Zum ersten Mal seit Jahren wächst der Frauenanteil in den Vorständen der größten deutschen Unternehmen nicht mehr. Nur eine Branche konnte im vergangenen Jahr zulegen.
Diversität
:Zwischen Anstand und Aktienkurs
Für Trump ist Diversität „Tyrannei“, also hat er sie per Dekret abgewürgt. Für deutsche Firmen ist das ein ziemlicher Spagat. Die meisten wissen ohnehin: Nur mit weißen Männern können sie einpacken.
Tanz
:„Im Ballett haben sich rassistische Stereotype eingenistet“
Mit Misty Copeland hat sich die erste schwarze Primaballerina von Weltrang von der Bühne verabschiedet. Sie ist ein Star mit Millionen Followern – aber hat sich auch für andere BIPoCs in der Branche etwas verändert?
Allbright-Studie
:Die Top-Jobs gehen wieder häufiger an Männer
Börsenunternehmen berufen in Zeiten der Krise kaum Frauen in ihre Vorstände, das zeigt eine neue Studie. Gerade in der Autoindustrie bleiben die Männer gern unter sich.
Allergien
:Ist dieser Apfel die Lösung für Allergiker?
Keine Bläschen, keine Schwellung, kein Schock: Mitte November soll eine neue Sorte auf den Markt kommen für Menschen, die bislang einen großen Bogen um das Obst machen mussten. Doch ein Problem bleibt.
Ben-&-Jerry’s-Gründer Ben Cohen
:Der letzte Hippie des Kapitalismus
Nachdem sein bester Freund Jerry Greenfield ausgestiegen ist, geht für Ben Cohen der Kampf erst richtig los. Der Gründer will seine Kult-Marke Ben & Jerry’s von Unilever zurückkaufen. Kann das gelingen? Eine Geschichte über Idealismus und Eis mit Haltung.
Zwischen Regenbogenfahne und Wadlstrumpf
:Wie junge Leute außerhalb der Politik-Bubble zu AfD und Co. stehen
Queerer Aktivist trifft auf jungen Schuhplattler trifft auf Feministin - und alle verstehen sich blendend? Ganz so einfach ist das oft nicht, in Bayern, auf dem Land. Was junge Leute bewegt und ob sie sich von der Politik überhaupt vertreten fühlen, das will eine Initiative herausfinden. Und redet einfach mit den Menschen.
SZ Nachhaltigkeitsgipfel
:Was zählt mehr – Moral oder Marge?
Frauenförderung und Diversitätsprogramme geraten in vielen Unternehmen unter Druck. Das ärgert nicht jeden.
Großkanzleien
:Die letzten Dinosaurier in der Geschlechterfrage
An kaum einem Ort kommen so wenige Frauen an die Spitze wie in den großen Anwaltskanzleien. Dabei gibt es längst mehr Juristinnen als Juristen. Über das rätselhafte Verschwinden weiblicher Top-Talente.
SZ Nachhaltigkeitsgipfel
:Geschäft schlägt Gewissen: Wie Firmen Diversität opfern
Die Euphorie rund um Nachhaltigkeit und Diversität schwindet. Deutsche Unternehmen bemühen sich darum nur noch, wenn es sich auch finanziell lohnt.
Diversität im Unternehmen
:Mangelnde Vielfalt
Die neue US-Regierung unter Donald Trump macht Druck – und auch deutsche Unternehmen fügen sich: Der Softwareriese SAP will auch hierzulande Diversitätsprogramme streichen. SZ-Leser reagieren mit Unverständnis.
Homophobie
:Früher war mehr Lametta
Christopher Street Day, Regenbogenfahnen, Diversität: Das alles schien doch längst mehrheitsfähig zu sein. Jetzt erlebt das Land einen Kulturkampf gegen queeres Leben. Er wird auch von ganz Jungen angeführt.
Kulturkampf
:„Wir leben in einer verquoteten Republik“
Lange galten Frauenförderung, Diversitätsprogramme und Pride-Logos als unverzichtbar für das Image deutscher Konzerne. Jetzt schwenken viele wegen Trump um – und stellen eine alte Frage neu: Moral oder Marge?
