Die Europäische Union will den Datenschutz im EU-Recht verankern. Doch die geplante Verordnung greift zu stark in nationale Belange ein und verhindert gleichzeitig einen dringend notwendigen weltweiten Ansatz. Das Resultat wäre ein Diktat, das unser gesamtes Dasein reglementieren würde.
Ein Gastbeitrag von
Thomas Giesenmehr...
Seit Sonntag zeigt Microsofts Street-View-Klon Streetside keine deutschen Straßenzüge mehr. Nun erklärt der Konzern, man habe auf Nutzerbeschwerden reagiert: Offenbar sind einige Bürger mit der Qualität der Verpixelung unzufrieden.
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Absichtliches Wegschauen ist auch eine Lösung. Das funktioniert beim Fremdgehen ebenso wie in einer App. Bei der Debatte entstehen aber Analogien, die dem besorgten Datenschützer so gar nicht gefallen wollen.
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In Sachen Datenschutz ist Deutschland ein idealer Standort, aber leider nicht beim Strom. Das sagen Anbieter von Cloud-Computing-Diensten. Jetzt forden einige Betreiber von Rechenzentren günstigere Preise - und drohen mit Abwanderung.
Von
Varinia Bernaumehr...
Fast hätte Facebook StudiVZ gekauft. Ärgerlich für Holtzbrinck, dass das Geschäft geplatzt ist. Denn die Klickzahlen von StudiVZ sind stark rückläufig - und die Seite ist nur noch einen Bruchteil dessen wert, was der US-Konzern damals gezahlt hätte.
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Nimmt Facebook nach dem Börsengang mehr Rücksicht auf den Datenschutz? Ja, sagen die einen, weil Aktienbesitzer mehr Macht als Community-Mitglieder haben. Andere sind skeptisch: Das Unternehmen müsse das Geschäft mit seinem wertvollsten Rohstoff bald noch intensivieren.
Von
Varinia Bernaumehr...
Wer glaubt, alles über Facebook zu wissen, täuscht sich: Wo Zuckerberg und Konsorten Rollhockey spielen, warum bekannte Persönlichkeiten Frühstücksbilder veröffentlichen und wie schwedische Pensionäre vom anstehenden Börsengang profitieren. Skurriles und kaum Bekanntes zum Internet-Portal der Stunde.
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Unser Kommunikationsverhalten macht uns blind. Ein Blindenhund kann uns in den dringenden Ausnahmefällen unserer Aufmerksamkeit entscheidend assistieren. Dieser blinde Komfort schärft den Blick für weitere tierische Marktlücken.
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Die USA setzen neue Sicherheitsstandards im Netz: Auf Drängen der kalifornischen Generalstaatsanwältin haben sich sechs Großunternehmen darauf geeinigt, den Datenschutz bei Apps zu verbessern. Die Obama-Regierung will sogar eine "Grundrechte-Charta" fürs Internet vorlegen.
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Spitzel, Wanzen, Software, Computerüberwachung: An deutschen Arbeitsplätzen wird mehr spioniert, als viele Angestellte vermuten. Was der Chef darf und womit er sich strafbar macht.
Ein Überblick. Von
Verena Wolffmehr...
Keine Einigung in Sicht: Beim Thema Vorratsdatenspeicherung muss dringend eine Neuregelung her, denn bald läuft die EU-Frist aus und es drohen hohe Strafzahlungen. Doch Innen- und Justizministerium streiten erbittert weiter. Und die Kanzlerin? Die hält sich erstmal raus.
Von
Susanne Höllmehr...
Der Österreicher Max Schrems wollte wissen, welche Informationen Facebook über ihn speichert - und löste damit das größte Datenschutzverfahren in der Geschichte des Unternehmens aus. Für den Konzern kommt der Aktivismus des Studenten zur Unzeit.
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Julia Prummermehr...
