Boulevard und Bewegtbild gehen eigentlich Hand in Hand. Doch als der damalige Chefredakteur Julian Reichelt „Bild Live“ startete, endete das im Chaos. Eine Studie erklärt nun aus nächster Nähe, was in der Redaktion geschah.
Trump-Interview
:Vier Reporter und ein Präsident
Die „New York Times“ will Donald Trump nach allen Regeln ihrer Kunst auf den Zahn fühlen. Und apportiert doch nur seinen Mythos. Kann man Populisten wirklich nicht interviewen, ohne ihnen zu helfen?
Journalismus
:Der Feind der Mächtigen
Henry Kissingers Berater hätten ihn am liebsten eingesperrt: Der Netflix-Doku „Cover-Up“ gelingt das Kunststück, den legendären US-Reporter Seymour Hersh zu feiern – ohne ihm zu huldigen.
Polarisierung in den USA
:Die Daueraufgeregten können sich beruhigen
War das alte Jahr schrecklich, wird das neue noch schrecklicher? Nein, die Demokratie ist in den USA noch längst nicht abgeschafft. Dafür steht nicht nur der neue New Yorker Bürgermeister, sondern auch ein sehr guter Journalismus, etwa wenn CNN über Venezuela berichtet.
SZ-Serie: Die machen Mut
:„Es waren immer Träume, die die Welt verändert haben“
Der Filmemacher Max Kronawitter ist an einem tödlichen Hirntumor erkrankt. Sein Freund Willi Weitzel startet mit einer Mutmach-Show für Kinder ins neue Jahr. Ein Gespräch über das, was wichtig ist im Leben, die Bedeutung von Zeit und die Frage, wo man einen Traum finden kann, wenn man keinen hat.
Orale Kultur
:Wir hören Stimmen. Sollten wir uns Sorgen machen?
Nicht mehr soziale Medien sind die digitalen Leitmedien, sondern Podcasts. Wie beeinflusst das Dauergeplapper aus dem Weltgehirn die Menschen, das Denken, die Demokratie?
„Titanic“-Anwältin im Interview
:„Wenn du den Witz erklären musst, hast du schon verloren“
„Titanic“-Anwältin Gabriele Rittig über irre Schriftsätze im Dienst der Satire, den berühmten Fleck auf der Papst-Soutane und ihre Theorie darüber, welche Politiker am schnellsten klagen.
Interview
:„Es geht mir nicht darum, jemanden zu knacken“
Wenn alle Menschen miteinander reden würden wie in den Gesprächen von Bettina Rust, wäre das Land gerettet: Ihre Interviews in Radio und Podcasts sind so überraschend, intim und lustig wie lange Abende unter Freunden. Wie geht das?
„20 Minuten“
:Fliegende Katzen und Finanznews
Die Schweizer Gratiszeitung „20 Minuten“ ist sehr erfolgreich. Trotzdem wird zu Weihnachten die gedruckte Ausgabe eingestellt. Verloren geht nicht nur ein legendäres Boulevardblatt.
Medienfreiheit in Litauen
:Wenn Katzen Rundfunkdirektoren wählen
In Litauen laufen seit Wochen Demos gegen das geplante Mediengesetz, Kritiker bangen um die Freiheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Präsident warnt vor Spaltung – und die Opposition stellt Scherz-Anträge.
Aus der Redaktion
:Ehrung für Cathrin Kahlweit
„Medium Magazin“ kürt SZ-Journalistin mit dem Preis fürs Lebenswerk bei den „Journalistinnen und Journalisten des Jahres 2025“.
Medien
:Der Letzte macht das Licht aus
Robin Alexander verlässt überraschend die „Welt“. Es rumort, seit an der Spitze ein Chefredakteur auf Krawallkurs steht – offenbar hat die Redaktion jüngst einen Gauland-Gastbeitrag verhindert. Was ist los bei Springers einstigem Vorzeigeblatt?
BBC
:Trump, die BBC und der falsche Schnitt
Beim District Court in Miami liegt jetzt eine Klage von Donald Trump gegen die britische BBC. Er will sagenhafte zehn Milliarden US-Dollar – wegen eines Schnittfehlers in einer Dokumentation. Es geht um Macht, um Pressefreiheit, und um so viel mehr.
USA
:Er musste ganz vorn dabei sein
Als US-Reporter hat Peter Arnett siebzehn Kriege begleitet, er blieb aber immer Journalist. Nun ist der Pulitzer-Preisträger mit 91 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
USA
:Sie sprachen über fast alles
Trumps Stabschefin Susie Wiles hat in „Vanity Fair“ ausgepackt: Elon Musk sei ein „komischer Vogel“, ihr Chef habe eine „Alkoholiker-Persönlichkeit“. Wie kann so ein Interview zustande kommen?
