:Weltklasse-Bariton Christian Gerhaher singt mit Studierenden
Bariton Christian Gerhaher gibt in München den Titelhelden in Monterverdis Oper „L’Orfeo“. Der konzertante Abend in der Musikhochschule bringt Studierende und Lehrende zusammen – und ist nicht nur deshalb inspirierend.
Notizen aus meinem Leben
:„Aber gell, Sie sind nicht die Amelie Fried?“
Belauschte Gespräche in Theaterpausen, erkannt werden in Straßencafés – warum man einfach mitschreiben muss, was da passiert. Und besonders in Bayreuth bei den Festspielen.
Opernstar Cecilia Bartoli
:„Intendantin zu sein, gehört definitiv zu meinen Leidenschaften“
Cecilia Bartoli ist nicht nur eine der begehrtesten Mezzosopranistinnen der Welt, sie leitet auch überaus erfolgreich die Salzburger Pfingstfestspiele und die Oper in Monte-Carlo. Ob sie Lust hätte auf größere Häuser?
Premiere bei den Tiroler Festspielen Erl
:Wagners „Holländer“ als ganz großes Kino
In Josef E. Köpplingers „Holländer“-Inszenierung für die Festspiele in Erl sitzt das Publikum quasi mit den Sängern im selben Boot und erlebt einen herausragenden Christopher Maltman in der Titelpartie.
Festspiele Bregenz
:Eine Traviata und mehr als 6000 Stimmen
Nach 80 Jahren bringen die Bregenzer Festspiele erstmals Verdis „La Traviata“ auf die Seebühne. Zum Jubiläum hat man sich aber auch eine ganz besondere Publikumsbeteiligung ausgedacht.
„Der Besuch der alten Dame“ am Gärtnerplatztheater
:Eine fiese Geschichte als großer Wurf
Der Puppen-Zauberer Nikolaus Habjan inszeniert „Der Besuch der alten Dame“ am Gärtnerplatztheater – flirrend aufregend.
Kurioses zu 30 Jahre Oper für alle in München
:Wie die Fußball-WM der Oper dazwischenfunkte
Wer musste einst wegen des WM-Endspiels an seinem Geburtstag singen? Und warum trug Sir Peter Jonas bei „Falstaff“ einen Schottenrock? War er Fan der „Tartan Army“? Wissenswertes aus 30 Jahren „Oper für alle“.
30 Jahre Oper für alle in München
:Thomas Gottschalk: Moderator für alle
Nina Eichinger, Nina Ruge oder aktuell Steven Gätjen haben „Oper für alle“ schon moderiert. Warum man trotzdem einen wie Thomas Gottschalk vermisst.
30 Jahre Oper für alle
:Die Walküren sind los in München
Wagners „Walküre“ wurde nicht nur in München uraufgeführt, in Tobias Kratzers Neuinszenierung bekommt das Werk nun auch einen ganz besonderen München-Touch. Ein wahres Geschenk zum Jubiläum 30 Jahre „Oper für alle“.
Münchner Opernfestspiele
:Wie Asmik Grigorian die Lady Macbeth gibt
Superstar Asmik Grigorian ist die neue Münchner Lady Macbeth an der Bayerischen Staatsoper. Wie interpretiert sie die Rolle in Martin Kušejs düsterer Inszenierung?
Tanz
:Was kommt mit dem Herbst?
Die Tanzsparten an deutschen Theatern sind sehr international und divers. Sollte die AfD die Wahl in Sachsen-Anhalt gewinnen, könnte das Folgen für die Szene haben.
Klassik
:Sehr komische Oper
Bülent Ceylan darf bei der „Entführung aus dem Serail“ an der Staatsoper Berlin kritisch durch den Abend führen. Wie schlägt sich der Comedian als Mozarts Showmaster?
Eröffnung der Opernfestspiele
:Mit echtem münchnerischen Wagner-Moment
Zum Auftakt der Opernfestspiele im heißen München sind nicht nur luftige Kleider und bunte Fächer zu sehen, sondern auch kämpferische Frauen auf ihrem Ritt durchs Siegestor und bis ins Nationaltheater.
News-Überblick
:Das sind die Nachrichten des Tages
Warum Deutschlands erfolgreichstes Galeria-Kaufhaus am Marienplatz schließen könnte, wie ein Münchner Restaurant zwei Michelin-Sterne nach einem Jahr bekommen hat, wo in der Stadt Arbeitskräfte fehlen und mehr.
Oper
:Hier gibt es keine Erlösung
Eine konsequent kluge Regie und zudem ein spannendes Rollendebüt: Wagners „Tannhäuser“ am Opernhaus Zürich gerät zu einer unendlichen Lebensflucht des Titelhelden.
Rede zur Eröffnung der Opernfestspiele in München
:Jeff Koons – Gentleman statt Provokateur
Mit seiner Kunst provoziert der US-Künstler Jeff Koons seit Jahrzehnten. Seine Rede zur Eröffnung der diesjährigen Opernfestspiele fällt arg brav aus.