Mehr als acht Prozent und sechs Sitze im Parlament. Die Piraten setzen in Schleswig-Holstein ihre Erfolgsserie fort. Auf Twitter gibt es zwar verschnupfte Kommentare, weil weder ARD noch ZDF die Partei bei den Rechenspielen für mögliche Koalitionen berücksichtigen, doch mitregieren wollen die Nord-Piraten ohnehin nicht. "Thematische Bündnisse", so umreißt der Chef die Strategie.
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Claudia Henzlermehr...
Bislang hatte die EU-Kommission Acta verteidigt. Doch jetzt erklärte ausgerechnet EU-Kommissarin Neelie Kroes auf der Republica in Berlin das Aus für das umstrittene Abkommen. Ein Erfolg der Netzaktivisten.
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"Sie hassen uns eben am wenigsten": Die Telekom investiert 7,5 Millionen Dollar in das Start-up-Unternehmen Pinger. Und das, obwohl Pinger dem Mobilfunkanbieter durch eine Alternative zur SMS das Geschäft streitig macht. Experten gehen jedoch ohnehin davon aus, dass die Kurzmitteilung langfristig "komplett ersetzt" wird.
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Sophie Crocollmehr...
Die US-Handelsaufsicht FTC lässt Gnade walten: Facebook wird für vergangene Datenschutz-Verstöße nicht belangt, muss aber künftig seine Mitglieder vor Änderungen der Privatsphären-Einstellungen fragen. In der Praxis könnte die Abmachung allerdings Schlupflöcher lassen.
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Bombe, Rakete, Atom: Die deutschen Geheimdienste haben im Jahr 2010 offenbar fünf Mal so viele E-Mails überprüft wie im Vorjahr. In das Fahndungsraster fielen alle Nachrichten, in denen verdächtige Schlagwörter vorkamen. Trotz der intensiven Überwachung stießen die Geheimdienstler nur in 0,0006 Prozent der Fälle auf brauchbare Hinweise.
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Der US-Softwarekonzern Microsoft wirft Google vor, gegen die Datenschutzregeln des Internet Explorers zu verstoßen. Der Rivale kontert: Microsofts System sei alt und werde inzwischen von mehr als zehntausend Webseiten ignoriert.
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Die USA drängten die EU, umfangreiche Daten der Flugpassagiere an die CIA weiterzugeben - die Kritik war groß. Nun folgen die EU-Innenminister dem US-Vorbild und wollen auch Daten von Reisenden speichern, die innerhalb, nach und von Europa aus fliegen. Ein Vergleich.
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Die deutsche Hochsprung-Rekordhalterin Ariane Friedrich hat auf Facebook Name und Wohnort eines Fans veröffentlicht, der ihr eine anzügliche Mail inklusive Foto geschickt haben soll. Im Netz ist nun eine Debatte entbrannt: Darf eine prominente Sportlerin das? Noch dazu eine, die selbst Polizistin ist?
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"Essen Sie, sonst verhungern wir beide!", so steht es über einer Imbissbude. Seltsame Verkehrszeichen oder missverständliche Hinweistafeln - senden Sie uns Ihre Reisefotos von kuriosen Schildern.
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Zwei über die CSU-Liste gewählte Mitglieder des Bezirksausschusses wechseln zu den Piraten. Damit stellt die Piratenpartei erstmals Mandatsträger in München.
Von
Dominik Huttermehr...
Drei Feinde des freien Internets sieht Google-Mitgründer Sergey Brin: Spionierende Regierungen, die Unterhaltungslobby und Konkurrenten wie Apple und Facebook. Wo Brin richtig liegt, wo er es sich zu einfach macht - und was Google selbst verbessern könnte.
Von
Johannes Kuhnmehr...Digitalblog
Ahnlich wie bei Reisen in die USA will die EU in Zukunft auch bei innereuropäischen Flügen Namen, Adressen und Ziele der Passagiere speichern - für bis zu fünf Jahre. Dem EU-Parlament ist das deutlich zu lang.
Von
Martin Winter, Brüsselmehr...
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