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Minus zehn Grad soll es am Mittwoch in München werden, der Wetterdienst warnt vor einer empfindlichen Kälteperiode. Wie sich die Stadt auf den Frost vorbereitet, für wen es gefährlich werden könnte - und wer sich über die Minusgrade freut.
Von
Christina Warta und Katja Riedel
Selbst wenn nach den Dienstwagen-Richtlinien alles in Ordnung sein sollte: Der Fall der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist auch dann nicht in Ordnung - weil er Abgehobenheit und Instinktlosigkeit verrät.
Ein Kommentar von
Heribert Prantl
"Formal korrekt", urteilt der Bundesrechnungshof nach SZ-Informationen über die Dienstwagen-Nutzung von Ulla Schmidt. Die Zukunft der SPD-Politikerin ist dennoch ungewiss.
Ulla Schmidt im Urlaub: Auch zwischen 2004 und 2008 nahm sie den Dienstwagen - die Fahrten waren, anders als 2009, nicht privat. Es galt das Prinzip "Leerfahrt".
Die Kritik nimmt kein Ende: Ulla Schmidt soll auch die Flugbereitschaft der Bundeswehr in zweifelhafter Weise genutzt haben. Die Ministerin weist die Vorwürfe zurück.
Nach dem Diebstahl ihres Dienstwagens in Spanien sieht sich Ministerin Schmidt mit heftiger Kritik konfrontiert - und Spott aus der CSU. Jetzt meldet sie sich selbst zu Wort.
Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann geißelt die "Dienstwagen-Affäre" als "verlogen" - und fordert Respekt für die Arbeit von SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Rekordhalterin Ulla Schmidt: Sie ist die Gesundheitsministerin mit der längsten Amtszeit in der deutschen Geschichte - die SPD-Politkerin hat am 4. Juli 2007 Horst Seehofer überrundet.
Die Abendsonne darf leuchten: Die Bild-Zeitung hatte berichtet, die Gesundheitsministerin habe vor der wahrscheinlichen Abwahl noch schnell ihre Mitarbeiter befördert. Ulla Schmidt klagte - mit Erfolg.
So können sich Auffassungen unterscheiden: Die Krankenkassen fassen schon Zusatzbeiträge ins Auge. Doch die Gesundheitsministerin rechnet mit stabilen Beiträgen für 2010.
Die Gesundheitsministerin ignoriert die Kritik der Bundesländer am Entwurf zur Klinik-Finanzierung. Eine schnelle Einigung scheint deshalb ausgeschlossen.
Von
Guido Bohsem
Die Bundesgesundheitsministerin hält es für einen "unhaltbaren Zustand", dass Kassenpatienten bei Fachärzten oft wochenlang auf einen Behandlungstermin warten müssen.
Die Ministerin will einen Teil der Gesundheitsreform bereits rückwirkend zum 4. Juli 2006 in Kraft setzen. Sie wird auf erbitterten Widerstand stoßen.
Von
Nina Bovensiepen und Ulrich Schäfer
Die Bundesgesundheitsministerin und der Sachverständige Bert Rürup wollen heute ein neues Gutachten zu den Auswirkungen des geplanten Gesundheitsfonds vorstellen. Aus den Reihen der CSU wird noch einmal massive Kritik an der Gesundheitsreform laut.
Im vergangenen Jahr haben die gesetzlichen Versicherer einen Überschuss von vier Milliarden erwirtschaftet. Die Versicherten haben davon erstmal nichts. Denn die Krankenkassen wollen frühestens im Mai ihre Beiträge senken.
Von
Von Andreas Hoffmann
Ulla Schmidt und die Dienstwagen-Affäre: Die Antwort auf eine Anfrage der FDP bringt neue Ungereimtheiten ans Licht, der politische Gegner legt der Ministerin den Rücktritt nahe.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gibt nur eine knappe Erklärung zu ihrer Dienstwagenaffäre ab - entschuldigen will sie sich nicht.
Von
Susanne Höll, Berlin
Ulla Schmidt ist nicht die Erste, die wegen ihres Dienstwagens von sich reden macht. Der Gebrauch des Autos ist auf der Skala der möglichen Vergehen zwar nicht hoch anzusiedeln, provoziert aber dennoch regelmäßig den großen Aufschrei.
Von
Hans Leyendecker
Neben Ulla Schmidt sollen sechs weitere Bundesminister mit ihrem Dienstwagen in den Urlaub gefahren sein - darunter auch CSU-Chef Seehofer und SPD-Minister Scholz.
Der Fall Schmidt als Warnzeichen: Hüter der öffentlichen Moral betreiben zerstörerisches Mobbing gegen die Politikerin - so wird auch hierzulande ein politischer Betrieb à la Berlusconi vorstellbar.
Ein Kommentar von
G. Seibt
Der Dienstwagen-Streit belastet die SPD vor der Bundestagswahl. Heute wird entschieden, ob Ulla Schmidt im Wahlkampfteam der Partei eine Rolle spielen wird - oder ob ihre Karriere als Ministerin vorbei ist.
Von
S. Höll und L. Volkert
Das Gesundheitsministerium will den Krankenkassen Bonusregelungen für "gesundheitsbewusstes Verhalten" erlauben. Patienten könnten in Zukunft Medikamente und Arztbehandlungen kostenlos erhalten, wenn sie sich regelmäßig durchchecken lassen.