Lyrik

Notizen aus meinem Leben
:Wo das Glück sich versteckt

Ein Moment im Park, unter einem Baum, zur Gitarre erklingt die „Winterreise“. Solche Tage sind es, die ein Leben im Rückblick reich machen. Folge zehn von „Heidenreichs Fundstücken“.

SZ PlusVon Elke Heidenreich

Lyrik zum Hören
:Ukrainische Poesie mit Elektro-Beats

Olha Borovyk übersetzt ukrainische Poesie ins Englische und unterlegt sie mit elektronischen Beats. Nun gibt es eine Audioserie, die die ukrainische Kultur mit ihren Werten hörbar und zugänglich macht.

SZ PlusVon Sandra Langmann

Ludwig Steinherrs Band „Gottes Nähmaschine“
:Stürzen wie Christus vom Kreuz

Gott ist ein häufiger Gast in den Gedichten des promovierten Philosophen Ludwig Steinherr, er entdeckt ihn überall – und macht sich in seinem neuen Band „Gottes Nähmaschine“ überhaupt so seine Gedanken über die Schöpfung.

SZ PlusVon Sabine Reithmaier

Volha Hapeyevas „Wörterbuch einer Nomadin“
:Wenn Identitäten ins Fließen geraten

Die Schriftstellerin Volha Hapeyeva denkt in ihrem „Wörterbuch einer Nomadin“ über Grenzen aller Art nach – von Sprache und Geschlecht bis zu den Grenzen Europas.

SZ PlusVon Antje Weber

Literatur
:Der vielleicht schönste Gedichtband des Frühjahrs

Der Dichter Joachim Sartorius verwandelt den inneren Rhythmus des Erschauten in strenge Form. Jetzt wird er 80 Jahre alt – und kreist auch in seinem neuen Werk „Die besseren Nächte“ um das Wesen des Lebendigen.

SZ PlusVon Insa Wilke

Sport und Werbung
:Ich bin’s, Stefanie

Die Tennisspielerin Stefanie Graf ist als Testimonial für die neuen Sportklamotten von Lidl mit jeder Faser ihres Körpers im Einsatz:  Wie wir vom Marketing lernen, in Zeiten unsicherer Identitäten besonders heftig „Ich“ zu sagen.

SZ PlusVon Teresa Präauer

Die fast 100-jährige Schriftstellerin Dagmar Nick
:„Durchhalten und weitermachen!“

Wie gelingt der Weg ins und durchs Alter? Ein Besuch bei der Lyrikerin Dagmar Nick, die in ihrem langen Leben „durch alle Feuer“ gegangen ist und nichts bedauert.

SZ PlusVon Antje Weber

Sängerin Etta Scollo ehrt Mascha Kaléko
:Sie verleiht melancholischer Großstadtlyrik ihre Stimme

Die Sängerin Etta Scollo ist eine Wanderin zwischen den Welten. In der Lach- und Schießgesellschaft im Fat Cat nähert sie sich mit viel Gefühl den Gedichten Mascha Kalékos.

SZ PlusKritik von Thomas Becker

Literatur-Jubiläum
:Lest Marie Luise Kaschnitz, sofort

Vor 125  Jahren wurde die Dichterin und Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz geboren. Ihr Werk ist nicht mehr präsent  – dabei wären ihr Duktus der Klarheit, ihre Gabe der Beobachtung heute aktueller denn je.

SZ PlusGastbeitrag von Eva Sichelschmidt

Anton G. Leitners Jahresanthologie „Das Gedicht“
:Gedanken über Jugend und Alter

Zum 33. Mal gibt Anton G. Leitner der Lyrik in einer Jahresanthologie ein Zuhause. Dichterinnen und Dichter aus 16 Nationen sind im Heft vertreten.

Von Sabine Reithmaier

"Wir winken ihnen zu"
:Trennungspoesie mit allem, was dazugehört

In der Mitarbeiterzeitung des Auswärtigen Amtes erscheint Lyrik, in der eindeutig Annalena Baerbock und Robert Habeck zu erkennen sein sollen. Wirklich? Eine Gedichtinterpretation.

SZ PlusVon Sara Peschke

Lyrik
:Der Papst beschwört den „Wildfrieden“

Ein Frieden, der wie Wildblumen wächst, wenn man ihn nur lässt: In seiner Weihnachtsbotschaft zitiert der Papst den jüdischen Dichter Jehuda Amichai. Es dürfte sich um eine Premiere handeln.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Literatur
:War Rilke ein Befürworter der Diktatur?

