Arbeit und Soziales

Rente, Reformen und Hartz IV

Sozialkürzungen
:Linke kritisiert Reformpläne als „Armutsbeschleuniger“

Ulrich Schneider, Linken-Politiker und früherer Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, klagt: Die Pläne der Bundesregierung machten acht Millionen Menschen noch ärmer, als sie schon sind.

SZ PlusVon Valerie Höhne

Wirtschaft in Bayern
:Branchen, die der Krise trotzen

Entlassungen, Sparpläne, allgemeine Unsicherheit: Bayerns Wirtschaft findet nicht recht aus der Krise. Doch manche Zweige verzeichnen einen gegenläufigen Trend  – und suchen sogar Personal. Ein Streifzug.

SZ PlusVon Maximilian Gerl

MeinungRentenreform
:Schluss mit der Debatte? Bitte nicht

Als hätten sie aus der Pandemie wenig gelernt, wollen manche jede Diskussion über die Zukunft der Alterssicherung unterbinden. Zum Glück  haben sie damit keinen Erfolg.

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

Rentenpolitik
:SPD will vorzeitige Rente nach Vorbild Österreichs

Sozialdemokraten werfen im Streit über Frührenten eine Regelung zugunsten besonders belasteter Beschäftigter in die Debatte. Könnte das Modell aus Wien zu einem Kompromiss führen?

Von Roland Preuß und Nicolas Richter

MeinungSozialversicherung
:Nein, liebe Ministerpräsidenten, die Rente mit 63 ist nicht gerecht

Vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, ganz ohne Abschläge – das wollen ein paar Landespolitiker aus dem Osten unbedingt bewahren. Sie argumentieren mit Gerechtigkeit. Und verdrängen die Fakten.

SZ PlusKommentar von Lisa Nienhaus

Kommunale Finanzen
:Starnberger Landrat erlässt Haushaltssperre

Nach aktueller Hochrechnung im laufenden Haushalt 2026 werden höhere Ausgaben von bis zu 4,5 Millionen Euro im Bereich der Jugendhilfe erwartet – das kann der Landkreis nicht stemmen.

Von Peter Haacke

Podcast: „Auf den Punkt“
:Merz' neuestes Problem: der Rentenstreit

Bei einem der wichtigsten Projekte der Bundesregierung schießen mehrere Ministerpräsidenten aus der CDU quer. Was bedeutet das für die Rente und den Kanzler?

Von Roland Preuß und Philipp Saul

Statistisches Bundesamt
:Zahl der Rentner steigt leicht

Etwa 22,5 Millionen Menschen haben vergangenes Jahr in Deutschland Leistungen aus der gesetzlichen, privaten oder betrieblichen Rente erhalten. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte ...

Geplante Reform
:Frei verteidigt Abschaffung der Rente mit 63

Der Unionsfraktionschef stellt sich gegen die Kritik von Ministerpräsidenten aus Union und SPD am Rentenpaket, ein CSU-Fachpolitiker springt ihm bei. Doch der Streit dürfte weitergehen.

SZ PlusVon Roland Preuß

Rente
:Mehr alte Menschen in Bayern beziehen Grundsicherung

64 000 Rentner in Bayern waren 2025 auf Hilfen vom Staat angewiesen, weil ihre eigenen Alterseinkünfte und Vermögen nicht für das Leben reichten. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Von Nina von Hardenberg

Zahlen der Bundesregierung
:Weniger Kinder in der Grundsicherung

Die Zahl der Minderjährigen mit Anspruch auf Grundsicherung ist innerhalb eines Jahres von 1,75 auf 1,64 Millionen gesunken. Von diesen leistungsberechtigten Minderjährigen hatten im Dezember 2025 fast 860 000 die deutsche und mehr als 780 000 eine ...

Sozialarbeiter
:Wenn Eltern austicken

Seit in Stade sechs Menschen erschossen wurden, sorgen sich viele Sozialarbeiter um ihre Sicherheit. Ein Tag im Kinderschutzhaus in München, wo sie genau wissen, welche Wut Väter und Mütter entwickeln können.

SZ PlusVon Kathrin Aldenhoff (Text) und Catherina Hess (Fotos)

Arbeitsmarkt
:Zahl der Arbeitslosen steigt auf mehr als drei Millionen

Die deutsche Industrie steht unter Druck. Das wirkt sich nun auch auf den Arbeitsmarkt aus. Aber es gibt auch ein paar positive Signale.

