Die türkische Regierung nutzt schon lange die Justiz, um die Medien zu gängeln. Nach seinem Wahlsieg schaltet Erdoğan nun einen Gang hoch - Reporter werden für Retweets verhaftet.
Iran
:Journalistinnen verurteilt
Ein Revolutionsgericht in Teheran hat zwei Journalistinnen wegen ihrer Berichterstattung im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten schuldig gesprochen.
Pressefreiheit in Frankreich
:Das eine Foto zu viel
"Reporter ohne Grenzen" prognostiziert nach den jüngsten Zusammenstößen mit Randalierern und der Polizei ein gewaltvolles Jahr für Journalisten in Frankreich.
Angriff auf Journalistin in Tschetschenien
:"Es war klassisches Kidnapping"
Schläge, Tritte, gebrochene Finger, grüne Farbe: Der Überfall auf die Journalistin Jelena Milaschina und den Anwalt Alexander Nemow erschüttert das sonst gewaltgewohnte Russland.
Finnland
:Das Gruselkabinett
Verbindungen in die Neonazi-Szene, Hitlerwitze, rassistische Anspielungen und Verschwörungsgelaber. Gerade mal zwei Wochen ist die finnische Regierung im Amt, aber schon jetzt ist klar: Es ist ein Abgrund.
Pressefreiheit
:Nicht nur in Sonneberg
Was mit der Pressefreiheit passiert, wenn die AfD das Sagen hat? Ein Überblick in düsteren Szenen.
Regierung gegen Auslandspresse
:"Kampf den Fake News"
Eine israelische Ministerin sorgt mit einem Video für Aufsehen, in dem sie vor dem Konsum internationaler Medien warnt.
Urteil
:"Apotheken Umschau" gewinnt gegen die Bundesrepublik
Der Verlag hat gegen das Gesundheitsportal des Bundes geklagt. Nun steht das Urteil fest. Es ist die zweite und größte Niederlage für das Portal von Ex-Minister Jens Spahn.
ExklusivKlimaprotest
:Polizei hörte Gespräche der "Letzten Generation" mit Journalisten ab
Pressetelefon, Privathandys, auch E-Mails und Standortdaten: Im Oktober 2022 begann das Bayerische Landeskriminalamt damit, die Klimaprotestgruppe zu überwachen. Ob das die Pressefreiheit berührt, interessierte offenbar wenig.
MeinungPressefreiheit
:Eine Eskalation
Warum Bayerns Strafverfolger im Umgang mit der "Letzten Generation" das Maß vermissen lassen.
Theodor-Wolff-Preis
:"Halten Sie Ihre Pressefreiheit nicht für selbstverständlich"
Bei der Vergabe des Theodor-Wolff-Preises hält Exil-Journalist Can Dündar eine bewegende Rede. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern sind auch zwei SZ-Redakteure.
Pressefreiheit in China
:Reporter mit Grenzen
Der letzte indische Korrespondent soll China verlassen - weil Peking im Konflikt mit dessen Heimatland steht. Journalisten aus anderen Staaten kennen dieses Spiel gut. Auch deutsche.
Belarussin Sabalenka bei den French Open
:Eine Farce von einem Interview
Die Belarussin Aryna Sabalenka will sich in Paris nicht mehr zum Krieg und ihrem Heimatland äußern. Sie bleibt Pressekonferenzen fern, der Veranstalter veröffentlicht glattgebügelte Zitate. Nun trifft sie auf die Ukrainerin Elena Switolina.
Pressefreiheit in Zentralamerika
:"Wir haben Nein gesagt zu den Mächtigen"
Fast drei Jahrzehnte lang hat "El Periódico" in Guatemala der korrupten Elite die Stirn geboten. Nun musste die Zeitung ihre Arbeit einstellen. Für die Region ist das ein schlechtes Zeichen.
Mordfall Ján Kuciak
:Und noch ein Freispruch
Im Fall des Mordes an dem Journalisten Ján Kuciak und dessen Verlobter wird in der Slowakei der Hauptverdächtige erneut freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich gefordert.
MeinungSlowakei
:Enttäuscht
Fünf Jahre nach dem Mord an einem Journalisten wird der Hauptverdächtige erneut freigesprochen. Das politische Umfeld, aus dem heraus die Täter handelten, bleibt brandgefährlich.
MeinungPressefreiheit
:Privat heißt nicht geheim
Wie gut, dass Richter manchmal anderen Richtern deutlich widersprechen. Der Bundesgerichtshof hat das in einem für die Öffentlichkeit und den Journalismus bedeutsamen Verfahren getan.
