Ob in Penzberg, Krailling oder neuerdings am Ammersee: Private Anbieter planen in der Region um München mehrere Krematorien. Doch die stoßen auf Widerstände. Und es stellt sich die Frage: Braucht es sie überhaupt?
Tierbestattung
:Mensch und Tier in einem Grab? Das könnte in München bald erlaubt sein
Bisher sind gemeinsame Bestattungen nur an wenigen Orten in Deutschland möglich. Nun wird geprüft, ob das ein Modell für die Stadt sein kann – wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind.
Umstrittenes Bauvorhaben
:Landkreis lehnt Krematorium in Krailling ab
Das Nein aus Starnberg kommt Unternehmern im Gewerbegebiet gelegen, denn sie kritisierten von Anfang an das Projekt eines Bestatterverbunds. Nun beginnt die Suche nach einem Ausweichstandort.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Sterbebegleiterin: „Ich bekomme weit mehr, als ich gebe“
An den Feiertagen über letzte Dinge reden? Und wie über den Tod sprechen? Antworten einer Sterbebegleiterin.
Bestattungskultur im Oberland
:Eine Wiese mit Bäumen als letzte Ruhestätte
Die Familie von Poschinger plant bei Gut Waltersteig in Herrnhausen eine Friedwiese für Urnengräber. Eurasburgs Gemeinderat verschiebt eine Entscheidung, um Befürchtungen von Anwohnern vor zu viel Verkehr zu entkräften.
Bestattungswesen
:Vier Pfoten gegen die Trauer
Der fünfjährige Hund Minos dient in einem Bestattungsinstitut in Ismaning als „Herzensöffner“ für Trauernde. Seine Halterin hat ihn schon als Welpen an die Trauerarbeit herangeführt.
Penzberg zwischen Würde und Widerstand
:Protest gegen Krematorium
Die geplante Einäscherungsanlage am Penzberger Friedhof bringt Anwohner auf die Barrikaden. Sie machen bei der Bürgerversammlung ihrem Ärger Luft. Eine Bürgerinitiative formiert sich.
Krailling
:Geschäftsleute protestieren gegen Krematorium
Firmeninhaber im Kraillinger Gewerbegebiet kritisieren die Pläne von Bestattern. Sie befürchten eine Wertminderung ihrer Immobilien und fordern, den Standort zu überdenken.
MeinungPro und Contra
:Muss der Friedhofszwang aufgehoben werden?
Die Asche eines verstorbenen Verwandten im Garten verstreuen oder die Urne ins Regal stellen: In Rheinland-Pfalz ist das seit Kurzem erlaubt. In den anderen deutschen Bundesländern nicht.
Wegen steigender Feuerbestattungen
:Investoren planen Krematorium in Penzberg
Zwei Geretsrieder wollen eine Einäscherungsanlage am Penzberger Friedhof errichten. Der Stadtrat stimmt den Plänen grundsätzlich zu. Vor einem endgültigen Beschluss sollen jedoch die Bürgerinnen und Bürger informiert werden, um möglichen Widerstand frühzeitig abzuwenden.
Naturbestattungen
:Letzte Ruhe bei Fürst Wallerstein
Der Friedhof ist aus der Mode, immer mehr Menschen wollen sich unter einem Baum bestatten lassen - ohne schweren Grabstein und lästige Grabpflege für die Angehörigen. Ein Besuch.
SZ MagazinTrauerarbeit
:Wie spricht man mit Kindern über den Tod?
Die Sonderpädagogin Theresa Guth erklärt, wie man Kinder durch ihre Trauer begleitet, was man dabei unbedingt vermeiden sollte und warum ausgerechnet das Auto oft ein guter Ort für schwierige Gespräche ist.
Letzte Würde
:Ein Grab für alle
Wenn Menschen bei ihrem Tod weder Geld noch Angehörige oder Freunde hinterlassen, die sich um ihr Begräbnis kümmern, dann müssen die Kommunen für eine „schickliche Beerdigung“ sorgen. Die Stadt Rosenheim hat gerade wieder 13 ihrer Bürger bei einer solchen „Sozialbestattung“ zu Grabe getragen.
