Was kann Europa tun, um seinen Platz in der Welt zu verteidigen? Ein Gespräch mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger Philippe Aghion über schöpferische Zerstörung, seinen Hausaufgaben-Helfer Karl Lagerfeld und weshalb Europa nicht vor Trump buckeln darf.
Europa
:Mario Draghi erhält Karlspreis
Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank und frühere italienische Ministerpräsident wird damit für seine Verdienste um die europäische Einigung geehrt.
Staatshaushalt
:Meloni und der Moment der Wahrheit
Italien, das Sehnsuchtsland der Deutschen, hat ganz besonders von den Wiederaufbau-Milliarden aus Brüssel profitiert. Aber sie fließen nur noch im Jahr 2026 – und dann?
MeinungWirtschaft
:Das eine Problem von Europa ist Geld – das andere sein fehlendes Tempo
Wie will der Kontinent eigentlich künftig seinen Wohlstand, seine Souveränität und seine Sicherheit gewährleisten? Es ist höchste Zeit für schöpferische Zerstörung. Hier eine Liste dessen, worauf es ankommen wird.
Wirtschaftsreformen
:Warum Mario Draghi Europas Niedergang befürchtet
Vor einem Jahr hielt der frühere Zentralbankchef der EU den Spiegel vor und forderte grundlegende Wirtschaftsreformen. Seither ist viel zu wenig passiert, findet er – und mahnt in einem dramatischen Appell zur Eile.
Europäische Notenbank
:Ob Zinsen oder Frankreich – Lagarde hat die Ruhe weg
Die Europäische Zentralbank senkt die Zinsen nicht weiter, ein Zeichen für Optimismus. Zu Frankreichs Krise äußert sich ihre Chefin Lagarde gelassen, verweist aber auf ein umstrittenes Rettungsinstrument.
Innovationen
:„Europa hat nicht genug Volltreffer hervorgebracht“
Die EU hinkt den USA bei der Zahl erfolgreicher Tech-Firmen, bei Produktivität und Wachstum hinterher. Das liegt an fehlenden digitalen Innovationen, sagt der MIT-Professor Andrew McAfee. Und schlägt eine Lösung vor.
ExklusivGeldpolitik
:„Der Wind in der Weltwirtschaft hat sich gedreht, er weht in Richtung höhere Inflation“
Der frühere EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing erzählt, warum der Kampf gegen die Inflation immer schwieriger wird und welchen Fehler die Europäische Zentralbank im nächsten Jahr unbedingt vermeiden muss.
Geld
:Warum sich die EZB schon über zu wenig Inflation sorgt
Der Kampf gegen die hohen Teuerungsraten ist noch nicht gewonnen, da fürchten die Währungshüter bereits die umgekehrte Gefahr.
Draghi-Report
:Was auch immer nötig ist
Mario Draghi hat einst den Euro gerettet. Nun bescheinigt er der EU, dass sie tief in der Krise steckt, und verlangt nichts weniger als einen neuen Kraftakt: gemeinsame Investitionen und, ja auch, gemeinsame Schulden – und ein Ende der Brüsseler Regelwut.
MeinungBrüssel
:Gut, dass Draghi die Wettbewerbsfähigkeit der EU schonungslos analysiert
Der Italiener, einst Präsident der Europäischen Zentralbank, empfiehlt eine bessere Koordination der Ziele und mehr Investitionen. Das klingt erst einmal utopisch – aber vielleicht zeigt die EU doch ihre alte Stärke.
ExklusivBundesbank
:Die lukrativen Jobs der Ex-Bundesbanker
Lassen sich frühere Währungshüter ihr Wissen und ihre Kontakte vergolden? Die Karrieren zweier früherer Bundesbankvorstände erwecken den Anschein. Die Organisation Finanzwende fordert strengere Regeln für Ex-Währungshüter.
EU-Kommissionspräsidentschaft
:Hürden auf den letzten Metern
Ursula von der Leyen bewirbt sich um eine zweite Amtszeit als Präsidentin der EU-Kommission. Nun gibt es Gerüchte, dass einige Mitgliedstaaten einen Gegenkandidaten suchen. Genannt wird auch Mario Draghi.
Corona-Hilfsfonds
:Die Milliardenblase
Italien könnte enorme Summen von der EU abrufen. Aber die Brüsseler Behörden verweigern oft die Auszahlung. Denn die Regierung in Rom schafft es einfach nicht, die Projekte umzusetzen.
Draghis Abschied
:"Italien bleibt"
In seiner Dankesrede beruhigt Italiens scheidender Premier Mario Draghi die Welt mit einem bemerkenswerten Satz. Unterdessen schenkt Wahlsiegerin Giorgia Meloni ihren 185 Parlamentariern Krawatten und Halstücher mit der Trikolore.
Italien
:Der Wumms wirft Wellen
Die Italiener sind empört: Sie halten den deutschen Schutzschirm für unsolidarisch. Giorgia Meloni, Premierministerin in spe, fühlt sich bestärkt. Doch sie steckt in einem Dilemma.
