Thomas Mann

Künstler in der NS-Zeit
:Als Olaf Gulbransson einen Zwangsarbeiter bekam

Der norwegische Karikaturist war jahrzehntelang mit spitzer Feder im „Simplizissimus“ gegen politische Extremisten zu Felde gezogen.  Dann kam Hitler an die Macht. Olaf Gulbranssons Reaktion beschäftigt bis heute die Sachwalter seines künstlerischen Erbes.

Von Sabine Reithmaier

Rede zum Geschwister-Scholl-Preis
:Auch heute dürfen wir nicht warten

Die Demokratie befindet sich in einer ihrer tiefsten Krisen: Der Glaube an ihre Effektivität schwindet, ihre Feinde sind im Aufwind. Doch eine Umkehr ist möglich – das ist das Vermächtnis der Geschwister Scholl.

SZ PlusGastbeitrag von Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey

Uraufführung am ETA-Hoffmann-Theater in Bamberg
:Felix Krull wird durch den Schleudergang gejagt

Alles nur geträumt? In ihrer Auftragsarbeit für das Bamberger ETA-Hoffmann-Theater erzählt die junge Dramatikerin Paula Kläy Thomas Manns Hochstapler-Geschichte als cleveres Vexierspiel.

Kritik von Florian Welle

Interview mit Florian Illies
:„Diesem Zufall verdanke ich mein Leben“

Bestsellerautor Florian Illies über seinen Vater, der als junger Mann die Schlacht bei Monte Cassino überlebte, das Drama der Familie von Thomas Mann im französischen Exil 1933 und seine Lust am Erzählen.

SZ PlusInterview von Christian Mayer und Julia Rothhaas

Was läuft in der Münchner Literaturszene
:Lesungen, die im November glänzen

Was lässt sich in der Rückschau über unsere Gegenwart erfahren? Zahlreiche Lesungen im November bieten Antworten – inspiriert von Irmgard Keun, Rainer Maria Rilke oder Annette Kolb.

Von Antje Weber

Wie die Technische Universität München den Nobelpreisträger würdigt
:„Thomas Mann – das ist einer von uns“

Die Technische Universität München widmet Thomas Mann eine Veranstaltungsreihe. Das liegt nicht nur an seinen Werken, für die er den Literaturnobelpreis gewann, sondern auch an seiner klaren politischen Haltung.

Von Zoé von Langen

Weißes Haus
:Der Abriss des Ostflügels zerstört mehr als einen Anbau

Thomas Mann, Ernst Toller, Winston Churchill: Im Weißen Haus warben Exilanten und große Staatsmänner für eine freie Welt. Sie fanden Gehör und bekamen erst mal einen Drink. Ein Besuch am Trümmerhaufen.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Thomas Mann
:Der große Zauderer

Florian Illies erzählt das Leben der Manns im sagenumwobenen Exilort Sanary-sur-Mer an der Côte d’Azur. Im Präsens und ohne Quellenangaben. Ist das noch Geschichtsschreibung oder doch schon reine Fiktion?

SZ PlusVon Lothar Müller

Frankfurter Buchmesse
:Minister der Eigentlichkeiten

Wolfram Weimer bestreitet seine erste Frankfurter Buchmesse als Kulturstaatsminister mit rhetorischer Wucht, Jovialität und politischen Versprechen – und verheddert sich höchstens einmal kurz in einem schwierigen Wort.

SZ PlusVon Marie Schmidt

MeinungLiteratur
:Wer weiße Männer aus den Bibliotheksregalen räumt, stellt womöglich zu spät fest, dass sie Alliierte waren

Der Kampf um den literarischen Kanon ist in vollem Gange. Die autoritäre Rechte integriert Werke, die vom liberalen Lager als zu weiß, zu männlich, zu hetero suspendiert werden, in ihren eigenen Gegenkanon – auf Augenhöhe mit faschistischer Literatur.

SZ PlusKommentar von Felix Stephan

Börsenverein
:Der Spitzenvertreter der Buchbranche

Wer ist Sebastian Guggolz, der neu gewählte Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels? Als Gründer eines Berliner Kleinverlags ist ihm schon Unwahrscheinliches gelungen.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Roman
:Was T.C. Boyle mit Thomas Mann verbindet

In „No Way Home“ schickt Bestsellerautor T. C. Boyle einen Arzt aus L.A. in die Pampa Nevadas, wo er in eine komplizierte Beziehung gerät. Es ist ein Kampf zwischen Verstand und Gefühl, der zu detektivischen Überlegungen anregt.