Opernprojekt
:Anspruch? Gibt es hier leider nicht
Die Oper in Genf bringt Frank Zappas irres Musikfresko „200 Motels“ auf die Bühne – und reduziert es auf einen queeren Kindergeburtstag mit drolliger Trump-Schelte.
Oper in Augsburg-Oberhausen
:Soziale Arbeit mit hohem C und hartem Rap
In Augsburg-Oberhausen entwickeln Bewohner gemeinsam mit Profi-Musikern ein Stück über ihr Viertel. Das Projekt will Theater neu denken – und stellt eine wichtige Frage: Wen erreicht Kultur wirklich?
Festspiele auf Gut Immling
:30 Jahre Weltklasse-Oper zwischen Eseln und Lamas
Ziegen auf der Weide, Puccini in der Reithalle – und im Chor singt eine Bäuerin, die zuvor noch Kühe gemolken hat. Das Immling-Festival ist noch immer eines der erstaunlichsten Opernfestivals Deutschlands.
„La Belle et la Bête“ in Augsburg
:Das Biest trägt Wrestlingschuhe
Susanne Lietzow inszeniert „La Belle et la Bête“ als körperliches Spektakel – und die Augsburger Philharmoniker klingen, als hätte Philip Glass für genau diesen Raum komponiert.
Deutscher Alltag
:In Wagners Raumschiff
Die „Meistersinger“ in der nicht ganz so schönen Stadt Ulm: Wie man lernen kann, ein menschenfreundlicher Hans Sachs zu sein.
Oper
:Hier ist alles drin, was Oper heute braucht
Wagner, Krieg und Ökodrama: Anna-Sophie Mahler inszeniert in Stuttgart „Turandot“ – und leiht sich für Puccinis unvollendet gebliebene Oper einen neuen Schluss aus dem „Tristan“.
Bayerische Staatsoper
:„Turandot“ in München: Alle wollen Jonas Kaufmann
Zum ersten Mal singt Star-Tenor Jonas Kaufmann die Rolle des Calaf in Puccinis „Turandot“ in München. Der Abend in der Bayerischen Staatsoper hat einen programmierten Höhepunkt, doch es gibt auch Überraschungen.
Kulturbauten
:Neubau der Düsseldorfer Oper abgesagt
Der prestigeträchtige Bau des Architekturbüros Snøhetta hätte die Innenstadt verändert. Jetzt wird er aus Spargründen komplett gestrichen. Stattdessen soll die „Deutsche Oper am Rhein“ saniert werden.
Oper
:Der Wind des Todes treibt dich heim
Coup für die Oper in Bern: Mit „L’Agamennone“ von Salvatore Sciarrino kommt dort die erstaunlich kompakte Version der Orestie eines der letzten Meister der Avantgarde zum ersten Mal auf die Bühne.
News-Überblick
:Das sind die Nachrichten des Tages
Welches besondere Fußballturnier stattgefunden hat, was das israelischen Restaurant Eclipse einen Monat nach dem Anschlag macht, wie es mit den Baustellen der U5 nach Pasing weitergeht und mehr.
Klassik
:Engel der Verzweiflung
Exzentrisches Tableau der Verwüstungen des 20. Jahrhunderts: Die Oper Kassel wagt die erste szenische Aufführung der großen „Deutschen Symphonie“ des Komponisten Hanns Eisler.
News-Überblick
:Das sind die Nachrichten des Tages
Was eine Braumeisterin tun muss, damit die Bierquelle nie versiegt, wie eine Mieterin gegen U-Bahn-Lärm kämpft, warum die Stadt die Weiterführung der Geschenke-Stuben verhindert und mehr.
Pfingstfestspiele Salzburg
:Toll, aber nutzlos
Rossinis „Il viaggio a Reims“ könnte man als Gesellschaftssatire inszenieren – Regisseur Barrie Kosky macht aus dem Stück bei den Salzburger Pfingstfestspielen lieber einen Riesenulk.
Premiere von „La Traviata“ am Gärtnerplatztheater
:Zwischen großer Leidenschaft und trostlosem Ende
Am Gärtnerplatztheater überzeugt „La Traviata“ musikalisch fast durchweg – Regie und Bühne können da allerdings nicht mithalten.
Münchener Musiktheater-Biennale
:Auf der Suche nach Überraschungen
Die Münchener Musiktheater-Biennale bot jede Menge Uraufführungen. Alles war gut gemacht, nichts floppte. Aber genügt das?
Opernpremiere in Nürnberg
:„Lulu“ als böse Boulevard-Komödie
Jens-Daniel Herzog bringt Alban Bergs Oper in Nürnberg mit Rasanz und einer grandiosen Juliana Zara auf die Bühne.
