Kultur

Schauspieler Frederick Lau übernimmt Münchner Filmtheater
:„Kino muss mehr sein als Hinsetzen und Popcorn“

Der Berliner Filmschauspieler Frederick Lau will gemeinsam mit Partnern das Traditionskino am Sendlinger Tor wiederbeleben – mit einem emotionalen Programm. Filmfest München und prominente Kollegen haben schon angebissen.

Interview von Michael Zirnstein

Die Tricks der Opern-Ultras
:Wie man an Festspielkarten für Jonas Kaufmann kommt

Ein bisschen wie Lotto, Poker und Mensch-ärgere-dich-nicht: Sich am Erstverkaufstag für die Münchner Opernfestspiele 2026 die begehrten Karten für die großen Stars zu sichern, gleicht einem Spiel. Hier sind die Regeln.

SZ PlusVon Jutta Czeguhn

Opern-Uraufführung
:Verspielte Gefühle

Keine Tränen, kein Schaudern – und gerade deshalb gescheitert: Mit Matthias Pintschers neuem Werk „Das kalte Herz“ an der Berliner Staatsoper wird man nicht warm.

SZ PlusVon Wolfgang Schreiber

MeinungBuchhandel
:Die Leute lesen weniger – und das muss alle beunruhigen

Der Umsatz der Branche ist in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2024 um 2,9 Prozent gesunken. Das ist keine Kleinigkeit. Wenn Menschen weniger Bücher haben wollen, hat das gesellschaftliche und politische Folgen.

SZ PlusKommentar von Marie Schmidt

Verbeugung vor Franz Josef Degenhardt
:Andreas Rebers spielt mit Schmuddelkindern

Der Münchner Kabarettist holt Franz Josef Degenhardt aus der Versenkung. Der linke Liedermacher war ein starker Einfluss in Rebers Nachkriegskindheit.

Von Oliver Hochkeppel

Graphic Novel
:Faust trägt jetzt einen Judenstern

Drei Comics erzählen Theaterstoffe neu: „Die Dreigroschenoper“, „Faust“ und ein Buch über die Münchner Schauspielerin Therese Giehse. Für Puristen ist das nichts – aber sie machen die Schauspielkunst greifbar.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Gasteig
:Die Lach- und Schießgesellschaft feiert ein fulminantes Comeback

Nach ihrem vorläufigen Aus im Jahr 2021 schien die berühmte Kabarett-Bühne Geschichte zu sein. Doch im „Fat Cat“-Interim gelingt ihr ein toller Neustart – auch wenn das nächste Ende schon wieder naht.

SZ PlusVon Oliver Hochkeppel

„Tatort“ aus Köln
:Oper halt: Liebe, Drama, Tod

Im „Tatort“ aus Köln wird ein Mord im Opernhaus mit wuchtigem Pomp inszeniert. Das reicht leider nicht, um dem Fall Schwung zu geben.

SZ PlusVon Ann-Marlen Hoolt

Kabarett
:„Ich war nie sonderlich ambitioniert, das ist alles eher so geschehen“

Ein halbes Jahrhundert lang trat Gerhard Polt an den Münchner Kammerspielen auf. Aber wie fand er zum Kabarett und später in die Hochkultur? Die große Bilanz einer Karriere, die als Mitesser begann und nun mit einer einsamen Suppe endet.

SZ PlusInterview von Alex Rühle

Was läuft in der Literatur
:Welche Lesungen in die Zukunft weisen

Das Münchner Literaturjahr beginnt mit einer Fülle an Möglichkeiten, mit Lesungen von Ursula Krechel bis Peter Licht. Und mit einem neuen Comicladen im Herzen der Stadt.

Von Antje Weber

Alice Merton mit neuem Album
:„So jemand wie Kanye West darf meine Songs nicht verwenden“

Alice Merton ist ein Do-It-Yourself-Popstar. In den USA hat die Nachfahrin von Holocaust-Opfern den Rap-Potentaten Kanye West verklagt. Mit dem neuen Album „Visions“ hat die „No Roots“-Sängerin jetzt lähmende Einflüsse überwunden.

Interview von Michael Zirnstein

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Klassische Musik ist hip“

Ein Orchester ist nichts Elitäres, sagt Andrea Zietzschmann. Wie die Intendantin der Berliner Philharmoniker und ihr Haus gegen dieses Bild anarbeiten.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

40 Jahre Klavierduo Tal & Groethuysen
:Durchs Leben mit vier Händen

Sie ist Israelin und Tochter von Holocaust-Überlebenden, er der Sohn eines bekannten Münchner Architekten. Ein Buch über das Pianopaar Yaara Tal und Andreas Groethuysen beleuchtet 40 Jahre Karriere.

