Wie der Westen versucht, Iran am Bau der Bombe zu hindern
Nervenkrieg zwischen Iran und dem Westen: Angetrieben vom bedrohten Israel hat die internationale Gemeinschaft viel unternommen, um Teheran vom Bau der Atombombe abzuhalten. Doch das Regime rückt nicht von seinem Vorhaben ab. Israels Pläne einen schnellen Schlag gegen das iranische Atomprogramm werden immer konkreter.
Bereits im kommenden Jahr könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden: Wie das iranische Staatsfernsehen berichtet, will Teheran in der Nuklearanlage von Buschir ein zweites Atomkraft bauen. Auch gegen weitere Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde sperrt sich die Regierung.
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Der Atomstreit mit Iran steht im Mittelpunkt einer Tagung der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien. IAEA-Chef Amano hofft auf Kooperationsbereitschaft seitens Teheran. Für Freitag ist abschließend ein Treffen mit iranischen Vertretern geplant, bei dem eine Vereinbarung zur Kontrolle der umstrittenen Atomanlage Parchin unterzeichnet werden könnte.
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Digitaler Angriff auf das iranische Ölministerium und die staatliche Ölgesellschaft - und Teheran muss reagieren: Es nimmt sein wichtigstes Ölexport-Terminal im Persischen Golf vom Netz. Erinnerungen an den Computervirus Stuxnet werden wach.
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Klare Signale an Teheran: Die EU-Staaten haben sich nach Angaben von Diplomaten auf Grundzüge eines Öl-Embargos gegen Iran verständigt. Der britische Außenminister Hague kündigte ein "beispielloses Sanktionspaket" an. Auch an anderer Stelle zeigte sich der Westen unnachgiebig: Ein US-Flugzeugträger passierte die Straße von Hormus - trotz massiver Drohungen.
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Der Druck auf das Regime in Teheran wächst: Japan will die Einfuhr iranischen Öls auf Drängen der USA weiter drosseln. Das Land ist einer der wichtigsten Abnehmer. Die EU ist sich bereits einig über Details eines Embargos. Nun denkt der Westen über weitere Schritte gegen das iranische Finanzsystem nach.
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Im Iran spürt eine Cyber-Polizei kritische Webseiten im Netz auf und kontrolliert die Einträge der Bürger in sozialen Netzwerken. Kritische Blogger werden verfolgt und verhaftet. Der Netzaktivist Arash Abadpour beobachtet die Vorgänge in seiner Heimat von Kanada aus - und verrät, mit welchen Tricks sich Internetsperren umgehen lassen.
Von Kathrin Hollmermehr...jetzt.de
Wende im Streit um das iranische Atomprogramm? Iran will den Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde Zutritt zur umstrittenen Militäranlage Parchin gewähren. Die IAEA ist misstrauisch.
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Meinung
Welche Auswirkungen die geplanten EU-Sanktionen gegen Iran haben werden, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Die bisherigen Handelsbeschränkungen hatten unterschiedliche Folgen, nur ihren eigentlichen Zweck haben sie nie erreicht: Teherans Atom-Ausbau zu stoppen. Der Druck von außen scheint die Regierung im Innern vielmehr zu stärken.
Ein Kommentar von Rudolph Chimellimehr...
Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution verabschiedet. Darin bekräftigt das Gremium bereits beschlossene Sanktionen gegen Iran. Neue Strafmaßnahmen sieht das Papier nicht vor.
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Die internationale Gemeinschaft wirft Iran vor, insgeheim an Atomwaffen zu arbeiten. Das Land hat jetzt auf ein Verhandlungsangebot der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands reagiert - über den Inhalt ist jedoch noch nichts bekannt.