USA
:Trump reicht Milliardenklage gegen BBC ein
Donald Trump fordert bis zu zehn Milliarden US-Dollar von der britischen BBC wegen eines Zusammenschnitts einer Rede zum Sturm auf das Capitol. Die BBC will sich dagegen wehren.
Medien
:„Burda ohne Philipp Welte ist nicht Burda“
Es ist ein Schock für manche im Haus: Nach mehr als 30 Jahren verlässt Verlagschef Philipp Welte überraschend das Medienunternehmen. Und jetzt?
Nachruf
:Den Menschen zugewandt
Mit seinem genauen Blick prägte Heiko Flottau als Auslandskorrespondent über Jahrzehnte die Berichterstattung der „Süddeutschen Zeitung“ mit. Der Nahe Osten lag ihm besonders am Herz.
Süddeutsche Zeitung
:In eigener Sache
Der Preis für das SZ-Plus-Komplett-Abo wird zum 1. Januar 2026 erhöht.
Ulrich Wickert im Interview
:„Ich kann das ja alles meiner Frau sagen“
Ulrich Wickert über das reuefreie Zurückstellen des Privatlebens, die Probleme der ARD – und seinen neuen Krimi, in dem ein Pariser Untersuchungsrichter und eine Journalistin eine sehr spezielle Vereinbarung haben.
Urteil gegen Verleger Jimmy Lai
:Hongkongs Freiheit gibt es nicht mehr
Der Hongkonger Verleger Jimmy Lai ist wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit schuldig gesprochen worden. Der Fall ist ein weiterer Beleg für das Ende politischer Freiheit in Hongkong.
ARD-Doku
:Im Dauerzoff
Eine Journalistin will herausfinden, ob Deutschland vom Kulturkampf „zerrissen“ ist. Schon wieder? „Tagesthemen“-Moderatorin Jessy Wellmer macht es besser und hört tatsächlich zu.
Aus der Redaktion
:Wissenschaftspreis
DGPPN zeichnet Barbara Vorsamers Reportage über die Grenzen der Selbstbestimmung in der Psychiatrie aus.
Journalismus
:Eingeschränkter Zugang zur Wahrheit
Mehrere deutsche Ex-Botschafter fordern in einem offenen Brief, dass Journalisten zur Berichterstattung nach Gaza gelassen werden. Was das mit dem Fall Sophie von der Tann zu tun hat.
In eigener Sache
:Wolfgang Krach scheidet aus der SZ-Chefredaktion aus
Judith Wittwer wird die Redaktion als Chefredakteurin weiterführen. Ulrich Schäfer bleibt stellvertretender Chefredakteur.
Doku
:Weltbürger und Jutebeutelträger werden das lieben
So romantisch kann Journalismus sein: Das Magazin „The New Yorker“ schenkt sich zum hundertsten Geburtstag eine Netflix-Dokumentation.
Reporterpreis 2025
:Das sind die Gewinner
Geschlossene Wohngruppen, ein Interview mit dem serbischen Präsidenten und eine Schalte nach Gaza: In Berlin wurden die Reporterpreise verliehen.
Netflix-Dokumentation
:Ein Bild und seine Geschichten
Die Dokumentation „The Stringer“ zweifelt die Urheberschaft des berühmten „Napalm Girl“-Fotos an. Dabei werden viele Menschen beschädigt, die damals beteiligt waren – das beste in der Geschichte steckende Thema verpasst der Film jedoch.
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis
:„Ich bin kein Einzelfall“
Die ARD-Journalistin Sophie von der Tann erhält trotz massiver Anfeindungen den größten öffentlich-rechtlichen Fernsehpreis. Nur will die Jury diese Entscheidung nicht so recht begründen.
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis
:Der Kulturkampf um den Journalismus
Populisten, Autokraten und Tech-Milliardäre bedrohen die freie und kritische Berichterstattung wie nie zuvor. Es liegt an uns, ob wir eine unsere Gesellschaft tragende Kultur verlieren oder nicht. Die Rede zur Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises in Köln.
MeinungARD
:Hier wird Journalismus delegitimiert
Die Angriffe auf die Nahost-Korrespondentin Sophie von der Tann sind nur die jüngsten Ausbrüche eines verbittert geführten Meinungskampfes – in dem jede Differenzierung verloren geht.
Pressefreiheit
:Eine Prangerliste für Journalisten
Trumps Presseabteilung stellt neuerdings die „Mediensünder der Woche“ zur Schau – und greift in einem weiteren, erschreckenden Schritt die unabhängige Berichterstattung in den USA an.
Journalismus
:Geschichte eines Eklats
Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann geriet nach einem Artikel der „Welt“ unter scharfe Kritik der israelischen Botschaft. Wie es dazu kam – und warum der Fall für eine beunruhigende Entwicklung im Nahost-Journalismus steht.
