Ein Bild und seine Geschichte

"Ins Feuer mit Otto dem Letzten"

Kurz nach dem "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland zelebrierten Salzburger Nazis eine Bücherverbrennung. Der NS-Führung war das grauenhafte Spektakel unangenehm.

Von Oliver Das Gupta, Salzburg

Münchner Konferenz 1938
Münchner Abkommen 1938

Wie der Westen die Tschechoslowakei verraten hat

Vor 80 Jahren opfern die westlichen Demokratien ihre Werte beim Deal mit Hitler - und feiern sich als Kriegsverhinderer. Winston Churchill widerspricht mit einer Rede, die einer biblischen Prophezeiung gleicht.

Von Joachim Käppner

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas
in München
1933-1945
Wechselausstellung
27|09|2018-06|01|2019
Zeugen Jehovas im Dritten Reich

Verfolgt, gefoltert, ermordet

Der Mechaniker Josef Kaltenbacher wurde im Mai 1936 eingesperrt - weil er ein Zeuge Jehovas war. Über die erste Glaubensgemeinschaft, die im Dritten Reich verboten wurde.

Von Jakob Wetzel

Judenverfolgung

Der lange Weg in die Heimat

Harry Heber ist sieben Jahre alt, als er mit seiner Schwester mit den "Kindertransporten" aus Hitlers Reich nach Großbritannien flieht. Er kennt weder Land noch Sprache und wird von der Schwester getrennt.

Von Alexander Menden

Wahlkundgebung der NSDAP in Berlin, 1932
Zeitgeschichte

"Überrascht, wie marginal der Effekt von Hitlers Wahlauftritten war"

Millionen Deutsche hörten Hitler bei Reden in der Weimarer Republik zu. Doch welche Wirkung hatten diese? Eine Studie behauptet: Die Sprachgewalt des "Führers" wird überschätzt.

Von Robert Probst

Holocaust Denier Ursula Haverbeck-Wetzel Goes On Trial
Rechtsextremismus

Holocaustleugnen ist keine Meinung, sondern strafbares Unrecht

Weil der "Führer" es nicht wollte, habe der Judenmord nie stattgefunden, sagt Ursula Haverbeck. Die fast 90-Jährige sitzt deshalb zu Recht im Gefängnis.

Von Norbert Frei

01:53
Heiko Maas

Mischen wir uns ein

In seiner Rede anlässlich des Gedenkens an den Widerstand gegen Hitler hat Bundesaußenminister Heiko Maas die Bevölkerung zu Zivilcourage im Umgang mit Rechtspopulisten aufgefordert.

Gedenktag 17. Juni
Prantls Blick

Die besten deutschen Tage

Warum der 17. Juni wieder ein Feiertag werden muss: Der deutsche Widerstand braucht einen Tag des Gedenkens. Es geht um einen Markstein im europäischen Gründungsmythos.

Die politische Wochenvorschau von Heribert Prantl

AfD-Vorsitzender Alexander Gauland
Leserdiskussion

Ihre Meinung zu AfD-Chef Gauland

Der Parteivorsitzende hat die Zeit des Nationalsozialismus als "Vogelschiss" in der deutschen Geschichte bezeichnet. Das Internationale Auschwitz Komitee kritisierte die Äußerungen als "unerträglich" und "würdelos". Es ist nicht das erste Mal, dass Gauland mit rechtspopulistischen Äußerungen auffällt.

Revolutionäre Soldaten am Brandenburger Tor in Berlin, 1918
100 Jahre Revolution

Das deutsche Drama

Welche Kräfte wirkten im Winter 1918/1919? War Hitler ein Produkt des Umsturzes? Stieß gar der Vertrag von Versailles die Republik von Weimar ins Verderben? Diese Fragen wollen einige neue Bücher beantworten. Ein Überblick.

Rezension von Jürgen Zarusky

Adolf Hitler, Porsche, Ley besichtigen Volkswagen
Ein Bild und seine Geschichte

Hitlers Massenauto

Perfekt inszeniert: Am 26. Mai 1938 legte der Diktator den Grundstein für das VW-Stammwerk in Niedersachsen. Bald wandelte sich die Produktion: Arbeitssklaven mussten Kriegsgerät herstellen.

Von Barbara Galaktionow

Paul von Hindenburg, Kurt Schleicher, Franz von Papen, Wilhelm Freiherr Gayl, Otto Meißner, 1932
Hitlers Aufstieg und das Ende von Weimar

Fränzchen und das Krokodil

Rüdiger Barth und Hauke Friederichs schildern in einer "dokumentarischen Montage" Adolf Hitlers Machtübernahme - mit Fokus auf Hinterzimmer-Intrigen.

