1. Zum 10. Todestag von Astrid Lindgren — Königin der Kinder

    Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und Ronja Räubertochter: Ihre Figuren gehören zur Kindheit wie Pausenbrot und Versteckspiel. 140 Millionen Leser haben Astrid Lindgrens Kinderbücher im Schrank. Dabei schonte die schwedische Autorin die Kleinen nie vor Tod und Schmerzen. Weil auch die Schriftstellerin selbst wusste, was Unglück ist. Eine Erinnerung zum zehnten Todestag. Von Meike Mai

  2. Zum Tod von Wisława Szymborska — Erforscherin des Augenblicks

    Nicht zu vereinnahmen: Wisława Szymborska publizierte in der Zeit des Sozialismus in Untergrundzeitschriften, aber auch der erstarkende Nationalismus im Polen der neunziger Jahre fand in ihr eine distanzierte Betrachterin. Als Erforscherin des Augenblicks machte sie in ihren Gedichten die Vergänglichkeit und die kleinsten Zeiteinheiten zu Hauptfiguren. Nun ist die polnische Literaturnobelpreisträgerin gestorben. Von Lothar Müller

  3. Interview mit Nachwuchsautorin Hünniger — Über ein Land, das nicht mehr da ist

    "Das Paradies" heißt das Buch von Andrea Hanna Hünniger. Darin beschreibt sie ihre Jugend im Weimar der Post-DDR. Sie erzählt von Plattenbauten, Disneylandträumen und der Mode von Neonazis. Im Gespräch mit jetzt.de erklärt die 27-Jährige, warum sie keine Ahnung von der DDR hat, trotzdem ostdeutsch ist und wie sich Westdeutsche von Ostdeutschen unterscheiden. Interview. Lea Hampel jetzt.de

  4. Augsteins Auslese — "Zur Geschichte"

    Video Der Titel lautet simpel "Zur Geschichte", doch im Buch wird es tiefgründig: Es geht um das, was in der konventionellen Geschichtsschreibung nicht erzählt wird. Dabei baut der Gesprächsband keine Widersprüche auf, sondern liefert stattdessen neue spannende Aspekte. Von Franziska Augstein

  5. Anzeige

  6. Nicholson Bakers Roman "Haus der Löcher" — Alice in Pornoland

    Das Böse als Stimulans: Der Marquis de Sade und Elfriede Jelinek dienen dem amerikanischen Romancier Nicholson Baker nur zum Teil als Vorbild - der Teufel steckt bei ihm in den Zwischentönen des Systems, die voller Sexualangst schrillen. Deswegen haut er der amerikanischen Prüderie nun das Schmuddelbuch "Haus der Löcher" um die Ohren. Von Ina Hartwig

  7. Buch über Erlebnisse als Kriegsreporter — Der Mann, der in den Abgrund blickt

    Carsten Stormer lebt im Krieg. Am Ende seines Journalismus-Studiums verbrannte er seine Möbel und kaufte ein Ticket nach Afghanistan. Mehr als sechs Jahre ist das her, nun bringt er ein Buch heraus. Er beschreibt erschreckende, kaum erträgliche Bilder aus dem Kongo, Darfur, Somalia und von den "Killing Fields" in Kambodscha. Von Jan Söfjer

  8. Umberto Eco zum 80. — Meister der Raffinesse

    Eigentlich ist er Wissenschaftler, doch seinen Namen machte sich Umberto Eco als Großer der Weltliteratur: Seit drei Jahrzehnten begeistert der fulminante Fabulierer die Welt mit mysteriös verschlungenen literarischen "Schnitzeljagden". An diesem Donnerstag wird er 80 Jahre alt.

  9. Ein Anruf bei Hellmuth Karasek — Wulffs Nachricht, ein Drama

    "Ich bin auf dem Weg zum Emir" - mit diesem Satz beginnt die fatale Nachricht, die Bundespräsident Christian Wulff während einer Katar-Reise persönlich auf der Mailbox von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hinterließ. Und weil bei Dramen der erste Satz ja als sensible Angelegenheit gilt, haben wir die Literaturkritik befragt. Interview: Marten Rolff

  10. Uli Stein zum 65. Geburstag — Bis der Baum brennt

    Vom Ehe-Wahnsinn über Autos bis zu Handwerkern: Uli Stein hat sich mit seinem Cartoonistenhumor schon über alle erdenklichen Themen hergemacht. Mit knollennasigen Figuren, Katzen, Hunden und vor allem seiner Maus wurde er zu einem der erfolgreichsten Zeichner Deutschlands. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird er 65 Jahre alt, was ganz gut passt: In der Adventszeit hat er besonders viele Ideen.

  11. Geschenke in letzter Minute — Die besten Bücher des Jahres 2011

    Jetzt aber hurtig: Wer noch auf den letzten Drücker nach einem Weihnachtsgeschenk sucht, dürfte in unseren Buchtipps fündig werden. 52 Dichter und Denker, Künstler und Intellektuelle empfehlen ihre Lieblingsbücher - von Elke Heidenreich über Roger Willemsen bis zu Juli Zeh. Ein Überblick.

  12. Schloemanns Auslese — "Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten"

    Video Das British Museum dient als Fundus für 100 Gegenstände, die in dem Buch von Neil MacGregor vorgestellt werden. Dadurch wird die Geschichte der Weltkulturen erzählt. Die Videorezension von Johan Schloemann.

