Konjunktur

Krise beim Kerosin
:Niemand hat die Absicht, euch die Ferien zu verderben

Seit die Internationale Energieagentur vor Engpässen beim Kerosin warnt, wächst auch in Deutschland die Nervosität. Doch die Wirtschaftsministerin spielt die Gefahr herunter. Wie ist die Lage wirklich?

Von Michael Bauchmüller

Hannover-Messe
:„Die Grenzen der Leidensfähigkeit sind erreicht“

Bei der Hannover-Messe will die deutsche Industrie eigentlich stolz zeigen: Wir können was, wir sind wer in der Welt. Doch in diesem Jahr fällt das schwer. Kanzler Merz muss sich Kritik gefallen lassen – und dann gibt es auch noch eine Merkwürdigkeit beim Messerundgang.

SZ PlusVon Elisabeth Dostert und Paulina Würminghausen

Weltwirtschaft
:Selbst im besten Fall geht es bergab

Der Iran-Krieg trübt die Aussichten für die Weltkonjunktur beträchtlich. In seinem neuen Ausblick warnt der Internationale Währungsfonds vor der „größten Energiekrise der Neuzeit“ und einer globalen Rezession.

Von Claus Hulverscheidt

Industrie
:Sie nannten sie Auftragskillerin

Marie Jaroni führt Deutschlands größten Stahlkonzern TKSE durch die Krise. Sie streicht Tausende Stellen – und hat trotzdem das Vertrauen der Gewerkschaft. Wie macht sie das?

SZ PlusVon Björn Finke

Iran-Krieg
:Ölpreis bricht ein – Spritpreise weiter auf hohem Niveau

Die Preise für Rohöl sind auf dem niedrigsten Stand seit Mitte März, doch die Entspannung an den Tankstellen bleibt aus. Die Bundesregierung und der Mineralölwirtschaftsverband hatten zuvor die Hoffnung auf sinkende Spritpreise bereits gedämpft.

SZ am Abend
:Nachrichten vom 1. April 2026

Was heute wichtig war.

Von Tobias Bug

Konjunktur
:Energiepreisschock bremst das Wachstum

Der Krieg in Iran lässt die Hoffnungen auf einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung schwinden. Damit gerät die gesamte wirtschaftspolitische Strategie der Regierung Merz ins Wanken.

Von Claus Hulverscheidt

Konjunktur
:Institute halbieren wegen Iran-Kriegs Wachstumsprognose

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute senken ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr wegen den stark gestiegenen Energiepreisen deutlich.

MeinungIran-Krieg
:Der Verbrauch von Öl und Gas muss runter

Alles schön und gut, wie Regierungen weltweit versuchen, sich gegen die hohen Energiepreise zu stemmen. Aber das wird nichts nützen, solange sie dabei zusehen, wie ihre Bürger an allen lieben Gewohnheiten festhalten.

SZ PlusKommentar von Jan Diesteldorf

Konjunktur
:Ökonomen kappen die Prognose für Deutschland

Der Iran-Krieg und steigende Energiepreise bringen alles durcheinander: Die deutsche Wirtschaft wird Vorhersagen zufolge 2026 doch nicht so stark wachsen wie erwartet.

Von Caspar Busse

Wirtschaft in Bayern
:Höchste Arbeitslosenzahl im März seit 2010

Im Frühling hellt sich die Lage am Arbeitsmarkt normalerweise auf. Doch dieser Effekt wird von der konjunkturellen Flaute derzeit ausgebremst.

OECD-Prognose
:Iran-Krieg treibt die Inflation nach oben

Weltweit geht das Wirtschaftswachstum zurück, sagt die OECD. Für Deutschland erwartet die Organisation zudem einen Anstieg der Inflation. Und es könnte noch schlimmer kommen.

Von Alexandra Föderl-Schmid

Ifo-Index
:Iran-Krieg drückt Stimmung in der deutschen Wirtschaft

Teures Öl, mehr Inflation und viel Unsicherheit: Die Unternehmen blicken immer pessimistischer auf ihre Geschäfte.

