Leser fragen Joachim Kaiser. Diesmal: Das Klavierspielen ist eine schwierige Angelegenheit, darf man sich - obwohl einem Zeit oder Talent fehlen - an schwierige Stücke wagen und einfach drauflosklimpern?
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Johann Sebastian Bachs Sonaten und Partiten für Solo-Violine sind Hauptwerke des Geigenrepertoires. Warum haben sich Ausnahmemusiker wie David Oistrach und Anne-Sophie Mutter nicht an ihnen versucht?
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In seiner 3. Sinfonie versuchte Gustav Mahler, die Geschichte der Schöpfung nachzuerzählen, inklusive zwitschernder Vögel und leidender Menschen. Wie ging das Unterfangen aus?
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1951 wurde Joachim Kaiser zum Schüler und Freund von Theodor W. Adorno. Hier erinnert sich Kaiser an den großen Philosophen und denkt darüber nach, ob Adorno wohl seinen Beruf als Musikkritiker gutgeheißen hätte.
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Leser fragen, Joachim Kaiser antwortet. Diesmal: Wieso spielte der große Pianist Vladimir Horowitz immer wieder dieselbe Chopin-Ballade, wo es doch wunderbare Alternativen gegeben hätte?
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"Tristan und Isolde" gilt als Höhepunkt im Schaffen Richard Wagners. Aber warum nur hat er sich im zweiten Akt diesen Schnitzer erlaubt?
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Um sich als junger Solist einen Namen zu machen, muss man wichtige Klassik-Wettbewerbe gewinnen, so wie einst Anne-Sophie Mutter. Ist das gerecht? Wo bleibt da der eigene Stil?
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Aus allen Lautsprechern dröhnen Eminem und Lady Gaga: Wie kann man Kinder und Jugendliche da für klassische Musik begeistern?
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Keine andere Frau kann Schuberts schaurigen Männerzyklus "Winterreise" so interpretieren wie die phänomenale Christa Ludwig. Und auch kein Mann.
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Seit Wochen ärgert sich Joachim Kaiser über die "Fidelio"-Inszenierung von Calixto Bieito an der Bayerischen Staatsoper. Nun hat er endlich Gelegenheit, seinem Ärger Luft zu machen.
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Wenn man heute von Opernaufführungen redet, geht es meist um die Inszenierung. Warum achtet niemand mehr auf die Sängerinnen und Sänger?
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In den Archiven verstauben unzählige Werke längst vergessener Komponisten. Liegen dort ungehobene Schätze oder zweitklassiges Kunsthandwerk?
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Froschquartett, Jupitersinfonie, Mondscheinsonate - ist es gerechtfertigt, klassischen Kompostionen neue, griffige Titel zu geben?
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Warum traut sich heute niemand mehr, im romantischen Stil zu komponieren? Joachim Kaiser über eine Musikrichtung, an der die Zeit vorbei gegangen ist.
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Erst Thielemann, dann Nagano: Es steht nicht gut um die einst große Musikstadt. Was läuft falsch in diesem verfluchten, ränkesüchtigen München?
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Was soll man machen, wenn man sich in eine Musikaufführung minderer Qualität verliebt? Trotzdem genießen? Oder konsequent nach Höherem streben?
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Leser fragen, Joachim Kaiser antwortet. Diesmal: Wie sind die Schaffensperioden im Werk Robert Schumanns einzuschätzen? Kann man sagen, dass er als Genie begann und als Talent endete?
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Tomaten, Pfiffe, Buh-Rufe - wie sollten Konzertbesucher ihren Unmut zum Ausdruck bringen, wenn sie die Musiker für Dilettanten und den Dirigenten für einen eitlen Depp halten?
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Ist es in Ordnung, wenn die Pianisten bei den Sonaten von Frédéric Chopin richtig in die Tasten hauen? Oder sollen sie sich lieber den zarten Klang zum Vorbild nehmen, den der Komponist selbst pflegte?
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Vom Podium blickt der Dirigent über einen "Silbersee" aus grauhaarigen Köpfen. Wenn fast nur noch Senioren in die Konzerte gehen - wird die Liebe zur Klassischen Musik dann bald aussterben?
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