SZ PlusVon Leon Frei

Literaturgeschichte
:Großes Gastmahl der Weltliteratur

Der gewiefte Leser Michael Maar kommt in seinem Essay „Das violette Hündchen“ gewichtigen Romanen durch ihre Details auf die Schliche und bringt die Schriftstellerinnen und Schriftsteller mehrerer Jahrhunderte an seinem Tisch zusammen.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Jubiläumsjahr
:Thomas Mann für jedes Bedürfnis

Von der Strandlektüre bis zum schweren Band für die Handbibliothek: Zum Thomas-Mann-Jubiläumsjahr gibt es wichtige neue Bücher.

SZ PlusVon Lothar Müller

Thomas Mann: 70. Todestag
:Der schwule Nationaldichter

70 Jahre nach seinem Tod liest man endlich auch autobiografische Texte von Thomas Mann, die selbst die Germanistik bis vor Kurzem nicht wahrhaben wollte. Leiden und Größe des Dichters – und sein politischer Aktivismus – können so ganz neu verstanden werden.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Thomas Mann im Exil
:Bespitzelt und gecancelt

In den USA erlebte Thomas Mann, was es dort heute wieder gibt: Überwachung, vorauseilenden Gehorsam und Träume von ideologischer „Sauberkeit“. Aber der Exilant hörte nicht auf, sich für die Demokratie zu engagieren.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Buchvorstellung des Thomas-Mann-Enkels
:Was Frido Mann zur Weltlage sagt

Mit „Um der Güte und Liebe willen“ will Frido Mann zehn Wege für einen „kämpferischen Humanismus“ weisen.  Bei der Buchvorstellung im Literaturhaus München zeigt sich der Schriftsteller und Theologe „höchst alarmiert“ angesichts der politischen Entwicklungen, ob in Amerika oder Israel.

Von Antje Weber

Die Sommerbücher der SZ-Redaktion
:Für jeden Ort das perfekte Buch

Ob am Strand, unterwegs im Zug oder mit Fernweh auf dem Balkon: Wir haben 21 Romane und Sachbücher für Sie. Erstellen Sie jetzt Ihre persönliche Leseliste.

SZ Plus

US-Bestsellerautorin Morgan Jerkins
:„Ich lebe in einem Land, in dem Leute leugnen, dass es Sklaverei gab“

Unerschrocken gegen Rassismus und Faschismus: Morgan Jerkins sieht in der Autorin Erika Mann eine Geistesverwandte. Bei einer Lesung an der Ludwig-Maximilians-Universität München erzählt sie, warum.

Von Anna Steinbauer

Thomas Mann
:1-A-Zitate für München-Verächter und München-Verehrer

Wer die Stadt schlechtreden will, bedient sich bei Thomas Mann. Wer es gut meint mit ihr, findet jedoch auch wunderbare Sätze des Schriftstellers. Was denn nun?

SZ PlusGlosse von Wolfgang Görl

Frido Mann
:Was Thomas Mann wohl zu Trump gesagt hätte

Frido Mann wird oft auf seinen berühmten Großvater angesprochen. Zu dessen 150. Geburtstag versucht sich der Lieblingsenkel an der Frage: Wie hätte Thomas Mann auf unsere Gegenwart geblickt?

SZ PlusVon Larissa Beham

Literatur
:„Bayerns größter Weltbürger“: Wie der Freistaat Thomas Mann ehrt

Zum 150. Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers gibt Kunstminister Markus Blume einen Staatsempfang im Kurhaus von Bad Tölz.  Das könnte er gerne öfter machen.

Von Sebastian Beck

Deutschland
:Die Sehnsucht, die nie vergeht

Unser Autor wohnt in einer Kleinstadt im Süden von München. Ganz hübsch dort. Doch wo liegt eigentlich seine Heimat? Annäherung an ein Gefühl, für das man weder ein Ministerium noch eine Ideologie braucht.

SZ PlusEin Essay von Kurt Kister

Literatur
:Die wilden Hunde im Souterrain

Biografien, Briefe, Neuauflagen: Zum 150. Geburtstag von Thomas Mann erscheint eine Reihe von Büchern über den Schriftsteller, der den Deutschen einfach keine Ruhe lässt. Eine Auswahl.

SZ PlusVon Lothar Müller

Ausstellung
:Wie Thomas Mann in Kalifornien lebte

Was hat die Villa des deutschen Schriftstellers mit einem Wohnblock in Nairobi zu tun? Dieser Frage geht die neue Ausstellung „Architekten im Exil“ im Bad Tölzer Stadtmuseum nach. Noch bis Ende Juni sind die beeindruckenden Architektur-Fotografien von Jean Molitor zu sehen.