MeinungKonzerne
:SAP gibt die Frauenquote auf und unterwirft sich Trump
Lange förderte das Software-Unternehmen die Gleichstellung. Nun fügt es sich den gegenteiligen Wünschen des US-Präsidenten. All die Versprechen waren also nichts wert.
Donald Trump
:SAP streicht die Frauenquote
Als erster deutscher Konzern gibt SAP dem Druck der US-Regierung und Donald Trump nach. Nicht nur in den USA, auch hierzulande werden Diversitätsprogramme gestrichen.
ExklusivHandelskrieg
:Warum DHL von Trumps Zollpolitik profitieren könnte
DHL ist das größte Logistikunternehmen der Welt. Firmenchef Tobias Meyer erklärt, wieso Trumps Handelskrieg dem Dax-Konzern sogar Zusatzeinnahmen beschert und warum die Globalisierung einfach weitergeht.
MeinungEmanzipation
:Null Bock auf Diversität
Die neue Regierung in Deutschland sendet das Signal: Schluss mit dem Wokeness-Spuk! Wieso nur sind uns beim wichtigen Ziel einer inklusiven Gesellschaft die Unterstützer verloren gegangen?
Was das International Dance Festival zu bieten hat
:Münchens Tanzbiennale feiert die Diversität
In Zeiten von Queerfeindlichkeit und Rassismus setzt Münchens Tanzfest auf Offenheit und Widerstand. Zeitgenössische Choreografien aus aller Welt erobern die Theater und Museen der Stadt und schließen sich kurz mit den lokalen Subkulturen. Denn die elf Dance-Tage vom 22. Mai bis 1. Juni sollen zum großen Gemeinschaftserlebnis werden.
Von Aldi bis Deutsche Bank
:Wie deutsche Firmen auf Trumps Zorn auf „Wokeness“ reagieren
Der US-Präsident verhängt nicht nur Zölle, er drängt ausländische Unternehmen auch dazu, von Diversität und Inklusion abzurücken. Welche deutschen Firmen einknicken, sich winden – und welche Haltung zeigen.
Diversitätsvorgaben
:Französische Firmen erhalten besondere Post aus den USA
Donald Trump schafft in den USA Regeln für Vielfalt in Unternehmen ab und fordert nun sogar französische Firmen auf, die Vorgaben einzuhalten. Fragt sich, ob bald auch Post in Deutschland ankommt.
Finanzindustrie
:Me Too-Vorwürfe erschüttern erneut die Deutsche Bank
Eine Mitarbeiterin klagt auf Schadenersatz – es geht um möglichen Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung. Die Bank reagiert mit einer internen Untersuchung, doch der Fall wirft grundsätzliche Fragen über den Umgang mit solchen Anschuldigungen auf.
Diversität und Gleichberechtigung
:„Die schweigende Masse muss klar und laut Position beziehen“
Der Roland-Berger-Manager Marcus Berret hält es für einen schweren Fehler, wenn sich Unternehmen wegen US-Präsident Donald Trump von Werten wie Diversität und Gleichberechtigung verabschieden. Es sei an der Zeit, dem etwas entgegenzusetzen.
MeinungTrump und das Silicon Valley
:Der Seitenwechsel – wie die Oligarchen rechts wurden
In den Neunzigern waren die US-Demokraten die Partei des Silicon Valley. Nun scharen sich die Anführer der Tech-Branche um Donald Trump. Es geht um Ideologie, Enttäuschung und ums Geschäft.
MeinungKampf gegen Diversität
:Gut, dass sich Deutsche Bank, BMW und die Telekom dem Rückschritt verweigern
Trump wettert gegen den „Diversitätswahn“. Amazon, Meta, Ford und McDonald’s sind bereits eingeknickt. Für den Wohlstand in Deutschland ist es unerlässlich, dass sich die Unternehmen diesem Irrsinn widersetzen.
