Wie lange die SPD in München regiert hat, und warum nicht jeder Uniformierte gleich ein Polizist ist, wenn er Menschen zu Hilfsarbeiten ruft.
Reformpaket
:Schwarz-Rot will es doch noch wuppen
Steuern, Jobs, Rente, Bürokratie – die Koalition nimmt einen zweiten Anlauf für ein Reformpaket. Diesmal will Kanzler Merz Arbeitgeber, Gewerkschaften und Bundesländer einbinden. Der Druck zur Einigung ist höher denn je.
Koalitionsausschuss
:Die Regierung versucht Neustart bei Reformen
Es sollten längst größere Reformpläne vorliegen – dann kam der Zoff in der Villa Borsig. Nun hat sich der Koalitionsausschuss im Kanzleramt getroffen. Und vereinbart, neue Wege zu gehen.
MeinungSozialpolitik
:Mehr Experimente wagen, bitte!
Der deutsche Sozialstaat ist in der Krise. Das ist der richtige Moment, neue Wege auszuprobieren – nicht nur im Umgang mit arbeitslosen Menschen.
Automatisierung
:Warum Festo 1300 Stellen in Deutschland streicht
Zuletzt war der Umsatz des Automatisierungsspezialisten drei Jahre in Folge gesunken. Nun muss die Firma sparen und will schlanker und effizienter werden. Standorte in Deutschland sollen aber nicht schließen.
Arbeitsmarkt
:Ohne Erfahrung keinen Job – ohne Job keine Erfahrung
Firmen verlangen Erfahrung von Bewerbern, bieten aber selbst kaum Praktika oder Werkstudierendenjobs an. Damit könnte die deutsche Wirtschaft dem eigenen Nachwuchs schaden.
Künstliche Intelligenz
:Mein Chef, der Roboter
Meta-Chef Mark Zuckerberg baut an einem KI-Agenten für die Chefetage, in China wirbt ein Konzern mit einem digitalen Boss. Gibt es in Deutschland auch bald kein mittleres Management mehr?
Thyssenkrupp Steel Europe
:Deutschlands größter Stahlkonzern wird nicht indisch – und nun?
Thyssenkrupp will seine Stahltochter verkaufen, hat jedoch die Gespräche mit Bietern aus Indien beendet. Das Management hofft, dass sich die Lage der Krisenfirma bald verbessert – auch dank heftigen Stellenabbaus.
Chemieindustrie
:2100 Doktorarbeiten, aber nur 30 Start-ups
Für Gründer ist die Chemie eine besonders schwierige Branche. Jetzt steckt sie auch noch in der Krise. Trotzdem gibt es ein paar wagemutige Unternehmen. Aber es könnten viel mehr sein.
Arbeitsmarkt im Freistaat
:In Bayern sind nur 29 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt
Die Tochter wird Arzthelferin, der Sohn Metallbauer – was nach einem Klischee klingt, ist in Bayern noch immer weit verbreitet. Auch in den Führungsetagen gibt es ausgeprägte Geschlechterunterschiede.
Junge Frauen in MINT-Berufen
:„Ein Tag zum Reinschnuppern ist viel zu wenig“
Dagmar Schumann kennt den Arbeitsmarkt in München, wo noch immer viel mehr Männer in technischen Berufen zu finden sind. Was sich für junge Frauen dringend ändern müsste und warum Berlin ein Vorbild ist.
Autoindustrie
:VW-Chef Blume will den Konzern erneut schrumpfen
Überkapazitäten seien für den Konzern „langfristig nicht tragfähig“, sagt der Manager in einem Interview. Die Strategie: deutlich weniger Autos produzieren. Zieht da bald das große Sparprogramm auf?
Jobsuche für junge Leute
:Ohne Kontakte läuft wenig
Wenige Stellen, viel Konkurrenz und hohe Ansprüche der Arbeitgeber: Berufseinsteiger haben es gerade schwer, wie eine neue Umfrage zeigt. Das gilt besonders dann, wenn sie die Fähigkeit zum Kontakte-Knüpfen nicht im Elternhaus mitbekommen haben.
Migration
:Spanien umarmt eine halbe Million illegale Einwanderer
Hunderttausende Migranten ohne Papiere dürfen bald ganz legal im Land leben und arbeiten. Die Wirtschaft profitiert davon, die Kirche lobt „einen Akt sozialer Gerechtigkeit“. Doch es gibt auch Widerstand.
Industrie
:Sie nannten sie Auftragskillerin
Marie Jaroni führt Deutschlands größten Stahlkonzern TKSE durch die Krise. Sie streicht Tausende Stellen – und hat trotzdem das Vertrauen der Gewerkschaft. Wie macht sie das?
Debatte um Arbeitszeit
:Was eine Reform des Ehegattensplittings wirklich bringt
SPD-Chef Lars Klingbeil will das Ehegattensplitting reformieren, auch die OECD empfiehlt, es abzuschaffen. Die Hoffnung: Viele Frauen würden dann mehr arbeiten. Doch stimmt das wirklich?
