:Niemand hat die Absicht, euch die Ferien zu verderben
Seit die Internationale Energieagentur vor Engpässen beim Kerosin warnt, wächst auch in Deutschland die Nervosität. Doch die Wirtschaftsministerin spielt die Gefahr herunter. Wie ist die Lage wirklich?
Hannover-Messe
:„Die Grenzen der Leidensfähigkeit sind erreicht“
Bei der Hannover-Messe will die deutsche Industrie eigentlich stolz zeigen: Wir können was, wir sind wer in der Welt. Doch in diesem Jahr fällt das schwer. Kanzler Merz muss sich Kritik gefallen lassen – und dann gibt es auch noch eine Merkwürdigkeit beim Messerundgang.
Weltwirtschaft
:Selbst im besten Fall geht es bergab
Der Iran-Krieg trübt die Aussichten für die Weltkonjunktur beträchtlich. In seinem neuen Ausblick warnt der Internationale Währungsfonds vor der „größten Energiekrise der Neuzeit“ und einer globalen Rezession.
Industrie
:Sie nannten sie Auftragskillerin
Marie Jaroni führt Deutschlands größten Stahlkonzern TKSE durch die Krise. Sie streicht Tausende Stellen – und hat trotzdem das Vertrauen der Gewerkschaft. Wie macht sie das?
Iran-Krieg
:Ölpreis bricht ein – Spritpreise weiter auf hohem Niveau
Die Preise für Rohöl sind auf dem niedrigsten Stand seit Mitte März, doch die Entspannung an den Tankstellen bleibt aus. Die Bundesregierung und der Mineralölwirtschaftsverband hatten zuvor die Hoffnung auf sinkende Spritpreise bereits gedämpft.
SZ am Abend
:Nachrichten vom 1. April 2026
Was heute wichtig war.
Konjunktur
:Energiepreisschock bremst das Wachstum
Der Krieg in Iran lässt die Hoffnungen auf einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung schwinden. Damit gerät die gesamte wirtschaftspolitische Strategie der Regierung Merz ins Wanken.
Konjunktur
:Institute halbieren wegen Iran-Kriegs Wachstumsprognose
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute senken ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr wegen den stark gestiegenen Energiepreisen deutlich.
MeinungIran-Krieg
:Der Verbrauch von Öl und Gas muss runter
Alles schön und gut, wie Regierungen weltweit versuchen, sich gegen die hohen Energiepreise zu stemmen. Aber das wird nichts nützen, solange sie dabei zusehen, wie ihre Bürger an allen lieben Gewohnheiten festhalten.
Konjunktur
:Ökonomen kappen die Prognose für Deutschland
Der Iran-Krieg und steigende Energiepreise bringen alles durcheinander: Die deutsche Wirtschaft wird Vorhersagen zufolge 2026 doch nicht so stark wachsen wie erwartet.
Wirtschaft in Bayern
:Höchste Arbeitslosenzahl im März seit 2010
Im Frühling hellt sich die Lage am Arbeitsmarkt normalerweise auf. Doch dieser Effekt wird von der konjunkturellen Flaute derzeit ausgebremst.
OECD-Prognose
:Iran-Krieg treibt die Inflation nach oben
Weltweit geht das Wirtschaftswachstum zurück, sagt die OECD. Für Deutschland erwartet die Organisation zudem einen Anstieg der Inflation. Und es könnte noch schlimmer kommen.
Ifo-Index
:Iran-Krieg drückt Stimmung in der deutschen Wirtschaft
Teures Öl, mehr Inflation und viel Unsicherheit: Die Unternehmen blicken immer pessimistischer auf ihre Geschäfte.
MeinungAutoindustrie
:Das ist keine Krise mehr, das ist ein Strukturwandel
VW, Porsche, ach was, die ganze Branche hat existenzielle Probleme. Wenn es so weitergeht, könnten ganze Fabriken und Firmen verschwinden. Es ist Zeit, das anzuerkennen. Erst dann lässt sich etwas ändern.
Konjunktur
:DIW passt Prognose wegen Nahost-Krieg an
Das Wachstum wird wohl gebremst, die Inflation dürfte ansteigen. Zu dieser Einschätzung kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Die Erholung der Konjunktur wird aber nicht vollständig gestoppt.
Iran-Konflikt
:Was bedeutet der hohe Ölpreis für Wirtschaft und Verbraucher?
Rohöl ist wegen der Kämpfe in Iran so teuer wie seit vier Jahren nicht. Die Folgen sind weltweit zu spüren – an den Börsen, in der Industrie und an den Zapfsäulen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Thyssenkrupp Steel Europe
:Dubioser US-Investor interessiert sich für größten deutschen Stahlkonzern
Thyssenkrupp will seine Tochter TKSE, Deutschlands größten Stahlhersteller, verkaufen. Bisher verhandelt der Konzern mit indischen Bietern. Nun äußert auch ein US-Investor mit zweifelhaftem Ruf Interesse.
