Gerhard Schröder hat einen Gastbeitrag in der „Berliner Zeitung“ geschrieben, der sich über weite Strecken liest wie die Rede von J. D. Vance in München. Warum hier auch das Medium die Nachricht ist.
Glosse
:Das Streiflicht
Man dürfe nicht dämonisieren, sagen ein paar Teufelskerle von gestern. Man sollte sie ernst nehmen, denn sie kennen sich zuweilen mit der Hölle aus.
MeinungStromausfall in Berlin
:Was macht eigentlich der Regierende Bürgermeister so?
Polizei, Feuerwehr und Techniker geben nach dem Brandanschlag ihr Bestes. Nur von Kai Wegner ist mal wieder nicht viel zu sehen.
Ifo-Präsident Clemens Fuest
:„Alles mit Geld zuschütten, dafür braucht es nicht viel Mut“
Das Jahr 2025 hat Ifo-Präsident Clemens Fuest schon abgehakt. 2026 könnte wirtschaftlich vielleicht etwas besser werden, aber eine Garantie für Wachstum gebe es nicht, im Gegenteil. Schuld daran sei auch die Bundesregierung.
Leute
:„Eine schöne Tasse Kaffee, ein bisschen ‚Radiohead‘ – und ein guter Stuhlgang“
Kate Winslet bekämpft ihren Ärger über böse Schlagzeilen mit einfachen Mitteln, Ski Aggu will eine Pause machen und Kunal Nayyar bezahlt nachts fremder Leute Arztrechnungen.
Altkanzler vor U-Ausschuss
:Scholz nennt Nord-Stream-Bau eine „strategische Fehlentscheidung“
Der Altkanzler muss als Zeuge im Nord-Stream-Untersuchungsausschuss aussagen. Erstmals spricht er öffentlich über einen Deal, den er den USA angeboten hatte.
SZ MagazinAußenpolitik
:»Die Frage ist: Wer sind wir Deutschen?«
In der Ära von Trump und Putin muss sich Deutschland neu zurechtfinden. Ein Gespräch mit Ex-Außenminister Joschka Fischer über den Neo-Nationalismus, Schröders Draht in den Kreml und späte Erkenntnisse seiner Generation.
Generationengerechtigkeit
:Warum das Rentenpaket vor allem die Jüngeren belastet
Wenn es nach der schwarz-roten Koalition geht, sollen die Renten weiter mit den Löhnen steigen, finanziert durch die Steuerzahler. Das verteilt die Milliardenkosten etwas, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Schieflage.
MeinungStadtbild-Debatte
:Der Bundeskanzler wollte was mit Migration sagen. Nur was?
Mit seiner „Stadtbild“-Aussage versagt Friedrich Merz auf dem zentralen Feld der Politik: der Sprache. Das ist beunruhigend.
Gerhard Schröder zu Nord Stream 2
:„Herr Vorsitzender, können Sie diesen Mist beenden“
Gerhard Schröder verteidigt als Zeuge im Schweriner Landtag den Bau von Nord Stream 2 und die Klimaschutzstiftung. Es wird ein mehr als denkwürdiger Auftritt des Altkanzlers.
SZ-Serie „Ein Anruf bei ...“
:Die Erfindung der afrikanischen Currywurst
Fabian Förster aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen betreibt eine Currywurstbude in Nairobi und versucht, die Kenianer für deutsche Wurst zu begeistern. Sein nächstes Projekt: die Kohlroulade.
Autoindustrie
:„Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel“
Seit 30 Jahren darf die Autoindustrie regelmäßig zu Spitzentreffen ins Kanzleramt. Für sie lohnt sich das: Gegen vage Zusagen gab es meistens handfeste Hilfen.
Interview mit Martin Herrenknecht
:„Alte Cowboys sind immer noch sehr geschätzt“
Vor fünfzig Jahren gründete Martin Herrenknecht sein Tunnelbohr-Unternehmen. Im Interview erklärt er, wieso er eine Reichensteuer zahlen würde und auch mit 83 Jahren nicht ans Aufhören denkt.
Friedrich Merz
:Die Emotionen eines Kanzlers
Der Regierungschef kämpft in einer Rede mit den Tränen. Auch seine Vorgänger im Amt haben schon emotionale Momente erlebt. Was aber passiert, wenn aus Gefühlen Politik wird?
Geschichtsbild
:Zwei Männer und eine CD-Rom
Vor 23 Jahren wurde der deutsche Sozialstaat zuletzt hart reformiert. Peter Hartz, damals VW-Vorstand, leitete die Kommission, welche die Vorschläge dafür erarbeitete.
Historische Alleingänge
:Die Coups der Kanzler
Viel wird derzeit über den „Alleingang“ von Friedrich Merz beim Thema Israel geredet. Einsame Entscheidungen haben aber schon viele Kanzler getroffen und eine Kanzlerin auch. Nicht immer waren Sachargumente ausschlaggebend.