Augsburg
:"Ein Versagen staatlicher Kulturpolitik"
Der Historiker Martin Welke hat eine pressehistorische Sammlung aufgebaut, die europaweit ihresgleichen sucht. In Augsburg wollte er damit ein Deutsches Zeitungsmuseum einrichten - das scheiterte nicht zuletzt an der Politik.
Schutz von Journalisten
:Keine Konsequenzen
Vor einem Jahr wurde die Al-Jazeera-Reporterin Shirin Abu Akleh von einer Kugel getroffen. Ein Bericht sieht mangelnde Aufklärung der israelischen Armee in Fällen getöteter Journalisten.
Journalismus
:Pulitzer-Preis für Berichterstattung aus Mariupol
Die Jury des bekannten Medienpreises zeichnet ein Team der Nachrichtenagentur AP aus, das lange aus der schwer umkämpften ukrainischen Stadt berichtete. Auch Artikel über das eingeschränkte Recht auf Abtreibung in den USA werden gewürdigt.
Deutsche Welle
:DW-Mitarbeiter in der Türkei verurteilt
Bülent Mumay hat unliebsame Nachrichten über ein regierungsnahes Bauunternehmen getwittert - ein türkisches Gericht verhängt nun eine Bewährungsstrafe.
ExklusivPressefreiheit
:Bedrohung von innen
Die Debatte um den Springer-Informanten Holger Friedrich ist bisher irritierend klein. Jetzt hat der Presserat ein Verfahren wegen Bruchs des Berufsgeheimnisses eingeleitet. Gut so.
Medien in Afghanistan
:"Die Taliban haben die Macht der Medien erkannt"
Der Regisseur Abbas Rezaie zeigt in seiner Doku den Fall von Kabul aus der Sicht einer jungen Redaktion. Ein Interview über das Exil, neue Strategien der Islamisten und Journalismus im Verborgenen.
Ranking der Pressefreiheit
:Als gäbe es kein Kriegsrecht
Deutschland stürzt ab. Russland ist da, wo es immer ist: sehr weit hinten. Und die Ukraine erlebt einen erstaunlichen Aufstieg. Wie kommt das Ranking der Pressefreiheit zustande?
Reporter ohne Grenzen
:Deutschland fällt auf Rangliste der Pressefreiheit zurück
Laut "Reporter ohne Grenzen" nimmt die Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten zu. Justizminister Marco Buschmann äußert sich besorgt.
Welttag der Pressefreiheit
:Voll auf die Presse
Wegen eines Posts muss eine russische Reporterin sechs Jahre ins Gefängnis. Warum fürchtet sich Wladimir Putin eigentlich vor ein paar kritischen Zeilen?
Verleger Holger Friedrich
:Herr Döpfner, ich hab was für Sie
Der Verleger der "Berliner Zeitung" verpfeift Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt an den Konkurrenten Mathias Döpfner. Zu einem Tabubruch.
Appell an den russischen Außenminister
:301 Stimmen für Evan Gershkovich
Ende März verhafteten russischen Behörden den US-Journalisten wegen angeblicher Spionage. Nun fordern Korrespondenten aus 22 Ländern in einer Protestnote an Sergej Lawrow dessen Freilassung.
Journalismus in der Ukraine
:Die Front ist unerreichbar
Neue Regeln für Journalisten in der Ukraine haben Empörung ausgelöst: Warum die Berichterstattung aus dem Kriegsgebiet jetzt noch schwerer wird.
Journalismus in der Ukraine
:Die Front ist unerreichbar
Neue Regeln für Journalisten in der Ukraine haben Empörung ausgelöst: Warum die Berichterstattung aus dem Kriegsgebiet jetzt noch schwieriger wird.
Eklat bei Springer
:"Guten Morgen, Robert ist da"
Drama um Döpfner: "Bild"-Chefin Marion Horn macht "die Schotten dicht" und begrüßt einen neuen Kollegen. Und Julian Reichelts Kanzlei spielt eine Doppelrolle.
Pressefreiheit
:"Hier läuft bestimmt kein Putin-Anhänger über die Flure"
Seit Jahrzehnten bringt Radio Free Europe Nachrichten in Länder, in denen es keine Pressefreiheit gibt. Lang galt der Sender als eine Art Endmoräne des Kalten Krieges. Jetzt kämpft er wieder an vorderster Front im Informationskrieg.