Logistik
:DHL trotzt Iran-Krieg und Trumps Zöllen
Beim Bonner Dax-Mitglied sinken die Umsätze, doch der Gewinn steigt. Der weltweit größte Logistikkonzern will in der Golfregion investieren, mit den Konflikten dort könne die Firma umgehen, sagt Vorstandschef Meyer.
Woolworth
:Die Antwort auf Temu und Shein
Andere gehen pleite, die Billigkette Woolworth wächst dagegen wie im Rausch. Und das ganz ohne Onlinehandel. Einblicke in den deutschen Schnäppchenmarkt, auf dem es gerade drunter und drüber geht.
Haushaltsgeräte
:Trumps Zölle belasten Miele
Der Hersteller von Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten kann die Abgaben nicht komplett auf US-Kunden abwälzen. Auch in Deutschland laufen die Geschäfte mau. Trotzdem wird investiert.
Umfrage
:Unternehmen wollen trotz besserer Konjunktur mehr Stellen abbauen
Viele Branchen wollen weiter Stellen streichen, auch wenn sich die Stimmung gerade aufhellt. Vor allem exportorientierte Industrien sind betroffen.
Nach Übernahme
:Covestro-Chef Steilemann geht bald
Der Manager ist als Präsident des Chemieverbands ein hartnäckiger Kritiker der Regierung. Seinen Konzern haben Emirater übernommen. Jetzt verkündet Steilemann, seinen Vertrag nicht zu verlängern.
Trotz Flaute
:IW: Deutschland bleibt drittgrößte Volkswirtschaft der Welt
Dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln zufolge liegt das BIP bei 5052 Milliarden Dollar. Damit liegt Deutschland vor Japan, der Anschluss an die USA und China ist aber verloren. Gegen Ende des Jahrzehnts könnte auch Indien an Deutschland vorbeiziehen.
Volkswagen
:Sechs Milliarden Euro mehr – und trotzdem nur Ärger
In der Kasse von VW liegt plötzlich ein Vermögen, mit dem niemand gerechnet hatte. Doch bevor überhaupt klar ist, wo das Geld herkommt, wird schon gestritten, wer davon wie viel abbekommt.
IW-Studie
:Krisen kosten die deutsche Wirtschaft fast eine Billion Euro
Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und die Zollpolitik der USA: Diese Krisen haben der Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren schwer zu schaffen gemacht, wie das Institut der Deutschen Wirtschaft ausgerechnet hat.
Autokonzern Stellantis
:Überfahren vom Wandel
Europas zweitgrößter Autohersteller Stellantis schreibt mehr als 22 Milliarden Euro auf seine Elektro-Strategie ab. Die Reaktion der Börse ist vernichtend.
Konjunktur
:Aufträge in der Industrie steigen stark
Es gibt Hoffnung für die kriselnde deutsche Industrie. Fast acht Prozent mehr Bestellungen stehen in den Büchern. Ein Großteil geht auf die Rüstungsindustrie zurück.
MeinungJahreswirtschaftsbericht
:Deutschland hat verlernt, wie Wachstum geht
Das Land hält sich viel zu lange mit Neiddebatten auf, statt die Zukunft zu gestalten. Das hat auch mit der Fachkraft an der Spitze seiner Regierung zu tun.
Konjunktur
:Deutschland wirtschaftet unter seinen Möglichkeiten
Erstmals stellt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche einen Jahreswirtschaftsbericht vor. Sie nutzt das vor allem, um Reformen einzufordern – denn das bisschen Wachstum reicht ihr nicht.
Aktuelles Lexikon
:Konjunktur
Der Begriff ist in seiner heutigen Verwendung noch nicht alt: Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begannen Ökonomen, die wellenförmigen Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage empirisch zu untersuchen.
Dax-Konzern Gea
:Wie ein Maschinenbauer der Branchenkrise entflieht
Dem Wirtschaftszweig geht es schlecht, doch beim Düsseldorfer Unternehmen Gea laufen die Geschäfte. Das hat mit den Produkten des Dax-Mitglieds zu tun – und mit einem Strategieschwenk.
Konjunktur
:Wirtschaft nimmt Fahrt auf
Die deutsche Wirtschaft hat am Jahresanfang mehr an Dynamik zugelegt als erwartet. Im Bau ist ein Ende der Krise in Sicht.
Prognose
:IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft
2026 soll das Plus den Experten zufolge bei 1,1 Prozent liegen. Damit läge Deutschland wieder vor anderen G-7-Nationen.
Brauwirtschaft
:Der trockene Januar vermiest Brauern das Geschäft
Immer mehr Menschen verzichten zu Jahresbeginn auf Alkohol. Das spüren auch die deutschen Brauereien. Dabei leiden die Unternehmen ohnehin schon darunter, dass der Bierdurst sinkt.
