Reisefotografin Tabea BorchardtMehr als nur Frauen in bunten Gewändern

Senegal und Gambia? Wenige Europäer haben eine Vorstellung davon, wie es dort aussieht. Tabea Borchardt zeigt Reiseszenen abseits gängiger Afrika-Klischees. Eine Folge unserer Serie "Reisefotografen".

Von Irene Helmes

Erwartungen sind das eine, eigene Eindrücke das andere. Und: Auch vor Ort betrachtet ist nicht alles so, wie es zunächst scheint. So könnte man eine Erkenntnis von Tabea Borchardts Reise durch Gambia und Senegal zusammenfassen. Zum Beispiel: Sie hatte Trockenheit erwartet und kaum Vegetation, nicht leuchtend blühende Sträucher, erzählt sie. Dann sah sie diesen Vorgarten in Georgetown, Gambia. Erst später habe man ihr erklärt, dass es sich tatsächlich nicht um Blüten handelte, sondern dass eine perfekt angepasste Pflanze einfach die Blätter an ihren Astspitzen einfärbt.

Zwei Monate reiste die 25-Jährige mit ihrer Kamera durch einen kleinen Teil Westafrikas, der manchmal auch "Senegambia" abgekürzt wird. Sie brachte Bilder zurück aus einer Region, von der die wenigsten Europäer ein konkretes Bild im Kopf haben.

Bild: Tabea Borchardt 28. Juli 2016, 12:342016-07-28 12:34:26 © SZ.de/kaeb/feko