SZ JetztArbeitsmarkt
:Wenn selbst die Promotion nicht mehr reicht
Lange galt die deutsche Industrie als Jobgarant. Doch inzwischen tun sich selbst Hochqualifizierte wie Christoph schwer mit dem Berufseinstieg. Wie kann man es trotzdem schaffen?
Wirtschaft
:Zahl der Gründer wächst in der Krise
Krise, hohe Preise und ein schwieriger Arbeitsmarkt: Mehr Menschen wagen unter Druck den Sprung in die Selbständigkeit. Für die meisten steht ein Motiv klar im Vordergrund.
MeinungMütter
:Kinder und Job – beides ist toll
Wenn die Gesellschaft will, dass Frauen mehr arbeiten, dann muss sie auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu gehört, was eine Ministerin für sich beschlossen hat: ein Wort wie „Fremdbetreuung“ zu verbannen.
Wirtschaft in Bayern
:Höchste Arbeitslosenzahl im März seit 2010
Im Frühling hellt sich die Lage am Arbeitsmarkt normalerweise auf. Doch dieser Effekt wird von der konjunkturellen Flaute derzeit ausgebremst.
Arbeitsmarkt
:Zahl der Arbeitslosen fällt im März um knapp 50 000
Auf dem Arbeitsmarkt setzt eine gewisse Frühjahrsbelebung ein – wenn auch bisher nicht mit durchschlagender Wirkung.
Hausgeräte
:Katerstimmung in der Küche
Der Hausgeräte-Konzern BSH steckt in einem Stellenabbau, in Deutschland machen bald zwei Werke dicht. Das Wachstum für Marken wie Bosch und Siemens soll künftig aus Amerika und Asien kommen.
MeinungFachkräftemangel
:Es braucht echte Wertschätzung für die „Silver Worker“
Während über Frauen in Teilzeitarbeit gestritten wird, spricht kaum jemand über das unangetastete Potenzial auf dem Arbeitsmarkt: die über 60-Jährigen. Viele von ihnen könnten – und würden – länger arbeiten.
Wirtschaft in Bayern
:IHK: Arbeitskräftemangel steigt langsamer als erwartet
In den Betrieben fehlen weiterhin viele Fachkräfte. Das kostet die bayerische Volkswirtschaft schon jetzt jedes Jahr Milliarden – und es wird schlimmer.
MeinungAltersvorsorge
:Wer kein Geld zum Sparen hat, dem hilft auch keine Pflicht dazu
Eine Pflicht zur Altersvorsorge für Selbständige? Geht an der Realität der meisten Betroffenen vorbei. Und zeigt nur einmal mehr, wie sehr Deutschland seine kleinsten Unternehmen vernachlässigt.
Fernsehen
:Der erfundene Sozialschmarotzer
Als „Arbeitsloser des Jahres“ macht Yannis B. Content auf Instagram und Tiktok. Doch nach einem Sat-1-Dreh für „Ronzheimer“ kommt raus: So ganz stimmt das alles nicht. Warum hat er gelogen? Und warum ist man auf ihn hereingefallen?
Thyssenkrupp Steel Europe
:Dubioser US-Investor interessiert sich für größten deutschen Stahlkonzern
Thyssenkrupp will seine Tochter TKSE, Deutschlands größten Stahlhersteller, verkaufen. Bisher verhandelt der Konzern mit indischen Bietern. Nun äußert auch ein US-Investor mit zweifelhaftem Ruf Interesse.
Logistik
:DHL trotzt Iran-Krieg und Trumps Zöllen
Beim Bonner Dax-Mitglied sinken die Umsätze, doch der Gewinn steigt. Der weltweit größte Logistikkonzern will in der Golfregion investieren, mit den Konflikten dort könne die Firma umgehen, sagt Vorstandschef Meyer.
Haushaltsgeräte
:Trumps Zölle belasten Miele
Der Hersteller von Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten kann die Abgaben nicht komplett auf US-Kunden abwälzen. Auch in Deutschland laufen die Geschäfte mau. Trotzdem wird investiert.
Wirtschaftslage
:Reallöhne sind 2025 erneut gestiegen
Nach Abzug der Inflation bleibt den Arbeitnehmern in Deutschland 1,9 Prozent mehr Geld zum Ausgeben übrig. Die Reallöhne sind damit wieder fast so hoch wie vor der Pandemie.
Umfrage
:Unternehmen wollen trotz besserer Konjunktur mehr Stellen abbauen
Viele Branchen wollen weiter Stellen streichen, auch wenn sich die Stimmung gerade aufhellt. Vor allem exportorientierte Industrien sind betroffen.
Arbeitszeitdebatte
:„Freizeit können wir nun mal nicht besteuern“
Hunderttausende Menschen fehlen auf dem Arbeitsmarkt, Millionen Boomer gehen bald in Rente. Wer kann die Lücke stopfen? Auch die älteren Menschen selbst, sind Ökonomen überzeugt.
MeinungMigration
:Dobrindts Asylpolitik wird so nicht funktionieren
Der Innenminister will Geflüchtete schneller in Arbeit bringen. Eine gute Idee, die allerdings an seinen eigenen kurzsichtigen Plänen scheitern dürfte.