Freizeit
:Weniger Yachten, mehr Platz in den Marinas
Bald beginnt die weltweit größte Wassersportmesse Boot. Doch immer weniger Deutsche besitzen Yachten – und das hat einen Grund, gegen den die Hersteller machtlos sind.
MeinungKoalition
:Besser regieren geht auch ohne Neuverhandlung des Koalitionsvertrags
In der Union mehren sich Forderungen, den Koalitionsvertrag mit den Sozialdemokraten zu überarbeiten, der Wirtschaft zuliebe. Das ist keine gute Idee – und braucht es auch nicht.
US-Wirtschaft
:Trump beschert den Amerikanern ein enttäuschendes Weihnachtsfest
Die Wirtschaft kriselt, laut dem US-Präsidenten läuft aber alles super. Doch wie geht es den Amerikanern wirklich? Eindrücke aus der zweitgrößten Mall des Landes, wo die kunstschneebestäubte Idylle nur Fassade ist.
Bundesbank
:Für die deutsche Wirtschaft geht es nur langsam bergauf
Die Bundesbank sieht erst für 2027 einen spürbaren Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Die Inflation hält sich der Prognose zufolge hartnäckiger als erhofft.
MeinungWirtschaftskrise
:Wut allein bringt keinen Aufschwung
Viele Unternehmen beklagen, dass die Politik sich nicht zu Reformen aufrafft. Aber schimpfen allein hilft nicht. Zumal viele Manager Grund genug hätten, auch mit sich selbst kritisch ins Gericht zu gehen.
BDI-Chef Peter Leibinger
:„Die Stimmung ist extrem negativ, teils regelrecht aggressiv“
Wenn Peter Leibinger von „der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik“ spricht, müssen alle Alarmglocken schrillen, denn der BDI-Chef ist eigentlich ein Mann der leisen Töne. Eine klare Absage erteilt er jeder Annäherung an die AfD.
Industrie
:Teure Sanierung bei Thyssenkrupp
Der Essener Konzern streicht Tausende Jobs bei der kriselnden Stahltochter. Die Kosten dafür werden der Firma wieder hohe Verluste einbrocken. Immerhin geht es aber mit dem Plan voran, die Sparte an Inder zu verkaufen.
Wirtschaftskrise
:Söder will Unternehmen schneller entlasten
Der CSU-Chef fordert eine raschere Senkung der Körperschaftsteuer. In der Sache mag niemand so recht widersprechen. Umgesetzt wird der Vorschlag wohl dennoch nicht.
Stahlindustrie
:Traditionsfirma von der Ruhr soll in die USA verkauft werden
Den börsennotierten Stahl- und Metallhändler Klöckner & Co gibt es bereits seit 1906. Der wichtigste Markt sind die USA. Jetzt fädelt ein Rivale von dort die Übernahme ein.
Energieintensive Industrie
:Die Hütte brennt
Deutschlands Gießereien stecken in der Krise, genau wie die übrigen Industriezweige, die viel Energie verbrauchen.Ein Mittelständler aus Krefeld ist enttäuscht von der Regierung – und hilft sich nun selbst.
Länderbericht zur Konjunktur
:IWF warnt vor Dauerflaute in Deutschland
Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2026 und 2027 mit einer leichten wirtschaftlichen Erholung. Aber was kommt danach: Aufschwung oder erneute Lähmung?
Frankreich
:„Wir lernen es auf die harte Weise“
Haushaltskrise, Instabilität, politische Blockade: Frankreich steckt seit Monaten in der Krise. In Berlin zeigt sich der neue Wirtschaftsminister Roland Lescure trotzdem zuversichtlich.
SZ Wirtschaftsgipfel
:Oh, wie schön ist Amerika?
Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise: Die Stimmung ist mies, die Aussicht kaum besser. Der Siemens-Chef etwa würde heute lieber in den USA gründen. Das gelobte Land also? Vielleicht nicht. Aber man kann ja mal hinschauen.
Wirtschaftswachstum
:EU prognostiziert Deutschland für 2026 Anstieg des BIP um 1,2 Prozent
EU-weit erwarten die Konjunkturexperten ein Plus von 1,4 Prozent. Damit wurde die Prognose im Vergleich zum Frühjahr leicht verbessert.
MeinungKoalition
:Wo bleibt das Wirtschaftswunder?
Deutschland stagniert. Und Schulden allein werden dagegen nicht helfen. Damit sich die Wirtschaft aus der Erstarrung befreien kann, muss diese Regierung ihre Schlafmützigkeit ablegen.
Chemiebranche
:Araber dürfen früheren Dax-Konzern kaufen
Der Kunststoffhersteller Covestro aus Leverkusen wird von einer Staatsfirma aus den Emiraten übernommen. Die EU-Kommission befürchtete Nachteile für Wettbewerber, gibt sich nun aber mit Zusagen zufrieden.