Von Alexander Hagelüken

ExklusivReformen
:Zweifel an den Plänen der Koalition zum Kündigungsschutz

Union und SPD wollen den Kündigungsschutz für Bestverdiener lockern. Die Regelung würde nur 0,27 Prozent der Beschäftigten betreffen, sagt der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber. Und sie könnte sogar schaden.

Von Roland Preuß

Chemie
:BASF schrumpft sein Stammwerk

Im Zuge seines Sparprogramms hat der Chemiekonzern seit 2024 weltweit bereits 7000 Stellen gestrichen. Wegen des Nahost-Kriegs profitiert er andererseits gerade von einer steigenden Nachfrage.

Recht auf Vergessen
:Erst Krebs, dann Ärger mit der Versicherung

Wer einen neuen Vertrag abschließen will, muss bisher eine geheilte Krebserkrankung offenlegen – auch noch nach Jahren. Das will die SPD ändern. Die Branche ist von dem Vorschlag wenig begeistert.

SZ PlusVon Herbert Fromme und Ilse Schlingensiepen

Krise in der Autoindustrie
:BMW will sparen – und dafür rund 8000 Jobs streichen

Lange vermittelte der Autobauer, die Krise betreffe ihn nicht – bis der neue Chef die Prognosen zusammenstrich. Nun könnte jede elfte Stelle in Deutschland wegfallen. Aber das wird erst einmal kosten.

Von Stephan Radomsky

MeinungAutoindustrie
:BMW hat die Lage zu lange schöngeredet

Krise? Haben nur die anderen! Der Autobauer in München war zu sehr darauf bedacht, das Image des langjährigen Chefs Oliver Zipse zu schonen. Immerhin macht sein Nachfolger nun Hoffnung.

SZ PlusKommentar von Christina Kunkel

Wirtschaftshistorie
:Was die Geschichte über die KI-Revolution lehrt

Jobs kommen und gehen: Vor den Folgen neuer Technologien wird seit der Erfindung der Dampfmaschine gewarnt. Sind die schlimmsten Befürchtungen jemals eingetroffen?

SZ PlusVon Lea Hampel

MeinungArbeitsmarkt
:Gegen KI haben vor allem die Jungen keine Chance

Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben, die einst Berufsanfänger erledigt haben. So werden aber keine Fachkräfte aus ihnen. Wo soll das hinführen, wenn ihre älteren Kollegen demnächst in Rente sind?

SZ PlusKommentar von Anna Lea Jakobs

Volkswagen in der Krise
:„VW erlebt gerade seinen Nokia-Moment“

Europas größter Autohersteller steckt in einer existenziellen Krise: Er verkauft immer weniger Fahrzeuge, der Gewinn bricht weiter ein. Sogar VW-Chef Blume spricht von einem „nie da gewesenen Risikoszenario“. Und Beobachter werden noch deutlicher.

SZ PlusVon Paulina Würminghausen

MeinungArbeitsrecht
:Der Kündigungsschutz für Topverdiener kann ganz weg

Deutschland schützt seine Beschäftigten so stark vor Entlassung wie kaum ein anderes Land. Doch gerade die Trennung von Spitzenverdienern ist für Firmen so teuer, dass sie Veränderung und Innovation erschwert.

SZ PlusKommentar von Kerstin Bund

Aktuelles Lexikon
:Was ist Zwangsarbeit?

Weltweit werden 27,6 Millionen Menschen unter Androhung von Strafe zur Arbeit gezwungen – laut Donald Trump angeblich auch in Europa. Jedenfalls begründet er seine neuen Zölle damit.

Von Gunnar Herrmann

Studie
:Ausbildung ist beliebteste Option nach der Schule

Das deutsche Ausbildungssystem hat bei jungen Menschen in Deutschland einen guten Ruf. Aber Jugendliche mit niedriger Schulbildung schätzen ihre Chancen als schlecht ein. Experten fordern mehr Hilfe für diese Gruppe.

Studie
:Zuwanderer arbeiten in vielen EU-Ländern ähnlich häufig wie Einheimische

Dennoch gibt es bei einzelnen Gruppen von Migranten noch erhebliche Beschäftigungspotenziale, etwa bei Hochqualifizierten oder bei Frauen aus Nicht-EU-Ländern.