ARD
:„Das hat mich schon sehr verwundert“
Die Kritik an der ARD-Dokumentation über Jérôme Boateng reißt nicht ab. Warum sich drei Beteiligte nun von dem Film distanzieren und innerhalb des BR das „Frauennetzwerk“ aktiv wird.
Pressefreiheit in Deutschland
:„Eine Gefahr für die Gesellschaft insgesamt“
Wirtschaftlicher Druck und veränderte Lesegewohnheiten: Der Verleger Martin Balle und SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach diskutieren im Salon Luitpold in München die Frage, ob die Pressefreiheit in Deutschland unter Druck gerät.
„Bild“
:Aus „Post von Wagner“ wird „Mail von Martenstein“
Im neuen Jahr übernimmt Harald Martenstein die Kolumne des verstorbenen Franz Josef Wagner bei der „Bild“.
Nachruf
:Der Mann mit den besseren Argumenten
Der Ästhetikprofessor Bernward Wember galt mal als der kritischste Beobachter der Medien und des Fernsehens. Er entdeckte die „Text-Bild-Schere“ und den „Augenkitzel“.
Popjournalismus
:Sprengfahrten ins Bergwerk unserer Zeit
Die Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla hat die überfällige Oral History des gegenwartsverliebten deutschen Popjournalismus zusammengetragen. Das ist der Verrat des Jahres. Und natürlich sehr herrlich.
Kulturpolitik
:Die potemkinsche Mediengruppe
16 Magazine, Agenturen und Verlage gehören nach eigenen Angaben zur Weimer Media Group. Ein Blick hinter die Fassade lässt dieses Gebilde schnell in sich zusammenfallen.
Hollywood
:Das wäre nicht nötig gewesen
Vom US-Magazin „The Hollywood Reporter“ gibt es nun auch eine deutsche Ausgabe. Ein Blick hinein wirft die Frage auf: Warum nur?
Journalismus
:In Hamburg sagt man Ciao
Beim „Spiegel“ räumt Geschäftsführer Stefan Ottlitz seinen Posten – und hinterlässt eine Redaktion, in der sich viele eine klare neue Strategie wünschen.
Journalismus
:Umbauten beim „Spiegel“
Einer geht, einer bleibt: Stefan Ottlitz verlässt den „Spiegel“-Verlag, Thomas Hass leitet das Unternehmen nun als alleiniger Geschäftsführer.
Radio Dreyeckland
:Der linke Link
Ein Journalist setzt eine Verknüpfung zum Archiv einer verbotenen Vereinigung – prompt durchsucht die Polizei seine Wohnung. Das Bundesverfassungsgericht findet: ein Verstoß gegen die Rundfunkfreiheit.
Wolfram Weimer
:80 000 Euro für das „Montblanc“-Paket
Die Weimer Media Group des Kulturministers bewirbt ihren jährlichen Gipfel mit möglichem „Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger“. Über eine heikle Angelegenheit.
Schülertag bei der SZ
:Für Medienkompetenz, gegen Desinformation
Die SZ will jungen Menschen ein Bewusstsein für den kritischen Umgang mit Medien vermitteln. Bei einem Aktionstag für Schüler erzählen Redakteure von ihrem Beruf als Journalist – und geben Tipps, wie man auch als Leser Falschinformationen erkennt.
KI-generierte Lügengeschichte
:„Hör mal, stimmt das mit Kontra K?“
Eine Schweizer Journalistin entdeckt online immer mehr Artikel über ihre angebliche Beziehung zu einem Rapper – inklusive erfundener Kinder und geklauter Bilder. Sie fühlt sich machtlos.
True Crime
:Und wer schützt die Toten?
True Crime ist ein Genre mit ganz eigenem Thrill. Podcasts, Streams und Shows sind rasend erfolgreich. Dabei gibt es für verstorbene Opfer im Gesetz kaum einen Schutz vor medialer Ausbeutung. Wie kann das sein?
Doku
:Mama fotografiert den Krieg
Lynsey Addario war als Kriegsfotografin in Afghanistan, in Libyen, in der Ukraine. Die Doku „Love + War – zwischen Krieg und Familie“ zeigt sie auch privat – ein berührendes Porträt.
Aus der Redaktion
:Hugo-Junkers-Preis
Lina Verschwele und Jens Flottau für Text über kriegsbedingt verfälschte Satellitensignale und Gefahren für zivile Luftfahrt ausgezeichnet.
Journalismus
:Yascha Mounk kehrt in den „Zeit“-Herausgeberrat zurück
Der deutsch-amerikanische Publizist und Politikwissenschaftler ließ das Amt ruhen, nachdem eine US-Autorin ihm Vergewaltigung vorgeworfen hatte. Eine Untersuchung entlaste ihn, erklärt die Wochenzeitung.