Arbeitsmarkt im Landkreis Ebersberg:Auf niedrigem Niveau stabil

Arbeitsmarkt im Landkreis Ebersberg: Die Zahl der offenen Stellen ist im Landkreis Ebersberg im Februar leicht gestiegen, die Arbeitslosenquote bleibt bei 2,6 Prozent.

Die Zahl der offenen Stellen ist im Landkreis Ebersberg im Februar leicht gestiegen, die Arbeitslosenquote bleibt bei 2,6 Prozent.

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Im Februar gibt es kaum Bewegung bei der Arbeitslosenquote im Landkreis Ebersberg. Die Zahl der offenen Stellen steigt leicht an.

Von Wieland Bögel, Ebersberg

Im Landkreis Ebersberg herrscht weiterhin annähernd Vollbeschäftigung. Laut der aktuellen Monatsstatistik der zuständigen Arbeitsagentur Freising waren Ende Februar 2208 Personen arbeitslos gemeldet, sechs weniger als im Januar. Die Quote bleibt damit stabil bei 2,6 Prozent. Insgesamt waren Ende Februar 3934 Personen arbeitssuchend gemeldet, 49 mehr als einen Monat zuvor.

Im Jahresvergleich ist die Zahl der Menschen auf Jobsuche allerdings ein Stück gestiegen. So waren Ende Februar 2023 im Landkreis Ebersberg noch 3658 Personen arbeitssuchend gemeldet. Von diesen hatten 2025 Anspruch auf Arbeitslosengeld, was einer Quote von 2,4 Prozent entsprach. Damit ist die Arbeitslosenquote für Ende Februar im Landkreis Ebersberg zum zweiten Mal in Folge gestiegen: 2022 lag sie noch bei 2,1 Prozent. Ein Jahr zuvor, mitten in der Corona-Krise, waren es noch 2,8 Prozent gewesen.

Im Jahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit in der Region leicht gestiegen

"Die Arbeitslosenquote in unserer Region zählt weiterhin zu den niedrigsten bundesweit. Die Auswirkungen der weltweiten Krisen und laufender wirtschaftlicher Transformationsprozesse sind aber zunehmend auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu spüren", erläutert Nikolaus Windisch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freising. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Agentur - neben Ebersberg noch die Landkreise Dachau, Erding und Freising - ist die Zahl der Arbeitssuchenden im Jahresvergleich um 1371 auf nun 18.601 Personen gestiegen, Anspruch auf Arbeitslosengeld haben 10.703, das sind 1095 mehr, als vor einem Jahr.

Die Quote stieg damit von 2,6 im Februar 2023 auf nun 2,9 Prozent, derselbe Wert wie Ende Januar. Auch in den anderen drei Landkreisen hat sich im Monatsvergleich nichts geändert, in Erding liegt die Arbeitslosenquote wie in Ebersberg bei 2,6 Prozent, in Dachau, bei drei und in Freising bei 3,1 Prozent.

Leicht gestiegen, sowohl in der Region, als auch im Landkreis, ist die Zahl der offenen Stellen. So waren Ende Februar in allen vier Landkreisen insgesamt 6199 Jobs zu vergeben, 110 mehr als im Vormonat. Im Landkreis Ebersberg stieg die Zahl der freien Stellen um 34 auf nun 1547. Die größten Personalbedarfe wurden für das Berufssegment der Verkehrs- und Logistikberufe gemeldet. Hier waren im Februar insgesamt 1277 Stellen vakant. Im Berufssegment der Handelsberufe gab es 853 Stellen zu besetzen. Für die fertigungstechnischen Berufe - beispielsweise die Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe sowie die Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe - wurden 757 Mitarbeitende gesucht.

Die Arbeitsagentur wirbt für Weiterbildungen als Mittel gegen den Fachkräftemangel

Insgesamt, so Windisch, bewegte sich die Nachfrage nach Arbeits- und Fachkräften weiterhin auf einem hohen Niveau. "Arbeitsuchende und Unternehmen zusammenzubringen wird aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen schwieriger. Qualifizierungen von Arbeitslosen, aber auch von Beschäftigten in Unternehmen können ein Schlüssel sein, Veränderungen in der Arbeitswelt positiv zu begegnen."

Windisch verweist in dem Zusammenhang auf die Online-Vortragsreihe "Fachkräfte finden und sichern". Diese läuft noch bis 21. März und wird gemeinsam mit der Fachstelle für wirtschaftliche und digitale Entwicklung des Landratsamts in Freising veranstaltet. Unter www.eveeno.com/fachkraft-finden erhalten interessierte Unternehmen aus den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg alle Informationen zu den Vorträgen und können sich anmelden.

Und auch für alle jungen Leute, die noch auf der Suche nach einem passenden Ausbildungs- oder Studienplatz sind, gibt es ein Beratungsangebot. Jugendliche aus den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg können sich unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 45 55 50-0 oder per E-Mail an Freising.Berufsberatung@arbeitsagentur.de zur Berufsberatung anmelden. Insgesamt sind in den vier Landkreisen derzeit 2457 Ausbildungsstellen zu besetzen.

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