Von 1998 bis 2002 war er Sprecher der Bundesregierung von Gerhard Schröder. Später kämpfte der Journalist und Autor mit seinem Verein „Gesicht Zeigen!“ gegen Rechtsextremismus.
Deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1990
:Wo bleibt der Reformator?
Hartmut Berghoff seziert Deutschlands aktuelle Wirtschaftspolitik. Er sieht keinen Anlass für Untergangsstimmung, aber die Rolle des Staates bereitet ihm einige Sorgen. Über den schmalen Grat zwischen historischer Betrachtung und Tagespolitik.
ExklusivJobs der Zukunft
:Welche Regionen und Branchen gewinnen und verlieren
Der deutsche Arbeitsmarkt ändert sich in den kommenden zehn Jahren drastisch. Finden Sie hier heraus, wie sich die Beschäftigung in der eigenen Stadt oder im eigenen Landkreis entwickelt.
Ukraine-Krieg
:Bundesregierung bereitet sich auf Gespräche mit Russland vor
Noch verhandelt Europa nicht direkt mit Russland über ein Ende des Krieges in der Ukraine. Aus Berliner Regierungskreisen heißt es nun, das wolle man bald ändern.
MeinungKrieg in der Ukraine
:Soll Merkel für Europa verhandeln? Das ist die falsche Frage
Die öffentliche Suche nach einem europäischen Unterhändler lenkt davon ab, dass Wladimir Putin immer noch nicht zu Verhandlungen bereit ist. Der Druck auf ihn aber steigt.
MeinungMerz beim DGB
:Wer Angst sät, erntet Pfiffe
Der Kanzler haut gern mal einen raus. Dabei ist klar: Die überfälligen Sozialreformen werden nur im Dialog mit Gewerkschaftern und Arbeitgebern gelingen. Spalten bringt nichts.
Ukraine-Krieg
:„Wir sind strategische Partner“
Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigt beim Besuch in Kiew an, gemeinsam mit der Ukraine „modernste unbemannte“ Waffensysteme zu entwickeln.
Glosse
:Das Streiflicht
Nein, es darf natürlich nicht sein, dass nun Gerhard Schröder mit Putin über das Kriegsende berät. Und doch ist da so ein Gefühl, dass es in der Politik schon einmal wirkungsvoller zuging.
SZ am Abend
:Nachrichten vom 10. Mai 2026
Was heute wichtig war.
MeinungGerhard Schröder als Vermittler
:Klingt da bei Putin etwa Verzweiflung durch?
Nun schlägt der russische Präsident also tatsächlich seinen alten Buddy als Schlichter im Ukraine-Krieg vor. Das ist ein Scheinangebot, mit dem er davon ablenkt, dass es gerade gar nicht gut für ihn läuft.
Antike
:Verlieren wie die alten Römer
Eine Historikerin erforscht den Umgang mit Wahlniederlagen im alten Rom und muss feststellen: Manches hat sich nicht geändert. Eine SZ-Typologie der Verlierer – vom Modell Merz bis zum Muster Lindner.
MeinungReform der Sozialversicherung
:Weglächeln ist keine Option mehr
Die Bundesregierung nimmt sich die Sozialversicherung vor. Sie wird aber nur Erfolg haben, wenn die Wirtschaft wieder wächst und die Veränderungen fair sind. Ideen gibt es genug.
MeinungKrise
:Wie das große Reformpaket für Deutschland gelingen kann
Die Bundesregierung muss bei Rente, Gesundheit und Arbeitsmarkt einiges verändern, um das Land vor dem Abstieg zu bewahren. Die Reformen brauchen ein soziales Gesicht, damit sie nicht die Zustimmung zur AfD hochtreiben.
Konjunktur
:Ist Deutschland wieder der „kranke Mann Europas“?
Wie vor 25 Jahren ist die Bundesrepublik das Wachstumsschlusslicht in der EU. Doch der Vergleich mit der Vergangenheit hinkt – denn in manchen Bereichen steht Deutschland heute besser da, in anderen dramatisch schlechter.