Von Michael Stallknecht

Manga
:Wenn man sich für Männer interessiert, bekommt man gleich zwei

Das Manga-Genre Boys Love erzählt schwule Liebesgeschichten, gerne explizit. Es begeistert auch in Deutschland viele Leser – vor allem aber Leserinnen. Über den Erfolg von Storys, in denen Frauen nicht vorkommen.

SZ PlusVon Monika Rathmann

Weniger als 5000 Besucher pro Jahr
:Das wohl unbekannteste Museum von Weltrang

Das Keramikmuseum in Weiden vereint 7000 Jahre Geschichte in sich. Ein „Refresh“  soll den einzigartigen Exponaten aus Mesopotamien, Peru, dem Kongo und natürlich auch der Oberpfalz mehr Aufmerksamkeit bringen. So sieht er aus.

Von Sabine Reithmaier

München und Bayern
:Vorfreude auf 2026 – das sind die kulturellen Höhepunkte

Gerhard Polt gemeinsam mit Josef Hader und die Rückkehr des Reggae-Summer: Auf diese Ereignisse freut sich die SZ-Kulturredaktion 2026 besonders. Persönliche Tipps aus Film, Literatur, Theater, Kunst und Musik.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Graphic Novel
:High Noon mit Oma

In ihrer herrlich grotesken Graphic Novel „Saloon“ erzählt Mia Oberländer von einer eskalierenden Familienfeier. Was das mit Weihnachten und einer veganen Salami zu tun hat.

SZ PlusVon Martina Knoben

Pianist Friedrich Gulda
:Er kam auch mal nackt auf die Bühne

Seine Einspielungen der Beethoven-Sonaten sind unerreicht, seine Liveauftritte sitzen dem konservativen Klassikpublikum noch heute in den Knochen. Das Klavier-Genie Friedrich Gulda ist wiederauferstanden – in einer Groß-Edition auf 84 CDs.

SZ PlusVon Helmut Mauró

Kabarettist Matthias Egersdörfer über Entschleunigung
:Warum es besser ist, langsam zu leben

„Langsam“ heißen das aktuelle Programm und das Buch des Kabarettisten Matthias Egersdörfer.  Was braucht es zur Entschleunigung in rasend schnellen Zeiten? Und was hat das mit Sex zu tun?

SZ PlusInterview von Oliver Hochkeppel

„Abenteuerland“-Musical im Deutschen Theater
:Die alten Hits der Band „Pur“ gibt es jetzt als Singspiel

Bevor „Pur“ 2026 mit neuem Album touren, gehen die alten Hits der schwäbischen Band schon als Musical auf Reisen. Für Hartmut Engler, Texter und Sänger der Band, geht damit der Traum in Erfüllung, endlich sein Werk von außen zu betrachten.

Von Michael Zirnstein

Cartoonfigur
:Die Rückkehr der Diddl-Maus

Die Diddl-Maus, das Kult-Objekt der Neunziger, lebt wieder. Auf Bleistiften, Notizblöcken und als Plüschtier – aber nur in Frankreich. Wer sind die Leute, die dort jetzt die Läden leer kaufen?

SZ PlusVon Jamie-Lee Merkert

SZ MagazinQuiz
:Wie war 2025?

Labubus und ein Raub im Louvre, ein neuer Kanzler, ein neuer Papst und ein altbekannter US-Präsident: In unserem Quiz mit 66 Fragen blicken wir auf die irrsten Momente des Jahres zurück – mit jeder Menge „Rambo Zambo“!

SZ Plus

Silvesterprogramm eines Startenors
:Wann Rolando Villazón Purzelbäume schlägt

Rolando Villazón ist einer, der nach Krisen immer wieder aufsteht, sich erfolgreich neu erfindet und als Clown anderen Menschen Mut macht. Woher nimmt der quirlige Mexikaner diese Kraft?

Von Jutta Czeguhn

Ausstellung im Literaturhaus
:Die Mumins erobern München

Tolle Trolle: Vor 80 Jahren erfand Tove Jansson die Welt der Mumins. Eine Ausstellung im Literaturhaus München gibt Einblicke in Leben und Fantasie der finnischen Künstlerin.