Deutsche Bahn
:DB Cargo streicht fast jeden zweiten Job
Kahlschlag bei der Frachttochter der Deutschen Bahn: Nur 8000 Stellen von jetzt 14 000 sollen bleiben. Betriebsbedingte Kündigungen sollen aber vermieden werden.
Onlinehandel
:Otto will knapp 460 Vollzeitstellen abbauen
Vor allem der Standort Hamburg ist betroffen. Ziel des Konzerns ist es, Kosten zu senken. Der Abbau solle „fair und sozialverträglich“ ablaufen.
Arbeitsmarkt
:Ukrainer finden schneller Arbeit als andere Flüchtlinge
Dreieinhalb Jahre nach ihrer Ankunft ist die Hälfte der zu Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 eingereisten Ukrainer erwerbstätig. Das könnte unter anderem am Bürgergeld liegen.
Volkswagen
:Sechs Milliarden Euro mehr – und trotzdem nur Ärger
In der Kasse von VW liegt plötzlich ein Vermögen, mit dem niemand gerechnet hatte. Doch bevor überhaupt klar ist, wo das Geld herkommt, wird schon gestritten, wer davon wie viel abbekommt.
Industrie
:Wieso ein Autozulieferer mitten in der Krise ein Werk eröffnet
Thyssenkrupp Automotive Technology investiert viele Millionen in eine Fabrik bei München. Das Management will die Firma auf einen Börsengang vorbereiten. Doch dafür müssen die Zahlen besser werden.
Industrie
:Hoffnung für Deutschlands zweitgrößtes Stahlwerk
Die Eigner der Hüttenwerke Krupp Mannesmann haben sich geeinigt: Das Unternehmen in Duisburg soll doch nicht schließen. Trotzdem werden viele Jobs wegfallen.
Gesellschaft
:Horror-Game Arbeitslosigkeit
Niemand will mehr schuften, alle zu oft krank? Vielleicht sollte Friedrich Merz mal den „Unemployment Simulator 2018“ durchspielen. Endgegner: Einsamkeit, Selbstzweifel und Langeweile.
Streit um Sozialpolitik
:Ist das eine Agenda von „Superprivilegierten“?
Zahnarztrechnung privat begleichen, kürzer Arbeitslosengeld? Die CDU ringt um mögliche Kürzungen von Sozialleistungen. Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels kritisiert den Wirtschaftsrat scharf.
Industriekonzern
:Thyssenkrupp streitet über Dividende und Stellenabbau
Das MDax-Mitglied streicht Tausende Jobs und will sein Stahlgeschäft verkaufen. Bei der Hauptversammlung protestieren Hunderte Beschäftigte. Doch der Vorstandschef verteidigt seinen Kurs.
Industrie
:Bosch halbiert Gewinn in 2025 nahezu
Besonders der Abbau Tausender Arbeitsplätze kostet den Konzern viel Geld. Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind durch die Weltwirtschaft getrübt.
Bayerns Wirtschaft hat gerade ein Problem – und das ist nicht mal überraschend. Die Nachfrage fehlt, Energie gilt als zu teuer und die Bürokratie als zu viel. Ein Überblick.
Arbeitsmarkt
:In Deutschland gibt es wieder mehr als drei Millionen Arbeitslose
Die Zahl der Arbeitslosen steigt deutlich, wie es im Winter oft geschieht. So viele Jobsuchende gab es in einem Januar zuletzt 2014. Auch die Aussichten für das übrige Jahr sind nicht berauschend.
Hüttenwerke Krupp Mannesmann
:Deutschlands zweitgrößtem Stahlwerk droht das Aus
Hunderte Beschäftigte der Hüttenwerke Krupp Mannesmann werden am Freitag bei der Thyssenkrupp-Hauptversammlung demonstrieren. Ihre Firma steht vor der Schließung – doch Thyssenkrupp könnte das verhindern.
Strukturwandel
:Was nach der Kohle kommt: KI
Im Rheinischen Revier ist bald Schluss mit der klimaschädlichen Braunkohle. Stattdessen will sich die Gegend als Digitalregion neu erfinden. Das hängt auch mit einem anderen Schatz im Boden zusammen. Eine Rundreise.
Mitgliederbegehren bei der SPD
:Bürgergeldrebellen ringen um Aufmerksamkeit
Dem Mitgliederbegehren gegen die geplanten Verschärfungen fehlt der Rückhalt. Auch die Bayern-SPD steht zu der Reform, obwohl es anderslautende Beschlüsse gibt.
Betriebliche Krankenversicherung
:Benefit soll Fachkräfte ans Tölzer Landratsamt binden
Die Kreisbehörde setzt auf monetäre Anreizsysteme, um Personal zu gewinnen und zu halten. Künftig sollen Tarifbeschäftigte deshalb in den Genuss einer betrieblichen Krankenversicherung kommen.
Krise und Kommunikation
:Nicht alles, was gut klingt, ist auch immer gut gemeint
Sustain, Next Level Performance, Ambition 2030: In der Krise werden die Namensschöpfungen für Sparprogramme der Unternehmen immer kreativer, skurriler – und euphemistischer. Eine kleine Rhetorik-Übung.