Hans-Peter Kunisch hat ein eindrucksvolles Buch über Rilkes späte Begeisterung für Benito Mussolini geschrieben. Ein Missverständnis war die wohl leider eher nicht.

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Rainer Maria Rilke
:Wie soll ich meine Seele halten

Vor 150 Jahren wurde der Dichter Rainer Maria Rilke geboren. Sein Werk ist voller großer und winziger Wunder. Man kann gar nicht aufhören, sie zu entdecken: eine persönliche Auswahl.

SZ PlusGastbeitrag von Clemens J. Setz

150 Jahre Rainer Maria Rilke
:Unser Pop-Philosoph

In der weltumspannenden Populärkultur wird der vor 150 Jahren geborene Rainer Maria Rilke seit Jahren kultisch verehrt. Liest er sich auf Englisch eventuell besser, griffiger, zitierfähiger als im Original?

SZ PlusVon Johanna Adorján

Literatur
:Lasst sie frei

Was wäre, wenn Penelope gar keine Lust mehr hätte auf den heimgekehrten Odysseus? Ulrike Draesner schickt die ewig Wartende in einem atemberaubenden Versepos selbst auf die Reise.

SZ PlusVon Christiane Lutz

MeinungLyrik von Wolfram Weimer
:Ein komischer Dichter

Gegen die Scham, für die Freiheit: Der Kulturstaatsminister hat als junger Mann Gedichte geschrieben. Warum er zu seinem Frühwerk stehen sollte.

SZ PlusGastbeitrag von Moritz Hürtgen

Korrekturen
:Versfuß, Datum, Gericht

Eine Datumsverwechslung, ein falsches Gericht und ein Jambus, der ein Trochäus ist. Wir müssen wieder mal ein paar Dinge nachbessern.

Exilliteratur
:„Ich habe manchmal Heimweh, ich weiß bloß nicht, wonach ...“

Die Dichterin Mascha Kaléko reiste 1956 nach Deutschland, nach Jahren im Exil. Aber ihre Leser, die Deutschen? Waren mit sich beschäftigt. Der Journalist Volker Weidermann erinnert an dieses schicksalhafte Jahr − und kommt seiner Heldin viel zu nah.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Lyrik und Rap
:„Deepe Message in die Fresse“

Rapper wie Haftbefehl haben die vulgäre Pöbelei auf Deutsch in Mode gebracht? Keineswegs. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt: Leidenschaftlich beschimpft haben sich Dichter schon vor Jahrhunderten.

SZ PlusVon Alexander Estis

Lyrik
:Begrabt mich auf Google Maps

Wie aus dem Leben im Ausnahmezustand mit der Zeit eine Identität wird, beschreibt die ukrainisch-amerikanische Lyrikerin Oksana Maksymchuk in ihren Gedichten. Wenn sie nicht so traurig wären, wären sie einfach schön.

SZ PlusGastbeitrag von Alexandru Bulucz

Georg-Büchner-Preis
:Zwischen allen Fronten

Die Akademie für Sprache und Dichtung verleiht ihre wichtigsten Preise an Ursula Krechel, Dan Diner und Ilma Rakusa, und ein Wochenende lang geht es um Wahrheit, Lüge und wie man der simplen Empörung widersteht.

SZ PlusVon Claudius Seidl

Lebenskunst
:„Ich setze mich sicher nicht mit den Beatles zusammen, ich bin ja nicht verrückt!“

Ilse Aichinger fehlt. Umso schöner, dass der Fotograf Sepp Dreissinger dieses im Jahr 2006 mit der verstorbenen Lyrikerin geführte Gespräch nun wiedergefunden hat. Eine Diskussion über das Verschwinden in Kaffeehäusern – und Thomas Bernhard.

SZ PlusInterview von Sepp Dreissinger

Clemens Setz über Rilke
:Der Dichter als Vampir

Wenn man nur für 100 Seiten Zeit hätte, um Rainer Maria Rilke zu verstehen, müssten das unbedingt diese von Clemens J. Setz sein. Welch außerordentlicher Dichter er selbst ist, erweisen seine gleichzeitig erscheinenden Aufzeichnungen.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Wiederentdeckung
:Die Zeugin, die keiner hörte

Lange kannte die Literaturgeschichte sie nur als Geliebte von Gottfried Benn, jetzt ist Mopsa Sternheims eigener, einziger Roman „Das Jahr der Spinne“ endlich zu lesen: ein Buch von historischem Gewicht.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Lyrik
:In den Wald

Drei Dutzend kürzeste Gedichte von Jürgen Nendza, musikalisch vertont und unter anderem von Bibiana Beglau gelesen, locken einen tief ins Unterholz. Was huscht dort herum?