SZ-Serie „Ein Anruf bei …“
:„Es handelt sich hier um eines der spannendsten Skelette des Abendlandes“
Der Historiker Christian Philipsen soll mitentscheiden, welchen neuen Sarg Kaiser Otto der Große bekommt. Der alte ist nach fast 800 Jahren doch recht brüchig. Doch: Wie soll der neue aussehen und was hat es mit den Eierschalen in dem alten Grab auf sich?
Alternative Bestattungen
:Wie ein Friedhof langsam zum Wald wird
Mit der Gesellschaft ändert sich die Trauerkultur. Der Wunsch nach anonymen pflegearmen Gräbern wächst. In Unterschleißheim sind deshalb Bestattungen an Bäumen stark nachgefragt. Der Friedhof entwickelt sich zu einem parkähnlichen Ort.
Bestattung im Landkreis Fürstenfeldbruck
:Letzte Ruhe unter Bäumen
In einem Wald im Mammendorfer Ortsteil Nannhofen entsteht der erste Friedwald im Landkreis Fürstenfeldbruck. Ferdinand Graf von Spreti hat zwei Hektar seiner Forstfläche für Urnengräber zur Verfügung gestellt.
Belize
:Forscher finden das Grab des ersten Maya-Königs von Caracol
Kurz vor der goldenen Hochzeit entdeckt ein Archäologenpaar das Grab von Te K’ab Chaak. Was über den Herrscher und sein Reich bekannt ist – und welche Rolle der Nasenbär dabei spielt.
Historie
:Das Rätsel des mumifizierten Priesters
Bei der Aufklärung eines vermeintlichen historischen Mordfalls haben Forscher eine bizarre Mumifizierungstechnik entdeckt: Offenbar wurde der Tote anal mit Trockenmaterial gefüllt. Vielleicht war das kein Einzelfall.
Abschied und Trauer
:„Wir wollen am liebsten gar nicht dabei sein bei unserem eigenen Sterben“
Und was passiert danach? Ein Gespräch mit dem Moraltheologen Rupert Scheule über das Abschiednehmen, Trauer und den Umgang mit dem Tod.
Waldfriedhof
:Indersdorf ermöglicht Baumbestattung
Die Marktgemeinde folgt dem Wunsch vieler Bürger und weist einen Bereich des Waldfriedhofs für Urnengräber unter Bäumen aus.
Bestattungsverordnung
:Zweite Leichenschau bei Einäscherung ab April auch in Bayern Pflicht
Als letztes Bundesland führt der Freistaat die verpflichtende zweite Leichenschau bei Feuerbestattungen ein. Rechtsmediziner erhoffen sich, dadurch mehr unerkannte Tötungsdelikte aufzudecken.
Kuriose Friedhofssatzung
:Wenn drei Urnen eine zu viel sind
Ein Mann darf seinen Bruder nicht im Grab ihrer Mutter beerdigen, weil dort schon der Vater liegt – aber noch nicht lange genug. Über Sinn und Unsinn kommunaler Friedhofssatzungen und bayerischer Bürokratie.
SZ JetztTraumjob Bestatter
:„Man macht so viel mehr, als nur die Verstorbenen abzuholen“
In ganz Deutschland werden Azubis gesucht. Doch eine Branche hat damit kein Problem: Bestatter. Warum wollen sich immer mehr junge Menschen beruflich mit dem Tod befassen? Ein Besuch.
Perlach
:Jüdische Gemeinde soll neuen Friedhof erhalten
Der Platz auf dem Neuen Israelitischen Friedhof wird schon bald nicht mehr ausreichen. Denn die jüdische Gemeinde in München wächst spürbar.