Finanzindustrie
:Trotz Trump: Deutsche Bank hält an Programm für Vielfalt fest
Unter dem Druck der neuen amerikanischen Regierung haben reihenweise US-Konzerne ihre Diversity-Programme aufgegeben. Die Deutsche Bank hält daran fest – aber auch sie muss die rechtliche Situation dazu wohl genau beobachten.
MeinungUnternehmen
:Die US-Wirtschaft hat sich Trumps Weltbild unterworfen
Harley-Davidson kippt sein Programm für mehr Diversität, Meta-Chef Mark Zuckerberg wütet gegen die „kulturellen Eliten“. Die erzkonservativen Kräfte gewinnen auch in vielen Firmen die Oberhand. Viele sind prinzipienlos.
Meta-Chef
:Mark Zuckerberg fordert mehr „maskuline Energie“ in Unternehmen
In einem reichweitenstarken Podcast beklagt der Facebook-Gründer, dass Unternehmen zu unmännlich geworden seien. Dabei sei es wichtig, wenn eine Firmenkultur „die Aggression ein wenig mehr feiert“.
USA
:Apple verteidigt Diversitäts-Programme
Aktionären des Konzerns sind die Initiativen für mehr Vielfalt unter einer Präsidentschaft von Donald Trump zu riskant. Meta-Chef Zuckerberg hat sie in seinem Unternehmen bereits beendet.
MeinungTop-Managerinnen
:Immer mehr Frauen schaffen es nach ganz oben. Geschafft haben sie es deshalb noch nicht
Noch nie gab es so viele Spitzenmanagerinnen in deutschen Konzernen. Doch viele Frauen sind ihren Vorstandsjob bald wieder los. Das ist kein Zufall – es hat sogar System.
25 Jahre „Die Pfefferkörner“
:Wir schlagen die Ganoven in die Flucht
Seit einem Vierteljahrhundert bereits lösen „Die Pfefferkörner“ Kriminalfälle in Hamburg. Lob einer ARD-Institution jugendlicher Selbstermächtigung mit Sendungsbewusstsein.
ExklusivCommerzbank
:Frühere Bankenaufseherin Lautenschläger soll Aufsichtsrätin bei Commerzbank werden
Der Bund schlägt die frühere Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin von Jutta Dönges im Aufsichtsrat der Commerzbank vor. Der Wechsel vollzieht sich mitten im Übernahmekampf mit der Unicredit.
Psychologie
:Puschelig bis hartbitter
Rechtes Naschwerk, linksgrünes Nobelauto? Wenn Waren mit Parteien assoziiert werden, beeinflusst das die Käufer. Über die Wirkung des Politischen auf Konsum.
Diversität
:Einmal im Jahr Pride Month reicht nicht
Unternehmen werben gern mit Regenbogenfahnen und Diversitätskonzepten, aber Diskriminierung gehört für queere Menschen immer noch zum Arbeitsalltag. Was sie fordern.
Allbright-Studie zu Frauen in Führung
:Für Top-Managerinnen sind britische Firmen die bessere Wahl
Der Frauenanteil in den Vorständen hiesiger Börsenunternehmen wächst, aber nur langsam. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland weit hinter anderen Ländern zurück.
Equal Pay
:Krach um die Managergehälter bei Daimler
Bekommen Managerinnen bei Mercedes und Daimler Truck weniger Gehalt als Manager ? Eine Abteilungsleiterin möchte so viel verdienen wie ihr Kollege – und zieht vor Gericht.
Arbeitswelt
:Wie die Telekom für mehr Chancengleichheit sorgen will
Dumme Sprüche in der Schule und Geldnöte im Studium: Ayse Semiz-Ewald musste so manche Hindernisse überwinden. Heute setzt sie sich als Diversity-Managerin der Telekom für Vielfalt ein. Dabei kann auch künstliche Intelligenz helfen.
Anti-Woke-Bewegung in den USA
:Harley-Davidson knickt vor rechtem Aktivisten ein
Der US-Motorradhersteller sah sich einer Kampagne ausgesetzt. Der Vorwurf: zu viel „woke“ Initiativen und Engagement für Minderheiten. Und das Unternehmen? Will sich jetzt mal wieder auf Motoren konzentrieren.
