Reise-Fotograf Thomas HeinzeSehnsucht nach Südamerika

Der deutsche Reisejournalist Thomas Heinze entdeckt sein Traumziel Südamerika immer wieder neu. Und weiß inzwischen, warum er sich vor Fünf-Stunden-Ameisen hüten muss.

Von Katja Schnitzler

In einer Serie stellen wir reisende Fotografen vor, die uns auffallen. Sie zeigen uns ihre liebsten Ziele und erzählen, wie sie die Stimmung dort einfangen.

Thomas Heinze hatte als Kind nicht Heimweh, es zog ihn in die Ferne: Amazonien, Feuerland, Galapagos, Atacama und die hohen Anden - all diese Orte klangen viel zu verheißungsvoll, um sie niemals mit eigenen Augen zu sehen. Als Heinze 2004 gerade beruflich und familiär ungebunden war, hob er seine 3000 Euro Erspartes ab und flog nach Chile. Ein Abenteuer allein deshalb, weil er ohne Kontakte, Route oder Spanischkenntnisse unterwegs war. Doch Heinze verliebte sich, nicht in eine Frau - in den Kontinent. Seitdem war der Reisejournalist aus Thüringen fast ein Dutzend Mal in Südamerika, in Dschungeln, auf Bergen, an Stränden und in einer "verlorenen Welt". Diese Reisen verbindet Heinze mit einer weiteren Leidenschaft, die ihn ebenfalls seit der Kindheit nicht loslässt: die Fotografie. Aus seiner Sammlung ist nun ein persönlicher Bildband entstanden, in dem Heinz auch andere mitnimmt auf die Reise durch "Südamerika". Tatsächlich ist der Deutsche zwar noch immer mit kleinem Budget und Rucksack unterwegs, aber nicht mehr allein: Seine Frau Stefanie begleitet ihn zu den schönsten, aber auch anstrengendsten Zielen in Südamerika.

Im Bild: Die Brandung donnert gegen die Felsen der Ilha Grande in Brasilien.

Bild: Thomas Heinze 16. Juli 2015, 11:072015-07-16 11:07:02 © SZ.de/ihe/dd