Medienaufsicht
:Die Querschreiber
Seit drei Jahren druckt die Zeitung "Demokratischer Widerstand" Corona-Verschwörungsmythen. Kann man dagegen denn gar nichts machen? Oder: Sollte man überhaupt?
Russland
:Als hätte Putins Staat einen Amerikaner verschluckt
Evan Gershkovich ist der erste westliche Journalist, der im modernen Russland wegen angeblicher Spionage verhaftet wurde. Der Fall macht auch deutlich, wie rasend schnell sich eine Militärzensur entwickeln kann.
Pressefreiheit
:In Freiheit
Nach 711 Tagen in der Gewalt von Dschihadisten ist der Reporter Olivier Dubois heimgekehrt.
Presse und Wettbewerb
:Verbote im Namen der Pressefreiheit
Das Internetmagazin "Libra" wird zurückgezogen, die Literaturzeitschrift "Sinn und Form" von einem Berliner Gericht verboten. Was ist da los?
"Libra Rechtsbriefing"
:Zu nah dran
Die juristische Fachzeitschrift "Libra" wird eingestellt, weil der Bund die Mehrheit am Verlag hält. Ein Presseorgan in Staatshand ist aber verboten.
Pressefreiheit in Ägypten
:Recherchen unerwünscht
Das Magazin "Mada Masr" gilt als Ägyptens letztes unabhängiges Medium - nun gerät die Redaktion von zwei Seiten unter Druck.
quoted. der medienpodcast
:Wie steht es um die Pressefreiheit in der Türkei?
Nach dem Beben, vor den Wahlen: In einer neuen Folge "quoted. der medienpodcast" geht es darum, wie frei Medien in der Türkei berichten können. Zu Gast: Spiegel-Journalistin Özlem Topçu.
Pressefreiheit in China
:Null Covid, viel Repression
Schleppende Visa-Vergabe, Einschüchterungen, strenge Covid-Regeln: Die Vereinigung der Auslandskorrespondenten in Peking berichtet von erschwerten Arbeitsbedingungen.
Iran
:Wie Iran Journalisten im Ausland bedroht
Teheran will Berichterstattung zu den jüngsten Protesten unbedingt unterbinden und schreckt dafür vor Einschüchterungen nicht zurück.
Streit um "Sinn und Form"
:Mit freundlicher Förderung
Die Kulturzeitschrift "Lettre International" wehrt sich gegen die aus Staatsgeldern finanzierte Konkurrenz.
MeinungÖffentlichkeit
:Wenn man den Dackel als Lehrer braucht
Eine Frage an den Ballettchef aus Hannover und andere: Wärt ihr nicht besser Gärtner geworden?
Kambodscha
:Nicht ohne meinen Sohn
Kambodschas Premierminister Hun Sen lässt eins der letzten unabhängigen Medienportale schließen - aus Sorge um die geschmeidige Machtübergabe an seinen Sohn.
Angriffe auf Pressevertreter
:Hass am Gartenzaun
Während der Corona-Proteste wurden in Deutschland fast wöchentlich Reporter angegriffen. Und nun? Berichte aus einem Land, in dem die Presse zum Feindbild wurde.
Bundesnachrichtendienst
:Journalisten als Spione
Trotz vergangener Skandale will der BND weiterhin Spitzel aus den Medien rekrutieren. Das hat wohl auch mit Russlands Propaganda zu tun
Pressearbeit von Sicherheitsbehörden
:Punktgewinne gegen die Wahrheit
Erst war in Berlin von 145 überwiegend ausländischen Böller-Tätern die Rede, doch es sind wohl 38 überwiegend deutsche. Die Medienarbeit der Polizei hat einiges damit zu tun.
Anzeige gegen Portal "queer.de"
:Kreuz und queer: Polizei ermittelt wegen Nachrufs auf Benedikt XVI.
Die Redaktion des Portals queer.de setzte sich schon kritisch mit der katholischen Kirche auseinander, als der Papst noch Johannes Paul II. hieß. Nun bekommt sie erstmals Post von der Polizei.
Schweiz
:Großbank gegen Ein-Mann-Betrieb
Die Credit Suisse verklagt den Gründer des Schweizer Finanzblogs "Inside Paradeplatz" - er soll Manager der Bank "bloßgestellt" und "mit Beleidigungen überzogen" haben.
Medium oder digitale Infrastruktur?
:Der Türsteher der Meinungsfreiheit
Elon Musk hat Journalistinnen und Journalisten von Twitter verbannt und wieder zurückgeholt. Und so die schöne Utopie beerdigt, dass soziale Netzwerke für freie Meinungsäußerung stehen.