Von "Dirty Harry" zu "Top Gun": Galt Prinz Harry einst als partywütiges Sorgenkind der britischen Royals, überrascht er heute mit seinen hervorragenden militärischen Leistungen und seinem Mut als Kampfhubschrauberpilot. Aktuell bereitet er sich auf seinen zweiten Afghanistan-Einsatz vor - und überrundet ganz nebenbei sogar seinen großen Bruder William.
Von
Sophia LindseyPromiblog
Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan, Michael Steiner, gibt seinen Posten auf. In der Unruheregion sorgen tote Kinder für einen wütenden Präsidenten.
Von wegen Ruhe am Hindukusch: Der Afghanistan-Konflikt hat im vergangenen Jahr mehr als 3000 Zivilisten das Leben gekostet, so viele wie seit fünf Jahren nicht. Darunter viele Frauen und Kinder.
Die Situation in Afghanistan ist prekär: Rechtstaatlichkeit ist immer noch ein Fremdwort, die Opiumproduktion macht inzwischen 90 Prozent der weltweiten Herstellung aus, die Taliban erobern Stück für Stück ihre Macht zurück. Die Gründe dafür suchen die meisten in dem Land selbst. Doch ohne regionale Zusammenarbeit wird es kein stabiles Afghanistan geben.
Ein Gastbeitrag von
Happymon Jacob
Der Anbau von Schlafmohn wird für die Bauern am Hindukusch immer lukrativer: Der Preis für Opium ist in Afghanistan im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen - die Einkünfte aus der Droge machen inzwischen fast ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Vereinten Nationen fordern nun stärkere Gegenmaßnahmen der Regierung und der internationalen Gemeinschaft.
Das Pentagon bemüht sich um schnelle Aufklärung: Die amerikanischen Soldaten, die angeblich auf die Leichen von Taliban-Kämpfern uriniert haben, sollen bereits identifiziert worden sein. Die Taliban sehen in dem Vorfall keine Gefahr für die Friedensverhandlungen.
Es sind schockierende Bilder: Vier US-Soldaten urinieren auf drei tote Taliban und verspotten sie. Was aus solchen möglicherweise sogar als Kriegsverbrechen einzustufenden Taten entstehen kann, haben die USA im Irak erlebt. Nun könnte auch in Afghanistan der Hass zunehmen - und Amerikas Mission untergraben.
Ein Kommentar von
Janek Schmidt
In zwei Jahren soll für die Bundeswehr Schluss sein: Bundesregierung und Nato wollen den Kampfeinsatz in Afghanistan bis 2014 beenden. Der Chef des Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch, hält das für unrealistisch. Die Abzugspläne seien Augenwischerei. Notwendig sei zunächst ein "Schlachtplan für den Frieden".
Meinung
Will Afghanistans Präsident nun in Friedensgespräche mit den Taliban eintreten? Bislang hat er Volten geschlagen, Spielchen gespielt und Zeit vergeudet. Wenn Karsai es diesmal ernst meint, muss er eine neue Seite zeigen: Verlässlichkeit.
Ein Kommentar von
Stefan Kornelius
Kehrtwende in der afghanischen Politik: Präsident Karsai stimmt nun doch zu, dass die Taliban eine Vertretung in Katar eröffnen dürfen - ein wichtiger Schritt zu einem Verhandlungsfrieden zwischen der Regierung und den früheren Machthabern. Noch aber wird die Wende des Präsidenten sehr zurückhaltend beobachtet.
Von
Stefan Kornelius
Die Taliban sollen nach dem Willen der USA ein Verbindungsbüro in Katar bekommen. Nach anfänglichem Unmut stimmt Afghanistans Präsident Karsai dem Plan nun grundsätzlich zu.
Mindestens 20 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans getötet worden. Der Attentäter sprengte sich unmittelbar nach einer Trauerfeier in die Luft. Unter den Toten ist auch ein Mitglied des afghanischen Parlaments.
"Ich sehe immer diese extremen Bilder": 1992 wurde der Journalist Johannes L. sechs Monate lang in einem afghanischen Gefängnis von Taliban-Kämpfern gefoltert und verhört. Bis heute leidet er unter den Folgen.
Von
Isabel Meixner
Verteidigungsminister de Maizière ist zu einem Überraschungsbesuch in Kundus eingetroffen. Wenige Tage vor Weihnachten spricht er mit deutschen Soldaten und versichert: dieTruppen werden nach und nach abgezogen.
Der afghanische Präsident Karsai hat sich für ein offizielles Büro der Taliban in Afghanistan stark gemacht. Falls dies nicht möglich ist, sollen die Aufständischen eine Vertretung in einem anderen islamischen Land erhalten: Im Gespräch ist der Golfstaat Katar.
Mit einem neuen Mandat für den Afghanistan-Einsatz leitet das Kabinett den Abzug der Bundeswehr vom Hindukusch ein. Schrittweise soll die Truppenstärke reduziert werden. Ende 2014 der letzte Soldat der internationalen Kampftruppen der Nato Afghanistan verlassen haben.
Schlaflose Nächte, Angstzustände, Depressionen: Hunderte deutsche Bundeswehrsoldaten leiden nach Auslandseinsätzen an den Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Betroffen sind vor allem Afghanistan-Rückkehrer. Zurück in Deutschland erwartet sie ein weiterer Kampf: gegen die Bürokratie.
Von
Peter Blechschmidt