Statistisches Bundesamt
:Viele Selbständige arbeiten mehr als 49 Stunden pro Woche

Abhängig Beschäftige haben nur selten überlange Arbeitszeiten. Generell gilt: Je älter die Erwerbstätigen, desto länger wird gearbeitet.

Rente
:"Das kann es einfach nicht sein"

Im politischen Berlin waren sich praktisch alle einig, dass die Renteneinigung ein Riesenerfolg ist. Aber wie sehen das die Gäste in der Neuköllner „Zinnkanne“? Sagen wir mal so: etwas differenzierter.

SZ PlusVon Roland Preuß (Text) und Hannes Jung (Fotos)

Minijobs in Gefahr
:Die 600-Euro-Basis der Gesellschaft

Minijobber arbeiten in Handel und Gastronomie, Vereinen und sozialen Einrichtungen. Was geschieht in einer Kommune, wenn die geringfügige Tätigkeit sozialversicherungspflichtig und somit unattraktiver wird? Eine Spurensuche am Beispiel Gräfelfing.

SZ PlusVon Annette Jäger

ExklusivDeutschland
:Arbeitssicherheit wird kaum geprüft

Wie gut sind Beschäftigte vor Gefahren geschützt? Das müssen die Bundesländer jedes Jahr in mindestens fünf Prozent der Betriebe kontrollieren. In der Praxis geschieht es deutlich seltener.

SZ PlusVon Sebastian Strauß

Autoindustrie
:Neuer Jobabbau bei Porsche: 5000 Stellen sollen wegfallen

Porsche-Chef Michael Leiters kann ein Sparpaket in Milliardenhöhe umsetzen. Doch im Gegenzug haben sich die Arbeitnehmer weitgehende Zusagen gesichert. Das dürfte auch in Wolfsburg für Aufsehen sorgen.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken und Christina Kunkel

ExklusivBundesarbeitsministerium
:Sozialausgaben steigen auf Rekordniveau

Rente, Pflege, Arbeitslosigkeit: Deutschland gibt mehr Geld für Soziales aus, mittlerweile fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung. In einem Bereich aber gibt es einen überraschenden Rückgang.

SZ PlusVon Roland Preuß

MeinungKrankschreibungen
:Deutschland ist kein Land der Blaumacher

Krankheitswellen folgen medizinischen Realitäten, zeigen neue Zahlen der Krankenkasse DAK. Die Bundesregierung spart aber ausgerechnet dort, wo der Bedarf am größten ist.

SZ PlusKommentar von Anna Lea Jakobs

Renten- und Steuerpläne der Regierung
:DBG plant Demos gegen Sozialreform

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will nach der parlamentarischen Sommerpause mit Demonstrationen in 15 deutschen Städten gegen Sozialkürzungen protestieren. DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnte angesichts der Reformankündigungen der schwarz-roten ...

Studie
:Leistungen aus Teilhabepaket erreichen zu wenige Kinder

Bundesweit nehmen nur zwei von zehn Kindern und Jugendlichen die Leistungen in Anspruch, die ihnen zustehen. Es gibt große regionale Unterschiede.

Arbeitsleben
:Umfrage: Hälfte aller Bayern will vorzeitig in Rente gehen

Während die Politik die Anhebung des Rentenalters vorbereitet, haben viele Menschen ganz andere Pläne. Wer besonders oft frühzeitig in den Ruhestand gehen will und was zum Bleiben motivieren könnte.

ExklusivAltersvorsorge
:Wer peppt unsere Renten an der Börse auf?

Bundesbank und Staatsfonds Kenfo ringen darum, wer die Milliarden für die Kapitalrente anlegen darf. Klar ist: Der Bund muss das Vermögen besser investieren. Denn seine bisherige Bilanz ist schwach. Es gibt aber ein beeindruckendes Vorbild.

SZ PlusVon Roland Preuß und Markus Zydra

Klausur von CSU und Freien Wählern
:Koalition stärkt Söder und stemmt sich gegen Volksbegehren

Die Regierungsfraktionen sortieren sich für die restliche Wahlperiode. Dabei geht es um die Tücken einer Zusammenarbeit nach 2028, ungelöste Probleme und den ÖDP-Vorstoß, Söders Amtszeit zu deckeln.

