Die syrische Stadt Kusair ist von Regierungstruppen eingekesselt, die Rebellen rufen um Hilfe. Einem Medienbericht zufolge sollen in der Stadt auch iranische Soldaten für Machthaber Assad kämpfen. Nun droht US-Außenminister Kerry dem Regime in Damaskus mit einer verstärkten Unterstützung der Rebellen. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.
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Der Gebrauch von Chemiewaffen gilt für die USA als "rote Linie" im Syrien-Konflikt. Diese habe Assad schon lange überschritten, sagt jetzt der türkische Premier Erdogan. Er habe Beweise dafür, dass die syrische Armee die verbotenen Kampfstoffe eingesetzt habe.
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Als gut gelaunter Mann in Outdoor-Jacke, mit muskulösen Oberarmen und breiter Brust verlässt der Deutsch-Tschetschene Aslanbek F. seine Familie. In Richtung Syrien, wo er seine muslimischen Brüder im Kampf gegen Assad unterstützen will. Wenige Wochen später ist er tot.
Von Jan Liebold und Volkmar Kabisch, NDRmehr...
Meinung
Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat seine Strategie gefunden: Das Regime hält die großen Städte und Verbindungsstraßen, den Rebellen überlässt er die Provinz. Das ist die Garantie für die Fortsetzung des Gemetzels im Land - auf Jahre hinaus. Die Nachbarstaaten können und wollen dem nicht zusehen, doch sie verfolgen sehr unterschiedliche Eigeninteressen.
Ein Kommentar von Tomas Avenariusmehr...
Die "Freunde Syriens" haben die libanesische Hisbollah-Miliz aufgefordert, sofort aus Syrien abzuziehen. Die schiitischen Kämpfer unterstützen im syrischen Bürgerkrieg die Truppen von Machthaber Assad.
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Die in Syrien von Rebellen entführten Blauhelm-Soldaten sind auf jordanischem Gebiet in Sicherheit. Die 21 Filipinos waren in der Gewalt islamistischer Rebellen. Unklar bleibt, auf welche Vereinbarung sich UN, syrische Armee und deren Gegner eingelassen haben.
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Das Terrornetzwerk al-Qaida lockt Erkenntnissen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND zufolge immer mehr syrische Rebellen an. BND-Präsident Gerhard Schindler zufolge hat Machthaber Assad kaum eine Chance, den Kampf gegen die Aufständischen zu gewinnen.
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Der Konflikt in Syrien fordert immer mehr Opfer - allein 6000 im vergangenen Monat. Das zeigen Zahlen der Opposition. Nicht nur Kämpfer sterben in dem Bürgerkrieg.
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Sie sind meist jung, muslimisch - und wollen das Regime von Baschar al-Assad stürzen. Tausende Muslime aus der ganzen Welt sind nach Syrien gereist, um dort im Bürgerkrieg zu kämpfen. Auch Deutsche sollen vor Ort sein.
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Syriens Machthaber Baschar al-Assad schließt einen Rücktritt kategorisch aus. In einem Interview mit argentinischen Medien kritisierte er den Westen scharf: Die Vorwürfe, sein Militär setze Chemiewaffen ein, sollten lediglich "als Vorspiel für einen Krieg gegen unser Land dienen". An einen Erfolg der geplanten Syrien-Konferenz glaube er nicht. Einem Bericht zufolge soll Syrien Raketen gegen Israel in Stellung gebracht haben.
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Barack Obama hat die syrische Regierung eindringlich vor dem Einsatz von Chemiewaffen gewarnt. Es wäre ein tragischer Fehler, sollte sich das Regime von Präsident Baschar al-Assad für einen solchen Einsatz entscheiden, mahnte der US-Präsident. Assad werde dafür auf jeden Fall zur Rechenschaft gezogen.
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Erneut kehrt ein hochrangiger Beamter dem Assad-Regime den Rücken: In einem Internetvideo erklärt der Chef der syrischen Militärpolizei, Abdul Asis Jassim al Schalal, sich den Rebellen anzuschließen. Dabei erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Regierungstruppen.
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Die Zeit ist knapp: Bis Ende des Monats muss sich die EU auf neue Sanktionen gegen den syrischen Machthaber Assad einigen. Doch während London Waffen an Aufständische liefern will, zögern die anderen EU-Staaten.
