Bestattungskultur:Neue Ideen für die Friedhöfe

SPD/Volt und Grüne im Stadtrat wollen die Bestattungskultur in München weiterentwickeln und hierzu die Wünsche der Bürger herausfinden.

Ein Pop-up-Café auf dem Friedhof am Perlacher Forst, ein Fahrradweg im Westfriedhof - die Stadtratsfraktionen von SPD, Volt und Grünen haben in einem Antrag die Weiterentwicklung der Bestattungskultur in München gefordert. Die städtischen Friedhöfe böten schon heute eine Vielzahl unterschiedlicher Grab-Arten an, Reaktion auf die fortschreitende Differenzierung der Gesellschaft: So gebe es Gräberfelder für verschiedene Religionen, Mosaikgärten und naturnahe Grab-Arten.

Nun aber sollen die Friedhöfe mithilfe eines Meinungsforschungsinstituts Wünsche, Meinungen und Einstellungen der Münchner zu dem Thema herausfinden und anschließend daraus eine Konzeption für eine moderne Bestattungskultur erarbeiten. Dafür ist ein Etat von 50 000 Euro vorgesehen. SPD-Stadtrat Klaus Peter Rupp: "Davon erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse für ein noch passgenaueres Angebot."

Als grüne Lungen in der Stadt sind Friedhöfe mittlerweile von wachsender Bedeutung für die Artenvielfalt in der Tierwelt. Der Antrag der zwei Fraktionen befasste sich daher auch mit den Möglichkeiten, durch ökologische Aufwertungen die Artenvielfalt zu erhöhen. So sollen neben schon vorhandenen Nisthilfen und Insektenhotels Lebensräume für Wildbienen geschaffen werden, außerdem mehr Wildblumen gepflanzt werden.

Grünen-Stadträtin Sofie Langmeier: "Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Biodiversität auf den Friedhöfen weiter zu steigern. Davon profitiert nicht nur die Natur, auch die Besucherinnen und Besucher können sich daran erfreuen."

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