MeinungAutoindustrie
:Das ist keine Krise mehr, das ist ein Strukturwandel

VW, Porsche, ach was, die ganze Branche hat existenzielle Probleme. Wenn es so weitergeht, könnten ganze Fabriken und Firmen verschwinden. Es ist Zeit, das anzuerkennen. Erst dann lässt sich etwas ändern.

SZ PlusKommentar von Stephan Radomsky

Konjunktur
:DIW passt Prognose wegen Nahost-Krieg an

Das Wachstum wird wohl gebremst, die Inflation dürfte ansteigen. Zu dieser Einschätzung kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Die Erholung der Konjunktur wird aber nicht vollständig gestoppt.

Iran-Konflikt
:Was bedeutet der hohe Ölpreis für Wirtschaft und Verbraucher?

Rohöl ist wegen der Kämpfe in Iran so teuer wie seit vier Jahren nicht. Die Folgen sind weltweit zu spüren – an den Börsen, in der Industrie und an den Zapfsäulen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

SZ PlusVon Michael Bauchmüller, Alexandra Föderl-Schmid, Alexander Hagelüken, Gunnar Herrmann, Christina Kunkel und Max Muth

Thyssenkrupp Steel Europe
:Dubioser US-Investor interessiert sich für größten deutschen Stahlkonzern

Thyssenkrupp will seine Tochter TKSE, Deutschlands größten Stahlhersteller, verkaufen. Bisher verhandelt der Konzern mit indischen Bietern. Nun äußert auch ein US-Investor mit zweifelhaftem Ruf Interesse.

SZ PlusVon Björn Finke

Logistik
:DHL trotzt Iran-Krieg und Trumps Zöllen

Beim Bonner Dax-Mitglied sinken die Umsätze, doch der Gewinn steigt. Der weltweit größte Logistikkonzern will in der Golfregion investieren, mit den Konflikten dort könne die Firma umgehen, sagt Vorstandschef Meyer.

SZ PlusVon Björn Finke

Woolworth
:Die Antwort auf Temu und Shein

Andere gehen pleite, die Billigkette Woolworth wächst dagegen wie im Rausch. Und das ganz ohne Onlinehandel. Einblicke in den deutschen Schnäppchenmarkt, auf dem es gerade drunter und drüber geht.

SZ PlusVon Michael Kläsgen

Haushaltsgeräte
:Trumps Zölle belasten Miele

Der Hersteller von Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten  kann die Abgaben nicht komplett auf US-Kunden abwälzen. Auch in Deutschland laufen die Geschäfte mau. Trotzdem wird investiert.

SZ PlusVon Björn Finke

Umfrage
:Unternehmen wollen trotz besserer Konjunktur mehr Stellen abbauen

Viele Branchen wollen weiter Stellen streichen, auch wenn sich die Stimmung gerade aufhellt. Vor allem exportorientierte Industrien sind betroffen.

Nach Übernahme
:Covestro-Chef Steilemann geht bald

Der Manager ist als Präsident des Chemieverbands ein hartnäckiger Kritiker der Regierung. Seinen Konzern haben Emirater übernommen. Jetzt verkündet Steilemann, seinen Vertrag nicht zu verlängern.

SZ PlusVon Björn Finke

Trotz Flaute
:IW: Deutschland bleibt drittgrößte Volkswirtschaft der Welt

Dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln zufolge liegt das BIP bei 5052 Milliarden Dollar. Damit liegt Deutschland vor Japan, der Anschluss an die USA und China ist aber verloren. Gegen Ende des Jahrzehnts könnte auch Indien an Deutschland vorbeiziehen.

Volkswagen
:Sechs Milliarden Euro mehr – und trotzdem nur Ärger

In der Kasse von VW liegt plötzlich ein Vermögen, mit dem niemand gerechnet hatte. Doch bevor überhaupt klar ist, wo das Geld herkommt, wird schon gestritten, wer davon wie viel abbekommt.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken, Christina Kunkel, Stephan Radomsky und Paulina Würminghausen

IW-Studie
:Krisen kosten die deutsche Wirtschaft fast eine Billion Euro

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und die Zollpolitik der USA: Diese Krisen haben der Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren schwer zu schaffen gemacht, wie das Institut der Deutschen Wirtschaft ausgerechnet hat.