Von Barbara Hordych

Literatur
:Flöten gegen den Weltenbrand

Was kann Musik zu erfolgreicher Politik beitragen? Der Historiker Philipp Ther untersucht das am Beispiel der Habsburgermonarchie und entdeckt neben dem Freigeist Mozart und dem Aktivisten Beethoven noch unbekannte Komponistinnen.

SZ PlusVon Helmut Mauró

Mathias Tretters kabarettistischer Jahresrückblick
:Die Iden des Merz

Klug, böse und sehr witzig: Mathias Tretters selektiv satirischer Jahresrückblick im Lustspielhaus

Kritik von Oliver Hochkeppel

Bücher-Aktion
:Dachau liest sich in neue Höhen

Die Stadtbücherei ruft Kinder und Klassen auf, so viele Bücher zu verschlingen, bis der Stapel die Höhe des MD-Papierfabrikturms erreicht.

Mögliche kulturelle Zwischennutzung in einer ehemaligen Backstube
:„Also ich find’s ein richtig geiles Ding“

Der ehemalige Rischart-Firmensitz im Münchner Gärtnerplatzviertel soll zur kulturellen Zwischennutzung freigegeben werden. Eine gute Idee?

Jürgen Moises

ExklusivBundesregierung
:Der Staatsminister, der für sich selbst nicht zuständig ist

Wegen möglicher Vermischung von politischen und privatwirtschaftlichen Interessen steht Wolfram Weimer in der Kritik – und hat seine Firmenanteile deshalb einem Treuhänder übertragen. Doch wer ist das?

SZ PlusVon Markus Balser und Uwe Ritzer

Amazon
:„Vielleicht sind die Deutschen Kontrollfreaks“

Amazon-Deutschland-Chef Rocco Bräuniger über Schummelrabatte, beliebte Weihnachtsgeschenke und die Obsession der Deutschen mit dem Lieferstatus.

SZ PlusInterview von Michael Kläsgen

Kulturpolitik
:Jetzt geht es ans Eingemachte

In Stuttgart und München protestieren Theater und andere Kultureinrichtungen gegen drohende Etatkürzungen, auch in weiteren Städten fehlt da Geld. Die Verantwortlichen stehen vor der schier unlösbaren Ausgabe: Wo soll künftig gespart werden?

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Jahresrückblick der Lach- und Schießgesellschaft
:Trump ist Trumpf

Das erweiterte Ensemble der Lach- und Schießgesellschaft führt in der Drehleier die von ihr begründete Tradition des satirischen Jahresrückblicks überzeugend fort.

Kritik von Oliver Hochkeppel

Kritik an Parlamentariern
:Estland cancelt Weihnachtsmann

Das estnische Parlament bricht mit einer Tradition. Die Abgeordneten wollen sich die Rügen und Scherze eines Kabarettisten in roter Kutte nicht mehr anhören.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Konzert in München
:Apache 207 landet sein Flugzeug in der Olympiahalle

In einem ungewöhnlichen Setting präsentiert sich der vom Hip-Hopper zum Schlagerstar gewandelte Apache 207 in München. Bei seinem ersten von drei ausverkauften Konzerten in der Stadt wird er lautstark gefeiert.

Kritik von Jürgen Moises

Literatur-Tipps
:Lesenswerte Bücher von Münchner Autorinnen und Autoren

Von Belletristik bis Sachbuch, von Lyrik bis Jugendroman: eine Auswahl von Büchern Münchner Autorinnen und Autoren, die in diesem Jahr besonders empfehlenswert sind.

Von SZ-Autorinnen und Autoren

Kulturelle Zwischennutzung „Dings“
:Was im Sendlinger-Tor-Kino geplant ist

112 Jahre lang war es eines der beliebtesten Kinos der Münchner, seit einem Jahr steht es leer. Ein anarchisches Künstlerkollektiv, ein Event-Profi und ein Streaming-Dienst füllen das Filmtheater als „Dings“ nun wieder mit Leben.

Von Michael Zirnstein

Pop-und-Klassik-Revue in München
:Ein kleines bisschen Horror-Show bei der Night of The Proms

Star im 40. Jahr der Pop-trifft-Klassik-Hitparade in der Olympiahalle ist der Schockrocker Alice Cooper.  Er bedient sich des Orchesters und des Chors ebenso gern wie Joss Stone, Michael Schulte oder das „Safri Duo“. Die Stammgäste diskutieren: War es ein guter Jahrgang?