  13. Neuer Sherlock Holmes-Roman  — Action mit Droschken und Zylinder

    Ein verfolgter Kunsthändler, ein erdolchter Verfolger und ein zu Tode gefolterter Straßenjunge: Ganz schön viel Action für einen Sherlock-Holmes-Roman. Trotzdem hat die Arthur-Doyle-Gesellschat die neue Folge als 61. Fall des Meisterdetektivs offiziell anerkannt. Es stellt sich aber die Frage: Kann man einen Klassiker neu erfinden? Von Meike Mai

  14. Buch-Trend: Graphic Novels — Bestseller in kleinen Bildern

    Sperrige Literatur leichtgemacht: Literarische Comics und Graphic Novels erobern den Buchmarkt. Illustrierte Weltbestseller sollen Leser an schwierige Klassiker heranführen - aber sie schaffen weit mehr als das. Von Fritz Göttler

  15. Abschied von Christa Wolf — Letzte Ruhe in der Mitte Berlins

    Abschied in großem Rahmen: Die am 1. Dezember verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf wird am Dienstag auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beigesetzt. Bei einer Gedenkveranstaltung am Abend haben sich zahlreiche Weggefährten, Leser und Familienangehörige angesagt.

  16. Ausgewählte politische Bücher 2011 — Von Eichmann, Levi und der Ökologie

    Ob es um Adolf Eichmann geht oder um Auschwitz - die Top-Seller bei den politischen Büchern im Jahr 2011 handeln auffällig oft vom Nationalsozialismus. Doch auch andere lesenswerte Betrachtungen sind entstanden. Dabei lässt sich feststellen: Deutsche Historiker schreiben heute tatsächlich spannende Bücher. Einige der besten stellen wir Ihnen vor. Von Franziska Augstein

  17. Hysterische Frauen im 19. Jahrhundert — Wahnsinn war weiblich

    Modekrankeit oder Ausbruch aus ereignislosen Lebenswegen? Tausende vermeintliche Hysterikerinnen wurden im 19. Jahrhundert in Nervenheilanstalten eingewiesen. Hysterie wurde zur Frauenkrankheit schlechthin. Die Ärzte schlussfolgerten: alles nur Übertreibung. Ein aktuelles Buch setzt sich nun mit dem Phänomen auseinander. Von Franka Nagel

  18. Antipreis für Schriftsteller Guterson — "Ödipus hat schlechten Sex erfunden"

    Dem US-Schriftsteller David Guterson ist der Preis für die schlechteste literarische Beschreibung einer Sexszene verliehen worden. Befangen und peinlich sei es, was Guterson in "Ed King", einer modernen Version der Ödipus-Sage, abliefere. Der Autor nahm's mit Humor. Wir zitieren zur Abschreckung das gute Stück im Original.

  19. Enthüllung aus dem Archiv — Warum Thomas Mann den Nobelpreis wirklich bekam

    "Der Zauberberg"? Viel zu modern! Als die Schwedische Akademie 1929 den Nobelpreis für Literatur an Thomas Mann verlieh, leistete sie sich aus heutiger Sicht eine echte Peinlichkeit. Ein Blick in alte Sitzungsprotokolle der Nobel-Jury offenbart Abgründe. Von Alan Asaid

  20. Comeback des Meisterdetektivs — Sherlock Holmes, übernehmen Sie!

    Ein neues Buch, ein neuer Film, eine Serie, Hörspiele und ein eigener Wanderweg: Sherlock Holmes ist zurück. Weshalb der berühmte Detektiv gerade jetzt neu entdeckt wird. Von Meike Mai

  21. Google Doodle: Mark Twain — Von der Gier nach Macht und Geld

    Zum Geburtstag von Mark Twain: Der US-Autor wurde mit den Abenteuern von Tom Sawyer und Huckleberry Finn weltbekannt, weil die Kinder in seinen Büchern frech, wild und ganz und gar nicht artig waren. Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" landete er damals auf dem Index. Doch bis heute zeugt sein Werk von scharfzüngiger Kritik den herrschenden Verhältnissen gegenüber.

  22. Lesung von Fußballer Lahm in München — "Philipp, du bist ein sehr netter Mensch"

    Buch statt Ball, Bühne statt Stadion: In München hat Philipp Lahm sein Buch "Der feine Unterschied" vorgestellt. Doch der Fußballspieler liest nicht selbst. Jemand anderes reißt die Witze - und die sind nicht einmal besonders lustig. Von Lisa Sonnabend

  23. Neue Genealogie der Menschenrechte — Heiligkeit für alle

    Gibt es die Menschenrechte, weil wir uns für verletzlich oder weil wir uns für unverletzlich halten? Der Freiburger Soziologe Hans Joas versucht sich in seinem Buch "Die Sakralität der Person" an einer Antwort. Von Dirk Lüddecke

  24. Erster Comic bei Suhrkamp — Thomas Bernhards furioser Motzer lebt wieder

    Bruckner? Miserabel. Stifter? Kitsch. Heidegger? Nur ein "lächerlicher Pumphosenspießer". Nie hat jemand so über Kunst gelästert wie der Musikkritiker Reger in Thomas Bernhards "Alte Meister". Nicolas Mahler hat den Roman für Suhrkamp nun als Comic adaptiert. Ein mutiges Experiment - und genauso bitterböse wie das Original. Von Christopher Pramstaller

  25. Stanislaw Lem: Ein Pionier seiner Zeit  — "Der Mensch sollte sich besser bemühen, selber intelligent zu werden."

    Zukunft, Technik, Utopie: Der Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem war ein Vordenker seiner Zeit. Viele der Zukunftsvisionen seiner Romane wurden später Wirklichkeit - vom Internet bis zur Gentechnik. Doch während seine Protagonisten auch heute noch zu den Sternen fliegen, glaubte Lem schon lange nicht mehr an die Wissenschaft.

Pagination