Gerhard Schröder und Nord Stream 2
:Betr.: Meine Zeugenaussage
Altkanzler Gerhard Schröder sollte vor Abgeordneten in Schwerin aussagen, doch er kam nicht – wegen eines Burn-outs. Jetzt versucht er es schriftlich. Jede Verantwortung lehnt er ab.
Leute
:Im Namen der (pink-weiß-gestreiften) Rose
David Beckham trägt König Charles am Revers, Schriftstellerin Donna Leon tauscht Marmelade gegen Kuhmist, und „Tatort“-Kommissar Richy Müller wechselt die Seiten.
Kanzlerwahlen in Deutschland
:Knapp war es schon öfter
Mehr als einen Wahlgang hat vor Friedrich Merz noch kein Bundeskanzler gebraucht, um ins Amt zu gelangen. Aber Erfahrungen mit hauchdünnen Mehrheiten haben bereits frühere Kandidaten gemacht.
Bundesverwaltungsgericht
:Altkanzler Schröder scheitert mit Büro-Klage
Gerhard Schröder hatte beim Bundesverwaltungsgericht Revision eingelegt, weil er seinen Anspruch auf ein Bundestagsbüro und Mitarbeiter durchsetzen wollte. Jetzt hat das Gericht die Klage abgewiesen – doch zu Ende ist der Rechtsstreit womöglich noch nicht.
Geschichte einer umstrittenen Erdgasleitung
:Der Nord-Stream-Skandal-Strudel
Das Projekt Nord Stream ist nicht vom Krieg in der Ukraine zu trennen. Das macht ein neues Buch über die Geschichte der Gasleitungen deutlich. Und nebenbei fügen die Autoren der langen Liste an Ungereimtheiten um die Gasleitungen noch ein paar weitere hinzu. Eine führt sogar bis ins Kanzleramt.
Leute
:„Uns war wirklich nichts zu blöd“
Ex-Chefredakteur Kai Diekmann zeigt Reue über so manche Berichterstattung der „Bild“, eine Ärztin wird „Miss Germany“, und Jürgen Klopp hat eine Meinung zu „Let’s Dance“.
Altkanzler
:Schröder leidet an Burn-out
Der ehemalige Kanzler hat sich wegen Gesundheitsproblemen in Behandlung begeben. Im Untersuchungsausschuss zu Nord Stream 2 wird er auf absehbare Zeit nicht aussagen können, sagt sein Arzt.
Deutsche Russlandpolitik seit der Wiedervereinigung
:Falsch abgebogen
Der Historiker Bastian Matteo Scianna hat für die deutsche Russlandpolitik die Metapher vom „Sonderzug nach Moskau“ erdacht. Schonungslos zeigt er die Fehler von Kohl, Schröder, Steinmeier und Merkel auf.
Untersuchungsausschuss in Schwerin
:Der Nord-Stream-Bluff fliegt auf
Der frühere Nord-Stream-Chef Matthias Warnig muss im Schweriner Untersuchungsausschuss aussagen. Er bringt die Regierung von Manuela Schwesig in einem zentralen Punkt in Erklärungsnot.
Korrekturen
:Gerhard Schröder und Science-Fiction
Des Ex-Kanzlers Abkehr von den USA in Hannover, und eine Odyssee im Weltraum wegen eines bösen Bordcomputers.
Ministerpräsident wird Kommentator
:Tor für Söder: Wie die Politik den Fußball vereinnahmt
Bayerns Ministerpräsident ist nahezu omnipräsent in den Medien. Nun darf er auch noch ein Bundesligaspiel des 1. FC Nürnberg kommentieren. Und das mitten im Wahlkampf. Ein Zufall?
Vertrauensfrage
:„Ich habe wirklich nächtelang nicht geschlafen“
Die bisher letzte Vertrauensfrage war umstrittener als die heutige. Weil sie nicht zwingend war und eine einsame Entscheidung des Kanzlers. Aber Gerhard Schröder würde es genauso wieder machen.
Kolumne „Schön doof“
:Ich schraube, also bin ich
Neuerdings kann man Altkanzler Gerhard Schröder auch als Heimwerker beobachten – seiner Frau sei Dank. Aber ob das gut geht?
Ampelkoalition
:Lasst es gut sein
Wer außer der Jungen Union bejubelt Friedrich Merz? Aber wenn Regierungen am Ende sind, sind Regierungen am Ende. Zu den letzten Zuckungen der Ampel – und dem Ende von Koalitionen.
Verhältnis zu Russland
:„Eine Schande für die deutsche Sozialdemokratie“
Wohin treibt nur die SPD? Sie einigt sich in Sachen Krieg und Frieden mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht in Brandenburg – und streitet über ein Lob für Gerhard Schröder, der wiederum Donald Trump lobt und sich mit Viktor Orbán trifft. Parteimitglieder warnen vor einer Rolle rückwärts.
Krise der Bundesregierung
:Schröder fordert Friedensinitiative von Scholz
Kaum ein Thema war in den ostdeutschen Wahlkämpfen so dominant wie Russlands Krieg gegen die Ukraine. Nun meldet sich ein alter Bekannter der SPD zu Wort – und fordert, Lehren zu ziehen.
