Die neue „Vogue“-Chefin Chloe Malle trägt Jeans, verzichtet auf Highheels - und hält generell Mode nicht für das Zentrum des Universums. Wie passt das mit ihrem Job zusammen?
SZ Mindpop
:Journalismus trifft Festival
Zwei Tage, 33 Programmpunkte, zig kluge Gedanken. So lief Mindpop, das neue Festival der SZ.
SZ-Festival Mindpop
:Wo Journalismus zur Live-Erfahrung wird
Zwei Tage lang verwandeln sich die Bavaria Studios in ein Festival, das die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten erlebbar macht – mit Gesprächen über Rassismus-Awareness, der Arbeit einer Außenpolitik-Redakteurin sowie Gästen wie Podcast-Host Linn Schütze und Content Creator Carlo Sommer.
Aus der Redaktion
:BJV ehrt Silke Bigalke
Der Bayerische Journalisten-Verband zeichnet die Moskau-Korrespondentin der SZ als „Bayerische Journalistin des Jahres 2026“ aus.
Jüdische Allgemeine
:Wer den deutschen Schlaf stört
Die „Jüdische Allgemeine“ ist kein Gemeindeblatt. Sie will die Stimme der deutschen Juden sein. Und sie ruft hinein in die deutschen Diskussionen. In diesen Tagen wird sie achtzig Jahre alt.
Journalismus
:Nazis gehen immer
Eine gute Idee, in Hamburg gleich zweimal gedacht: Die Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlicht eine Suchfunktion für die Mitgliederkartei der NSDAP – einen Monat später tut der „Spiegel“ das ebenfalls.
Medienbranche
:CNN-Gründer Ted Turner ist tot
Turner galt als Pionier des 24-Stunden-Fernsehens und engagierter Unternehmer. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.
Journalismus
:Glanzlose Zeiten bei Burda
Der Medienkonzern hat das Ende seiner Fernsehsparte mit 30 Mitarbeitern bekannt gegeben. Doch nun heißt es, dass bald 300 Stellen gestrichen werden müssten in den Magazinen des Verlags – der will das nicht bestätigen.
Journalismus
:Für die Pressefreiheit, gegen Trump
Eine Journalistin der „Washington Post“ erhielt im Januar Besuch vom FBI. Nun wird die Zeitung für eine Recherche, an der sie beteiligt war, mit einem Pulitzer-Preis geehrt.
Medien
:Außenseiter, Mann des Volkes, Verschwörungserzähler
Tucker Carlson erklärt in einem erstaunlichen Interview mit der „New York Times“, wie es zu seinem Bruch mit Donald Trump kam. Die Welt, der er lange angehörte, will er dabei als korrupt entlarven.
Magazin
:Für euch Feierbiester
Lust auf Leben, nicht auf Anti-Aging: Das neue Magazin „Sara“ will Frauen ab 50 mehr liefern als Wohlfühltipps und Promigeschichten. Gar nicht schlecht.
Eva Maria Michelmann
:Syrien bestätigt Festnahme einer deutschen Journalistin
Seit Monaten wird eine Journalistin aus Köln in Syrien vermisst. Nun wird aus einer Vermutung Gewissheit.
Aus der Redaktion
:Preise fürs digitale Erzählen
Für die Visualisierung und den Umgang mit Daten wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Süddeutschen Zeitung“ mit den Digital Publishing Awards ausgezeichnet.
Medien
:Die Attrappe einer Diskussion
Der Ärger über einen Podcast-Ausschnitt, in dem der Sportler Benjamin Karl über seine Ehe spricht, zeigt vor allem eines: Wie vorhersehbar die Reflexe der Medienöffentlichkeit sind.
Debatte
:Was soll das eigentlich sein, ein Influencer?
Warum viele Medien nicht auf Augenhöhe über die digitale Welt berichten – und nicht jede kleine Online-Aufregung ein „Shitstorm“ genannt werden sollte. Ein Plädoyer für mehr Genauigkeit in der Sprache für „das Internet“.
Argentinien
:Mileis Motorsäge steckt fest
Fast zweieinhalb Jahre nach Amtsantritt kämpft der argentinische Präsident Javier Milei um seine Reputation. Sein Kabinettschef muss sich gegen Korruptionsvorwürfe wehren, zugleich bricht die wirtschaftliche Basis des Landes weg.
Rangliste von Reporter ohne Grenzen
:Lage der Pressefreiheit verschlechtert sich
Laut Reporter ohne Grenzen werde auch in demokratischen Ländern das Recht der Bürger auf Information zunehmend beschnitten. Deutschland stieg im Ranking der Organisation um drei Plätze ab.
Kino
:So viel Body Negativity heute
Anne Hathaway und Meryl Streep müssen ein Modemagazin retten. Aber warum tun sie das eigentlich? Der Fortsetzung von „Der Teufel trägt Prada“ fehlt die dramatische Wucht.