MeinungWirtschaftspolitik
:Klingbeils Reformkatalog geht weit über Schröders Agenda hinaus
Nach dem Schock der jüngsten SPD-Wahldebakel kündigt der Parteichef ein großes Reformpaket an. Aber ist das jetzt der große Wurf, den immer alle fordern? Tatsächlich spricht manches dafür.
Geschichtsbild
:Agenda gestern. Und heute?
Inzwischen verspüren in der SPD manche eine gewisse Sehnsucht nach Gerhard Schröder. Dieser verantwortete die Arbeitsmarktreform „Agenda 2010“. Sein früherer Assistent Lars Klingbeil legte jetzt eigene Ideen vor.
Altkanzler Schröders Rat an die SPD
:„Eigentlich braucht das Land jetzt eine neue Agenda-Politik“
Klar, die Putin-Freundschaft ist ein echtes Problem. Aber in der SPD geht jetzt, wo die Krise tief und der Reformbedarf groß ist, bei einigen eine gewisse Schröder-Sehnsucht um. Ein Besuch beim Altkanzler.
„Berliner Zeitung“
:Von Lissabon bis zum Ural
Gerhard Schröder hat einen Gastbeitrag in der „Berliner Zeitung“ geschrieben, der sich über weite Strecken liest wie die Rede von J. D. Vance in München. Warum hier auch das Medium die Nachricht ist.
Glosse
:Das Streiflicht
Man dürfe nicht dämonisieren, sagen ein paar Teufelskerle von gestern. Man sollte sie ernst nehmen, denn sie kennen sich zuweilen mit der Hölle aus.
MeinungStromausfall in Berlin
:Was macht eigentlich der Regierende Bürgermeister so?
Polizei, Feuerwehr und Techniker geben nach dem Brandanschlag ihr Bestes. Nur von Kai Wegner ist mal wieder nicht viel zu sehen.
Ifo-Präsident Clemens Fuest
:„Alles mit Geld zuschütten, dafür braucht es nicht viel Mut“
Das Jahr 2025 hat Ifo-Präsident Clemens Fuest schon abgehakt. 2026 könnte wirtschaftlich vielleicht etwas besser werden, aber eine Garantie für Wachstum gebe es nicht, im Gegenteil. Schuld daran sei auch die Bundesregierung.
Leute
:„Eine schöne Tasse Kaffee, ein bisschen ‚Radiohead‘ – und ein guter Stuhlgang“
Kate Winslet bekämpft ihren Ärger über böse Schlagzeilen mit einfachen Mitteln, Ski Aggu will eine Pause machen und Kunal Nayyar bezahlt nachts fremder Leute Arztrechnungen.
Altkanzler vor U-Ausschuss
:Scholz nennt Nord-Stream-Bau eine „strategische Fehlentscheidung“
Der Altkanzler muss als Zeuge im Nord-Stream-Untersuchungsausschuss aussagen. Erstmals spricht er öffentlich über einen Deal, den er den USA angeboten hatte.
SZ MagazinAußenpolitik
:»Die Frage ist: Wer sind wir Deutschen?«
In der Ära von Trump und Putin muss sich Deutschland neu zurechtfinden. Ein Gespräch mit Ex-Außenminister Joschka Fischer über den Neo-Nationalismus, Schröders Draht in den Kreml und späte Erkenntnisse seiner Generation.
Generationengerechtigkeit
:Warum das Rentenpaket vor allem die Jüngeren belastet
Wenn es nach der schwarz-roten Koalition geht, sollen die Renten weiter mit den Löhnen steigen, finanziert durch die Steuerzahler. Das verteilt die Milliardenkosten etwas, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Schieflage.
MeinungStadtbild-Debatte
:Der Bundeskanzler wollte was mit Migration sagen. Nur was?