Sepulkralkultur
:Neue Möglichkeiten für die letzten Dinge
Auf den Friedhöfen der Stadt Ebersberg soll man sich künftig auch in einer Urnenwand bestatten lassen können.
Wenn das eigene Kind stirbt
:„Man muss diese ersten Sekunden, Minuten, Stunden überhaupt überleben können“
Der Tod ihres Sohnes vor 26 Jahren war für Freya von Stülpnagel der absolute Super-GAU, wie sie sagt. Deshalb hat sie ein Projekt gegründet, das Familien durch die Trauer begleitet. Wie hält man das aus, wenn man selbst Betroffene ist?
Friedhöfe
:Die Urnenbeisetzung überwiegt in Bayern
Der Trend zur Urnenbeisetzung ist in bayerischen Städten ungebrochen. Beispiel Nürnberg: Nur gut 21 Prozent der Verstorbenen werden noch in Särgen beerdigt.
In Lenggries
:Letzte Ruhe für „Sternenkinder“
Die Gemeinde schafft auf dem Waldfriedhof ein Grabfeld für Kinder, die vor der Geburt gestorben sind.
Nürnberg
:Germanisches Nationalmuseum präsentiert Schätze aus der Bronzezeit
Der Fund eines Prunkgrabes aus der Bronzezeit in Niederbayern war eine Sensation. Die Beigaben geben Auskunft über Handelsnetzwerke bis Asien und herrschende Eliten.
Beisetzungen von Menschen ohne Angehörige
:Er steht am Grab, wenn sonst keiner kommt
Anton Pfeffer besucht ehrenamtlich Beisetzungen von Menschen, die keine Familienmitglieder mehr haben und die er überhaupt nicht kannte. Manchmal ist er der einzige Gast. Warum macht man so etwas? Weil man dabei auch schöne Geschichten erlebt.
Anonyme Bestattung
:„Du, die Elli ist tot“
Stirbt ein Mensch ohne Angehörige überraschend, bleiben Freunde und Nachbarn manchmal mit vielen offenen Fragen zurück - und ohne Informationen. Über einen schwierigen Abschied.
Archäologie
:Zerstückelungen und Zwillingsopfer
Die Maya opferten ihren Göttern reihenweise Menschen. Forscher haben nun Knochen aus Massengräbern analysiert – und Überraschendes gefunden.
Oberfranken
:Ein Zar kehrt heim
Im Exil wurde Ferdinand I. von Bulgarien 1948 in Coburg bestattet – in einem „Reisesarg“. Seine letzte Ruhe wollte der abgedankte Herrscher in seiner Heimat finden. Jetzt geht sein Wunsch in Erfüllung.
Bis zu 30 Prozent mehr für Grabstätten
:Die letzte Ruhe wird deutlich teurer
Von Juli an steigen die Friedhofsgebühren in München um bis zu 35 Prozent. Als Grund nennt die Stadt höhere Kosten für Energie und die Sanierung alter Gebäude. Welche Grabstätten wie viel kosten und mit welchem Kniff man die Erhöhung schnell noch umgehen kann.
Wildschweine
:"Wir können kein Fort Knox aus unserem Friedhof machen"
Nachdem in Oberfranken - schon wieder - Wildschweine einen Friedhof umgegraben haben, ist die Rede von einem "übernatürlichen Ereignis". Und es stellt sich die Frage: Was tun gegen die unliebsamen Besucher?
Bestattung von Amts wegen
:Wenn die Freunde sich vom Toten nicht am Sarg verabschieden dürfen
Bekannte eines Verstorbenen dürfen der "begleiteten Sargeinfahrt" nicht beiwohnen - weil sie es ablehnen, die Gesamtkosten von bis zu 3000 Euro zu übernehmen.
Leute
:"Im Tode vereint. So hätten wir es gern"
Die Kessler-Zwillinge wollen mit Mutter und Hund in derselben Urne beerdigt werden. Rita Moreno spürt das Alter. Und Inger Nilsson lernt Deutsch.
