Reisefotograf Alexander GonschiorArmenien, ein Land wie eine Zeitmaschine

Als Urlaubsziel bekommt der Kaukasusstaat immer mehr Aufmerksamkeit. In der Serie "Reisefotografen" zeigt Alexander Gonschior ihn voller Kontraste - und noch fast unberührt vom Tourismus.

Von Irene Helmes

Stuck, schöne Teppiche und gar Kronleuchter in den Wohnzimmern - hinter solchen Mauern? Kaum zu glauben, und doch war das einer der frühen Aha-Momente, die Alexander Gonschior in Armenien erlebte. "Man glaubt es nicht, wenn man aus dem Aufzug steigt", erinnert sich der Fotograf. Seine erste Reise im Land begann vor fast 15 Jahren mit einem Übernachtungsbesuch in dieser Plattenbausiedlung am Rande der Hauptstadt Eriwan.

Die Erklärung für die versteckte Wohnlichkeit: Den Bewohnern fehlt meist das Geld für große Renovierungen oder Fassadenpflege, drinnen werden dafür mit umso größerer Sorgfalt die guten Stuben gepflegt. So mag manch vorbeifahrender Tourist beim Anblick fast erschrecken, und doch nur die halbe Wahrheit sehen.

Bild: Alexander Gonschior 8. Dezember 2016, 10:102016-12-08 10:10:21 © SZ.de/kaeb/mane