Autokonzern Stellantis
:Überfahren vom Wandel

Europas zweitgrößter Autohersteller Stellantis schreibt mehr als 22 Milliarden Euro auf seine Elektro-Strategie ab. Die Reaktion der Börse ist vernichtend.

SZ PlusVon Alexandra Föderl-Schmid und Stephan Radomsky

Konjunktur
:Aufträge in der Industrie steigen stark

Es gibt Hoffnung für die kriselnde deutsche Industrie. Fast acht Prozent mehr Bestellungen stehen in den Büchern. Ein Großteil geht auf die Rüstungsindustrie zurück.

MeinungJahreswirtschaftsbericht
:Deutschland hat verlernt, wie Wachstum geht

Das Land hält sich viel zu lange mit Neiddebatten auf, statt die Zukunft zu gestalten.  Das hat auch mit der Fachkraft an der Spitze seiner Regierung zu tun.

SZ PlusKommentar von Angelika Slavik

Konjunktur
:Deutschland wirtschaftet unter seinen Möglichkeiten

Erstmals stellt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche einen Jahreswirtschaftsbericht vor. Sie nutzt das vor allem, um Reformen einzufordern – denn das bisschen Wachstum reicht ihr nicht.

SZ PlusVon Michael Bauchmüller

Aktuelles Lexikon
:Konjunktur

Der Begriff ist in seiner heutigen Verwendung noch nicht alt: Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begannen Ökonomen, die wellenförmigen Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage empirisch zu untersuchen.

Von Jan Diesteldorf

Dax-Konzern Gea
:Wie ein Maschinenbauer der Branchenkrise entflieht

Dem Wirtschaftszweig geht es schlecht, doch beim Düsseldorfer Unternehmen Gea laufen die Geschäfte. Das hat mit den Produkten des Dax-Mitglieds zu tun – und mit einem Strategieschwenk.

SZ PlusVon Björn Finke

Konjunktur
:Wirtschaft nimmt Fahrt auf

Die deutsche Wirtschaft hat am Jahresanfang mehr an Dynamik zugelegt als erwartet. Im Bau ist ein Ende der Krise in Sicht.

Prognose
:IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

2026 soll das Plus den Experten zufolge bei 1,1 Prozent liegen. Damit läge Deutschland wieder vor anderen G-7-Nationen.

Brauwirtschaft
:Der trockene Januar vermiest Brauern das Geschäft

Immer mehr Menschen verzichten zu Jahresbeginn auf Alkohol. Das spüren auch die deutschen Brauereien. Dabei leiden die Unternehmen ohnehin schon darunter, dass der Bierdurst sinkt.

SZ PlusVon Björn Finke

Freizeit
:Weniger Yachten, mehr Platz in den Marinas

Bald beginnt die weltweit größte Wassersportmesse Boot. Doch immer weniger Deutsche besitzen Yachten – und das hat einen Grund, gegen den die Hersteller machtlos sind.

SZ PlusVon Björn Finke

MeinungKoalition
:Besser regieren geht auch ohne Neuverhandlung des Koalitionsvertrags

In der Union mehren sich Forderungen, den Koalitionsvertrag mit den Sozialdemokraten zu überarbeiten, der Wirtschaft zuliebe. Das ist keine gute Idee – und braucht es auch nicht.

SZ PlusKommentar von Michael Bauchmüller

US-Wirtschaft
:Trump beschert den Amerikanern ein enttäuschendes Weihnachtsfest

Die Wirtschaft kriselt, laut dem US-Präsidenten läuft aber alles super. Doch wie geht es den Amerikanern wirklich? Eindrücke aus der zweitgrößten Mall des Landes, wo die kunstschneebestäubte Idylle nur Fassade ist.

SZ PlusVon Ann-Kathrin Nezik

Bundesbank
:Für die deutsche Wirtschaft geht es nur langsam bergauf

Die Bundesbank sieht erst für 2027 einen spürbaren Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Die Inflation hält sich der Prognose zufolge hartnäckiger als erhofft.

