Reisefotograf Jörg RügerMitternacht auf Spitzbergen

Im Sommer erleuchtet die Sonne eine Welt ohne bunte Farben, die abgeschottet vom Rest erscheint - aber es nicht ist, wie Jörg Rüger in der Serie "Reisefotografen" zeigt.

Von Katja Schnitzler

In Spitzbergen beschleicht Besucher das Gefühl, das Ende der Welt gefunden zu haben. Weiter nördlich kommt tatsächlich nicht mehr viel, außer dem Nordpol. Im Süden würde ein Schiff irgendwann auf Norwegen stoßen, zu dem Spitzbergen oder Svalbard, die "Kühle Küste", offiziell gehört. Dazu ist die Inselgruppe noch ein fast menschenleerer Ort, in dem auch im Sommer keine bunten Farben von der Schönheit der gedämpften Blau-, Grau-, Silber- und Brauntöne ablenken. Dass Hinterlassenschaften der Zivilisation dennoch selbst Spitzbergen erreichen, erkannte Fotograf Jörg Rüger, als er an den Stränden genauer hinsah.

Im Bild: Kolonie von Dickschnabellummen in den Klippen von Alkefjellet - Zehntausende Vögel brüten hier im Sommer. Besucher können zwar staunen, sollten dabei aber nicht den Mund offenstehen lassen, wenn sie nach oben blicken.

Bild: Jörg Rüger 9. August 2017, 12:382017-08-09 12:38:14 © SZ.de/edi/dd