Reisefotograf Michael WagenerBlick in die Wundertüte Georgien

Der Fotograf Michael Wagener hat die Kontraste zwischen grandioser Bergwelt und der Metropole Tiflis, zwischen Kulturschätzen und besonderem Humor eingefangen. Dieser macht selbst Grabsteine zu Hinguckern.

Von Irene Helmes

Prächtige Kirchen mit goldenen Kuppeln, verschachtelte Altstadtviertel, dazwischen eine futuristische Brücke mit geschwungenem Glasdach: Georgiens Kontraste zeigen sich schon an der Silhouette seiner Hauptstadt.

Als Michael Wagener im Spätherbst 2017 aus dem muslimischen Nachbarland Aserbaidschan nach Tiflis weiterreiste, bestätigte sich direkt im ersten Taxi, dass hier vieles anders ist - als sich der Fahrer permanent bekreuzigte. "Wenn man sieht, wie sie fahren, ist das wohl auch doppelt notwendig", so der Fotograf lachend. Fest steht: An der Schwelle zwischen Europa und Asien, zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, ist es "vertraut und exotisch zugleich". Und längst nicht alles ist, wie es scheint: Die beeindruckende, metallisch glänzende Konzerthalle und Ausstellungsfläche in Röhrenform etwa (in der Bildmitte zu sehen) ist zwar ein Prestigeprojekt - aber eines, dessen Eröffnung bis heute auf sich warten lässt.

Bild: Michael Wagener 15. März 2018, 11:402018-03-15 11:40:53 © SZ.de/edi/