Mit seiner „Stadtbild“-Aussage versagt Friedrich Merz auf dem zentralen Feld der Politik: der Sprache. Das ist beunruhigend.
Gerhard Schröder zu Nord Stream 2
:„Herr Vorsitzender, können Sie diesen Mist beenden“
Gerhard Schröder verteidigt als Zeuge im Schweriner Landtag den Bau von Nord Stream 2 und die Klimaschutzstiftung. Es wird ein mehr als denkwürdiger Auftritt des Altkanzlers.
SZ-Serie „Ein Anruf bei ...“
:Die Erfindung der afrikanischen Currywurst
Fabian Förster aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen betreibt eine Currywurstbude in Nairobi und versucht, die Kenianer für deutsche Wurst zu begeistern. Sein nächstes Projekt: die Kohlroulade.
Autoindustrie
:„Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel“
Seit 30 Jahren darf die Autoindustrie regelmäßig zu Spitzentreffen ins Kanzleramt. Für sie lohnt sich das: Gegen vage Zusagen gab es meistens handfeste Hilfen.
Interview mit Martin Herrenknecht
:„Alte Cowboys sind immer noch sehr geschätzt“
Vor fünfzig Jahren gründete Martin Herrenknecht sein Tunnelbohr-Unternehmen. Im Interview erklärt er, wieso er eine Reichensteuer zahlen würde und auch mit 83 Jahren nicht ans Aufhören denkt.
Friedrich Merz
:Die Emotionen eines Kanzlers
Der Regierungschef kämpft in einer Rede mit den Tränen. Auch seine Vorgänger im Amt haben schon emotionale Momente erlebt. Was aber passiert, wenn aus Gefühlen Politik wird?
Geschichtsbild
:Zwei Männer und eine CD-Rom
Vor 23 Jahren wurde der deutsche Sozialstaat zuletzt hart reformiert. Peter Hartz, damals VW-Vorstand, leitete die Kommission, welche die Vorschläge dafür erarbeitete.
Historische Alleingänge
:Die Coups der Kanzler
Viel wird derzeit über den „Alleingang“ von Friedrich Merz beim Thema Israel geredet. Einsame Entscheidungen haben aber schon viele Kanzler getroffen und eine Kanzlerin auch. Nicht immer waren Sachargumente ausschlaggebend.
Gerhard Schröder und Nord Stream 2
:Betr.: Meine Zeugenaussage
Altkanzler Gerhard Schröder sollte vor Abgeordneten in Schwerin aussagen, doch er kam nicht – wegen eines Burn-outs. Jetzt versucht er es schriftlich. Jede Verantwortung lehnt er ab.
Leute
:Im Namen der (pink-weiß-gestreiften) Rose
David Beckham trägt König Charles am Revers, Schriftstellerin Donna Leon tauscht Marmelade gegen Kuhmist, und „Tatort“-Kommissar Richy Müller wechselt die Seiten.
Kanzlerwahlen in Deutschland
:Knapp war es schon öfter
Mehr als einen Wahlgang hat vor Friedrich Merz noch kein Bundeskanzler gebraucht, um ins Amt zu gelangen. Aber Erfahrungen mit hauchdünnen Mehrheiten haben bereits frühere Kandidaten gemacht.
Bundesverwaltungsgericht
:Altkanzler Schröder scheitert mit Büro-Klage
Gerhard Schröder hatte beim Bundesverwaltungsgericht Revision eingelegt, weil er seinen Anspruch auf ein Bundestagsbüro und Mitarbeiter durchsetzen wollte. Jetzt hat das Gericht die Klage abgewiesen – doch zu Ende ist der Rechtsstreit womöglich noch nicht.
Geschichte einer umstrittenen Erdgasleitung
:Der Nord-Stream-Skandal-Strudel
Das Projekt Nord Stream ist nicht vom Krieg in der Ukraine zu trennen. Das macht ein neues Buch über die Geschichte der Gasleitungen deutlich. Und nebenbei fügen die Autoren der langen Liste an Ungereimtheiten um die Gasleitungen noch ein paar weitere hinzu. Eine führt sogar bis ins Kanzleramt.