MeinungVielfalt in Unternehmen
:Noch immer gibt es kaum Ostdeutsche auf Chefpositionen. Davon profitiert nur eine: die AfD
Rutscht der Osten bei den Landtagswahlen im Herbst weiter nach rechts, ist das auch das Versagen hiesiger Unternehmen.
Vielfalt in Unternehmen
:Wieso ist fast jeder Chef ein Wessi – immer noch?
Ostdeutsche besetzen nur vier Prozent der Spitzenposten in der Wirtschaft. Das beeinflusst auch, wie sie bei den Landtagswahlen im Herbst abstimmen. Wieso Menschen aus dem Osten bis heute kaum aufsteigen und wie sich das ändern ließe.
Banken
:Neue Vorständin für die Deutsche Bank
Das größte deutsche Geldhaus holt mit Laura Padovani eine neue Compliance-Vorständin in die oberste Führungsriege. Zugleich wird erneut der Geldwäsche-Beauftragte ausgetauscht.
MeinungPsychologie
:Befreit das Individuum!
Um Kreativität, Leistung und Ideen zu entfesseln, reicht eine Diversität der Identitäten nicht. Stattdessen braucht es vor allem: freie Vielfalt der Meinungen.
„Pride Weeks“ in München
:Vorfreude auf die bunte Party – und Angst vor Übergriffen
Am 22. Juni feiert die queere Community den CSD mit einer großen Parade durch die Stadt. Die Stimmung bei den Veranstaltern ist in diesem Jahr besonders angespannt – nicht nur wegen einer parallel laufenden Glaubenskonferenz fundamentaler Christen.
Internationaler Literaturpreis
:Auf der Shortlist: eine weiße Französin
Nach einem sehr öffentlich ausgetragenen Streit um die Vergabekriterien hat der Internationale Literaturpreis seine engere Auswahl bekannt gegeben.
Civis-Medienpreis
:"Im besten Sinne parteilich"
Europas bedeutendster Medienpreis für kulturelle Vielfalt zeichnet unter anderem einen ARD-Beitrag zu Terror und Krieg in Israel und Gaza aus - und einen Oscarpreisträger.
MeinungArbeitswelt
:Diversität bitte nur, wenn es nicht wehtut
Egal ob Behinderung, Hautfarbe, Religion oder ADHS: Deutsche Unternehmen schneiden in Sachen Vielfältigkeit ziemlich schlecht ab. Da hilft auch ein "Deutscher Diversity-Tag" nicht viel.
SZ JetztDiversität in der Literatur
:„Ich empfinde ständig Neid gegenüber anderen Autorinnen und Autoren“
Rebecca F. Kuang hat den internationalen Bestseller „Yellowface“ geschrieben. Im Interview erzählt sie, wieso sie den Umgang mit Diversität oft verlogen findet, was sie aus Neid lernt – und warum nicht jede Repräsentation gut ist.
Soziologe Steven Vertovec
:"Es ist Zeit, nicht mehr zu vereinfachen"
Für die Vielfalt moderner Gesellschaften hat der Soziologe Steven Vertovec den Begriff "Superdiversität" erfunden. Er plädiert für ein radikales Umdenken in Migrationsfragen.
Hauptversammlung BASF
:Widerstand gegen BASF-Aufsichtsratschef
Es könnte eine turbulente Hauptversammlung werden: Anteilseigner kritisieren, dass Kurt Bock erneut in den Aufsichtsrat gewählt werden soll. Er ist ihnen nicht unabhängig genug.
MeinungGroßbank JP Morgan
:Eine Festung gegen den rechten Kulturkampf
Der wohl mächtigste Banker der Welt verteidigt die Bemühungen um Vielfalt in Unternehmen gegen wachsende Angriffe von rechts. Das ist ermutigend.
Ausstellung in Wien
:Die Werke der Vielen
Museen öffnen sich gerade für Künstler und Künstlerinnen jenseits des Kanons. Die Wiener Albertina Modern macht mit "The Beauty of Diversity" eine eigene Ausstellung daraus.