Kritik von Michael Zirnstein

Starnberg
:Winterweihnacht am Seeufer

Der Bucentaurpark verwandelt sich an den kommenden Wochenenden in eine stimmungsvolle Lichterlandschaft: mit einem dekorierten Künstlerzelt, außergewöhnlichen Konzerten, spektakulären Feuershows, weihnachtlichen Stadtführungen und einem abwechslungsreichen Kinderprogramm.

Von Peter Haacke

Literatur im Fernsehen
:Und was liest du?

Ohne Pathos und Ironie, dafür mit viel Zeit fürs Gespräch: In der zweiten Staffel „Longreads“ zeigt Helene Hegemann, wie lässiges Literaturfernsehen gehen kann.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Startenor Benjamin Bernheim
:„Wichtig ist nicht das Hohe C“

Benjamin Bernheim ist spätestens seit seinem Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in seiner Heimatstadt Paris weltberühmt. Jetzt singt der Tenor an der Bayerischen Staatsoper.

Interview: Michael Stallknecht

Film
:Durch Schwerkraft nicht zu bändigen

Der große Komiker und Schauspieler Dick Van Dyke wird 100 Jahre alt. Erstaunlich, denn im Grunde ist er doch noch immer ein Kind, das barfuß am Swimmingpool tanzt.

SZ PlusVon Martin Zips

Buchempfehlungen
:Mit zehn Krimis durch Bayern

Mit neuen Fällen für Franz Eberhofer und Kommissar Jennerwein ist 2025 ein besonders mordlustiger Jahrgang. Was Bayern sonst noch an regionaler Krimiliteratur zu bieten hat.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Jugendliteratur
:Eine Scharade, fast wie im Kino

Im Comic „Emma und Amir“ verknüpft Bianca Schaalburg rechte Verschwörung, Terroristenjagd und komödiantische Liebesgeschichte. Wie passt das zusammen?

SZ PlusVon Martina Knoben

Claus Guth inszeniert „Cabaret“ im Residenztheater
:„Für mich muss Theater ein angstfreier Raum sein“

Als Opernregisseur ist Claus Guth selbst in New York erfolgreich. Für das Residenztheater macht er zum ersten Mal Musical und Sprechtheater. „Cabaret“ ist ein Bühnenstück, das beängstigend gut in unsere immer finsterer werdende Zeit passt.

Von Christian Jooß-Bernau

Comic
:Wie Carl Barks Entenhausen neu erfunden hat

Er hat Scrooge McDuck alias Onkel Dagobert in die Duck-Familie eingeführt, am meisten aber lag ihm dessen Neffe am Herzen: Der Taschen-Verlag würdigt den besten aller Donald Duck-Zeichner mit einem kiloschweren Band.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Nachruf auf Sophie Kinsella
:Die Königin des Happy Ends

Die britische Autorin Sophie Kinsella schrieb Bestseller über die Leichtigkeit des Lebens – dann wurde ein bösartiger Hirntumor bei ihr diagnostiziert. Nun ist sie mit 55 Jahren gestorben.

Von Claudia Fromme

Kultur- und Freizeittipps des Musikkabarettisten Bewie Bauer
:Mit Herz und Humor durch die Adventszeit

Der Kabarettist Bewie Bauer freut sich in der Woche von 15. bis 21. Dezember auf eine Stand-up-Comedy-Bühne in München, eine Kollegin und ein besonderes Weihnachtskonzert.

Kulturpolitik
:München bekommt einen Kulturbeirat – die Begeisterung hält sich in Grenzen

Künstler sollen mehr mitsprechen in der Stadtpolitik. Welchen Einfluss sie wirklich haben werden, wird nun die Gründungsphase eines Kulturbeirats erweisen.  Die Initiative „München ist Kultur“  soll eine zentrale Rolle spielen – ist aber noch nicht überzeugt.

Von Michael Zirnstein

Architektur
:Hochkultur an einem Ort der Unkultur

Die Stadt Nürnberg baut ein Opernhaus auf Hitlers einstigem Territorium, dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der NSDAP. Ein Baustellen-Besuch, der einen nicht nur wegen der Kälte frösteln lässt.

SZ PlusVon Olaf Przybilla (Text) und Sebastian Beck (Fotos)

40 Jahre Kulturkreis Gasteig
:Igor Levit gratuliert

Der Kulturkreis Gasteig hat dem Starpianisten Igor Levit einst den Weg bereitet. Der bedankt sich bei der Jubiläumsfeier des Vereins mit einem umwerfenden Auftritt.

Kritik von Paul Schäufele

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