Von Paul Schäufele

Theater in der NS-Zeit
:„Dieses Herrenmenschendenken spüre ich ganz stark bei ihm“

Als Roswitha Quadflieg das Tagebuch ihres Vaters von 1945/46 liest, ist sie ernüchtert: Der berühmte Schauspieler Will Quadflieg war ein Künstler, ein Überlebender – und einer, der einfach zugeschaut hat. Ein Gespräch.

SZ PlusInterview von Christiane Lutz

Kultur- und Freizeittipps der Schauspielerin Meike Rötzer
:Schwungvoll durch die alte Heimat München

Die Schauspielerin und Sprecherin Meike Rötzer freut sich in der Woche von 2. bis 8. Juni auf München mit ihrem Thomas-Mann-Abend, spannenden Ausstellungen und Schwimmen im wieder eröffneten Naturbad Georgenschwaige.

Dem Geheimnis auf der Spur
:Was geschah mit den „Buddenbrooks“?

Das erste Manuskript von Thomas Manns Meisterwerk ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Wurde es zerstört? Gestohlen? Versteckt? Das versuchen nun die „Die drei ???“ zu klären.

SZ PlusVon Leon Frei

Orte mit Nazi-Vergangenheit
:Spuren der Tyrannei in München

Die Villa eines berühmten Schriftstellers, die zum Lebensborn-Heim wurde, eine Grundschule, in der ein Bombensuchkommando aus KZ-Häftlingen hauste, oder ein paar Meter ziviler Ungehorsam in der Stadtmitte: acht Orte mit düsterer NS-Geschichte.

SZ PlusVon Katja Schnitzler

Schenkung von Thomas Manns Enkelin
:Monacensia erhält Nachlass von Elisabeth Mann Borgese

Dokumente von Katia und Thomas Manns jüngster Tochter kommen dauerhaft nach München.

Kultur und Freizeit
:Die Stadt der 1000 Veranstaltungen

Die Stadt Bad Tölz präsentiert ihr Jahresprogramm 2025. Höhepunkte sind das Bürgergarten-Fest „Vier Tage- vier Bands“ und das Thomas-Mann-Festival. Ansonsten gibt es neben viel Altbewährtem auch Neuheiten wie „Summer Sound“.

Von Klaus Schieder

Veranstaltungen zum 150. Geburtstag
:Wie Thomas Mann in München gefeiert wird

Am 6. Juni steht der 150. Geburtstag von Thomas Mann an. München, wo er lange mit seiner Familie lebte, würdigt den Schriftsteller mit einem Crescendo an Veranstaltungen.

Von Antje Weber

Kultur- und Freizeittipps des Autors Dirk Heißerer
:Kulturspaziergänge durch München und Bayern

Der Literaturwissenschaftler und Autor Dirk Heißerer freut sich in der Woche von 12. bis 18. Mai auf den Englischen Garten, das buddhistische Fest in Westpark, Ausflüge zum Starnberger See und nach Murnau.

Kultur im Oberland
:Staatsempfang für Thomas Mann

Zwischen Bayern und Kalifornien: Vom 1. bis 7. Juni rückt Bad Tölz das Exil von Thomas Mann in den Mittelpunkt – mit einem hochkarätigen Programm, prominenten Gästen und einem Novum in der deutschen Literaturgeschichte.

Von Petra Schneider

Spurensuche
:Wer hat in meinem Haus gewohnt?

Ein Haus in München, bald hundert Jahre alt. Drei Stockwerke, acht Wohnungen und ein Mieter, der sich fragt: Was haben diese Wände alles gesehen? Eine Suche, die mitten hineinführt in die deutsche Geschichte, in deutsche Geschichten.

SZ PlusText: Pia Ratzesberger, Fotos: Niklas Keller, Illustration: Felix Hunger

Ein neues Buch begleitet den Schriftsteller an den Tegernsee
:Mit Thomas Mann in die Sommerfrische

Kerstin Holzer ist Expertin für die Familie Mann. Jetzt hat sie, pünktlich zum 150. Geburtstag des Schriftstellers, ein amüsantes Buch über deren letzten Kriegssommer im Jahr 1918 geschrieben: „Thomas Mann macht Ferien“.

