Millionen Arbeitnehmer rechnen in den kommenden Wochen mit dem Fiskus ab. Spaß macht es nicht, aber es lohnt sich: Im Schnitt bekommt jeder 800 Euro zurück. Die besten Tipps, um sich das Geld zurückholen.
Von
Malte Conradi
Bei der Steuer auf Finanztransaktionen sind die Länder der EU uneins. Doch die neue Abgabe kann nur kommen, wenn die Regierungschefs eine Einigung erzielen. Ein Überblick über die Situation in einzelnen europäischen Staaten.
Die Freude über Steuerrückerstattungen kann womöglich kurz ausfallen: Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts dürfen sie auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden.
Ob Ehepaar oder Autofahrer, Arbeitnehmer oder Riestersparer: Mit ein paar geschickten Wechseln und Anträgen lässt sich noch in diesem Jahr Geld sparen. Was Verbraucher jetzt tun können - ein Überblick.
Um sechs Milliarden Euro will die Regierungskoalition die Bürger entlasten: In zwei Stufen sollen dazu die Steuern sinken. Für den Einzelnen springt dabei zunächst nicht viel raus. Immerhin - in der zweiten Phase der Steuerreform können es schon ein paar hundert Euro sein. Mit Berechnungsbeispielen.
Von
Guido Bohsem
Exklusiv
Minimale Effekte für die einzelnen Bürger, kaum positive Impulse für die Konjunktur: Gert Wagner, Chef des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht die Steuersenkungspläne der Koalition kritisch und fordert das Gegenteil: höhere Steuern. Im SZ-Gespräch erklärt er, warum Schwarz-Gelb falsch liegt - und wer künftig mehr zahlen sollte.
Interview:
Thomas Öchsner
Knapp 40 Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen prophezeien die Schätzer dem Staat bis 2015 - aber die Koalition schafft es nicht, sich auf eine noch so kleine Entlastung für die Bürger zu einigen. Vor dem schwarz-gelben Gipfeltreffen am Sonntag fordern manche entnervt ein Ende der Debatte. Dabei hängt womöglich das Überleben der FDP an dieser Frage.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Meinung
Großer Wurf von Schwarz-Gelb? Durchnittsverdiener bekommen 75 Cent mehr im Monat. Großverdiener immerhin ein paar Euro. Die Koalition will mit ihren Steuerplänen kleine und mittlere Einkommen entlasten, die Konjunktur ankurbeln und mehr Steuergerechtigkeit schaffen. Sie erreicht nichts davon.
Ein Kommentar
von Guido Bohsem
Steuerberater Markus Zwicklbauer zahlt keine Steuern mehr. Das Finanzamt soll erst dann auf sein Geld Zugriff bekommen, wenn es - nachweislich - die Steuern zum Nutzen "der deutschen Bürger verwendet" und nichts ins Ausland verschwendet. Geht das?
Von
Hannah Wilhelm
Kompromiss im Steuerstreit: Auch dieses Jahr kann der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wie geplant leicht erhöht werden. Dafür müssen die deutschen Steuerzahler auch in Zukunft jährlich ihre Steuererklärung abgeben.
Die SPD will an die Spitzenverdiener ran: Die Steuerpläne der Partei treffen nach Berechnungen der Freien Universität Berlin jeden, der mehr als 6000 Euro im Monat verdient.
Von
Guido Bohsem
Wahlversprechen klingen anders: Geringverdiener können nicht mehr auf die Senkung ihrer Sozialabgaben hoffen, sollte die SPD die Bundestagswahl 2013 gewinnen. Diese Entlastung sei nur noch ein Wunschziel, verlautet aus der Partei. Gutverdienern droht nach den Plänen der Genossen hingegen eine Anhebung des Spitzensteuersatzes.
Von
Susanne Höll, Berlin
Die Koalition debattiert eine mögliche Steuersenkung für Bürger kontrovers - die Unternehmen hingegen profitieren wohl bald schon. Finanzminister Wolfgang Schäuble plant offenbar, die Umsatzsteuer zu reformieren. Die Wirtschaft würde das um Milliarden entlasten.