Von Johann Osel

Krise in der Autoindustrie
:Der unregierbare Konzern: Das VW-Drama und seine Protagonisten

Es gibt viele Akteure, die bei Europas größtem Autobauer mitreden wollen. Manche sagen auch: zu viele. Wer sind die Strippenzieher – und welche Interessen haben sie? Ein Überblick.

SZ PlusVon Thomas Fromm, Alexander Hagelüken, Stephan Radomsky und Paulina Würminghausen

Berufsberatung für Schulklasse
:Jetzt wird es ernst, liebe 8c!

Kriege und Krisen, Trump und Putin, seit Jahren steckt die Wirtschaft fest und jetzt kommt auch noch die KI und nimmt uns die Jobs weg. Was soll man jungen Leuten, die bald in den Beruf starten, da bloß raten? Ein Besuch im BIZ.

SZ PlusVon Oliver Klasen

Mediziner in Bayern
:Gemobbt, betascht, belästigt: Ärztinnen beklagen Machtmissbrauch in Kliniken

Viele Medizinerinnen und Mediziner in Bayern erleben in ihrem beruflichen Umfeld Abwertungen, Bloßstellungen und sexuelle Anspielungen. Oft bleiben Betroffene mit den Missständen allein.

Reformpläne
:Ungebrochenes Interesse an Minijobs

Arbeitgeber setzen so stark auf Minijobber wie seit Jahren nicht. Das zeigt eine Auswertung von Stellenanzeigen. Arbeitsmarktexperten beharren trotzdem auf der Abschaffung der Vergünstigungen.

SZ PlusVon Roland Preuß

Bundesbauministerium
:Der Wohngeld-Sparplan und seine Nebenwirkungen

Bauministerin Hubertz plant erhebliche Kürzungen beim Wohngeld. Trotzdem würde der Bund viel weniger davon profitieren, als es den Anschein hat. Fachleute sprechen von einem „Verschiebebahnhof“.

SZ PlusVon Tim Frehler

Wirtschaft in Bayern
:Zehntausende Jobs in Bayerns Industrie gefährdet

Die Metall- und Elektroindustrie ist Bayerns wichtigster Wirtschaftszweig – und seit sieben Jahren nahezu kontinuierlich in der Krise. Doch auch in anderen Wirtschaftszweigen sieht es schlecht aus.

Digitalisierung
:Arbeitslose müssen nicht mehr täglich in den Briefkasten schauen

Die Arbeitsagenturen melden sich künftig ohne Papier. Der „digitale Sozialstaat“ soll beim Sparen helfen – könnte aber neue Kosten verursachen.

SZ PlusVon Bastian Brinkmann

VW-Betriebsratschefin
:Und manchmal auch auf die persönliche Tour

Daniela Cavallo vertritt die 660 000 Beschäftigten bei VW, sie ist eine der Mächtigsten in dem Konzern. Sie poltert nicht, braucht sie auch nicht: Denn die nötigen Machtspielchen hat sie drauf.

SZ PlusVon Paulina Würminghausen

MeinungWurster
:Unterhalt

MeinungSozialreformen
:Lasst den Studierenden die Minijobs

Die Bafög-Reform schafft nur eine halbherzige Entlastung. Gleichzeitig plant die Regierung, eine wichtige Einnahmequelle für viele Studierende zu streichen. Das setzt sie finanziell unter Druck.

SZ PlusKommentar von Jerrit Schloßer

MeinungSZ JetztStudium
:Die Bafög-Rückzahlung ist unfair geregelt

Wer nach seinem Studium besonders schnell seine Bafög-Schulden begleichen kann, zahlt weniger. Wenn überhaupt, müsste es andersherum sein.

SZ PlusKommentar: Pegah Julia Meggendorfer, Illustration: Federico Delfrati

Aktuelles Lexikon
:Was ist ein Sparplan?

Individuell lässt er das Vermögen anwachsen. In Firmen wie VW steigert er den Gewinn. Manchmal notwendig, immer unbeliebt. Aber es gibt schlechtere und bessere Varianten.

Von Lisa Nienhaus

MeinungAutoindustrie
:Der VW-Chef sollte endlich ehrlich mit seinen Beschäftigten sprechen

Stellenabbau, Werksschließungen: Es kursieren viele Gerüchte bei Europas größtem Autobauer, doch wenig Belastbares. Oliver Blume ist den Angestellten Klarheit schuldig.

SZ PlusKommentar von Paulina Würminghausen

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