Nach dem Wahlsieg
:EU könnte Rom Milliarden vorenthalten
Italien ist einer der größten Profiteure des Corona-Hilfsfonds. Doch Geld fließt nur, wenn die neue Regierung versprochene Reformen umsetzt. Daran gibt es Zweifel - und das ist nicht einmal der einzige Streitpunkt mit Brüssel.
Wahl in Italien
:Vor dem Höllenritt
Die italienische Industrie kämpft ums Überleben, die römischen Parteien um Wählerstimmen. Dabei dreht sich gerade alles um die Frage: Wie lang hält die konservative Fassade der rechtsnationalen Wahlfavoritin Giorgia Meloni?
Lufthansa
:Wie um die italienische Luftfahrt gerangelt wird
In dem ewigen Drama um den Staatsflieger ITA schien sich ein Happy End anzubahnen. Doch dann stürzte die Regierung in Rom, und nun wackelt der Verkauf an die Lufthansa.
Italien
:Das Testament - ein Manifest
Hört sich so einer an, der in Pension geht? Der geschäftsführende Premier Mario Draghi hält eine bemerkenswerte Rede - und alle fragen sich, welche Rolle er nach den Wahlen vom 25. September spielt.
Nach dem Rücktritt
:Wie Italien den Schock des Draghi-Sturzes meistert
Mit dem Regierungssturz in Rom kehrte die Angst vor dem alten Chaos-Land zurück. Doch Italien hört nicht auf, die Welt zu verblüffen.
EZB
:Droht zehn Jahre nach "Whatever it takes" eine neue Euro-Krise?
Am 26. Juli 2012 rettete EZB-Chef Mario Draghi den Euro - mit nur drei Worten. Jetzt ist die Angst zurück.
MeinungItalien
:Mussolinis Erben marschieren auf Rom
Die rechten Nachlassverwalter des Duce profitieren vom Sturz der Regierung Draghi - und könnten sogar die vorgezogene Parlamentswahl gewinnen.
Regierungskrise in Italien
:Italien steht vor Neuwahlen
Staatspräsident Mattarella löst beide Parlamentskammern auf. Ministerpräsident Draghi bleibt kommissarisch im Amt.
Währungsunion
:Droht eine Euro-Krise?
EZB-Präsidentin Lagarde muss nicht nur eine neue Schuldenkrise verhindern, sondern auch noch die Inflation bekämpfen. Das "Whatever it takes" ihres Vorgängers Draghi war gestern. Jetzt setzt sie auf ein Notfallinstrument.
Regierungskrise
:Italiens Staatschef Mattarella leitet Parlamentsauflösung ein
Damit steht fest: Es wird Neuwahlen geben. Zuvor hatte Ministerpräsident Draghi sein Amt niedergelegt.
SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Regierungskrise in Italien: Nach Draghi droht Chaos
Ministerpräsident Draghi war in der Bevölkerung sehr beliebt. Nachdem er zurückgetreten ist, steuert Italien auf Neuwahlen zu. Wem nützt das?
MeinungRegierungskrise
:Italien ist gefangen von seinen alten Dämonen
Der parteilose Premier Draghi steht vor dem Aus - es wäre ein kolossaler Verlust für Italien. Das Land droht in der Ungewissheit zu versinken.
Regierungskrise
:Italien steuert auf Neuwahlen zu
Die Regierung von Ministerpräsident Draghi ist am Ende. Am Abend berät Staatspräsident Mattarella mit den Chefs der beiden Parlamentskammern, wie es weitergehen soll.
Krise in Rom
:Italiens Regierung vor dem Aus
Einen ganzen Tag lang versucht der italienische Ministerpräsident Mario Draghi, die Regierung zu retten. Doch mehrere Parteien entziehen ihm das Vertrauen. Dennoch tritt er zunächst nicht zurück.
Italien
:Draghis einziger Weg aus der Krise
In einer dramatischen Parlamentsstunde ringt Mario Draghi um die Zukunft Italiens. Der Premier will die Regierung retten und stellt Bedingungen. Seinen Gegnern sagt er: "Die Antwort schuldet ihr nicht mir, sondern den Italienern."
Regierungskrise in Italien
:Draghi gewinnt Vertrauensabstimmung - Regierung dennoch vor dem Aus?
Nach einer turbulenten Sitzung gewinnt der Ministerpräsident im Senat. Dennoch ist es möglich, dass er erneut seinen Rücktritt anbieten könnte.
Regierungskrise in Italien
:Draghi will nun doch weitermachen
Der italienische Ministerpräsident kündigt an, im Amt zu bleiben, wenn sich die Koalitionsparteien geschlossen hinter ihn stellen. Die erste Vertrauensabstimmung steht am Abend an.