SZ PlusVon Sabine Reithmaier

Nachlass-Schenkung
:Monacensia erhält Korrespondenz von Elisabeth Mann Borgese

Elisabeth Mann Borgese machte sich als „Botschafterin der Meere“ einen Namen. Ihre Tochter schenkt ihren Nachlass nun dem Literaturarchiv Monacensia in München.

Von Antje Weber

Theater
:Ein bisschen Sympathie für den Teufel

Am Berliner Ensemble schürft „Faustus :: 1550 San Remo Drive“ in Thomas Manns Innenleben. Virtual-Reality-Brillen machen daraus einen psychedelischen Traum.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Deutscher Alltag
:Das Düstere und das Leichte

Die Bücher von Thomas Mann, der vor 150 Jahren geboren wurde, sollte man immer lesen. Gerade in ungemütlichen Zeiten.

SZ PlusEine Kolumne von Kurt Kister

Thomas Manns Enkel Frido fürchtet AfD-Aufstieg
:„Ende März ziehe ich in die Schweiz“

Frido Mann ist der Enkel des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Er lebt in München, die von Bränden bedrohte Villa in Pacific Palisades kennt er noch als Zuhause der Familie. Warum er nun Deutschland als Hauptwohnsitz aufgeben will.

SZ PlusInterview von Antje Weber

Jahrestage 2025: Thomas Mann
:Wie fühlen sich 150 Jahre an?

Jubiläen und kein Ende: Jedes Jahr gibt es Geburts- und Todestage bedeutender Menschen der Geschichte zu begehen. Was feiern wir da eigentlich? Geht uns der 6. Juni 1875, an dem Thomas Mann geboren wurde, heute noch etwas an?

SZ PlusVon Marie Schmidt

Thomas Mann
:Todschick

Der alte Kornspeicher der Familie von Thomas Mann in Lübeck ist jetzt ein Friedhof. Und nein, billig ist das hier nicht, aber ein bisschen Luxus kann nicht schaden, wenn man schon tot ist.

SZ PlusVon Ulrike Nimz

Korrekturen
:Davoser Höhen und Nestroys Zitat

Ein Zauberberg-relevantes Detail und ein Satz, der nur wie Karl Valentin klingt.

Sachbuch „Was gut ist und was böse“ von Kai Sina
:Auch Schimpfen und Fluchen, wenn es sein muss

Thomas Mann hielt die Autonomie der Kunst hoch – auch als Aktivist, Medientechniker und Zionist. Kai Sinas Buch gibt faszinierende Einblicke in diese Seite des Schriftstellers.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Norman Ohler: „Der Zauberberg, die ganze Geschichte“
:Die Welt ist krank

Was verbindet Thomas Manns „Der Zauberberg“ mit der Gegenwart? Der Frage ist der Schriftsteller Norman Ohler in Davos nachgegangen. Und stellt eine klare Diagnose.

SZ PlusVon Mareen Linnartz

Hörspiel
:Auge um Auge

Eine Hörspiel-Adaption von Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“ möchte den sperrigen Roman einem heutigen Publikum zugänglich machen. Gewagt.

SZ PlusVon Stefan Fischer

Heinz Strunks Roman „Zauberberg 2“
:Schuld an ihrem verpfuschten Leben sind sie schon selbst

Heinz Strunks Variation auf Thomas Manns „Der Zauberberg“ ist ein Feuerwerk aus schlechter Laune. Alles rülpst, furzt, stinkt – aber gerade ihre erzählerische Niedertracht macht diese Prosa zum Ereignis.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Konjunktur
:Was der Wirtschaftsabschwung mit den Buddenbrooks zu tun hat

Sind die Deutschen so dekadent und satt wie einst die untergegangene Unternehmerfamilie in Thomas Manns Jahrhundertwerk? Ifo-Präsident Fuest jedenfalls warnt vor Parallelen.

SZ PlusVon Caspar Busse

Was läuft in den Münchner Kinos?
:Es müssen nicht immer Weihnachtsfilme sein

In der Adventszeit zeigen die Münchner Kinos die großen Hits aus Hollywood und Deutschland. Zu entdecken gibt es auch Oscar-Kandidaten und Filmkunst vergangener Tage.

Von Josef Grübl

100 Jahre „Der Zauberberg“
:„Ab Seite 400 wird es unterhaltsam“

„Der Zauberberg“ gilt als der große europäische Roman des 20. Jahrhunderts, jetzt wird Thomas Manns Werk 100 Jahre alt. Welchen Einfluss hat es heute noch? Drei Autoren berichten.

SZ PlusVon Joanna Bator, Georgi Gospodinov und Nell Zink

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