Fernsehen
:Beunruhigendes aus der Halbdistanz
Die neue Folge des ARD-Magazins „Klar“ zum Thema Islamismus dürfte Enttäuschung produzieren – sowohl bei den Fans von Julia Ruhs als auch bei denen, die sie als Feindbild nutzen.
Eva Maria Michelmann
:Familie der vermissten Journalistin fordert Unterstützung von Merz
Seit hundert Tagen wird eine deutsche Journalistin in Syrien vermisst. Ihre Angehörigen verlangen nun vom Kanzler, den Fall zur Chefsache zu machen.
Eva Maria Michelmann
:Seit hundert Tagen sitzt die deutsche Journalistin in Syrien in Haft
Aber warum eigentlich? Ihre Familie macht der Regierung in Damaskus schwere Vorwürfe – und hadert mehr und mehr mit der Bundesregierung.
Bericht zu Potsdamer Treffen
:„Correctiv“-Enthüllungen: Was ist wahr und was übertrieben?
Das Medienunternehmen „Correctiv“ löste 2024 mit einer Reportage über das Potsdamer „Remigration“-Treffen bundesweite Proteste aus. Zwei Landgerichte monieren nun Schludrigkeiten in der Darstellung. Doch das heißt nicht, dass sie falsch ist.
ORF
:Intime Chats, Macht und Millionen
Seit dem Rücktritt des ORF-Generaldirektors Roland Weißmann kommt der Sender nicht zur Ruhe. Viele sehen ein „toxisches Arbeitsklima“ und „interne Machtkämpfe“. Interimschefin Ingrid Thurnher soll es nun richten.
Aus der Redaktion
:Preise für SZ-Sport und Wissen
Verband Deutscher Sportjournalisten zeichnet drei SZ-Publikationen aus, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin würdigt ein Storytelling im Ressort Wissen.
Hollywood
:Warner-Aktionäre billigen Kauf durch Paramount
Einer der größten Deals der US-Filmbranche nimmt eine wichtige Hürde. Doch Wettbewerbshüter haben den Kauf des Filmstudios durch seinen Kontrahenten noch nicht abgesegnet. Der Deal könnte auch für den Trump-kritischen Nachrichtensender CNN Folgen haben.
Fotografie
:Das sind die Pressefotos des Jahres
Zehntausende Fotos wurden in diesem Jahr beim renommierten World Press Photo Award eingereicht. Nun hat die Jury die Siegerbilder gewählt. Eine Auswahl.
Großbritannien
:Oh boy, BBC
Einsparungen, Entlassungen, und bleibt die Rundfunkgebühr überhaupt bestehen? Matt Brittin übernimmt den altehrwürdigen Sender in komplizierten Zeiten.
Debatte
:Wie war das mit den Vorbildern?
Ein FAZ-Redakteur findet, dass Orbáns Gesetz zum Verbot von Darstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften maßlos sei – aber sonst richtig: Kinder müssten vor Homosexualität im öffentlichen Raum geschützt werden. Zum Glück ist der Autor selbst „ganz normal“.
Tschechien
:Ob ihnen klar ist, was sie da dichtmachen?
Radio Prag International ist seit 90 Jahren in fast allen Ländern der Welt zu hören – und funkte schon gegen die Nazis. Nun will die Regierung von Andrej Babiš dem Sender die Mittel streichen.
Magazine
:Schluss mit „Glamour“
Sie gehörte zu den wichtigsten Frauenzeitschriften in Deutschland – nun stellt der Verlag Condé Nast sie hier und in weiteren Ländern offenbar ein.
Journalismus
:Ein Milliardär baut einen Pranger
Das vom Tech-Investor Peter Thiel finanzierte Start-up Objection will die Glaubwürdigkeit von Artikeln durch eine KI und Ex-Agenten bewerten lassen. Auch das „mittelalterliche“ Gerichtssystem soll ersetzt werden.
SZ-Veranstaltung
:Zehn Jahre Panama Papers: „Die Akte ist nur der Anfang der Recherche“
Die Veröffentlichung der SZ-Recherche versetzte einst die Welt in Aufruhr. Zum Jahrestag erklären Journalisten bei einer Veranstaltung, was sie damals erlebten, wie es dem Whistleblower geht – und wie investigative Recherche heute funktioniert.
Theater
:„Wenn die Lüge Konjunktur hat, ist das auch eine Form von Opposition“
Investigativer Journalismus und Theater – geht das zusammen? Ein Gespräch mit Kay Voges vom Schauspiel Köln über das Programm „Truth on Stage“, in dem neun europäische Bühnen versuchen, der politischen Wirklichkeit mit Fakten beizukommen.
Axel Springer
:Constantin Schreiber verlässt Tel Aviv schon wieder
Nicht einmal ein Jahr war der frühere ARD-Mann als Global Reporter in Israel. Sein Nachfolger ist der Ex-Chefredakteur der „Welt“: Jan Philipp Burgard. Eine durchaus erstaunliche Entwicklung.
Wolfgang Kubicki und die Medien
:Warum denn immer Inhalte?