SZ PlusVon Stefan Fischer

Michael Krüger
:„Ich würde gerne als Krähe wiedergeboren werden“

Michael Krüger blickt auf ein Leben mit Dichtern und Gedichten zurück, die er verlegte oder selbst schrieb. Ein Gespräch mit dem polnischen Lyrikerkollegen Tadeusz Dąbrowski über die flüchtigste und kostbarste aller Kunstformen.

SZ PlusInterview von Tadeusz Dąbrowski

Literatur in Bayern
:„Mei Sprouch is mei Haus“:  Ein Gedichtband im Oberpfälzer Dialekt

Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig, schlicht und archaisch wie die Oberpfalz: Der Lichtung Verlag in Viechtach hat eine Werkschau der Mundartdichterin Margret Hölle herausgegeben. Warum sie einen Ehrenplatz im Bücherregal verdient hat.

Von Sebastian Beck

Séan Hewitts Debüt
:Wie Nebel, der über Wiesen wabert

Die Dramen der ersten Liebe sind unergründlich. In „Öffnet sich der Himmel“, dem Debüt des irischen Lyrikers in Séan Hewitt, allerdings etwas zu unergründlich.

SZ PlusVon Jens Schneider

Nora Gomringer
:Verdammt viel los gerade

Im Juli heiratete die Lyrikerin Nora Gomringer. Im August starb ihr Vater. Im September erschien ihr Prosadebüt, das von der Trauer um ihre Mutter erzählt, die 2020 starb. Ein Treffen mit einer furchtlosen Frau, die sogar dem Tod mit Humor begegnen kann.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Literatur
:Die Idiotie jener Tage

Wie schauen Menschen im Jahr 2119 zurück auf unsere Gegenwart? Dieses Experiment macht Ian McEwan in seinem neuen Roman „Was wir wissen können“ – und kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Sehr scharfsinnig ist das nicht.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Nachruf auf Harald Hartung
:Der das Dröhnen nicht kannte

Harald Hartung war einer der maßstabsetzenden Rezensenten von Lyrik in der Bundesrepublik. Jetzt ist er im Alter von 92 Jahren in Berlin gestorben.

SZ PlusVon Lothar Müller

Autor und Regisseur Denijen Pauljević
:„Was mir aber Trost gab, war die Sprache“

Als 19-Jähriger flüchtete der Autor und Regisseur Denijen Pauljević vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Mut machte ihm ein Buch, das zur Inspirationsquelle der Surrealisten wurde. Was hat es mit den lange verschollenen „Gesängen des Maldoror“ auf sich?

Von Barbara Hordych

Kinderliteratur
:Der leise Reisende

Heinz Janisch ist ein Kritzler, ein Wortesammler, der völlig unzeitgemäß stille, langsame Dichter eines mittlerweile enormen Werks. Seine freundlichen Bücher macht er vor allem für Kinder – aber sie tun allen gut. Ein Besuch.

SZ PlusVon Christine Knödler

Gedichtband von Axel Görlach
:Mit Lyrik unsere Gegenwart erforschen

In Axel Görlachs neuen Gedichten ist das Ich schwer angezählt und versucht sich wiederzufinden – im Zeitalter von Digitalisierung und Deepfakes.

Von Florian Welle

Kolumne: Wie redet ihr denn?
:„die welt ist laut / laut ist schön!“

Ernst Jandl wäre am 1. August hundert Jahre geworden. Seine Gedichte sind spielerisch, oft kalauernd – und können als sprachliche Anleitung für die großen Auseinandersetzungen unserer Zeit gelesen werden.

SZ PlusVon Teresa Präauer

Literatur
:Der Ohrwurm des Sommers ist ein Gedicht

Wenn man irgendwo hören kann, wie die Gegenwart klingt, dann in ihrer Lyrik: Die kanadische Dichterin Eva H. D. gibt es jetzt auch auf Deutsch mit dem Band „Wenn alle deine Freunde vom Felsen springen“.

SZ PlusVon Meike Feßmann

Literatur
:Büchner-Preis für Ursula Krechel

Die Autorin Ursula Krechel erhält die wichtigste Auszeichnung der deutschsprachigen Literatur: den Georg-Büchner-Preis.