Fehlende Sargträger
:"Dann ziehen sich die Friedhofsgärtner die schwarzen Anzüge an"
Bestatter und Gemeinden beklagen, dass niemand mehr Särge tragen möchte. Was dann? Ein Gespräch mit Jörg Freudensprung vom Bestatterverband Bayern.
Begräbnis-Kunst
:Die Schönheit der letzten Dinge
Hippie-Jahre auf Kreta, Meisterschülerin an der Münchner Kunstakademie - und dann sattelt die Goldschmiedin Lydia Gastroph beruflich um. Sie wird Bestatterin.
Bestattungswesen
:Pflicht zur zweiten Leichenschau verzögert sich in Bayern
Das hat jetzt das Gesundheitsministerium bestätigt. Bereits im November 2019 hatte der bayerische Landtag die entsprechende Änderung in der Bestattungsverordnung beschlossen.
London
:Disneyland der Toten
Der Highgate Cemetery ist eine Londoner Touristenattraktion. Jetzt macht der Friedhof Schlagzeilen mit immensen Preisen für neue Gräber. Und das ausgerechnet dort, wo Karl Marx ruht? Besuch an einem Ort, der sich gegen das Sterben wehrt.
Bestattungen
:Regensburger Start-up designt Urnen aus Papier
Nach dem Tod ihres Vaters verzweifelte Kristina Steinhauf an der Suche nach einer ansehnlichen Urne. Also baute sie selbst eine. Heute fertigt sie mit ihrer Firma Urnfold ästhetische Papierurnen.
SZ-Serie „Wie ich euch sehe“
:„Viele haben 100 Mal gesehen, wie im Film jemand durchlöchert wird. Aber wenn Omi tot vor ihnen liegt, erstarren sie“
Hendrik T. ist Bestatter in Berlin. Er findet, dass Angehörige oft ein Brimborium veranstalten, anstatt sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen.
Femizide
:Italien nimmt Abschied von Giulia Cecchettin
Die Studentin wurde erstochen, ihr Ex-Freund hat gestanden. Nun kommen in Padua Tausende zur Trauerfeier, darunter auch der Justizminister - und die Debatte über Femizide geht weiter.
Klimaschutz in Traunstein
:Neutral ins Nirwana
Ein Krematorium im Südosten Oberbayerns verbrennt die Toten nach eigenen Angaben inzwischen nahezu CO₂ -frei. Gut, dass da selbst die katholische Kirche nichts mehr dagegen hat.
Ausstellung in Nürnberg
:Das Imageproblem der Totengräber
In der Umgangssprache ist ein Totengräber, wer Missstände zu verantworten hat. Aber woher kommt dieser schlechte Ruf der Profession? Eine Ausstellung schafft Aufklärung.
Traunstein
:Krematorien wollen klimaneutrale Feuerbestattung
Ein Betrieb in Oberbayern versucht durch Maßnahmen bei der Energieversorgung, dem Fuhrpark und den Arbeitsprozessen, den Ausstoß von CO₂ deutlich zu reduzieren.
SZ-Podcast "Das Thema"
:Sterbehilfe: Wie lebt man dem geplanten Tod entgegen?
Ein Paar geht gemeinsam in den Tod - mit der Hilfe eines Vereins für Sterbehilfe. Die letzten Monate im Leben von Hannelore und Hubert von Werden.
ExklusivJapan
:Nur der Tod ist umsonst? Von wegen!
Gestorben wird immer, vor allem im Land der Grauhaarigen. Bestattungen in Japan aber sind aufwendig und teuer. Zunehmend beliebt sind deshalb spezielle Leichen-Hotels, in denen Menschen ihre Angehörigen schneller und preiswerter verabschieden können.
Anthropologie
:Die ersten Totengräber?
Haben bereits vor 240 000 Jahren Urmenschen ihre Toten in Gräbern beigesetzt? Südafrikanische Anthropologen glauben an eine Sensation - doch unabhängige Experten sind zurückhaltend.