Oper
:Zum Glück endlich eine Frau
Virginia Woolfs „Orlando“ spielt humorvoll mit Geschlechteridentitäten, Olga Neuwirths Vertonung zieht an Berlins Komischer Oper beeindruckend nach: ein Schelmenstück.
„The Shining“ als europäische Erstaufführung
:Ein Stephen-King-Schocker als Oper
Gerade zum Staatstheater geadelt, und schon bricht der Horror aus: In Regensburg kommt Stephen Kings „The Shining“ auf die Bühne – in einer Inszenierung, die erstaunlich anders ist als der ikonische Film von Stanley Kubrick.
Uraufführung von „Of One Blood“ an der Bayerischen Staatsoper
:„Wir leben in einer Tudor-WG“
Warum die neue Oper „Of One Blood“ über Mary Stuart und Elizabeth I. für Komponist Brett Dean, Ehefrau Heather Betts und Tochter Lotte eine ganz besondere Familienangelegenheit ist.
Debatte
:Rückt mal zusammen, liebe Studenten
Viele Kulturbauten müssen saniert werden, es gibt aber nur wenig Geld. Städteplaner beschäftigt deshalb die Frage: Sollen alle Orte für alle zugänglich sein oder soll es für alle Gruppen und Bedürfnisse einen passenden Ort geben?
Zubin Mehta
:Ein Freund
Humanist und Schöpfer grandioser Momente in der klassischen Musik: Der große Dirigent Zubin Mehta wird 90.
Theater
:Im Tiefkühlfach der Liebe
Die Münchner Kammerspiele machen jetzt auch Musiktheater – „Eurydike und Orpheus“ ist ein faszinierendes Experiment. Zumindest anfangs geht es wunderbar auf.
Literaturfest München
:Peter Sloterdijk singt
Der Philosoph diskutiert beim Literaturfest nicht nur mit der Schriftstellerin Dana Grigorcea über Freiheit in der Oper – er stimmt auch selbst den „Rosenkavalier“ an. Wie das geklungen hat.
Opera Incognita inszeniert „Fidelio“ im Justizpalast
:Das Gute triumphiert
Für eine zeitgemäß gebrochene Perspektive auf Beethovens einzige Oper „Fidelio“ erhält das Ensemble der Opera Incognita viel Beifall. Regisseur Andreas Wiedermann konzentriert sich aufs Ideendrama.
Gecastet für die aktuelle Mozart-Tour
:Rolando Villazóns next Munich Papagena
Siegerin beim Casting: Gesangsstudentin Yingzi Xia wird neben Weltstar Rolando Villazón im Herkulessaal auf der Bühne stehen. Wie fühlt sich das an?
News-Überblick
:Das sind die Nachrichten des Tages
Was der neue Chef der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns vorhat, vor welchen Fragen Dominik Krause jetzt steht, was die Eisbachwelle jetzt retten soll und mehr.
Ermittlungen gegen Startenor in Neapel
:Jonas Kaufmann weist Betrugsvorwürfe zurück
In Neapel laufen Ermittlungen wegen möglichen Betrugs am Teatro San Carlo, zu den Beschuldigten gehört auch Jonas Kaufmann. So reagiert der Startenor.
Operettenabend in der Isarphilharmonie
:Jonas Kaufmann und die Tücken unpolitischer Lieder
Keiner singt die Melodien von Lehár und Co. so schön wie Jonas Kaufmann – nun auch auf Ungarisch. Aber kann man das „Wolgalied“ und Klischees über fiedelnde „Zigeuner“ noch genießen wie eh und je?
Kinderoper
:Hört mal zu
Wie begeistert man junge Zuschauer für die Oper? Ein Blick nach Hamburg, wo sie es mit Avantgarde-Musik von Karlheinz Stockhausen probieren. Klappt gut.
Oper
:Finale im Geschlechterkampf
So geht Oper als Kommentar zur Gegenwart: Tobias Kratzer inszeniert „Frauenliebe und -sterben“ in Hamburg.
Oper
:Die ganze Welt ist ein Gefängnis
Andrea Breth inszeniert in Frankfurt Puccinis „Turandot“ – und hat sich für ihre Inszenierung von Berichten aus Nordkorea inspirieren lassen. Ihre Bilder sind brillant, aber es fehlt etwas Wichtiges.
„Kreuz und quer“ in Dachau
:Improvisierte Opern
Das Ensemble „LaTriviata“ führt Opern nach den Vorgaben aus dem Publikum auf, das Schauplätze, Gefühle, Charaktere oder Requisiten bestimmen kann.
Premiere am Staatstheater Nürnberg
:„Der Freischütz“ spaltet das Publikum
Eine Drohne als der Schwarze Jäger, Paintball statt Jagd, Dialoge vom Band – die Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito am Staatstheater Nürnberg lässt niemanden kalt.
Dem Geheimnis auf der Spur
:Woher hat der Figaro seinen Namen?
Die berühmte Figur, bekannt aus Beaumarchais’ Theaterstücken, ähnelt ihrem Schöpfer frappierend.