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Nach gescheiterten Atomgesprächen am Wochenende setzt Iran weiter auf Provokation: Präsident Ahmadinedschad will offenbar neue Uran-Anreicherungsanlagen schaffen. Der Komplex soll jährlich 60 Tonnen konzentriertes Uran produzieren können
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Sicherheitsleck bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA: Hacker sind in das Computernetzwerk der Organisation eingedrungen. Die von einem stillgelegten Server kopierten Kontaktdaten stellten sie ins Internet - und drohten mit weiteren Veröffentlichungen, sollten die Angriffe auf iranische Atomwissenschaftler weitergehen.
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Teheran will wieder über das umstrittene Atomprogramm diskutieren, noch im Januar sollen die Verhandlungen mit dem UN-Sicherheitsrat stattfinden. Iran hat gute Gründe, den Gesprächsfaden nicht ganz abreißen zu lassen.
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Iran beharrt auf der Fortsetzung seines Atomprogramms - und will es sogar ausbauen. Der UN-Atomenergiebehörde zufolge hat das Land angekündigt, leistungsfähigere Zentrifugen zur Urananreicherung einsetzen zu wollen.
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Keine Verhandlungen mit dem "Erzfeind": Ajatollah Ali Chamenei, der oberste religiöse Führer Irans, hat direkte Atom-Gespräche mit den USA abgelehnt, obwohl noch vor wenigen Tagen beide Länder ihre Bereitschaft zu Gesprächen angedeutet hatten. Ist die plötzliche Kehrtwende eine Reaktion auf neue Sanktionen der USA gegen das Regime?
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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine neue Pipeline in Betrieb genommen, um bei einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus weiter Öl exportieren zu können. Iran hatte gedroht, die Meerenge zu blockieren, falls der Streit um sein Atomprogramm eskaliert.
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Sand im Getriebe: Iran und die UN-Vetomächte sowie Deutschland beraten in Bagdad über Teherans Atompolitik - bisher ergebnislos. Dank eines Sandsturms findet am Abend noch eine weitere ungeplante Verhandlungsrunde statt.
Von Paul-Anton Krüger, Bagdadmehr...
Israel wagt im Konflikt um das iranische Atomprogramm einen riskanten Alleingang. Bisher steht Premier Netanjahu mit seinen Kriegsdrohungen auf breiter Front als Gewinner da. Doch das könnte sich schnell ändern - in dem Augenblick, in dem er vom Wort zur Tat schreitet.
Ein Kommentar von Peter Münch, Tel Avivmehr...
Meinung
Die israelische Führung zeigt sich entschlossen, Irans Atomprogramm in den kommenden Wochen militärisch zu stoppen. Doch bei so einem Schlag verlässt sich Israel nur auf sich selbst - und misstraut seinem Partner USA. Ein Alleingang hätte verheerende Folgen.
Ein Gastbeitrag von Shimon Steinmehr...
Israels Politiker sprechen von einem Angriff auf Irans Atomanlagen und stimmen ihre Bürger öffentlichkeitswirksam auf einen Krieg ein. Kaum mehr jemand zweifelt daran, dass die Führung noch vor der US-Präsidentschaftswahl ihre Kampfjets gen Osten schickt - doch womöglich hat sie ganz anderes im Sinn.
Von Peter Münch, Tel Avivmehr...
"Iran will uns auslöschen, und ich werde das nicht geschehen lassen": Israels Regierungschef Netanjahu will Irans Nuklearanlagen notfalls mit einem Militärschlag zerstören. Die USA setzen dagegen weiter auf Diplomatie im Atomkonflikt - Verteidigungsminister Panetta ist nun eigens nach Jerusalem gereist, um einen israelischen Alleingang zu verhindern.
Von Peter Münch, Tel Avivmehr...
Im Atomstreit mit Iran hat die EU neue Sanktionen verabschiedet. Nach dem bestehenden Ölembargo ist jetzt auch der Import iranischen Erdgases verboten. Außenminister Westerwelle glaubt trotzdem nicht an schnelle Fortschritte in dem Konflikt - obwohl die Sanktionen bereits Wirkung zeigen.
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