Italien
:Warum Mario Draghi vielleicht doch weitermacht
Showdown im Parlament: In Italien spitzt sich die Regierungskrise zu - Premier Draghi stellt die Vertrauensfrage. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum römischen Sommerdrama.
Italiens Regierungskrise
:Countdown mit Mario Draghi
Seine letzte Auslandsreise als Premier? Mario Draghi besucht Algerien für einen zukunftsweisenden Gasdeal. Hält er am Mittwoch an seinem Rücktritt fest, muss Italien im Herbst neu wählen. In Rom läuft der Poker um die Macht.
Draghi in Nordafrika
:Nabelschnur übers Mittelmeer
Italien und auch andere europäische Länder sind dringend auf Öl und Gas aus Algerien und Libyen angewiesen. Doch die politische Situation ist instabil. Nun reist Ministerpräsident Draghi nach Algier. Über eine komplizierte Mission.
Italien
:Von den Sternen in den Staub
In Rom zerfällt die Einheitsregierung, die dem Land Halt und Reformen geben sollte. Grund sind die erratischen Cinque Stelle, die nun verglühen. Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen Wortbruch des Premiers.
MeinungItalien
:Die tragische Figur im italienischen Sommerdrama
Giuseppe Conte kam aus dem Niemandsland in die Politik und war Premier in Corona-Zeiten. Kein schlechter sogar. Aber was hilft ihm das jetzt, da er sich verzockt und ohne Not eine Regierungskrise losgetreten hat?
Italiens Regierungskrise
:Lässt sich Draghi noch umstimmen?
Oder bleibt es bei seinem Rücktritt? Am Mittwoch wird der Premier im römischen Parlament erwartet - für "comunicazioni". Unterdessen dreht sich das Karussell von Hellsehern und Küchenpsychologen.
MeinungItalien
:Italien braucht Draghi jetzt mehr denn je
Gerade erschien das Land noch stabil, nun rutscht es in die Krise - und die Regierung zerbröselt. Nötig ist jetzt die Ruhe, die eigentlich nur noch einer vom Spitzenpersonal ausstrahlt.
Regierungskrise in Italien
:Draghi bietet Rücktritt an - Mattarella lehnt ab
Die Cinque Stelle entziehen dem Premier das Vertrauen, dieser zieht die Konsequenzen. Doch der Präsident macht nicht mit. Italien rutscht damit in eine Regierungskrise ohne leicht absehbare Lösung.
Italien
:Draghi kündigt Rücktritt an
Italiens Ministerpräsident zieht die Konsequenz aus der Regierungskrise. Die Koalition der "Nationalen Einheit" existiere nicht mehr, sagt er.
Regierungskrise in Italien
:Tritt Mario Draghi zurück?
In einer Vertrauensabstimmung im Senat haben die Cinque Stelle die Aula vor dem Votum verlassen, um ein Zeichen des Unmuts zu setzen. Premier Mario Draghi gewinnt zwar die Abstimmung - aber nicht so, wie er es gefordert hatte.
Italien
:Draghis Regierung könnte an Vertrauensabstimmung scheitern
Die an der Koalition beteiligte Fünf-Sterne-Bewegung will sich an diesem Donnerstag nicht an einem entsprechenden Votum im Senat beteiligen. Italien steht vor einer neuen Phase der Instabilität.
Euro-Krise
:Lauert in Italien wieder Gefahr für Europas Wirtschaft?
Die Welt gerät aus den Fugen, und das schuldengeplagte Italien erlebt gerade einen gnadenlosen Stresstest. Noch hält der Krisenmanager Mario Draghi das Land auf Kurs.
LiveLiveblog zum G-7-Gipfel
:Scholz: "Stehen eng und unverbrüchlich an der Seite der Ukraine"
Der Kanzler betont die Geschlossenheit der G-7-Staaten gegen Russlands Angriffskrieg. Der Gipfel in Elmau habe sich gelohnt: "Es ist großes Vertrauen untereinander entstanden und es wird uns für die nächste Zeit sehr helfen."
Unter Bayern
:Im Learjet nach Kiew
Mal angenommen, Markus Söder wäre doch Kanzler geworden. Da hätten sie in der Ukraine nicht lange auf einen Besuch warten müssen.
SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:G7-Gipfel in Elmau: Eine Region im Ausnahmezustand
Die G7-Staaten treffen sich auf Schloss Elmau in Oberbayern. Das gefällt nicht allen.
MeinungItalien
:Fünf Sterne im Sinkflug
Die einstige Protestbewegung Cinque Stelle hat sich in kürzester Zeit unglaubwürdig gemacht. Die jetzige Abspaltung ist nur ein schwaches Ablenkmanöver, das Di Maio und Co. kaum helfen wird.
Debatte über Waffenlieferungen
:Italiens Außenminister tritt aus Partei Cinque Stelle aus
Die in Rom mitregierenden Cinque Stelle zerreißen sich - vordergründig wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine. Außenminister Luigi Di Maio bricht nun mit seiner Partei.