Von SZ

Neue Gedichtbände von Dagmar Leupold, Stella Nyanzi und Slata Roschal
:Wo Wörter mit Wolken kämpfen

Die neuen Gedichtbände von Dagmar Leupold, Stella Nyanzi und Slata Roschal haben ganz unterschiedliche Ansätze – und doch einiges gemeinsam. Von Kampfspuren zwischen Wolken, Herausforderungen des Exils und der Suche nach der eigenen Identität.

Von Antje Weber

Zum Tod von Sibylle Cramer
:Der Augenblick zwischen Denken und Gedanke

Ihr Gespür für die Kapillaren der Sprache wird fehlen. Sibylle Cramer, die Literaturwissenschaftlerin und langjährige Kritikerin der SZ, ist gestorben.

SZ PlusVon Lothar Müller

Roman
:Fluch des Wunderkinds

Der Dichter und Romanautor Ocean Vuong wird international mit Preisen und Applaus überhäuft. Wenn man sein neuestes Buch „Der Kaiser der Freude“ aber wirklich liest, stößt einem die Begeisterung sauer auf. Warum?

SZ PlusVon Juliane Liebert

„Friendly Fire“ eröffnet das 40. Dok-Fest München
:Wer war Erich Fried? Ein Film seines Sohnes gibt Antworten

Seine Gedichte machten ihn weltbekannt, mit seinen politischen Ansichten eckte er an: Das Dok-Fest München zeigt zur Eröffnung ein Porträt über den britisch-österreichischen Dichter Erich Fried. Warum der Film überrascht.

SZ PlusVon Josef Grübl

Iranisch-amerikanisches Debüt
:Mandelmilch, Hass und Yoga

Schräger zur Realität des neuen Amerikas als Kaveh Akbars „Märtyrer!“ könnte ein Roman nicht stehen. Wenn das mal kein Qualitätsmerkmal ist.

SZ PlusVon Moritz Baumstieger

Colm Tóibíns Gedichte „Vinegar Hill“
:Was für ein Alterswerk!

Mit 70 Jahren veröffentlicht der berühmte irische Romanautor Colm Tóibín seinen ersten Lyrikband. Es ist der Abschied von kindlichem Vertrauen und einer schwulen Vergangenheit.

SZ PlusGastbeitrag von Alexandru Bulucz

Durs Grünbein liest Brechts Notizen
:Im ambulanten Archiv

Der Dichter und Büchner-Preisträger Durs Grünbein stöbert in Berlin einen vergnügten Abend lang in den Notizbüchern Bertolt Brechts.

SZ PlusVon Lothar Müller

Neue Briefdokumente entdeckt
:Warum Rilke nicht in Therapie ging

Neu gefundene Briefe zwischen dem ersten Psychoanalytiker Sigmund Freud und dem Dichter Rainer Maria Rilke zeigen: In den Erschütterungen des Weltkrieges hätten sie einander gebraucht. Und haben sich doch verpasst.

SZ PlusVon Lothar Müller

Liebesgedichte zum Valentinstag
:Brennende Begierde auf den Flügeln des Gesangs

Liebe, Lust und Lyrik: Kein Thema fasziniert die Menschheit seit jeher so sehr wie das ewige Verlangen. Ein literarischer Abend in Seefeld widmet sich dem Thema in all seinen Facetten von der Antike bis zur Gegenwart.

Von Reinhard Palmer

Poesie
:„Manche singen oder brüllen ihre Gedichte“

Das Lyrikfestival Poetica führt vor, dass Gedichte nicht nur in die Andacht stiller Literaturhäuser gehören, sondern in den Alltag und ins Leben.

SZ PlusVon Alexander Menden

Lars Eidinger liest Thomas Brasch
:Worte wie fallendes Herbstlaub

Schauspiel-Star Lars Eidinger füllt mit Gedichten von Thomas Brasch die Isarphilharmonie. Schlagzeuger George Kranz wirbelt durch die Worte. Gut so.

SZ PlusKritik von Yvonne Poppek

Buch über Reiner und Elisabeth Kunze
:Poeten des Widerstands

Die Stiftung Reiner und Elisabeth Kunze würdigt das Dichter-Paar mit einem zweisprachigen Bildband. Zudem ist ein Ausstellungshaus bei Passau geplant, das dabei helfen soll, die jüngere Geschichte Deutschlands zu verstehen.

Von Sabine Reithmaier

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