

Auch ohne Putin krass: Kirill Serebrennikow inszeniert an der Zürcher Oper Alfred Schnittkes irre Operngroteske „Leben mit einem Idioten“.

SZ PlusVon Egbert Tholl

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Russischer Dissident Glukhovsky: „In meinen Albträumen bin ich in Moskau“

Der Autor Dmitry Glukhovsky ist in Russland zu acht Jahren Straflager verurteilt. Weil er den Krieg gegen die Ukraine kritisierte. Wie fühlt es sich an, seine Heimat zu verlieren?

Von Johannes Korsche

Alexej Nawalnys Autobiografie
:„Falls sie mich endgültig erledigen sollten“

Seit Jahren arbeitete Alexej Nawalny an einem Buch über sein Leben. Selbst im Gefängnis machte er unverdrossen weiter. Das Buch, das heute posthum erscheint, erklärt nicht alles, aber es kann ein Mahnmal werden gegen Putins mörderische Politik.

SZ PlusRezension von Silke Bigalke

Gefangenenaustausch mit Russland
:Die Unfreiheit der Freien

Sie wollten nie weg aus Russland, auch wenn Putin sie einsperren ließ. Trotzdem sind die Kremlkritiker Oleg Orlow und Ilja Jaschin nach dem Gefangenenaustausch jetzt in Berlin. Sie schätzen das neue Leben – und wollen doch nur eines: zurück nach Moskau.

SZ PlusVon Silke Bigalke und Frank Nienhuysen

Putins Machtapparat
:„Russland ist in ein Loch von unermesslicher Tiefe gefallen“

Am vergangenen Wochenende wird in vielen russischen Regionen gewählt. Oppositionelle wie Lew Schlosberg dürfen gar nicht erst kandidieren. Hier spricht er über die Willkür der Behörden, den Ablauf der Wahlen und den Einfluss des Kreml.

SZ PlusInterview von Silke Bigalke

Russland
:„Es ist der Versuch einer gesellschaftlichen Hinrichtung“

In Russland stehen Regionalwahlen an – doch immer weniger Kandidaten können sich aufstellen lassen. Auch weil Oppositionelle zunehmend als „Auslandsagenten“ gebrandmarkt werden.

SZ PlusVon Silke Bigalke

John Sweeneys „Der Fall Nawalny“
:Putin, Nawalny und ich

Der britische Journalist John Sweeney verspricht ein Buch über Russlands Herrscher, seinen Widersacher, der im Straflager starb, und das Scheitern des Westens – nichts davon gelingt, denn der Autor steht sich mit seiner eitlen und hemdsärmeligen Art oft selbst im Weg.

SZ PlusRezension von Cord Aschenbrenner

Eröffnung der Ruhrtriennale 2024
:Genie und absolute Schönheit

Die Ruhrtriennale eröffnet mit „Legende“ von Kirill Serebrennikow – und mit Sandra Hüller, die Songs der britischen Rock-Performerin PJ Harvey singt.

SZ PlusVon Alexander Menden

Russischer Oppositioneller
:„Ich will euch vertreten“

Nach seiner Freilassung tritt der russische Regimekritiker Ilja Jaschin zum ersten Mal in Deutschland auf, vor Hunderten Putin-Gegnern in Berlin. Kann er der zerstrittenen Opposition neues Leben einhauchen?

SZ PlusVon Sonja Zekri

Russlands Straflager
:Wieder im ersten Kreis der Hölle

Vieles erinnert an die berüchtigten sowjetischen Gulags: Einblicke in das brutale System der russischen Strafkolonien, aus dem Wladimir Putin nun ein paar politische Gefangene entlassen hat. Hunderte aber sind dort weiterhin Folter und Schikanen ausgesetzt.

SZ PlusVon Katharina Erschov, Ben Heubl und Lina Verschwele

Putin-Kritiker
:Freiheit in der Fremde

Für die bei dem Gefangenenaustausch freigekommenen russischen Regimekritiker wird es gar nicht so einfach werden, ihre Oppositionsarbeit im Ausland fortzusetzen.

Von Silke Bigalke

Russland
:„Eine gesetzwidrige Ausweisung gegen meinen Willen“

Der Politiker Ilja Jaschin begründet, warum er eigentlich lieber in Russland geblieben wäre – statt im Tausch gegen Kriminelle in den Westen zu kommen.

SZ PlusVon Silke Bigalke

Gefangenenaustausch
:Freigelassene Kreml-Gegner wollen weiter gegen „Putins Regime“ kämpfen

Nach dem beispiellosen Gefangenenaustausch zwischen Russland und den USA sowie anderen westlichen Staaten äußern sich erstmals die freigelassenen russischen Oppositionellen. Einer unterstreicht dabei: Er wollte gar nicht ausgetauscht werden.

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