Martin Winter, Brüsselmehr...
Die internationale Gemeinschaft reagiert verärgert auf die jüngste Fernsehansprache des syrischen Präsidenten: Die US-Regierung sagt, Assad habe alle Legitimität verloren, Ägyptens Präsident Mursi bringt einen Kriegsverbrecherprozess ins Spiel. Teheran dagegen stärkt Assad den Rücken.
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Navid Kermanis gesammelte Reisereportagen aus Krisengebieten erzählen davon, wie Gewalt entsteht - und warum er als Chronist des Schreckens nicht immer unparteiisch bleiben kann.
Von Tim Neshitovmehr...
Steht ein Zusammenbruch des Assad-Regimes kurz bevor, wie die Nato und die USA vermuten? Nach Monaten brutalen Vorgehens zeigt sich die Regierung kompromissbereit. Keine Seite könne aus dem Bürgerkrieg als Sieger hervorgehen, sagt Vizepräsident al-Scharaa - und bringt eine Regierung der nationalen Einheit ins Spiel.
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Syrien versinkt in Gewalt, auch Beobachter der Arabischen Liga wurden angegriffen. Deren Mission soll nun vorerst ausgesetzt werden - zum Missfallen Moskaus. Den Russen ist "unklar, warum auf diese Weise mit einem so nützlichen Instrument umgegangen wird".
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Israel ist entsetzt: Premier Netanjahu reist nach Russland, um die Lieferung eines Luftabwehrsystems an Syriens Machthaber Assad zu verhindern. Er fürchtet um Israels militärische Überlegenheit. Doch die Regierung in Moskau verweist auf einen alten Vertrag.
Von Frank Nienhuysen, Moskau und Peter Münch, Tel Avivmehr...
Das Video dauert nur 27 Sekunden, aber seine politischen Konsequenzen dürften gravierend sein: Der syrische Rebellenkommandeur, der angeblich ein Organ eines getöteten Assad-Anhängers gegessen haben soll, führt dem Westen ein fundamentales Problem vor Augen.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Der syrische Präsident soll bester Laune sein. Warum auch nicht? Baschar al-Assad muss derzeit keinen Angriff der USA fürchten. Weil die Rebellen Schreckensvideos veröffentlichen, wird der moralische Abstand kleiner. Und militärisch hat Assad zwar keine Kontrolle mehr über das ganze Land. Aber das scheint ihn nicht zu stören.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Meinung
"Assad, ja oder nein?", das ist im syrischen Bürgerkrieg nicht mehr die entscheidende Frage. Sie lautet: Wie sieht die Landkarte des Nahen Ostens aus, wenn der Arabische Frühling beendet ist? Frieden wird erst herrschen, wenn die kolonialen Grenzen eingerissen sind.
Ein Gastbeitrag von Michael Wolffsohnmehr...
Nur wenige Stunden schwiegen die Waffen, dann fielen wieder Schüsse: Die Waffenruhe zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen ist schon am ersten Tag brüchig. Angaben der syrischen Opposition zufolge liefern sich Rebellen und Regierungstruppen in vielen Landesteilen Gefechte. Insgesamt sei die Lage aber ruhiger als üblich.
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Die zersplitterte syrische Opposition sucht in Katar eine gemeinsame Stimme: Aufständische in Syrien selbst verlangen von den Verhandlungsführern, interne Rivalitäten endlich beizulegen. Denn ein Scheitern der Gespräche könnte die Oppositionellen wichtige internationale Hilfe kosten.
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US-Präsident Barack Obama geht im Syrien-Konflikt einen Schritt weiter: Sollte Machthaber Baschar al-Assad chemische Waffen nutzen oder ihren Einsatz vorbereiten, würden die USA militärisch eingreifen.
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Die Gefechte zwischen Syrien und der Türkei eskalieren: Die Türkei beschießt nach dem Einschlag syrischer Granaten das Nachbarland. Dabei sollen syrische Soldaten getötet worden sein. Der Konflikt beschäftigt auch das türkische Parlament, die Nato und den UN-Sicherheitsrat - Bundeskanzlerin Angela Merkel rief beide Seiten zu besonnenem Handeln auf.
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