Alle reden von Paul Kirchhof: Politiker der Regierungsparteien begrüßen das Konzept des Wissenschaftlers für ein radikal vereinfachtes System. Die SPD dagegen sieht Geringverdiener als Verlierer und widerspricht: "Die von Kirchhof behauptete Steuergerechtigkeit ist eine Chimäre."
Bei seinem Vorschlag für ein neues Steuerkonzept hält sich Paul Kirchhof nicht mit einem Reförmchen auf, wie es derzeit die Koalition diskutiert. Seinen Gesetzentwurf vergleicht er mit der Deklaration der Menschenrechte im Jahr 1789. Vorsicht ist geboten - dennoch sollte sich die Politik mit seinem Vorschlag befassen.
Ein Kommentar von
Claus Hulverscheidt
Thüringens CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hält die Debatte um Steuersenkungen für "irre". Stimmt. Aber das trifft nicht nur auf die Debatte zu. Wo eben noch Klarheit herrschte, schafft die Bundesregierung schnell wieder Chaos. Ob es noch schlechter geht?
Ein Kommentar von
Thorsten Denkler
Die Liberalen sollen Kanzlerin Angela Merkel endlich zu einer Steuersenkung getrieben haben. Im Gespräch sind Erleichterungen in Höhe von zehn Milliarden Euro. Die Bürger sollten sich nicht zu früh freuen: Ökonomen bezweifeln, dass am Ende viel im Geldbeutel hängenbleibt - außerdem gebe es gar keinen finanziellen Spielraum.
Die Steuereinnahmen sprudeln, doch Bundesbankchef Jens Weidmann erteilt allen FDP-Forderungen nach Steuersenkungen eine Absage. Die Regierung Merkel dürfe nicht wieder den Fehler machen, in guten Zeiten nicht genug Haushaltsdisziplin zu wahren.
Bis Ende Mai müssen viele Steuerzahler beim Finanzamt abrechnen. Deshalb muss aber niemand in Stress geraten: Im Notfall ist auch ein Aufschub möglich. Und mit ein paar Tipps ist der Formularkram ohnehin schnell erledigt.
Wer seine Steuererklärung selbst erstellt, der weiß vor allem eines: Sie kostet viel Zeit und Nerven. Computerprogramme können dabei helfen - doch welche Software ist tatsächlich geeignet?
Von
Oliver Bilger
135 Milliarden Euro Steuern mehr als erwartet nimmt der Staat bis zum Jahr 2015 ein. Das klingt nach viel, aber die schönen Zahlen trügen. Den Großteil hat die Regierung schon verplant, die restlichen paar Milliarden benötigt der Finanzminister für Ausgaben, die sich abzeichnen.
Ein Kommentar von
Alexander Hagelüken
Wer jetzt noch nicht alle Unterlagen beisammen hat, sollte sich beeilen: Ende Mai endet die Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung 2010. Der Aufwand kann sich lohnen. Die wichtigsten Änderungen und Tipps, um möglichst viele Freibeträge auszuschöpfen.
Ein Überblick von
Oliver Bilger
Politiker und Ökonomen erzählen ständig, wie schädlich Umverteilung von Vermögen doch sei. Diese These ist erstens unsinnig und zweitens extrem gefährlich. Deutschland sollte den Irrweg Amerikas vermeiden - und dringend gegen eine Spaltung der Gesellschaft ankämpfen.
Ein Kommentar von
Alexander Hagelüken
Trotz Mehreinnahmen in dreistelliger Milliardenhöhe will die Regierung die Steuern nicht senken - im Gegenteil. Das Geld ist schon verplant, ehe es eingenommen ist.
Von
Claus Hulverscheidt
Vereinfachen, vereinfachen, vereinfachen: Der Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof hat Gerhard Schröders Spott überwunden - und kämpft wieder für seine Steuerrevolution. Nun legt er ein neues Buch mit seinen radikalen Forderungen vor. Und glaubt sogar, dass die Politik diesmal auf ihn hört.
Von
Hans-Jürgen Jakobs