Leute
:„Uns war wirklich nichts zu blöd“
Ex-Chefredakteur Kai Diekmann zeigt Reue über so manche Berichterstattung der „Bild“, eine Ärztin wird „Miss Germany“, und Jürgen Klopp hat eine Meinung zu „Let’s Dance“.
Altkanzler
:Schröder leidet an Burn-out
Der ehemalige Kanzler hat sich wegen Gesundheitsproblemen in Behandlung begeben. Im Untersuchungsausschuss zu Nord Stream 2 wird er auf absehbare Zeit nicht aussagen können, sagt sein Arzt.
Deutsche Russlandpolitik seit der Wiedervereinigung
:Falsch abgebogen
Der Historiker Bastian Matteo Scianna hat für die deutsche Russlandpolitik die Metapher vom „Sonderzug nach Moskau“ erdacht. Schonungslos zeigt er die Fehler von Kohl, Schröder, Steinmeier und Merkel auf.
Untersuchungsausschuss in Schwerin
:Der Nord-Stream-Bluff fliegt auf
Der frühere Nord-Stream-Chef Matthias Warnig muss im Schweriner Untersuchungsausschuss aussagen. Er bringt die Regierung von Manuela Schwesig in einem zentralen Punkt in Erklärungsnot.
Korrekturen
:Gerhard Schröder und Science-Fiction
Des Ex-Kanzlers Abkehr von den USA in Hannover, und eine Odyssee im Weltraum wegen eines bösen Bordcomputers.
Ministerpräsident wird Kommentator
:Tor für Söder: Wie die Politik den Fußball vereinnahmt
Bayerns Ministerpräsident ist nahezu omnipräsent in den Medien. Nun darf er auch noch ein Bundesligaspiel des 1. FC Nürnberg kommentieren. Und das mitten im Wahlkampf. Ein Zufall?
Vertrauensfrage
:„Ich habe wirklich nächtelang nicht geschlafen“
Die bisher letzte Vertrauensfrage war umstrittener als die heutige. Weil sie nicht zwingend war und eine einsame Entscheidung des Kanzlers. Aber Gerhard Schröder würde es genauso wieder machen.
Kolumne „Schön doof“
:Ich schraube, also bin ich
Neuerdings kann man Altkanzler Gerhard Schröder auch als Heimwerker beobachten – seiner Frau sei Dank. Aber ob das gut geht?
Ampelkoalition
:Lasst es gut sein
Wer außer der Jungen Union bejubelt Friedrich Merz? Aber wenn Regierungen am Ende sind, sind Regierungen am Ende. Zu den letzten Zuckungen der Ampel – und dem Ende von Koalitionen.
Verhältnis zu Russland
:„Eine Schande für die deutsche Sozialdemokratie“
Wohin treibt nur die SPD? Sie einigt sich in Sachen Krieg und Frieden mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht in Brandenburg – und streitet über ein Lob für Gerhard Schröder, der wiederum Donald Trump lobt und sich mit Viktor Orbán trifft. Parteimitglieder warnen vor einer Rolle rückwärts.
Krise der Bundesregierung
:Schröder fordert Friedensinitiative von Scholz
Kaum ein Thema war in den ostdeutschen Wahlkämpfen so dominant wie Russlands Krieg gegen die Ukraine. Nun meldet sich ein alter Bekannter der SPD zu Wort – und fordert, Lehren zu ziehen.
Bürgergeld
:Berlin, wir haben ein Problem
Mit dem Bürgergeld wollte die SPD das Trauma Hartz IV überwinden und verlorene Wähler zurückholen. Dumm nur, dass sie dadurch noch viel mehr verloren hat. Von einer Partei, die es sich selbst schwer macht.