MeinungWirtschaftskrise
:Wut allein bringt keinen Aufschwung

Viele Unternehmen beklagen, dass die Politik sich nicht zu Reformen aufrafft. Aber schimpfen allein hilft nicht. Zumal viele Manager Grund genug hätten, auch mit sich selbst kritisch ins Gericht zu gehen.

SZ PlusKommentar von Claus Hulverscheidt

BDI-Chef Peter Leibinger
:„Die Stimmung ist extrem negativ, teils regelrecht aggressiv“

Wenn Peter Leibinger von „der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik“ spricht, müssen alle Alarmglocken schrillen, denn der BDI-Chef ist eigentlich ein Mann der leisen Töne. Eine klare Absage erteilt er jeder Annäherung an die AfD.

SZ PlusInterview von Claus Hulverscheidt und Michael Radunski

Industrie
:Teure Sanierung bei Thyssenkrupp

Der Essener Konzern streicht Tausende Jobs bei der kriselnden Stahltochter. Die Kosten dafür werden der Firma wieder hohe Verluste einbrocken. Immerhin geht es aber mit dem Plan voran, die Sparte an Inder zu verkaufen.

SZ PlusVon Björn Finke

Wirtschaftskrise
:Söder will Unternehmen schneller entlasten

Der CSU-Chef fordert eine raschere Senkung der Körperschaftsteuer. In der Sache mag niemand so recht widersprechen. Umgesetzt wird der Vorschlag wohl dennoch nicht.

SZ PlusVon Claus Hulverscheidt

Stahlindustrie
:Traditionsfirma von der Ruhr soll in die USA verkauft werden

Den börsennotierten Stahl- und Metallhändler Klöckner & Co gibt es bereits seit 1906. Der wichtigste Markt sind die USA. Jetzt fädelt ein Rivale von dort die Übernahme ein.

SZ PlusVon Björn Finke

Energieintensive Industrie
:Die Hütte brennt

Deutschlands Gießereien stecken in der Krise, genau wie die übrigen Industriezweige, die viel Energie verbrauchen.Ein Mittelständler aus Krefeld ist enttäuscht von der Regierung – und hilft sich nun selbst.

SZ PlusVon Björn Finke

Länderbericht zur Konjunktur
:IWF warnt vor Dauerflaute in Deutschland

Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2026 und 2027 mit einer leichten wirtschaftlichen Erholung. Aber was kommt danach: Aufschwung oder erneute Lähmung?

SZ PlusVon Claus Hulverscheidt

Frankreich
:„Wir lernen es auf die harte Weise“

Haushaltskrise, Instabilität, politische Blockade: Frankreich steckt seit Monaten in der Krise. In Berlin zeigt sich der neue Wirtschaftsminister Roland Lescure trotzdem zuversichtlich.

SZ PlusSina-Maria Schweikle

SZ Wirtschaftsgipfel
:Oh, wie schön ist Amerika?

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise: Die Stimmung ist mies, die Aussicht kaum besser. Der Siemens-Chef etwa würde heute lieber in den USA gründen. Das gelobte Land also? Vielleicht nicht. Aber man kann ja mal hinschauen.

SZ PlusVon Stephan Radomsky

Wirtschaftswachstum
:EU prognostiziert Deutschland für 2026 Anstieg des BIP um 1,2 Prozent

EU-weit erwarten die Konjunkturexperten ein Plus von 1,4 Prozent. Damit wurde die Prognose im Vergleich zum Frühjahr leicht verbessert.

MeinungKoalition
:Wo bleibt das Wirtschaftswunder?

Deutschland stagniert. Und Schulden allein werden dagegen nicht helfen. Damit sich die Wirtschaft aus der Erstarrung befreien kann, muss diese Regierung ihre Schlafmützigkeit ablegen.

SZ PlusKommentar von Lisa Nienhaus

Chemiebranche
:Araber dürfen früheren Dax-Konzern kaufen

Der Kunststoffhersteller Covestro aus Leverkusen wird von einer Staatsfirma aus den Emiraten übernommen. Die EU-Kommission befürchtete Nachteile für Wettbewerber, gibt sich nun aber mit Zusagen zufrieden.

SZ PlusVon Björn Finke

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