SZ-Podcast "München persönlich":"Wir suchen, was in der Vergangenheit vergessen oder vernichtet wurde"

SZ-Podcast "München persönlich": Anke Buettner, die Leiterin der Münchner Monacensia (rechts), im Gespräch mit SZ-Redakteurin Sabine Buchwald.

Anke Buettner, die Leiterin der Münchner Monacensia (rechts), im Gespräch mit SZ-Redakteurin Sabine Buchwald.

(Foto: Florian Peljak)

Anke Buettner leitet seit 2019 die Münchner Monacensia, das Literaturarchiv der Stadt. Was macht diesen Ort so besonders?

Von Sabine Buchwald

Seit 2019 leitet Anke Buettner eine ganz besondere Münchner Institution: die Monacensia. Doch was ist die Monacensia? Die kurze Antwort auf diese Frage: das Literaturarchiv der Stadt. Das klingt erst mal nach langen Buchregalen, Karteikästen und stillen Arbeitsplätzen, was nicht für alle Menschen gleichermaßen attraktiv ist. Viele Bücher und Arbeitsmöglichkeiten gibt es hier tatsächlich, aber eben noch viel mehr. Eine Besonderheit der Monacensia: Sie in der aufwendig renovierten Künstlervilla von Adolf von Hildebrand in der Maria-Theresia-Straße untergebracht - eine Villa, die allen offen steht. Der Eintritt ist frei.

Die Monacensia ist auch ein Museum mit wechselnden Ausstellungen und ein Ort, an dem man lesen und forschen, aber auch sich einfach mit jemandem treffen und verweilen kann. Es gibt dort ein Café, das von einem Künstlerkollektiv geführt wird, und im Haus finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Was es bedeutet, ein Literaturarchiv zu führen und zu bestücken, die Werke von Autorinnen und Autoren, die eine Verbindung zu München haben, für die Nachwelt zu bewahren, erzählt Anke Buettner im Podcast. Sehr konsequent arbeite die Monacensia daran, Lücken zu schließen: "Wir suchen, was in der Vergangenheit vergessen oder vernichtet wurde", sagt sie.

Im Dezember wird Anke Buettner für ihre engagierte Arbeit mit der Karl-Preusker-Medaille geehrt. Sie ist eine der höchsten Auszeichnungen im deutschen Bibliothekswesen.

Für den Podcast der München-Redaktion treffen sich Ulrike Heidenreich und René Hofmann, die Leiter des Ressorts München, Region und Bayern, Social-Redakteurin Jana Jöbstl sowie Leute-Redakteurin Sabine Buchwald im Wechsel mit unterschiedlichen Gästen. Sie verabreden sich an besonderen Orten in der Stadt für ein Gespräch oder fahren mit ihren Gästen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, im Taxi oder auch mal mit einer Rikscha durch die Stadt.

Es geht um aktuelle Projekte und ganz persönliche Pläne, um Themen, die die Stadt bewegen. Das Podcast-Team der SZ lädt Menschen ein, die einen Bezug zu München haben. Sie wohnen in der Stadt oder sind zu Besuch. Sie stammen aus den Bereichen Politik, Gastronomie, Kultur, Sport oder Medien.

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"München persönlich" ist der Podcast der Süddeutschen Zeitung zu Menschen und Themen, die die Stadt bewegen. Der Podcast erscheint alle zwei Wochen. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-Podcast-App oder bei iTunes, Spotify, Deezer, Audio Now. Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können.

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