FDP-Spitzenbewerber Wolfgang Kubicki erklärt im „Spiegel“ erfreulich offen, dass die Verweildauer im Fernsehen derzeit das Nonplusultra ist. Man hat sich in der Tat mit Politikern in diesen Tagen schon mal mehr gelangweilt.
Aus der Redaktion
:Rechtsstaatspreis für Ronen Steinke
Die Juristische Gesellschaft Schleswig-Holsteins verleiht dem SZ-Autor Ronen Steinke den Rechtsstaatspreis.
Medien in Ungarn
:Magyar will wieder ansehnliches Fernsehen
Der designierte ungarische Ministerpräsident kündigt an, scharf gegen die staatsnahen Medien der Orbán-Ära vorzugehen. Welche Umwälzungen er noch plant.
Fernsehen
:Pflastertauglich
Das Aufregerformat „Klar“ ist zurück, mit Tanit Koch als neuer Moderatorin und einer Sendung über Gewalt gegen Polizisten. Was bleibt vom Streit um Julia Ruhs? Auf jeden Fall ein super Marketing-Effekt.
Journalismus
:Fördert euch doch selbst
Pro Quote Medien setzt sich seit 2012 für mehr Chefinnen in deutschen Redaktionen ein. Nun hat das Familienministerium dem Verein die Förderung gestrichen. Warum?
Medien
:Springer-Chef Döpfner ist in Großbritannien am Ziel
Das britische Kulturministerium hat das Geschäft genehmigt: Der Berliner Medienkonzern darf die Zeitung „Daily Telegraph“ übernehmen. Damit sind so gut wie alle Hürden genommen.
Journalismus
:Die FAZ bekommt ihre erste Herausgeberin
Die Journalistin Helene Bubrowski kehrt zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zurück und übernimmt im Herausgeber-Gremium als Co-Chefin die Leitung der Politik- und Online-Redaktion.
Zwangspensionierung
:LMU versetzt umstrittenen Professor Meyen vorzeitig in den Ruhestand
Die Münchner Universität hat offenbar auf Michael Meyens langfristige Krankmeldungen reagiert. Ob der Wissenschaftler die Zwangspensionierung akzeptiert, bleibt offen – ebenso wie der Ausgang seiner Klagen gegen zwei Disziplinarverfahren.
Sachbuch
:Der Sprach-Hammer
Der Bestseller „Links-Deutsch/Deutsch-Links“ wurde vom rechten Krawallmedium „Nius“ herausgegeben und kommt als Wörterbuch für die Dekonstruktion des politischen Gegners daher. Was Gloria von Thurn und Taxis, Julian Reichelt oder Wolfgang Kubicki dort schreiben.
Journalismus
:„Ich bin nur Fred Pleitgen, nicht James Bond“
Eben noch war er in Iran: Frederik Pleitgen berichtet seit zwanzig Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten. Wie kann man dort arbeiten – und wie in diesen Zeiten als Journalist für Trumps Erzfeind, den US-Sender CNN? Ein Gespräch über Erlebnisse, die ihn verfolgen.
Ungarn
:„Wir haben einen Überlebensinstinkt“
Wie geht es den letzten unabhängigen Medien in Ungarn? Ein Besuch bei Klubrádió, dem Orbáns Regierung die Frequenz entzogen hat.
US-Rettungseinsatz in Iran
:Wer war das?
Donald Trump fahndet nach dem Whistleblower, der die Information vom vermissten Offizier in Iran an Medien weitergab und droht Journalisten mit Haft.
MeinungPrantls Blick
:Lieber das Smartphone aus dem Fenster werfen
Vor zwanzig Jahren ist der legendäre SZ-Journalist Ernst Müller-Meiningen jr. gestorben. Er hat den bundesdeutschen Nachkriegsjournalismus geprägt. Warum er gerade heute ein Vorbild ist und warum keine KI einen kritischen Journalismus ersetzen kann.
MeinungÖsterreich
:Es braucht noch weitere Rücktritte, bis sich wirklich etwas ändert
Der ORF-Chef ist zurücktreten, der Intendant der Salzburger Festspiele ist seinen Job ebenfalls los. Beiden wird vorgeworfen, Grenzen im Umgang mit Mitarbeiterinnen überschritten zu haben. Was begünstigt solches Fehlverhalten bis heute?
Aus der Redaktion
:Pressefreiheitspreis für Cathrin Kahlweit
Zeitungsverleger ehren langjährige SZ-Österreich- und Osteuropa-Korrespondentin als unabhängige und glaubwürdige Berichterstatterin auch unter schwierigen Bedingungen.
Zehn Jahre Panama Papers
:Der dritte Mann, oder: Es ist noch nicht vorbei
Daten aus der Offshore-Kanzlei Mossack Fonseca, die bei der SZ ankamen, waren im Jahr 2016 die Basis der großen internationalen Recherche „Panama Papers“. Nun steht ein Kompagnon der Firma in Köln vor Gericht.