Bürgergeld
:Berlin, wir haben ein Problem
Mit dem Bürgergeld wollte die SPD das Trauma Hartz IV überwinden und verlorene Wähler zurückholen. Dumm nur, dass sie dadurch noch viel mehr verloren hat. Von einer Partei, die es sich selbst schwer macht.
Angela Merkel
:Wann kommt ihr Bild ins Kanzleramt?
Noch nie verging so viel Zeit, bis ein neues Kanzlerporträt aufgehängt wurde. Merkel aber hat – offiziell – noch immer keinen Plan, wer ihr Bild anfertigen soll. Und drängen lässt sie sich schon gar nicht.
Altkanzler
:Freund Putin, Feind Kevin
Gerhard Schröder ist 80 geworden - und bleibt bei seiner Freundschaft zu Putin. Ist der Altkanzler unbelehrbar? Und wie ist sein Lebenswerk zu beurteilen? Das denken SZ-Leser.
Aktuelles Lexikon
:Mea culpa
Katholische Formel, jetzt auch wieder vom Protestanten Gerhard Schröder in Anspruch genommen.
Der Altkanzler wird 80
:Elder Müsliman
Gerhard Schröder wird 80 und ist dank Hafermilch und Kichererbsen fit und mit sich im Reinen, Kritik lässt ihn kalt. Auf den gesunden Kurs gebracht haben ihn seine Frauen.
80. Geburtstag von Gerhard Schröder
:"Mea culpa ist nicht mein Satz"
Er glaubt, dass Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine beenden will, lobt Angela Merkel und attestiert der SPD, den Kompass verloren zu haben. Im Übrigen bereut er nichts. Ein Hausbesuch bei Gerhard Schröder zum 80.
MeinungVorbilder
:Wo sind eigentlich die großen Alten?
Warum gelingt es nur so wenigen Staatsmännern und -frauen, am Ende ihrer Karriere das nationale Gewissen zu verkörpern? Für die Position des "Elder Statesman" werden dringend Kandidaten gesucht.
Gerhard Schröder
:Bleib so, wie du bist
Die NDR-Dokumentation "Außer Dienst?" versucht, Gerhard Schröder zu seinem 80. Geburtstag näherzukommen. Das misslingt eindrucksvoll.
Leute
:Ein Engel für Anne Hathaway
Die Schauspielerin erzählt, wer ihr in schweren Zeiten half, Sheryl Crow will ihre Musik mit ins Grab nehmen, und die Schröders schwören auf Haferflocken für eine lange Ehe.
SPD
:Ein bisschen reden
Rolf Mützenichs Vorschlag, den Krieg in der Ukraine einzufrieren, findet in der SPD viel Beifall. Das hat mit einer alten Sehnsucht zu tun - und einem Missverständnis.
ExklusivOskar Lafontaines spezielles Jubiläum
:"Besserwisser und Wenigtuer"
Vor 25 Jahren verließ Oskar Lafontaine die rot-grüne Koalition, die er selbst mitgegründet hatte. Eine Würdigung des Ex-Genossen.
Das Politische Buch
:Die Verblendeten
Der österreichische Publizist Paul Lendvai hat eine große Abrechnung mit der Politik des Westens im Umgang mit Wladimir Putin vorgelegt. Besonders deutsche Politiker kommen schlecht weg. Aber natürlich auch Sebastian Kurz.
Aktuelles Lexikon
:Machtwort
Nun verlangt der hessische Ministerpräsident es. Aber der Kanzler wird es tunlichst nicht aussprechen.
MeinungPrantls Blick
:Was Christian Lindner lesen sollte
Das Kapital hat gesiegt, aber nicht recht: Das Vermächtnis des Sozialphilosophen Oskar Negt.
MeinungFranz Beckenbauer
:Der Mann ohne Gegner
Andere waren großartig, aber was machte ihn zum Kaiser, zum Größten? Erinnerungen an einen Golfplatz an der Müritz und eine Reise nach Afghanistan.
MeinungBundesregierung
:Die Ampel und ihre drei Finanzminister
In Berlin regiert seit dem Urteil aus Karlsruhe die blanke Not, und es ist fraglich, ob die Koalition das übersteht. Zu unterschiedlich sind die Ansätze von Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner.
Ampelkrise
:Der Koalitionsbruch, eine historische Ausnahme
Teile der FDP-Basis fordern einen Ausstieg aus der Ampel, der CSU-Chef redet einer großen Koalition das Wort. In der Geschichte der Bundesrepublik sind Koalitionsbrüche rar - doch alle hatten ihr eigenes Drehbuch.
Lüpertz-Fenster in Hannover eingeweiht
:Geschenk der Hölle
In der Marktkirche in Hannover wurde das umstrittene Fenster von Markus Lüpertz eingeweiht. Die Predigten dürften Altkanzler Gerhard Schröder nicht gefallen haben.