Rezension von Robert Probst

Hitler-Putsch in Bayern
100 Jahre Freistaat Bayern

Der Weg zur totalen Macht

Mit Härte schalten die Nationalsozialisten sofort nach der Machtübernahme Kritiker aus und reißen die Kontrolle über alle Lebensbereiche an sich - wie im kleinen Dorf Bichl im Landkreis Tölz.

Von Johanna Pfund

Nationalsozialisten auf Mallorca

Die braune Lagune

Auf die Insel kamen die Deutschen schon, als es den Tourismus dort noch nicht gab. Sie waren Lebenskünstler - oder auch Nazis. Über die Freiheit und den Faschismus auf Mallorca.

Von Sebastian Schoepp

Propagandafoto für Volksabstimmung zum Anschluss Österreichs, 1938
Heldenplatz in Wien

Hitlers langer Schatten

Auf dem Wiener Heldenplatz jubelten die Massen vor 80 Jahren, beim "Anschluss" Österreichs, den Nationalsozialisten zu. Über die Geschichte eines belasteten Ortes.

Von Peter Münch

Paul Wenz, Wenzberg, Icking, Nationalsozialist, NS-Zeit, Nazi,
Trotz NS-Vergangenheit des Namenspatrons

Wenzberg bleibt Wenzberg

Nach einem Dreivierteljahr der nicht öffentlichen Recherche legt der Arbeitskreis zur umstrittenen Ickinger Straße seine Ergebnisse vor. Demnach war Paul Wenz nur "nominell" ein Nationalsozialist. Schilder mit Kurztexten sollen künftig alle personenbezogenen Straßennamen erklären.

Von Claudia Koestler

Hitler und Mussolini beim Abschreiten der Ehrenkompanien in München 1937
Machtmenschen

Eine groteske Männerfreundschaft

Wolfgang Schieder analysiert das Verhältnis Hitlers zu Mussolini. Die Bewunderung für den italienischen Diktator, so die These, beeinflusste Hitlers Ideologie.

Rezension von Clemens Klünemann

Umgang mit NS-Vergangenheit

Abschlussbericht zum Wenzberg erwartet

SPD-Sprecher Mielich rechnet nicht mit Umbenennung. Harsche Kritik am Finanzgebaren der Gemeinde Icking.

Von Claudia Koestler

Young Crowley
Ein Bild und seine Geschichte

Das "Große Tier 666" alias Aleister Crowley

Im Dezember vor 70 Jahren starb Aleister Crowley, eine der merkwürdigsten und schillerndsten Gestalten des 20. Jahrhunderts. Der Brite war Künstler, Okkultist, Sexualmagier - und sah in Hitler seinen Vollstrecker.

Von Joshua Beer

Justizminister Dr. Franz Schlegelberger, 1938
Justiz im Nationalsozialismus

Richter, die dem Gewissen Schweigen befahlen

Niemand hat das Recht, nur zu gehorchen. Auch Richter nicht. Vor 70 Jahren wurden Hitlers Blutjuristen zu relativ milden Strafen verurteilt.

Gastbeitrag von Christoph Safferling

Lehrer erklärt Schülern die "Nürnberger Gesetze"
Nürnberger Blutgesetze

Wie die jüdischen Deutschen vogelfrei wurden

Die "Nürnberger Gesetze" der Nazis öffneten den Weg bis zum millionenfachen Mord. Ein Band dokumentiert, wie es zum furchtbaren Bruch mit der Rechtstradition kam.

Rezension von Ludger Heid

Bekanntgabe der Nürnberger Rassengesetze, 1935
NS-Staat

Wie das Volk des "Führers" geformt wurde

Der Historiker Dietmar Süß legt eine stringente Analyse der Gesellschaft im NS-Staat vor. Darin zeigt er, dass es keineswegs darum ging, die Ungleichheit im Volk zu beseitigen.

Rezension von Robert Probst

Adolf Hitler und Göring beim Marsch zur Erinnerung an den 9. November
Historie

Ein rätselhafter Held

Maurice Bavaud, viele Rätsel und eine Damenpistole: die in Deutschland wenig bekannte Geschichte des jungen Schweizers, der Hitler erschießen wollte.

Von Gianna Niewel

Nationalsozialismus

Der rote Hitlerjunge

Günter Lucks kämpfte als Hitlerjunge in Deutschlands letztem Aufgebot gegen die Rote Armee. Wie der 16-jährige Kommunist gegen seine Überzeugungen töten musste.

Von Harald Stutte, Hamburg

Adolf Hitler im Bürgerbräukeller, 1925
Geschichte der NSDAP

Eine Mark für Hitler

Judenhass, Anti-"Marxismus" und Verschwörungstheorien: Sven Felix Kellerhoff beschreibt in seinem Buch den Aufstieg von Hitlers NSDAP.

Rezension von Rudolf Walther